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29 Mai 2020

Sarah Koch - In den Fängen des Waldes





Inhalt
Ein beklemmender Thriller um eine Frau auf der Suche nach ihrer Familie
„Irgendetwas in mir weiß, dass die Blicke des Waldes nicht von vertrauten Personen ausgehen.“ Es sollte ein Wochenendtrip werden, aber Ellas Mann und Tochter sind nicht zurückgekehrt. Nach Wochen tappt der Kommissar mit der Gelfrisur, den Ella nicht ausstehen kann, noch immer im Dunkeln. Kurzerhand begibt sie sich selbst in das Waldstück, das ihre Familie verschluckt zu haben scheint, und muss schnell feststellen, dass hier nichts mit rechten Dingen zugeht. Gibt es in den Wäldern Eschheims wirklich mehr, als man mit bloßem Auge sehen kann? Und was hat es mit der Kommune auf sich, zu der alle Spuren führen? Ella ist fest entschlossen es herauszufinden und setzt alles auf eine Karte. Aber ihre letzte Hoffnung ist gefährlicher als sie jemals geahnt hätte...

Buchdetails
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Piper | eBook + Taschenbuch 308 Seiten | Einzelband | 04. Mai 2020 

23 Mai 2020

Martin Krüger - Das Gesicht am Fenster





Klappentext
Sie hörte Glas splittern und das Geräusch knackender Knochen, ein Stampfen, das näher kam. Sie schrie, schrie … und wachte auf.
Ein Neuanfang nach einem traumatischen Erlebnis: Die Wissenschaftler Sophie und Colin Carter ziehen mit ihren beiden Kindern ins Schweizer Wallis. Als ihre Tochter Kate ein Kindermädchen braucht, finden sie in der älteren Agatha eine liebevolle und gebildete Nanny. Alles scheint perfekt.
Doch bald beschleicht Sophie das unheilvolle Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Die Kinder ziehen sich zurück, nachts geschieht Unerklärliches und Colin scheint etwas zu verbergen … Oder spielt Sophies Angst ihr einen grausamen Streich, die sie quält, seitdem sie einmal fast gestorben wäre?

11 Mai 2020

Camilla Sten - Das Dorf der toten Seelen





Inhalt
Alice Lindstedt hat gerade die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen und plant, ihren ersten Dokumentarfilm zu drehen: über Silvertjärn, einen abgelegenen Grubenort im Wald von Norrland. Vor 60 Jahren verschwanden unter ungeklärten Umständen alle Bewohner von einem Tag auf den anderen. Kurz zuvor zog ihre Großmutter von dort weg. Alice will herausfinden, was damals geschehen ist. Mit ihrem Team bricht sie zu dem einsamen Ort auf. Doch bald geschehen seltsame Dinge. Die Handys haben keinen Empfang, im Walkie-Talkie ist ein heiseres Lachen zu hören. Und kurz darauf ist der erste aus dem Team tot. Wer ist außer ihnen noch in Silvertjärn? Was ist damals passiert? Und vor allem: Werden Sie diesen grausamen Ort lebend verlassen?

09 Mai 2020

Riley Sager - Verschließ jede Tür





Klappentext
Ein Haus zum Träumen.
Und zum Sterben.
Jules hat einen Wahnsinns-Job an Land gezogen: Sie soll im Bartholomew, einem prachtvollen alten Hochhaus am Central Park, auf eine Luxuswohnung aufpassen. Und dafür 1000 Dollar die Woche kassieren! Einige seltsame Bedingungen gibt es allerdings: Sie muss jede Nacht im Apartment schlafen und darf niemanden in die Wohnung lassen. Kaum ist Jules eingezogen, häufen sich unheimliche Vorkommnisse. Von Ingrid, ebenfalls »Apartmentsitterin«, erfährt sie, dass das Bartholomew ein dunkles Geheimnis hat. Als Ingrid verschwindet, versucht Jules, das Geheimnis zu lüften – und gerät dabei selbst in größte Gefahr.


29 April 2020

Tanja Hanika - Redthorne Castle





Klappentext
England 1884 – Die junge Schriftstellerin Joanne Hadley wähnte sich im Paradies: Mit Gleichgesinnten ist sie zu einem Treffen auf Redthorne Castle geladen, um gemeinsam Literatur zu schaffen. Doch einer nach dem anderen stirbt und es gibt wegen der defekten Zugbrücke kein Entrinnen. Für Joanne gilt es, herauszufinden, was in dem Gemäuer vor sich geht. Kann sie sich und die anderen vor dem Tod bewahren, der im alten Gemäuer umgeht?


Buchdetails 
Selbstverlag | eBook + Taschenbuch 223 Seiten | Einzelband | September 2015

Meinung
An Geschichten mit Geistern und vor allem Spukhäusern kann ich ja nicht vorbeigehen. Rethorne Castle klang nach einem interessanten Schauerroman, mit Geistern und einem Kriminalfall. Genau das bekommen Leser.innen auch.

Der Start und die Atmosphäre im Buch haben mir gut gefallen. Es gibt einige wenige unheimliche Momente und einige Todesfälle. Dabei wird es nie sehr blutig. Joanne und die anderen Gäste sind auf Redthorne Castle eingesperrt und haben einen (oder mehrere?) Mörder unter sich. Das trübt natürlich die Stimmung und alle sind oder werden misstrauisch. Alle sind verdächtig und diese Unsicherheiten und Anspannungen die sich daraus ergeben waren gut umgesetzt. Dazu scheint es noch zu spuken, Redthorne Castle beheimatet einen Geist über den die Besitzer des Anwesens scheinen mehr darüber zu wissen.

Leider konnte ich mit keinem der Charaktere so wirklich mitfiebern, viele waren schlichweg unsypathisch. Was mir ebenfalls gefehlt hat waren aber die wirklich gruseligen Momente, es gibt sie schon aber mir war es fast zu wenig (was vielleicht auch daran liegen kann das ich schon viele Bücher der Art gelesen habe). Allgemein kam mir der Geisteranteil in der ersten Hälfte fast etwas wenig vor. Es hat sich mehr wie ein Krimi angefühlt.
Das Ende war dann dafür sehr spannend und ich fand die Auflösung um den Geist sehr interessant.

"Redthorne Castle" war mein erstes Buch von Tanja Hanika, wird aber nicht mein letztes von ihr sein.

"Redthorne Castle" ist ein Buch für Fans von Krimis die ein paar unheimliche Momente haben. Für alle die zum ersten mal einen Schauerroman lesen wollen ist das Buch auch sehr zu empfehlen.


Krankheit und Tod, Suizid

26 April 2020

Cai Jun - Rachegeist




Klappentext
„Alles ändert sich, wenn man jemanden getötet hat. Man lebt den Rest seines Lebens in Angst.“
19. Juni 1995 im Osten Chinas: Shen Ming, junger und brillanter Lehrer an einem Gymnasium, wird verdächtigt, eine seiner Schülerinnen getötet zu haben. Einige Tage später aber wird auch er in einem alten Fabrikgebäude unweit seiner Schule erstochen. Die Taten bleiben ungesühnt - bis neun Jahre später Shen Mings Mörder ins Reich der Toten geschickt werden. Nur: von wem? Unmittelbar verbreitet sich das ungeheuerliche Gerücht, dass Shen Ming an diesen Mordfällen beteiligt war, dass er den Fluss des Todes überquert hat, um sich selbst zu rächen. „Rachegeist“, atemberaubend und unfassbar originell, ist die Geschichte vom perfekten Mord. Und vor der Kulisse des modernen China überschreitet sie mühelos die Grenzen der Realität.


Buchdetails 
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Piper | eBook + Taschenbuch 512 Seiten | Aus dem chinesischen von Eva Schestag | Einzelband | 16.03.2020

Meinung
Der Klappentext klang sehr spannend. Und ehrlich, ich habe auch noch nie bewusste einen Thriller eines chinesischen Autors gelesen.

"Rachegeist" startet nicht gleich mit dem Mord. Erst lernen Leser.innen Sheng Ming selbst kennen, sein Leben und dann kommt erst der Mord an ihm. Dann taucht er als Geist wieder auf, ein Geist der auf dem Rücken des kleinen Si Wang sitzt und seinen Mörder finden will. Dabei gibt es sehr viele Verwicklungen, es gibt viele handelnde Personen (um die 15) und noch einige Morde mehr.

Das Buch lässt sich teilweise sehr schwer beschreiben. Es ist nicht unbedingt einfach zu lesen, da der Autor gerne von Person zu Person springt und auch gerne mal Ereignisse aus der Vergangeheit einwirft. Dabei beschreibt er nicht viel und erzählt alles sehr sachlich. und emotionsarm. Manche Dialoge und Passagen wirken dadurch etwas hölzern. Die Geschichte ist komplex und es wird erst sehr viel später klar wie alles zusammenhängt. Die vielen Details sind teilweise wichtigt aber schwer zu merken. Mich haben am Anfang aber vor allem die vielen Sprünge zwischen den Personen echt angestrengt. Erst nach und nach hatte ich einen Überblick, obwohl es gleich zu Beginn ein Verzeichnis der wichtigsten Personen gibt. Ich denke auch, dass der Autor im chinesischen viel mit den Namen gespielt hat, durch die Wahl der Schriftzeichen. Grade Si Wang erklärt immer wie er geschrieben wird. Bei der Übesetzung kommt das dann logischerweise nicht so wirklich rüber und klingt auch erstmal sehr ungewohnt. Vielleicht kann man sich alles auch besser merken wenn man das Original lesen kann?

Bei den vielen Personen die im Buch vorkommen ist wirklich niemand sympathisches dabei. Alle sind irgendwie unfreundlich, egoistisch oder verbittert und haben ihre Geheimnisse.

Der Mordfall um den es zu Beginn geht wird am Ende aufgeklärt, aber absolut nicht so wie erwartet. Dazu gibt es aber noch einige Morde mehr und es war echt interessant wie der Autor alles miteinander verküpft hat. Und auch ein bisschen seltsam in wieviele Morde denn eine unbeteiligte Person doch verwickelt werden kann.

"Rachegeist" würde ich allen empfehlen die mal einen komplexen aber etwas anderen Thriller lesen möchten, indem bis zur Auflösung wirklich nicht erkennbar ist wer denn jetzt der erste Mörder ist.


Mobbing, psychischer und phsyischer Missbrauch von Kindern, Gewalt gegen Menschen, Suizid

Danke an Netgalley und Piper für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

08 April 2020

Agatha Christie - Der blaue Express




Klappentext
Hercule Poirot ermittel in einem Luxuszug.
Der Fahrplan stimmt, der Zeitplan auch. Ein perfekter Mord im Luxuszug Calais-Paris-Nizza - so scheint es. Nur eine winzige Unstimmigkeit lässt Hercule Poirots kleine graue Zellen nicht mehr ruhen: Warum wurde das Gesicht der jungen Frau, Tochter eines amerikanischen Millionärs, nach ihrer Ermordung entstellt?


10 März 2020

Oyinkan Braithwaite - Meine Schwester, die Serienmörderin





Klappentext
Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ayoola ist das Lieblingskind, unglaublich schön -- und sie hat die Angewohnheit, ihre Männer umzubringen. Korede ist eher praktisch veranlagt und dafür zuständig hinter ihrer Schwester aufzuräumen: die Krankenschwester kennt die besten Tricks, um Blut zu entfernen, und ihr Kofferraum ist groß genug für eine Leiche. Dann verknallt sich natürlich auch Tade, der hübsche Arzt aus dem Krankenhaus, in Ayoola, der doch eigentlich für Korede bestimmt ist. Jetzt muss die sich fragen, wie gefährlich ihr Schwester wirklich ist -- und wen sie hier eigentlich vor wem beschützt.


Buchdetails
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Aufau Verlag (Blumenbar) | ebook + Taschenbuch 240 Seiten | My Sister, the Serial Killer übersetzt von Yasemin Dinçer | Einzelband | 10. März 2020
Meinung 
Der Titel hat mich hier schon sehr neugierig auf das Buch gemacht, der Klappentext klingt ebenfalls sehr spannend.

Der Klappentext gibt tatsächlich auch fast die ganze Handlung des Buches wieder. Dabei ist das Buch dann aber trotzdem nicht langweilig, Leser.innen ahnen zwar was passiert aber wie es dazu kommt ist eben noch unbekannt. Leider sind einige Wendungen aber vorhersehbar.

Los geht es auch gleich ganz unverblümt damit das Korede eine Leiche entsorgt hat und nun die Wohnung des Opfers fein säuberlich reinigt, damit auch ja keine Spuren zurück bleiben. Dieser Moment spielt immer wieder eine Rolle im Buch, da er Korede doch verfolgt und es einige Momente gibt in denen sie Angst hat doch erwischt zu werden. Trotz all ihrer Zweifel und Ängste möchte sie aber trotzdem ihre Schwester beschützen.

Die Geschichte begleitet immer Korede und wird auch von ihr erzählt und sie spricht auch die Leser.innen direkt an. Der Verlauf der Geschichte ist dabei nicht linear, es wird immer mal wieder, ganz beiläufig, einiges aus der Vergangenheit eingestreut. So werden einige Umstände näher beleuchtet die Leser.innen vielleicht erklären warum die beiden Frauen so sind wie sie eben sind.
Korede ist eine interessante Person. Sie hat einen Waschzwang und noch einige andere Macken. Sie ist selbstbewusst, weiß was sie will und kämpft auf ihre Art gegen Geschlechterklischees.
"Meine Schwester die Serienmörderin" ist ein etwas anderer Thriller, der den Fokus auf die Mittäterin und die Umstände der Morde legt und nicht so sehr auf die Mörderin.

Danke an Netgalley und den Aufbau Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.


Mord, angedeuteter sexueller Missbrauch

Weitere Rezensionen
Kerstin von KeJasWortrausch
Literameer
Leselust Bücher
Zeit für neue Genres

05 September 2019

Pauline Peters - Das verborgene Cottage





Klappentext
Band 4 einer Reihe! Spoiler zu den Vorgängern im Klappentext!
Irland, Herbst 1908: Victoria und Jeremy freuen sich auf eine romantische, wenn auch verspätete Hochzeitsreise auf die Grüne Insel. Doch bei einem ersten Spaziergang auf dem herrlichen Landsitz in der irischen Grafschaft Galway verirrt sich Victoria im Moor. Ein junger Mann namens Ióseph rettet sie. Als wenige Tage später eine junge Frau tot im Moor aufgefunden wird, steht Ióseph unter Mordverdacht. Victoria glaubt an die Unschuld ihres Retters. Die Suche nach der Wahrheit führt sie in elegante Anwesen auf dem Land, ebenso wie in Dubliner Armenhäuser. Dabei kommt sie einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur ...


Bastei Lübbe | eBook + Taschenbuch 464 Seiten | Victoria Bredon #4 | 31. Juli 2019

Meinung
Angesprochen hat mich hier der Klappentext. Ich hatte irgendwie einen spannenden und nicht zu brutalen Krimi in etwas unheimlicher Atmosphäre erwartet. Leider habe ich nicht gewusst das es sich hier schon um Teil 4 einer Reihe handelt. Trotzdem kam ich gut zurecht, die Erlebnisse aus den ersten drei Bänden werden immer wieder angesprochen und eingebaut, so dass ich genug Informationen hatte. Und auch etwas neugierig auf die ersten Teile wurde. Wer aber die Reihe noch nicht kennt und von Anfang an erleben möchte sollte bei "Die rubinrote Kammer" starten.

Victoria ist eine interessante Protagonisitin mit schon recht modernen Ansichten. Aber ich mochte Victoria weil sie zu ihren Ansichten steht. Sie hat ihren eigenen Kopf und versucht auch ihren Kopf durchzusetzen.
In Band 4 ist sie schon mit Jeremy verheiratet und schwanger. Und ich bin eigentlich ganz froh das ich die ganze sich anbahnende Romanze übersprungen habe. Die Beiden sind ein tolles Paar, das sich auch mal streitet.
Hopkins, der Butler von Victoria, war auch ein sehr interessanter Charaktere. Stets der zuverlässige und perfekte Butler aber auch ein Ermittler der Victoria in vielem unterstützt.

Die Geschichte ist interessant und der Kriminalfall zumindest am Anfang spannend. Ich hatte sehr schnell einen Verdacht wer mit in die Sache verwickelt ist und hatte mit den meisten Vermutungen dann auch recht.
Durch die Geschichte begleiten die Leser.innen meist Victoria. In manchen Kapiteln auch Jeremy oder Hopkins.

Pauline Peters hat eine angenehme Art zu erzählen. Sie baut sehr viele Details der Umgebung, Zeit und Architektur ein. Dadurch wird alles sehr lebendig und als Leser lernt man das alte Dublin und London kennen. Auch die politischen Spannungen der damaligen Zeit werden erwähnt. Im Nachwort werden dann noch einige geschichtliche Hintergrunde erklärt, für alle die noch mehr wissen wollen. Es wirkt auf jeden Fall alles sehr rund und gut recherchiert.



Mord, Gewalt gegen Menschen, sexueller Missbrauch

Danke an Netgalley und Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

Die Reihe
Victoria Bredon
1: Die rubinrote Kammer
2: Das Geheimnis des Rosenzimmers
3: Das Zedernhaus
4: Das verborgene Cottage

27 Februar 2019

Robert W. Walker - Blut. Der Vampirkiller von Wisconsin




Klappentext
Dr. Jessica Coran ist eine Expertin, wenn es darum geht, in die Gedankenwelt von Mördern und Gewaltverbrechern einzudringen. Als Gerichtsmedizinerin beim FBI glaubte sie, bereits alles gesehen zu haben – bis zu jenem Tag in Wisconsin. Als sie das Erste seiner Opfer sah …
Der Vampirkiller von Wisconsin. Er foltert seine Opfer auf besonders bestialische Weise – indem er sie vollständig ausbluten lässt. Die Zeitungen nennen ihn bereits den Vampir-Killer. Und er schreibt Liebesbriefe an jene Ermittlerin des FBI, die für ihn Jäger und Beute zugleich ist: Dr. Jessica Coran.


Luzifer Verlag | ebook + Taschenbuch 400 Seiten | Killer Instinct, Übersetzt von: Phillip Seedorf | Die Fälle der Jessica Coran #1 | 31. März 2018 | ab 16 

Meinung
Hier hat mich der Klappentext neugierig gemacht und als das Buch dann mal im Angebot war habe ich zugeschlagen. Jetzt habe ich es endlich mal gelesen und oh man, was habe ich da gelesen?

Fangen wir mit dem Positiven an: Die forensische Arbeit war sehr detailliert und interssant beschrieben. Es gab wirklich viele Details und Erklärungen von Gerätschaften und Mehtoden. Da hat sich Robert W. Walker sehr ins Zeug gelegt und gut recherchiert. Die forensische Arbeit und der Fall an sich waren das Beste am ganzen Buch.

Leider mochte ich Robert W. Walkers Art zu erzählen sonst gar nicht, es gibt einfach viele Wiederholungen. Irgendwann weiß man das der Killer brutal ist und Dr. Coran die beste Forensikerin, auch ohne das der Autor das immer wieder erwähnt. Auch andere Dinge wurden einfach immer wiederholt. Ich empfand diesen Stil als sehr anstrengend. Aber immerhin entgeht dem Leser so wirklich auch kein Detail, es wird immer mit dem Zaunpfahl gewunken.
Die Charaktere waren leider auch eher anstrengend und ein Haufen Klischees. Dr. Jessica Coran ist die beste Forensikerin, dazu noch schlagfertig und nicht zu vergessen sehr hübsch. Ihr Kollehe Otto Boutine ist ein Bär von Mensch, sehr karriereorientiert und hat natürlich einige Schicksalsschläge zu verkraften. Aber immerhin ist er kein Alkoholiker.

Durch die Geschichte begleitet man meist Dr. Coran, dann Boutine und auch den Mörder. Grade der Perspektivwechsel zwischen Jessica und Otto war manchmal einfach so fließend das es schon fast verwirrend war. Und die Geschichte könnte gut sein, wären da nicht die ständigen Wiederholungen. Und noch viel mehr hat mich gestört wie die Opfer einfach zu oft Beschuldigt wurden selbst schuld daran zu sein das sie ermordet wurden, ob nun direkt oder indirekt beschuldigt. Und es gab einige homophobe Äußerungen und es war einfach nervig.
Die Ermittlungen ziehen sich teilweise sehr, es geht von Opfer zu Opfer und der Mörder ist allen immer einen Schritt voraus. Dadurch wird die Geschichte auch irgendwann fast langweilig erst gegen Ende kommt dann nochmal viel Spannung und ein sehr brutales Finale.

Interessanter Ansatz, spannender und blutiger Fall und detaillierte Ermittlungsarbeiten sind die Pluspunkte dieses Thrillers. Aber insgesamt haben mich dann doch viele Punkte sehr gestört.

Die Reihe 
Die Fälle der Jessica Coran
1: Killer Instinct, Blut. Der Vampirkiller von Wisconsin
2: Fatal Instinct, Die Klaue. Der Kannibale von New York:
3: Primal Instinct
4: Pure Instinct
5: Darkest Instinct
6: Extreme Instinct
7: Blind Instinct
8: Bitter Instinct
9: Unnatural Instinct
10: Grave Instinct
11: Absolute Instinct

25 Januar 2019

Robert McCammon - Matthew Corbett und die Königin der Verdammten 2




Klappentext
Der ungelöste Mordfall an einem angesehenen Arzt versetzt die Bewohner der noch jungen Stadt New York in Angst und Schrecken. Wer hat das Leben des respektablen Mannes mit einem Messerschnitt auf mitternächtlicher Straße ausgelöscht? königin Der Herausgeber von New Yorks erster und einziger Zeitung tauft das Monster »Den Maskenschnitzer« und gießt damit nur noch mehr Öl auf die Flammen des ungelösten Rätsels. Als der Maskenschnitzer ein neues Opfer fordert, wird der junge Gerichtsdiener Matthew Corbett in einen Irrgarten aus forensischen Anhaltspunkten und gefährlichen Nachforschungen gelockt, die sowohl sein Talent für Ermittlungen als auch seinen Gerechtigkeitssinn wecken. Königin Am seltsamsten ist aber, dass die Informationen zur Enttarnung des Maskenschnitzers womöglich in einem Tollhaus zu finden sind, in dem die »Königin der Verdammten« regiert – und nur jemand mit Matthews Verstand und Einfühlsamkeit hat eine Chance, ihre Geheimnisse aufzudecken. Matthews Ehrgeiz führt ihn vom Hafen bis zur Wall Street, von vornehmen Herrenhäusern bis zu den mit Blut beschmierten Rinnsteinen … und zu Antworten, vor denen niemand entkommen kann.
Folgen Sie Robert McCammons Helden Matthew Corbett in seinem zweiten großen Abenteuer in die dunklen Gassen eines New Yorks im frühen achtzehnten Jahrhundert …


Buchdetails
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Luzifer Verlag | eBook + Hardcover 450 Seiten | The Queen of Bedlam, aus dem englischen von Nicole Lischewski | Matthew Corbett #2.2 | 05. Dezember 2018

Meinung
Band 2 geht (logischerweise) da weiter wo Band 1 endet. Die Geschichte wird nun richtig spannend, die Vorstellungen sind vorbei und der Mörder wird weiter gesucht.

In Band 2 werden nach und nach die Fragen und Geheimnisse gelüftet. Alles findet einen Runden Abschluss. Schön war auch wie alles dann irgendwie bei der sogenannten "Königin der Verdammten" zusammenläuft auch wenn sie sonst keine wirkliche Rolle spielt. Und ganz am Ende gibt es noch eine böse Überraschung die neugierig auf Band 3 (bei uns dann Band 5) macht.

Matthew macht in beiden Büchern eine tolle Verwandlung durch. Vom naiven Schreiberling wird er selbstbewusster und er ändert sich auch in einigen Punkten. Dabei bleibt er trotzdem sympathisch und auch offen für andere. Berry wird in diesem Teil wirklich klasse. Ich hoffe sie bekommt mehr Auftritte in den nächsten Büchern und darf dann auch nicht nur Opfer herhalten. By the way fand ich den Gouverneur mit am interessantesten leider erfährt man über ihn absolut zu wenig. Ich hoffe er verkommt nicht zur tragischen Witzfigur in den folgenden Bänden. Die anderen Charaktere sind leider nicht ganz so ausgearbeitet haben aber auch alle Ecken, Kanten und Geheimnisse.

Matthew Corbett und die Königin der Verdammten lässt mich doch sehr zwiegespalten zurück. Die Geschichte ist unterhaltsam und spannend und die Charaktere sind klasse. Allerdings gibt es auch einige Punkte die mich sehr gestört haben und ich schwanke deshalb sehr was die Bewertung angeht. Die Details zur Kritik gibt es noch unten weil es nicht ohne Spoiler gehen würde. Alles in allem bin ich bei 3,5 Sternen gelandet.
Wer historische Roman mag die nicht voller Klischees sind, ungewöhnliche Charaktere mag und auch vor brutalen Szenen nicht zurückschreckt sollte auf jeden Fall einen Blick auf die Matthew Corbett Reihe werfen.


Ab hier SPOILER:
Hier nun noch etwas ausführlicher die Punkte die mich am meisten gestört haben. Die Geschichte um den Pfarrer Wade und Grace war erstens etwas durchschaubar und zweitens hat sie mich einfach so geärgert. Wade wird hier als der arme Tropf der am meisten zu leiden hat hingestellt. Weil seine verlorene Tochter die Schwindsucht hat und in einem "Hurenhaus" ihre letzten Tage verbringen will. Eir es Grace geht wird nicht angesprochen.
Dann diese Einladung zum Dinner und vor allem das Ende davon. Matthew wird unter Drogen gesetzt und vergewaltigt, er kann am nächsten morgen kaum laufen. Und das wird einfach so in einem Nebensatz abgehakt. Muss das sein?  Vor allem weil es in Band 1 ja eine recht ähnliche Situation gibt, allerdings ist hier nicht klar ob er wirklich nur geträumt hat oder eben nicht. In diesem Band hat er definitiv nicht geträumt. Ach ja, und die Dame die in dann vergewaltigt hat hat das auch nur getan weil sie dauerhaft unter Drogen stand und die Hure im Haus der Bösewichte sein musste, das wird am Ende noch mal so kurz erwähnt aber wirklich schlimm findet das keiner. Aber ich um so mehr weil das alles so bäh war. Ernsthatft.
Und bei den Frauenfiguren hat McCammon leider auch tief in die Klischeekiste gegriffen. Entweder sind sie böse verwitwete Drachen oder Beiwerk. Berry mochte ich aber weil sie ihre Freiheit mag und ihren eigenen Kopf hat wird sie als Gefahr für andere dargestellt, sie wird anscheinend von einer Pechsträhne verfolgt. Aber sie wird am Schluss dann immerhin etwas besser dargestellt.
SPOILER Ende

Vielen Dank an den Luzifer Verlag für das Rezensionsexemplar.

Weitere Rezensionen
Life 4 Books

Die Reihe
Matthew Corbett
1.1: ... und die Hexe von Fount Royal I, Judgment of The Witch
1.2: ... und die Hexe von Fount Royal II, Evil Unveiled
2.1: ... und und die Konigin der Verdammten I, The Queen of Bedlam
2.1: ... und und die Konigin der Verdammten II, The Queen of Bedlam 
3: ... und die Jagd nach Mister Slaughter (Nov 2019), Mister Slaughter
4: The Providence Rider
5: The River of Souls
6: Freedom of the Mask

12 Januar 2019

Robert McCammon - Matthew Corbett und die Königin der Verdammten I




Klappentext
Der ungelöste Mordfall an einem angesehenen Arzt versetzt die Bewohner der noch jungen Stadt New York in Angst und Schrecken. Wer hat das Leben des respektablen Mannes mit einem Messerschnitt auf mitternächtlicher Straße ausgelöscht? königin Der Herausgeber von New Yorks erster und einziger Zeitung tauft das Monster »Den Maskenschnitzer« und gießt damit nur noch mehr Öl auf die Flammen des ungelösten Rätsels. Als der Maskenschnitzer ein neues Opfer fordert, wird der junge Gerichtsdiener Matthew Corbett in einen Irrgarten aus forensischen Anhaltspunkten und gefährlichen Nachforschungen gelockt, die sowohl sein Talent für Ermittlungen als auch seinen Gerechtigkeitssinn wecken

Buchdetails
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Luzifer Verlag | eBook + Hardcover 450 Seiten | The Queen of Bedlam, aus dem englischen von Nicole Lischewski | Matthew Corbett #2.1 | 30. Juni 2018

Meinung
Nachdem das erste "Abenteuer" von Matthew Corbett schon sehr spannend war wollte ich wissen wie es mit ihm weitergeht. Das Buch spielt im Jahr 1702 in New York und Matthew ist als Gerichtsdiener angestellt. Dann geschieht auch schon ein zweiter Mord und Matthews Neugier macht ihn zum perfekten Ermittler. Er liebt ungelöste Rätsel und wir immer tiefer in seltsame Machenschaften verstrickt.

Wirklich viel passiert in diesem Buch aber noch nicht, man lernt erst Matthew und New York kennen und auch einige Einwohner von New York die dann kleinere bis größerer Rollen spielen. McCammon lässt sich viel Zeit alles zu beschreiben und eine tolle etwas düstere Atmosphäre entstehen zu lassen, dabei wird es aber keinesfalls langweilig. Er schafft es einfach das seine Geschichte einen Sog entwickelt. Schön eingearbeitet sind die Ereignisse die in Band 1 und 2 "Die Hexe von Fount Royal". Es gibt immer wieder kleinere Geschichten und Andeutungen darüber, sodass Leser die schon beim ersten Abenteuer dabei waren mitgenommen werden und Leser die erst jetzt Einsteigen Neugierig gemacht werden.

Matthew ist immer noch ein toller Charakter. Er ist neugierig und scheut nicht vor Fragen zurück, bleibt dabei aber ein Gentleman. Ab und an ist er auch etwas naiv. Es gibt viele weitere Charaktere die alle so ihre Macken und Geheimnisse haben.

Ich mag es sehr wie Robert McCammon es schafft das alte New York lebendig werden zu lassen. Die geschichtlichen Hintergründe und auch die damaligen aktuellen Ereignisse sind gut eingebaut und man bekommt ein gutes Gesamtbild, fast als wäre man selbst dabei gewesen. Alles macht den Eindruck McCammon hat viel recherchiert und sich gut informiert. Wie genau kann ich aber nicht sagen, dazu kennen ich mich zu wenig aus.

Dieser Band endet dann aber ziemlich abrupt und mit vielen offenen Fragen. Man merkt dass das Buch zweigeteilt wurde. Aber der nächste Band ist ja schon erschienen.

Matthew Corbett und die Königin der Verdammten ist ein guter historischer Krimi mit einem tollen Protagonisten.
Vielen Dank an den Luzifer Verlag für das Rezensionsexemplar.

Weitere Rezensionen
Life 4 Books

Die Reihe
Matthew Corbett
1.1: ... und die Hexe von Fount Royal I, Judgment of The Witch
1.2: ... und die Hexe von Fount Royal II, Evil Unveiled
2.1: ... und und die Konigin der Verdammten I, The Queen of Bedlam
2.1: ... und und die Konigin der Verdammten II, The Queen of Bedlam 
3: Mister Slaughter
4: The Providence Rider
5: The River of Souls
6: Freedom of the Mask

26 August 2018

Raiko Oldenettel - Die Leichenzeichnerin




Klappentext
Ein verschwiegenes Dorf. Eine geheime Obsession. Ein Mord, der alte Wunden aufreißt …
Minna Dahl besitzt ein düsteres Geheimnis: Sie zeichnet leidenschaftlich gern Verstorbene. Als man sie im Sommer 1919 dabei ertappt, wird die junge Krankenschwester zur Strafe versetzt. In Mühldorf am Breitbach soll sie sich fortan Kriegsversehrten widmen. Doch ein plötzlicher Todesfall schreckt die Talbewohner auf und Minna kann der Versuchung nicht widerstehen: Sie verschafft sich Zugang zur Leiche und bannt den Schrecken auf Papier. Zu spät erkennt sie, dass ihre Zeichnungen das Tor in eine grausame Vergangenheit aufgestoßen haben.


digital publishers | eBook ISBN: 9783960873907 + (Taschenbuch) 260 Seiten | Einzelband | 17. Juli 2018
Meinung
Das Buch war schon fast ein Blindkauf. Ich mag die Science-Fiction Bücher von Raiko Oldenettel und das ich sein neues Buch haben wollte war eigentlich klar. Der Klappentext klang auch sehr spannend. Also habe ich das Buch sofort gekauft. Durch Zeitmangel kam ich aber erst jetzt zum lesen und habe dann gleich an der Leserunde teilgenommen.

Los geht es gleich mitten in der Geschichte, man lernt Minna und ihr Hobby kennen. Der Einstieg ist sehr spannend und ein bisschen gruselig. Die ganze Geschichte hat insgesamt eine sehr düstere Atmosphäre, was mir sehr gefallen hat. Jeder hat so seine Geheimnisse und die Bevölkerung ist noch vom ersten Weltkrieg traumatisiert. Politische Gegebenheiten spielen hier aber keine große Rolle, jeder im Dorf hat seinen eigenen Probleme und alle versuchen irgendwie zu einem normalen Leben zu finden.

Kurz nachdem Minna aus Berlin in das kleine abgelegene Dorf irgendwo im nirgendwo kommt wird auch schon die erste Leiche gefunden und Minna ist mitten drin in einem Mordfall. Und bald beteiligt sie sich auch an den Ermittlungen. Die Leichenzeichnerin ist ein sehr untypischer Krimi, es gibt Morde und Ermittlungen aber keine Polizei oder einen Detektiv. Die Dorfbewohner wollen irgendwie alleine mit der Situation klar kommen. Allgemein ist das Buch mehr historischer Roman als Krimi. Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu bis zu einem spannenden Finale bei dem leider nicht alle offenen Enden ganz geklärt werden. Es ist zwar alles abgeschlossen aber das Ende bietet auch noch Platz für mehr.

Minna war sehr interessant. Sie ist eine Künstlerin und geht auch sehr weit dafür ihre Motive zeichnen zu können. Es ist fast schon ein Obsession. Und um ihr Leben bestreiten zu können braucht sie auch einen Job, sie ist Krankenschwester. Eine sehr gute Krankenschwester die aber eben gerne Künstlerin wäre. Es gibt auch einige Charaktere aber viele bleiben eher Schatten.
Schön war auch das sich zarte Freundschaften zwischen Minna und ihrem Patienten und anderen Dorfbewohnern entwickeln aber keine Liebesgeschichte.

Ein spannender und düsterer historischer Roman mit Krimielementen.

13 Januar 2018

Jens Lubbadeh - Das Neanderthal-Projekt




Klappentext
Das Prequel zum Roman „Neanderthal“
Zwölf junge Frauen werden auf ein Luxusresort eingeladen. Der Grund: sie wurden für ein geheimes Forschungsprojekt gecastet. Noch glauben alle, es gehe lediglich um eine normale Studie für einen Pharmakonzern. Doch als sie unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen eingesperrt werden, bekommen die Zwölf es mit der Angst zu tun. Denn das Projekt dauert neun Monate, und noch weiß keine von ihnen, was dabei herauskommen wird …

Heyne | eBook ISBN: 978-3-641-22357-1 60 Seiten | Prequel zu Neanderthal | 16. Oktober 2017

 Kurzmeinung
Ein sehr kurzer aber spannender Teaser zum Buch "Nenaderthal". Die kurze Geschichte macht neugierig was aus den Personen wurde. Es wird gerade soviel verraten dass man selbst noch miträtseln kann aber nicht zu viel weiß. Man begleitet eine der Teilnehmerinnen durch die Geschichte, Laura. Leider wurde sie sehr dumm und naiv dargestellt, ebenso die anderen Teilnehmerinen.

Der Stil ist flüssig zu lesen. Aber alles wird nur kurz angerissen, ein Teaser eben. Am Ende gibt es noch eine Leseprobe zum eigentlichen Buch und ich muss zugeben diese hat mich neugieriger gemacht als das Prequel selbst.

23 Juli 2017

Georgette Heyer - Schritte im Dunkeln




Klappentext

Die Geschwister Peter, Celia und Margaret erben das ehemalige Klostergebäude Priory. Angeblich soll es in dem alten Gemäuer spuken, aber die jungen Leute glauben nicht an Geister und beschließen, in das herrliche Landhaus zu ziehen. Schon in der ersten dort verbrachten Nacht bestätigen sich allerdings die Gerüchte – ein furchterregendes, durchdringendes Stöhnen reißt alle aus dem Schlaf. Gemeinsam versuchen sie, der wahren Ursache für den Spuk auf den Grund zu gehen. Was zunächst als ein unterhaltsames Spiel beginnt, wird bald bitterer Ernst, denn es geschieht ein Mord ...



beTHRILLED von Bastei Entertainment | eBook ISBN: 978-3-7325-4322-9 | 347 Seiten | Footsteps in the Dark übersetzt von Ilse Winger | Einzelband | 11.07.2017 | ab 16


Meinung
Angezogen hat mich das Cover und der Klappentext. Ein altes Haus, das mal ein Kloster war, in dem es spukt? Her damit!

Das Original ist erstmals 1932 erschienen, und nun in der Neuauflage bei beTHRILLED. Man merkt der Geschichte ihr Alter auch teilweise an, vor allem die Sprache ist wunderbar altmodisch. Dadurch entsteht noch ein ganz eigenes Flair.

Die Geschichte entwickelt sich sehr gemütlich. Es gibt keine wirklich actionreichen Szenen. Auch am Ende als es dann darum geht das Geheimnis ganz zu lüften läuft alles sehr gesittet ab. Leider war der Kriminalfall nicht so ganz gelungen, gerade das Ende wirkte etwas übereilt und konstruiert.

Wer eine Geschichte mit vielen unheimlichen Elementen erwartet wird enttäuscht. Es gibt ein paar unheimliche Szenen aber wirklich Gänsehaut kommt nicht auf. Trotzdem hat die Geschichte ihre ganz eigene Art und ich wurde gut unterhalten. Es hat auch wirklich Spaß gemacht mit den Geschwistern herumzurätseln und nach und nach das Haus, das Dorf und ihre Geheimnisse zu ergründen.

Das hört sich vielleicht etwas negativ an. Das Buch hat mich aber sehr gut unterhalten, das altmodische Flair und die Gemütlichkeit haben ihren ganz eigenen Charme. Beim Lesen fühlte ich mich in einen alten Schwarz-Weiß-Film versetzt.

Ich würde das Buch als Cozy-Crime einordnen. Wer Spaß an ruhigen altmodischen Krimis hat sollte hier zugreifen. Wer einfach mal ins Genre reinschnuppern möchte ebenfalls.

Danke an Netgalley und Bastei Entertainment für das Leseexemplar!

21 Mai 2017

Monika Grasl - Moskau und seine Familien




Klappentext

In Moskaus Unterwelt geht alles seinen gewohnten Gang. Die großen Familien haben die Stadt unter sich aufgeteilt und bestimmen das Tagesgeschäft. Kleine Familien müssen sich mit dem zufriedengeben, was die großen für sie übrig lassen. Es scheint unmöglich, das Machtgefüge in der Hauptstadt zu erschüttern. Bis ein Mitglied der angesehensten und mächtigsten Familie entführt und kurz darauf ermordet wird. Versucht eine der kleinen Familien einen Krieg zwischen den großen anzuzetteln, um selbst in der Hierarchie aufzusteigen? Oder will eine der etablierten Familien die aufstrebenden neuen Kriminellen nützen, um mit deren Hilfe die alleinige Macht über Moskau zu erlangen? Es entwickelt sich ein gefährlicher Machtpoker, und Moskau droht in den totalen Krieg der Unterwelt zu schlittern …


Mondschein Corona Verlag | eBook ISBN: 978-3-96068-091-8 + Taschenbuch 978-3-96068-092-5, 224 Seiten | Mafia #1 | 24. Februar 2017 | ab 16 

Meinung
Das Buch hatte ich schon mal entdeckt, es ist dann aber in der Masse der Neuerscheinungen auch schnell wieder von meinem Schirm verschwunden. Der Klappentext klang sehr interessant, ein Buch das mal von der Mafia erzählt und nicht von den Ermittlern gegen die Mafia.

Nun konnte ich das Buch doch lesen, Monika Grasl hat mir freundlicherweise ein Exemplar zu Verfügung gestellt.

Los geht es mit einem sehr spannenden aber auch brutalem Prolog, ein Mädchen wurde entführt und es sieht nicht gut für sie aus.
Dann geht es los mit den Mafiafamilien. Nach und nach lernt man die unterschiedlichen Familien  und die Machtstrukturen kennen, und es klärt sich auch um wen es sich bei dem Mädchen aus dem Prolog handelt.

Die Geschichte ist sehr spannend und gut durchdacht. Es gibt ein spannendes Komplott das man nicht sofort durchschaut. Auch die Verflechtungen und Geschichten innerhalb und unter den Familien sind sehr interessant und nicht gleich zu durchschauen. Zum Start hatte ich ein paar Schwierigkeiten den Überblick über die Protagonisten zu behalten, das wird aber schnell besser.
Bei der Geschichte begleitet man immer wieder unterschiedliche Mitglieder der "Familien", diese bilden die Mafia, würden sich aber nie so nennen. Auch den ein oder anderen korrupten Ermittler trifft man.

Das Buch ist sehr schnell und gut zu lesen und durch die konstante Spannung will man auch gar nicht aufhören zu lesen.
Warnen möchte ich trotzdem, die Mafia geht brutal vor, es gibt Schießereien und es wird nichts beschönigt. Könnte für zartbesaitete Leser etwas zu viel sein.

4 Sterne. Ein sehr spannender und actionreicher Mafiathriller. Kann ich nur weiterempfehlen, vor allem für Fans von Mafiageschichten und Thrillerfans die mal etwas anderes lesen wollen als normale Ermittlungsarbeiten.


Die Reihe 
Mafia
1: Moskau und seine Familien
2: Finstere Ölgeschäfte
3: Letze Entscheidung: Sankt Petersburg

10 Mai 2017

M. M. Vogltanz - Opferreigen




Klappentext
Wien. Ein scheiternder Schriftsteller und seine lebensverdrossene Tochter, gesichtslose Tänzerinnen und ein skrupelloser Puppenspieler – Zutaten, die für weit mehr als einen einzigen Albtraum ausreichen. Gabriel Seihndorfs erfolgreiche Zeiten sind vorbei. Seit seine Frau nicht mehr am Leben ist, sind seine Tage erfüllt von Selbstmitleid, der Unfähigkeit zu schreiben und den Streitigkeiten mit seiner pubertierenden Tochter Melissa. Erst als ein geheimnisvoller Puppenspieler die Bühne betritt, bemerkt Gabriel, dass ihn mehr mit seinem Kind verbindet als ewige Zwistigkeiten. Während Melissa in einem verlassenen Theater in der Innenstadt die Wärme sucht, die sie in ihrem Zuhause vermisst, findet Gabriel sich in einer Welt zwischen Wahn und Realität wieder.

Buchdetails
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Ohneohren | ebook ISBN:978-3-903006-84-3 + Taschenbuch (erschein im September 2017) 521 Seiten | (noch) Einzelband | 06. März 2017

Meinung
Der Klappentext verspricht eine sehr spannende Geschichte, wenn er auch nicht viel verrät. Mehr kann man aber zu dem Inhalt des Buches auch nicht sagen ohne zu sehr zu spoilern finde ich.

Die Geschichte ist wunderbar bildhaft erzählt, beim lesen war ich total versunken. Alles ist aber auch recht düster gehalten. Zudem ist allles durchweg spannend und teilweise sehr gruselig. Ab und an hatte ich beim Lesen eine Gänsehaut.
Es gibt auch Passagen da wird dem Leser eine kleine Verschnaufpause gegönnt, aber es wird dabei nicht langweilig.

Erst scheint die Geschichte recht klar zu sein und Melissas verbleib, doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen immer mehr. Bald weiß man nicht mehr was Real ist, ist überhaupt etwas real? Gibt es diesen Puppenspieler nun oder nicht? Was ist mit Melissa und Gabriel denn nun wirklich los? Erklärungsmöglichkeiten zur Geschichte gibt es einige und es bleibt dem Leser überlassen was man nun glauben möchte und was nicht.

Die Geschichte dreht sich großteils um Gabriel aber auch von Melissa wird erzählt. Die beiden sind sehr vielschichtig gezeichnet und vor allem Gabriel ist ein klasse Protagonist. Er wirkt so normal und man fühlt mit ihm mit. Doch irgendwann weiß man nicht mehr ob man ihn nun mag oder einfach nur den Kopf über sein Verhalten schütteln soll. Man muss ihn auch nicht mögen, die Geschichte funktioniert trotzdem.

Ein sehr gelungener Thriller mit ein bisschen mytischen Einschlag. Spannend, rasant, gruselig und viel Stoff zum mitfiebern!

Vielen Dank an den Verlag Ohneohren und an Melanie Vogltanz für das Rezensionsexemplar und die tolle Leserunde!

27 Dezember 2016

Royce Scott Buckingham - Kaltgestellt





Inhalt
Stu Stark ist ein sehr erfolgreicher Staatsanwalt. Doch dann übernimmt er sich und verliert den wichtigsten Fall seiner Karriere. Die daraufhin beendet ist. Mit einem alten Bekannten gründet er nun einen kleine eigene Kanzlei und versucht sich damit wieder zu rehabilitieren. Doch sein Partner ist der Meinung Stu müsste mal raus aus seinem Leben und schlägt eine Woche Urlaub in Alaska vor. Stu geht hin, doch der Urlaub entpuppt sich als Albtraum.


Blanvalet | eBook + Taschenbuch 448 Seiten | Impasse, übersetzt von Wulf Bergner | Einzelband | 19. September 2016 

Meinung
Der Klappentext klang sehr vielversprechend, also wollte ich das Buch lesen.

Der Start ist etwas gewöhnungsbedürftig, Royce Buckingham hat einen sehr nüchternen Stil. Und seine Charaktere sind wirklich seltsam. Teilweise auch sehr kaputt. Durch diesen Stil und die Art wie die Geschichte erzählt wird ist man mehr stiller Beobachter. Wirklich mit fiebern mit den Charakteren konnte ich nicht.

Die Geschichte startet spannend. Leider wird sehr schnell klar was los ist. Also dem Leser wird es klar. Stu braucht sehr lange um zu verstehen was eigentlich passiert ist und erst gegen Ende des Buches wird er dann auch mal aktiv und deckt dann auf was passiert ist. Eigentlich habe ich nur weiter gelesen um zu wissen ob Stu überhaupt mal was macht und wie er das alles lösen würde. Seine Lösung war etwas seltsam aber passte sehr zum Buch.

Leider war auch seine Frau Kathrine ein seltsamer Charakter. Sie ist verwöhnt, zickig und leider auch teilweise sehr manipulierbar und dumm.

Das Buch wird als Thriller kategorisiert, durch den nüchternen Stil wirkt das Buch aber oft wie ein Sachbuch und teilweise liest es sich wie ein schlechter Porno. Ich hatte ja gehofft, dass in den verschneiten Wäldern Alaskas ein bisschen spannende Stimmung entsteht. Aber auch das gab es nicht. Royce Buckingham verzichtet auf sehr viele Beschreibungen und schildert nur das wichtigste. Dadurch entsteht auch keine wirkliche Atmosphäre. Alles dümpelt so ein bisschen vor sich hin. Selbst eine Begegnung mit einem Grizzlybär ist so sachlich geschildert, das die ganze Situation fast harmlos wirkte. Schade.

2,5 Sterne. Ein guter Ansatz der mich leider nicht überzeugen konnte. Wer Geschichten mag die sachlich und distanziert erzählt sind wird mit diesem Thriller sicher mehr Freude haben als ich.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den blanvalet Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

10 Dezember 2016

Martin Krist - Kalte Haut





Klappentext
Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor: Babicz hatte in den USA bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der „Knochenmann“ nun zurück?



Midnight by Ullstein | eBook 560 Seiten | Einzelband | Januar 2015

Meinung
Mein erstes Buch von Martin Krist, nachdem ich schon sehr viel Gutes über den Autor und seine Bücher gehört habe waren die Erwartungen natürlich sehr hoch.

In diesem Buch erwartet den Leser eine neue Ermittlerin. Bekannt sind wohl die Paul Kalkbrenner Thriller, ich weiß aber nicht wann Sera Muth in dieser Reihe dann auftaucht.

Der Start ins Buch war sehr gelungen, es gibt einen Zeitungsartikel und dann ist bei Herrn Babicz und begleitet ihn bei der Gefangennahme eines Serienkillers. Dann geht es zurück nach Deutschland. Man lernt man nach und nach viele Charaktere kennen. Das irgendwie eine Verbindung zwischen den Charakteren besteht kann man sich absolut nicht vorstellen und es war sehr gelungen wie Martin Krist alles aufgelöst hat. Bei diesem Thriller liegt aber der Fokus auch mehr auf den Charakteren und weniger auf den Ermittlungsarbeiten. Man erfährt viel persönliches über Ermittler, Opfer und andere Beteiligten. Vor allem von Ermittlerin Sera Muth erfährt man recht viel auch über ihre Familie. Der Zwiespalt in dem sie steckt ist authentisch beschrieben Bis die Geschichte dann wirklich ins Rollen kommt dauert es etwas. Spannend und auch sehr erschütternd war der Bezug zu immer noch aktuellen Themen.

Der Fall ist spannend und es werden viele falsche Fährten gelegt. Leider hatte ich recht schnell eine Ahnung wer der Mörder ist. Oft kam die Theorie ins wackeln aber am Schluss hatte ich doch recht. Das stört mich aber nicht, der Weg zur Lösung war sehr gut gemacht.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Man fliegt durch die Seiten und kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Man ist als Leser plötzlich mitten in Berlin und unterwegs mit den Ermittlern.

4,4 Sterne. Ein wirklich gelungener und komplexer Thriller. Ich kann dieses Buch jedem Thrillerfan empfehlen.

12 Oktober 2016

Arthur Gordon Wolf - Kalliope




Inhalt
Markus Reuther ist Krimi-Autor aus Wuppertal. Sein erstes Buch ist veröffentlicht doch mit seinem aktuellen Roma hat er zu kämpfen. Nichts geht voran und seine Protagonistin weigert sich plötzlich, mit ihm zu 'sprechen'. Wie er dieses Problem in den Griff bekommen soll weiß er nicht. Vielleicht fehlt einfach nur der Druck? Bei einer Party erzählt er einer Zufallsbekanntschaft von seinen Problemen. Und ab da erhält sein Leben eine radikale Wendung. Zunächst wirkt alles völlig harmlos, doch schon bald hat Reuther nicht nur Probleme mit seiner Geschichte, er wird auch von seiner Muse verfolgt die nicht locker lässt! "Schreibe immer! Tag und Nacht. Und fürchte den Zorn der Götter!"
KALLIOPE ist ein Thriller über die geheimnisvollen Mechanismen des Schreibens, über fiktive Menschen, die plötzlich zum Leben erwachen, über den schmalen Grat zwischen Wirklichkeit und Imagination.(Zitat Klappentext)

Buchdetails
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Luzifer Verlag | eBook ISBN, 978-3-95835-177-6 + Taschenbuch ISBN: 978-3-95835-176-9 385 Seiten | Eizelband | 06. September 2016

Meinung
Was für ein Buch! Der Klappentext macht schon recht neugierig, verspricht aber sehr viel weniger als man dann bekommt. Das passiert ja selten.

Los geht es schon recht spannend, dem einen oder anderen Leser dürfte das erste Kapitel vielleicht auch ein bisschen bekannt vor kommen. Man begleitet Nora, die Protagonistin die in der Geschichte von Krimi-Autor Markus Reuther die Hauptrolle spielt. Ein Krimi im Krimi sozusagen. Dann lernt man auch schon Herrn Reuther kennen, der Krimi-Autor um den sich dieses Buch dreht. Er hat das Glück finanziell unabhängig zu sein und widmet sich nun dem Schreiben von Geschichten. Leider klappt das nicht immer so, vor allem das Nora nicht so recht das machen will was er sich vorgestellt hat und die Noras Geschichte somit auch nicht vom Fleck kommt. Es war interessant Reuther auf seinem Weg zum Buch zu begleiten und auch in seinem Leben, denn nicht nur das Buch und Nora spielen eine Rolle. Er sieht seltsame Gestalten und schon bald wird er von seiner Muse verfolgt. Wo sie herkommt? Was eigentlich genau los ist? Wer steckt den eigentlich hinter dieser Muse? Alles Fragen die sich während dem Lesen stellen und es macht wirklich Spaß die einzelnen Puzzleteile zusammen zu setzen und mitzurätseln. Es ist spannend wie sehr die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt.

Der Start ist noch recht ruhig, dann wird das Buch aber immer rasanter und teilweise auch blutig.
Das Ende der Geschichte ist sehr gut und bietet viel Raum zum nachdenken und für Interpretationen. Das Buch erlebt man ausschließlich aus der Sicht von Markus Reuther. Entweder erzählt er selbst, oder ein auktorialer Erzähler ist an der Reihe. Ich mochte die Mischung sehr, das trägt viel zur Atmosphäre bei und dadurch wirkt Reuther auch realer.

Markus Reuther als Charakter war mir nicht immer sympathisch. Grade am Anfang jammert er mir ein bisschen zu viel. Seine Einstellung und Meinung zu manchen Themen teile ich nicht immmer, aber ein Charakter muss nicht perfekt sein. Ich liebe es wenn es Ecken und Kanten gibt und man nicht immer mit allem einverstanden ist als Leser. Und in die Geschichte passt Reuther perfekt.
Es gibt auch noch seinen Kumpel Schotti, er hat einige Auftritte und war ein interessanter Begleiter.

Ein toller Thriller den ich allen Fans von komplexen und gut durchdachten Geschichten empfehlen kann. Der Miträtselfaktor ist ein zusätzlicher Pluspunkt.

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