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31 Januar 2020

18 Januar 2020

Elea Brandt - Sand & Klinge





Klappentext
Teil 2 einer Reihe, Spoiler zu Band 1 im Klappentext.
Ylas – eine ehrwürdige Stadt, mitten in der Roten Wüste. Geheimnisumwobene Mauern und tiefe Katakomben bilden das Fundament düsterer Geschichten, die von Oase zu Oase getragen werden.
Der Liebe wegen kehrt Quiro seiner Heimat Zarbahan den Rücken. Das Verlöbnis mit Prinzessin Arazin ist mehr als eine Herzensentscheidung, denn es soll den Frieden zwischen den zwei verfeindeten Wüstenstädten sichern. Doch der Weg in eine gemeinsame Zukunft ist voller Hindernisse: Während Arazin um den Respekt ihrer zerstrittenen Familie kämpft, muss Quiro feststellen, dass in Ylas rauere Gesetze gelten als in Zarbahan. Seine Sandmagie wird verachtet, seine Schlagfertigkeit nur müde belächelt und seine Beziehung zu Arazin droht unter dem Druck zu zerbrechen. Als schließlich uralte Mächte aus den Eingeweiden der Stadt hervorbrechen, und Arazins Leben in Gefahr gerät, muss Quiro beweisen, wozu er fähig ist.


Buchdetails
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ohneohren | eBook + Taschenbuch 440 Seiten | Legenden der roten Wüste #2 | 09. September 2019

Meinung
Nachdem Band 1 Sand & Wind schon ein wunderbares Abenteuer war habe ich mich sehr gefreut dass ich Band 2 als Rezensionsexemplar erhalten habe. Herzlichen Dank dafür.

Ab hier leichte Spoiler zu Band 1 in der Rezension.

Auch "Sand und Klinge" spielt wieder in einem tollen orientalisch angehauchten Wüstensetting und Quiro steht wieder ein großes Abenteuer bevor. Diese Geschichte ist etwas düsterer und ernster als noch Band 1, trotzdem kommt der Humor auch nicht zu kurz. Quiro kann halt einfach die ummöglichsten Sprüche rauhauen und manche ernsten Situationen damit entschärfen.
Quiro und Arazin haben in diesem Band mit einigem zu kämpfen, nicht nur mit dunklen Mächten die auftauchen und Ylas bedrohen, meist sind sie eher damit beschäftigt um ihre Beziehung zu kämpfen.
Quiro hat es in Ylas nicht leicht, weil alles sehr anders ist als in Zarbahan und er nicht akzeptiert wird. Dazu noch seine große Klappe. Manchmal tat er mir wirklich leid, manchamal hätte ich ihn aber auch gerne einfach geschüttelt weil er so ein Sturkopf ist.

Spoiler Ende

Die Geschichte ist wunderbar fesselnd und spannend. Hat aber auch einige Wohlfühlmomente und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Vor allem das Finale ist sehr rasant und unfassbar spannend geworden.

In "Sand und Klinge" sind die Charaktere wieder sehr divers und es gibt alle möglichen Beziehungsformen die in der Welt selbstverständlich und völlig normal sind. Das ist einfach schön zu lesen. Auch Frauen sind hier sichtbarer weil es einfach ganz selbstversändlich Kriegerinnen, Heerführerinnen und Herscherinnen gibt.

Im Buch gibt es auch eine Triggerwarnung, die findet sich auch auf der Verlagsseite und auf der Seite der Autorin.

Auch Band 2 ist sehr gelungen. Ich kann die Reihe allen empfehlen die gerne spannende Abenteuer mit sehr liebevoll gezeichneten Charakteren lesen möchten.


(Quelle: Autorin), Diskriminierung, Drogenmissbrauch (Beschreibung eines Trips), Gefangenschaft/Geiselnahme, Gewalt gegen Menschen und Tiere (im Rahmen von Kampfhandlungen), Mord, Suizid (explizit), Tod eines Angehörigen Erwähnung von Sklaverei

Die Reihe
Die Legende der Roten Wüste
1: Sand & Wind
2: Sand & Klinge

Weitere Rezensionen
Buchdrache

11 Januar 2020

Ann-Kathrin Karschnick - Elemente des Chaos




Klappentext
**Auf der Suche nach dem fehlenden Element…**
Verletzt und ohne Erinnerung erwacht Navotru am Wegesrand. Neben ihr ein attraktiver, doch verschlossen wirkender Mann namens Temeral. Dieser offenbart ihr, dass sie eine Elementträgerin ist. Zuständig für das Element Erde, muss sie sich regelmäßig zu einem magischen Ort begeben, zusammen mit den übrigen vier Trägern – darunter auch er: Temeral, Träger des Feuers. Gemeinsam sichern sie das Gleichgewicht der Elemente und damit die Ordnung der Welt. Doch beim nächsten Treffen fehlen zwei der Elementträger. Der Welt droht das Chaos. Temeral und Navotru müssen die Vermissten schnellstmöglich finden. Doch kann Navotru dem verschwiegenen Mann an ihrer Seite trauen? Und wieso fühlt sie sich so unwiderstehlich zu ihm hingezogen?


Dark Diamonds | eBook 390 Seiten | Einzelband | 28. Juni 2018

Meinung 
"Elemente des Chaos" klang nach einem spannenden Fantasybuch für Zwischendurch. Es ist bei Dark Diamonds erschienen und ja der Klappentext verrät auch schon dass es einen "attraktiven" Typen geben wird und die Leser.innen vielleicht das eine oder andere Klischee erwartet. Da ich die Geschichten der Autorin mag wollte ich "Elemente des Chaos" eine Chance geben.
Und ich weiß immernoch nicht so genau ob mir das Buch jetzt gefallen hat oder es eher eine Enttäuschung war.

Die Geschichte startet sehr spannend und die Art die Welt zu entdecken war toll, zusammen mit Navotru die selbst keine Ahnung hat was eigentlich los ist, da sie ihre kompletten Erinnerungen verloren hat. Zusammen mit ihr entecken Leser.innen also die Welt und eine groß angelegte Intrige. Und dann ist da auch Temeral der mit von der Partie ist da die Beiden sich schon von früher zu kennen scheinen.
Die Dynamik zwischen Navotru und Temeral mochte ich am Anfag sehr. Sie verstehen sich und kabbeln sich auch ab und an. Diese Kabbeleien werden allerdings immer mehr und zwischendurch haben mich beide sehr geärgert. Teilweise verhalten sie sich einfach unfassbar kindisch und warum schaffen es Charaktere in Büchern so selten miteinander zu reden?

Wie gesagt, die Geschichte mochte ich und sie war auch spannend und unterhaltsam. Es gibt auch keine nervige Dreiecksgeschichte und auch nicht dieses Liebe auf den ersten Blick und Prota verliert ihre Fähigkeit zu denken. Dafür war aber die Erzählweise nicht so ganz meins. Ich kann nicht genau den Finger drauf legen, es waren eher viele Kleinigkeiten und Momente die mir den Spaß genommen haben. Hier mal der Seitenhieb dass Navotru ja nicht "so eine typische Frau ist". Oder diese kurzen homophoben "Witze" die gerissen werden aber nicht wiedersprochen wird.

Das Ende ging dann wirklich schnell und vor allem die Auflösung um Navotru war eher nervig als ein WOW-Effekt. Ich meine, ernsthaft? Nach so langer Zeit hat sie das alles vergessen? Und Temeral hätte ich auch einfach schütteln können.

"Elemente des Chaos" ist eine tolle Fantasygeschiche für Zwischendurch, mir fehlte allerdings etwas die Tiefe und die tolle Welt und alles drum herum hätte auch ein paar mehr Seiten an Erklärung nicht geschadet.

27 September 2019

Der große Ninragon Relaunch

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Nachdem im August ja schon der Teaser „Der Prophet und die Söldnerin" erschienen ist startet heute nun die Ninragon-Reihe neu. Und dazu gibt es einen Werbe-Info-Post.

Ninragon ist seit 2013 als Serie erschienen. Nun erscheint aber alles in neuem Gewand und als (Sammel-)Romane mit jeweil dem Umfang von von 350 bis 550 als Trilogien, Dilogien und Einzelbände.
NINRAGON ist eine riesige Fantasywelt und es gibt viele Geschichten und Protagonisten zu entdecken, die Geschichten können aber unabhängig voneinander gelesen werden.

27 August 2019

Jay Kristoff - Kinslayer




Inhalt
Band 2 einer Reihe. Spoiler zu Band 1 in der Inhaltsangabe!
Das Imperium Shima steht ohne Herrscher da, er wurde ermordet und somit ist die Gefahr für einen Bürgerkrieg enorm gestiegen. Vor allem nachdem das Volk nun auch weiß wie Inochi, der Dünger für den Blutlotus gewonnen wird. Die Lotusgilde hat schon einen Nachfolger im Blick, doch das wollen die Rebellen verhindern. Yukiko und Buruu kämpfen derweil nicht nur darum einen Weg zu finden die Hochzeit des neuen Shogun zu verhindern. Yukiko muss auch mit ihrere Wut klarkommen und lernen ihre Kraft zu beherrschen. Und eine weitere Kraft plant einen Angriff auf Shima um das Imperium endgültig von der Landkarte zu tilgen.


Tor | eBook + Taschenbuch 642 Seiten | The Lotus Wars #2 | September 2013 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Nachdem Band 1 "Stormdancer" mich ja eher wütend gemacht hat hatte Band 2 schon einen schweren Start. Und ich hatte die große Hoffnung dass es besser wird als der wirklich misslungene Starte der Reihe.

Yoa, dann fang ich mal an mit meiner Meinung. Zuerst: -sama und hai wurden nicht mehr ganz so falsch verwendet. Vor allem "hai" kommt noch manchmal an unpassenden Stellen, aber es steht zumindest nicht mehr mitten in einem Satz. Oder als Ersatz für "ne".
Dafür werden sonstige japanische Begriffe immernoch immer mal wieder eingeworfen, damit die Leser.innen auch ja nicht vergessen dass wir uns gerade in einem tollen exotischen Setting befinden, es war nervig. Und ich habe noch einen neuen "Worst sentence ever" gefunden: "Jurou’s grin was all Kitsune-in-the-henhouse, aimed squarely at Hana..." (Kinslayer, Seite 145). Das ist so bescheuert, da fällt mir einfach nix mehr zu ein. WARUM MUSS SO EIN MIST DENN SEIN??

Yukiko ist in Kinslayer so unfassbar stark. Sie hat quasi schon Superkräfte und kann nicht nur mit Tieren sprechen, sie hört einfach alles und jeden. Und weil es sie unfassbar fertig macht macht sie sich auf die Suche nach jemanden der ihr helfen kann ihr Kräfte zu kontrollieren. Und ihre Reise durch Shima und darüber hinaus war sehr spannend. Und hat auch dazu geführt dass endlich auch mal die Gajins auftauchen, und sie sind an Russen angelehnt. Jap, auch mit der vollen Ladung Klischees. Aber ich hoffe dass sie in Band 3 noch eine Rolle spielen und nicht einfach nur da waren damit Yukiko eine sehr krasse und düstere Reise macht und endlich hinter das Geheimnis ihrer Superkräfte kommt.

Die Geschichte von Yukiko ist spannend. Aber auch schwer zu verfolgen weil es noch soviel andere Handlungsstränge gibt. Kin, Kaori, Michi und neu dazu kommt Hana.  Alles führt dann aber doch zu einem großen Finale. Und ja während dem Lesen hatte ich schon ab und an das Gefühl das nicht alles so gut klappen wird. Aber das Ende war dann wirklich krass. Und ich bin echt gespannt wie das noch weitergehen soll.
Über Buruu gibt es wenige Fetzen neuer Infos, über seine Vergangenheit. Und auch über den Ort wo sich die letzten Arashitora aufhalten. Aber das passiert alles so nebenher und ich hoffe das wird noch aufgelöst.

Die Erzählweise von Kristoff ist wieder sehr blumig und ausschweifend. Es gibt viele Details und Wiederholungen. Aber die Welt ist dadurch auch sehr plastisch.

Was mir noch sehr negaiv aufgefallen ist ist leider die teilweise extrem nervende und übetreieben sexualisierung der weiblichen Charaktere. Und der Male Gaze. Wirklich nervig. Da findet sich Aisha, sie hat gerade so die Attacke ihres Bruder überlebt, liegt in einem Krankenhausbett. Sie ist übersäht mit blauen Flecken. Aber immernoch hübsch. Wunderbar, es ist ja auch total wichtig wie hübsch sie ist? Und solche Stellen gibt es öfter. Ich habe jetzt aber nicht die Motivation die ganzen Textstellen zu zitieren.

So, ab hier wird es ein paar Spoiler geben. Wer Kinslayer ohne Spoiler lesen möchte einfach weiterspringen.


Was mich echt richtig angenervt hat: Yukiko hat Superkräfte weil sie schwanger ist!. Und sie merkt es erst als eine weibliche Arashitora ihr hilft weil sie ist ja schwanger. Und by the way hilft die weibliche Arashitora Yukiko auch nur weil sie die Babys beschützen will. Frauen machen das wohl so. WTF?

Als neuen Charakter gibt es Hana. Was ich von ihr halten soll weiß ich echt nicht. Sie hat sich den Rebellen angeschlossen und durch sie erhält man einen tollen Einblick in den Palast und auch nach Kigen wo ja ziemlich das Chaos herrscht. Aber ihre tragische Vergangenheit war einfach too much. Und dann war da ja noch ihr Bruder Yoshi, auch eine tragische Vergangenheit und eine tragische Geschichte die irgendwie so gar nichts zum Rest beigetragen hat. Außer dass er und sein Freund Jurou dass einzige homosexuelle Pärchen sind. Nur damit Jurou dann auf brutale weiße stirbt weil die beiden sich dummerweise mit der Yakuza angelegt haben.

Kinslayer war etwas besser als Stormdancer. Und vor allem ist es immer noch die Geschichte die so spannend ist dass ich auch noch den Finalen Band lesen werde.

Was mich an meiner Ausgabe übringens auch nervt, und ja ich habe Versucht das nicht in die Bewertung einfliesen zu lassen, ist das Cover. Es gibt Ausgaben da ist nur die Frau drauf, soll wohl Yukiko sein. Bei meiner Ausgabe sind noch wunderbare asiatische Gebäude drauf. Rechts japanische Häuser im Hintergrund. Das links sieht aber einfach so nach Hindutempeln aus. Irgendwie hat es mich sofort an Prambanan erinnert. Und ehrlich wenn das die Vorlage war dann nervt es mich noch mehr weil ja eh schon soviele Fehler in den Büchern waren.

Folter, Mord, (angedeutete) Vergewaltigung, explizite Gewalt gegen Tiere und Menschen

Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die überarbeiteteUK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

24 August 2019

Benedict Jacka - Das Labyrinth von London





Klappentext
Willkommen in London! Wenn Sie diese großartige Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Hier verkauft der Besitzer Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam. Diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Alex zum Beispiel ist kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben. Also halten Sie sich bedeckt, sehen Sie für die nächsten Wochen von einem Besuch im Britischen Museum ab und vergessen Sie niemals: Einhörner sind nicht nett!


blanvalet | eBook + Taschenbuch 488 Seiten | Fated aus dem Englischen von Michelle Gyo | Alex Verus #1 | 16. Juli 2018


Meinung
Das Buch habe ich zufällig beim stöbern entdeckt und der Klappentext hat mich direkt angesprochen.
Naja, aber ich habe dann doch etwas anderes bekommen als ich erwartet hatte. Der Klappentext, und die Aufmachung des Buches, bereiten in keinster weiße darauf vor wie brutal die Geschichte an manchen Stellen ist. Es gibt Folter und ziemlich viele Kämpfe.

Alex Verus, ein magiebegabter Mensch der in die Zukunft blicken kann, will eigentlich nur in aller Seelenruhe sein Leben leben und vor allem von den anderen Magiern nichts wissen. Doch dann wird ein altes magisches und sehr mächtiges Artefakt gefunden. Und wirklich jeder möchte dieses Artefakt bergen. Doch das Schloss ist schwer zu öffnen und es kann nur noch ein Wahrsager helfen. Da alle anderen Wahrsager sich schon aus dem Staub gemacht haben bleibt nur noch Alex übrig, und er ist schneller zwischen den Fronten als ihm lieb ist.

Die Geschichte wird von Alex selbst erzählt und als Leser.in begleitet man somit nur ihn. Da es der erste Band einer Reihe ist gibt es immer wieder einige Erklärungen, aber nicht zuviel auf einmal. Manches wird auch gar nicht oder erst sehr spät erklärt. Alex selbst bleibt aber irgendwie sehr flach und vor allem unnahbar. Er haut ab und an einen zynischen Kommentar raus aber sonst ist er erstmal eher durchschnittlich. Und von sich ab und an sehr überzeugt. Als Leser.in lernt man durch ihn aber vor allem die Magie und ihre Funktionsweise kennen.

Die magische Welt die Benedict Jacka geschaffen hat war spannend. Wie die Magie funktioniert und wie Magier auch miteinander umgehen. Die Politik, die vielen Intrigen. Es war auch mal eine Abwechslung das Magier einfach machtgierige Typen sind und keiner davon wirklich nett. Was mich aber sehr genervt hat: Es gibt wirklich fast nur Typen. Es gibt noch Luna, die mit Alex irgendwie befreundet ist. Ihre Vorfahren haben vor langer Zeit eine Hexe geärgert und seitdem ist immer eine Frau in einer Generation verflucht. Jeder Mensch dem Luna zu nahe kommt passiert ein Unglück, meist sterben die Menschen. Und Alex hat sich natürlich vorgenommen diesen Fluch irgendwie zu erforschen. Und dann gibt es noch die Gegenspielerin von Alex, die eine düstere Vergangenheit hat und mit Alex noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Sie war leider auch nicht wirklich herausstechend, einfach mal eine weibliche Gegenspielerin in der Gruppe der Gegner.
Sonst sind die Frauen leider auch nur irgendwelche Sklavinnen oder Handlangerinnen von Schwarzmagieren. Und es war echt nervig.

Dafür gibt es ein paar spannende weitere Wesen. Wie Elementare oder Riesenspinnen (jedes Fantasybuch mit Magiern braucht doch seine Riesenspinne?).

Die Geschichte an sich lässt sich leicht lesen und ist ansonsten gute Unterhaltung. Es bleibt meist spannend und es gibt auch die eine oder andere spannende Wendung. Leider sind die Auflösungen nicht immer so spannend, Alex kommt gefühlt irgendwie immer aus allem raus weil er noch ein Ass im Ärmel hat. Oder einfach nur irgendwo doch noch einen Freund.
Band 1 ist eine abgeschlossene Geschichte.

Mit "Das Labyrinth von London" hat Benedict Jacka eine unterhaltsame aber düstere Urban-Fantasy Geschichte geschrieben. Ich mochte das Buch, trotz der Kritikpunkte und hoffe das Band 2 dann ein paar der Punkte verbessert.


Folter, Mord, Gewalt gegen Menschen

Danke an das Bloggerportal für das zur verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

Die Reihe
Alex Verus
1: Das Labyrinth von London, Fated
2: Das Ritual von London, Cursed
3: Der Magier von London (Oktober 19), Taken
4: Chosen
5: Hidden
6: Veiled
7: Burned
8: Bound
9: Marked
10: Fallen

Weitere Rezensionen:
Jasper von Jaspers Buchblog

19 August 2019

Jay Kristoff - Stormdancer




Inhalt
Shima ist ein Imperium, das von einem Shogun regiert wird, der in seiner eigenen Welt lebt und grausam sowie machthungrig ist.
Das Imperium steht aber kurz vor dem Kollaps. Luft, Wasser und Land sind verpestet durch den Blood Lotus der zu Herstellung von Treibstoff überall angepflanzt wird. Die meisten Tiere sind ausgerottet, die Menschen krank. Die Lotusgilde überwacht die Herstellung und ist nach dem Shogun die größte Macht die alle Geschicke des Imperiums leitet
Dann macht das Gerücht die Runde das ein Sturmgreif gesichtet wurde, eine mythische Kreatur von der man dachte sie sei ausgestorben.
Yukiko und ihr Vater, der „Schwarze Fuchs“ und oberster Jäger von Shima werden ausgeschickt den Greif zu fangen und zum Shogun zu bringen, versagen wird mit dem tot bestraft. Doch wie jagt man ein ausgestorbenes Tier in einer sterbenden Welt?

Pan MacMillian | eBook + Taschenbuch 451 Seiten | The Lotus Wars #1 | 01. September 2012 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Nachdem ich endlich auch mal mit Band 2 "Kinslayer" angefangen hatte, und trotz dem sehr coolen Personenverzeichnis irgendwie nicht mehr so recht wusste was in Stormdancer alles passiert ist, habe ich Stormdancer nochmal gelesen. Ich hatte z.B. völlig vergessen wie Yukiko und Buruu sich wirklich treffen und dann kann ich einfach noch nicht Band 2 lesen.

Und leider hat sich das Buch auch beim zweiten Lesen nicht so sehr verbessert, mir ist eher noch mehr aufgefallen und ich war noch genervter, deshalb muss ich einfach meine Meinung nochmal neu schreiben.

Zum Positiven, damit soll man ja anfangen: Die Geschichte an sich ist, vor allem gegen Ende, spannend und voller Wendungen. Und der Start ist auch gelungen. Sehr spannender Einstieg mit dem Kampf gegen den Oni. Und die Luftschiffe sowie manche technischen Gerätschaften sind schon echt interessant. Ich mochte die Exoskelette der Lotusgilde. Und die Outfits der Samurai stelle ich mir auch sehr cool vor. (Wobei, ehrlich Samurai sehen so schon verdammt cool aus, da braucht man eigentlich kein Steampunk Schnick-Schnack).

Den Stil von Kristoff mag ich auch. Ja er ist ausschweifend und detailverliebt. Und manchmal beschreibt er auch etwas innerhalb von einer Seite zwei oder dreimal mit anderen Worten. Aber es macht die Welt irgendwie lebendinger.

Nach dem Kampf lernt man dann Yukiko und ihren Vater kennen und es gibt erstmal Infodump, eine kleine Stadtführung mit sehr sehr vielen Infos. Und es wird schwer sich zurecht zu finden, es sei denn man kennt sich schon ein bisschen aus mit japanischer Mythologie und Sprache. Aber dann ärgert man sich eigentlich nur noch mehr, muss aber wahrscheinlich nicht so oft ins Glossar schauen oder Google fragen,
Ich habe viel zu kritisieren gefunden. Und ich bin keine Japanerin und habe auch kein Japanologie studiert und trotzdem sind mir soviele Patzer aufgefallen.
Jay Kristoff nimmt alles absolut nicht genau. Ja Shima ist eine Fantasywelt die an Japan angelehnt ist. Aber wenn die Charaktere "japanisch" Sprechen, die Mythologie übernommen ist und selbst die Karte verdammt nach Japan aussieht, dann sollte doch zumindest die Recherche stimmen bevor man das Buch raushaut. Oder man macht alles ganz neu und eigen. Aber einfach schlecht Teile der Kultur übernehmen und mit Fantasy mixen gibt einfach so Chaos.
By the way: Shima kann auch mit Insel übersetzt werden. Kreativer Name oder? Shima-Island. Insel-Insel, really? Und ja so sind viele Namen vergeben worden, einfach mal versucht das japanische Wort dafür zu nehmen, klingt fancy und exotisch. Und fällt den meisten auch nicht auf. Aber wenn man es weiß macht es das Buch noch anstrengender.

Die oft extrem falsche Nutzung von "-sama" und "hai" hat mich jetzt noch mehr genervt. Sama ist ein Suffix das hinter einem Namen kommt. Kein alleinstehender Titel! "Goodnight, young sama" (95) ist so ein Beispiel, da werd ich echt sauer. Und es wird sogar im Glossar richtig erklärt! Und "hai" bedeutet nicht einfach nur "ja" und ersetzt auch nicht einfach ein "yes". Wird aber im Buch oft als ja verwendet und es nervt so unfassbar. Aber ich hab im Buch auch den schlechtesten Satz ever gefunden: "Sama, please. Enough for one day, hai?" (Stormdancer, Seite 20). Soviele Fehler auf einmal, das hat bis jetzt noch keiner getoppt. Wobei der Satz "It's not blood, it's only chi" (Seite 180)  auch ein heißer Kandidat für den Titel ist. "Its only chi!", come on really? Chi bedeutet Blut. "Es ist kein Blut, nur Blut (in einer anderen Sprache)!" What? WAS SOLL DAS? 

Hab ich schon das "aiya" das ab und an (ok,oft) vorkommt erwähnt? Lange habe ich gebraucht um zu verstehen was Jay Kristoff damit meint. Wahrscheinlich sowas wie "ach echt?" oder "aha". Doof nur, dass das Wort aus dem chinesischen kommt und ein Ausdruck für ein erstaunliches Ereignis ist.

Und wenn die Welt nur von Japan inspiriert ist, warum zum Teufel sprechen die Charaktere dann soviel japanisch und das auch noch falsch? Können sie sich nicht einfach Unterhalten ohne das ständig japanische Wörter eingestreut werden? Warum gibt es auch Stellen bei denen die Charaktere selbst die japanischen Begriffe anderen erklären?

Die Tierwelt habe ich auch schon bei meiner ersten Rezension erwähnt. Ausgerechnet Pandas als Beispiel für die schreckliche Umweltzerstörung in einer von Japan inspirierten Fantasywelt. Pandas, die in China leben. *Kopf-Tisch*
Nagarajas aus der indischen Mythologie entnommen. Aber hey, Japan, China, Indien ist doch egal alles irgendwo in Asien, immerhin stimmt der Kontinent?

Und dann gibt es noch den Punkt mit der Kleidung. Können wir mal festhalten dass sehr viel einfach falsch ist oder total durcheinander?

"Stormdancer" ist ein Buch für typische westliche Leser von einem weißen Autor der gerne Anime schaut (aber nicht aufpasst wenn es um Japan geht). Leider muss man das so hart sagen. Es ist voller Klischees, Romantisierung und Fehlern. Ich höre euch schon rufen "Aber es ist Fantasy!" und ja das ist es auch. Aber dann hätte einfach nicht damit geworben werden dürfen das es auf Japan basiert. Oder einfach die Sprache weglassen und eine Fantasiesprache erfinden und alles andere auch anders sein sollen. Aber Japan ist halt cool und unverbraucht.
Und traurigerweise zeigen auch einige Interviews zur Zeit als das Buch rauskam genau dass: Jay Kristoff hat das japanische Setting genommen weil es noch selten in der Fantasy ist. Und weil "chainsaw katanas" cool sind. Und seine Hauptquelle war Wikipedia. Kann man bitte noch respektloser eine Kultur in sein Buch verbasteln?

Das Liebesdreieck passt leider so gar nicht und wirkt allgemein einfach erzwungen. YA-Bücher brauchen halt ein Liebesdreieck! Yukiko sieht die meer-grünen (!) Augen von einem Typen und tadaaa: Insta-Love. Die grünen Augen sind mir auch erst jetzt wirklich störend aufgefallen.

Ich werde trotzdem weiterlesen. Einfach weil ich die Story doch was hat und ich wissen will was noch passiert. (Und ich die Bücher schon habe)
Und vielleicht kann man Stormdancer auch bald als meine absolute Hassliebe betiteln? (Oder ich werde die Bücher einfach verschenken wenn ich alle drei gelesen habe, mal sehen was noch kommt?). Oder es passiert doch noch ein Wunder und Band 2 "Kinslayer" wird besser in vielen Punkten?

Zum japanischen habe ich noch eine sehr ausführliche englische Review bei goodreads gefunden.


Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die UK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

10 August 2019

Cassandra Clare - City of Bones




Inhalt
Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary das Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte einst der Bruderschaft der Shadowhunter an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Nach und nach beginnt auch Clary in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten? Quelle: deutscher Klappentext


Simon & Schuster | eBook + Taschenbuch 520 Seiten | The Mortal Instruments#1 | 2007 | deutsche Ausgabe City of Bones bei Arena erschienen, Neuauflage bei Goldmann |
Sprachschwierigkeit: 2

Meinung
Wie lange "City of Bones" schon ungelesen in meinem Regal steht weiß ich nicht mal mehr. An der Reihe kommt man eigentlich nicht vorbei und die englischen Ausgaben gab es mal in einem super Angebot. Die Shaodhunter-Welt ist ja in der ZWischenzeit riesig. Und ich habe vor Jahren mit den "Infernal Devices" und Clockwork Angel gestartet Eigentlich wollte ich die Bücher dann doch in der "richtigen" Reihenfolge lesen und habe nun endlich "City of Bones" gelesen.

Der Einstieg war schon echt spannend und interessant. Das ganze Buch aber eher ein Auf und Ab. Die Welt die Cassandra Clare geschaffen hat finde ich grandios und sehr spannend. Die unterschiedlichen Wesen, die Art der Magie, die Runen die den Shadowhuntern helfen und alles drum herum. Leider war die Geschichte dann nicht immer so gut, es war teilweise vorhersehbar und die Charaktere manchmal einfach wandelnde YA-Klischees. Es gab überraschende Momente aber vor allem die große Auflösung am Schluss war jetzt eher durchschaubar. Und die Nebenhandlungen empfand ich als sehr viel interessanter und spannender als die ganze Geschichte um Clary und Jace. Ihre Beziehung war leider von Anfang an sehr klischeehaft und blieb irgendwie Oberflächlich und hat mich ehrlich gesagt am wenigsten angesprochen. Die obligatorische "Dreiecksgeschichte" war auch von Anfang an klar, wobei sie zum Glück nicht ganz so dramatisiert wurde und Simon recht cool reagiert.

Die Nebencharaktere waren, wie schon geschrieben, spannender. Magnus Bane hat nicht viele Auftritte aber ich mochte ihn sofort. Alec und Isabella fand ich auch sehr viel spannender als Clary. Wobei die Beiden leider auch sehr viele  Tropes erfüllen und die Darstellung, vor allem von Alec, mir nicht immer gefallen hat.

Die Shadowhunter sind wohl mein Guilty Pleasure, nichts ist perfekt es gibt einige Kritikpunkte was die Charaktere betrifft aber es ist unterhaltsam und ich mag es. Und ich werde die Reihe weiterlesen.


Die Reihe
The Mortal Instuments - Chroniken der Unterwelt
1: City of Bones
2: City of Ashes
3: City of Glass
4: City of Fallen Angles
5: City of Lost Souls
6: City of Heavenly Fire

02 August 2019

Der große Ninragon Relaunch

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Die Ninragon Reihe von Horus W. Odenthal ist vielleicht dem ein oder andern Fantasyfan beim stöbern schon aufgefallen. Vielleicht haben Leser.innen hier auch schon meine Meinung zu einem Teil gelesen, oder ihr kennt die Serie auch schon. Da dieses Jahr ein kompletter Relaunch der Reihe ansteht wollte ich dazu noch einen kleinen Werbe- Infopost schreiben. :)

27 Juli 2019

Seanan McGuire - Der Atem einer anderen Welt




Klappentext
Kinder und Jugendliche sind zu allen Zeiten in Kaninchenlöcher gefallen, durch alte Kleiderschränke ins Zauberland vorgestoßen oder auf einer Dampflok in magische Welten gereist. Aber … was geschieht eigentlich mit denen, die zurückkommen? Mit Nancy, die die Hallen der Toten besucht hat und den Rest ihres Lebens am liebsten still wie eine Statue verbringen würde. Und mit Christopher, den Jungen mit der Knochenflöte, der die Toten für sich tanzen lassen kann. Sumi, die das Chaos braucht wie die Luft zum Atmen, weil sie aus einer Unsinnswelt kommt. Oder Jack & Jill, die mit Vampiren und Wissenschaftlern unter einem blutig-roten Mond aufgewachsen sind.


Fischer Tor | eBook + Hardcover 464 Seiten | Every Heart a Doorway, Down Among the Sticks and Bones, Beneath the Sugar Sky übersetzt von Ilse Layer | Wayward Children #1-3 | 23. Januar 2019

Meinung
Der Klappentext hat mich hier sehr neugierig gemacht. Als ich das Buch dann gekauft habe hatte ich allerdings noch keine Ahnung war mich erwartet. Irgendwie hatte ich durch den Klappentext erwartet dass es nur um eine Schule voller junger Menschen geht die eben versuchen in unserere Welt wieder klar zu kommen. Oder lernen die Türen zu öffenen und viele Abenteuer erleben. Bekommen habe ich soviel mehr.
In der deutschen Übersetzung wurden die ersten 3 Novellen der "Wayward Children" zusammen als ein Buch herausgegeben. Die drei Geschichten spielen zwar in der gleichen Welt, der gleichen Schule und Charaktere tauchen immer wieder auf, können aber auch unabhängig voneinander gelesen werden. Also erwartet hier kein zusammenhängendes Abenteuer. Wie erleben drei kürzerer Abenteuer mit unterschiedlichen Akteuren.

In der ersten Geschichte, Der Atem einer anderen Welt, begleiten wir Nancy die in einer sehr stillen Unterwelt und möchte eigentlich nur dahin zurück. Da sie sich so seltsam verhält haben ihre Eltern sie an Eleanor Wests Schule angemeldet. Und diese Schule ist voller Kinder die alle in anderen Welten waren. Für jedes Kind gibt es eine eigene Tür, manche finden diese und bleiben in ihrer Welt, manche kommen wieder zurück. Doch dann gibt es einen Mord und natürlich fällt der Verdacht auf die Neue.
Ich mochte hier vor allem die Mischung aus Urban-Fanatasy, düsteren Märchen und ein bisschen Krimi. Die Mordfälle spielen nicht unbedingt die Hauptrolle, der Fokus liegt eher auf den Charakteren.

In der zweite Geschichte, Unter einem roten Mond, begleiteten wir die Zwillinge Jack and Jill die in einer Horror-Welt gelandet sind. Dort lebt die eine bei einem Vampirlord und ihre Schwester macht eine Ausblidung bei einem verrückten Wissenschaftler. Ich mochte diese Geschichte mit am Meisten, so schön düster. Und es werden hier so viele Themen angesprochen die mit zum nachdenken anregen ohne dabei belehrend zu wirken. Vor allem geht es um Rollen und Geschlechterklischees in die Kinder schon sehr früh gedrängt werden. Und auch um Eltern die ihre Kinder eher als ein Projekt sehen und nicht wirklich als individuelle Menschen. Alleine dadurch ist "Unter einem roten Mond" teilweise echt richtig traurig, macht wütend und betroffen.

Die dritte Geschichte, Süsser Unsinn, spielt wieder im jetzt und Rini erscheint, die ihre Mutter sucht. Beneath the Sugar Sky ist eine Fortsetzung der ersten Geschichte. Und hier reisen wir endlich durch unterschiedliche Welten und lernen mehr davon kennen. Diese Geschichte war eher skuril und weniger düster, vor allem die Zuckerwelten. Teilweise war es auch einfach sehr sehr seltsam und insgesamt hat mir diese Geschichte von allen am wenigsten gefallen. Die Charaktere waren wieder toll, der Weltenbau auch. Aber das Gesamtbild hat mich hier nicht so überzeugt.

Dieses Buch ist voller Überraschungen und ich fand es wirklich sehr gut. Ja insgesamt war es mir viel zu kurz weil ich die Charaktere einfach gerne für immer begleiten würde. Seanan McGuire spricht soviele Themen an und baut soviele wunderbare diverse Charaktere ein die aber nicht alleine durch ihr "Andersein" definiert werden . Und das schöne ist das alle Charaktere so sein dürfen wie sie sind, ohne eine Wertung oder dumme Kommentare zu erhalten! Die Kinder hier haben alle unterschiedliche Welten besucht und das unterscheidet sie mehr als alles andere. Es gibt soviele unterschiedliche Charaktere. Die Kinder haben schon viel erlebt und haben teilweise auch Traumata davon getragen. Aber nichts davon wird einfach unkommentiert stehen gelassen.

Ich hoffe die weiteren Abenteuer werden auch übersetzt.

Noch eine Anmerkung: Das deutsche Cover finde ich leider eher semi gelungen. Es gab so schöne Vorlagen und was bekommen wir? Einfach ein komisches Tor das iwie viel zu nett wirkt. (haha, Wortwitz mit dem Verlag fällt mir geade auf...)


Weitere Meinungen:
Rike Random hat die deutsche und die englischen Ausgaben verglichen.

Die Reihe
Wayward Children
1: Der Atem einer anderen Welt, Every Heart a Doorway
2: Der Atem einer anderen Welt, Down Among the Sticks and Bones
3: Der Atem einer anderen Welt, Beneath the Sugar Sky
4: In an Absent Dream
5: Come Tumbling Down

12 Juli 2019

Elea Brandt - Sand & Wind: Die Legende der Roten Wüste




Klappentext
Tief in der Wüste regt sich uralte Magie. Mit dem roten Sand fegt sie durch die Gassen der Stadt Zarbahan und enthüllt ein lange gehütetes Geheimnis. Während der vorlaute Gauner Quiro seinen Lebensunterhalt mit Taschenspielertricks verdient, versucht der junge Schah Elis, den brüchigen Frieden im Land zu bewahren. Eines Tages begegnen die beiden einander – und die Ereignisse überschlagen sich. Elis verschwindet unter mysteriösen Umständen und Quiro findet sich mitten in den Ränkespielen der Mächtigen wieder, wo ihn jeder Fehler den Kopf kosten kann. Denn dunkle Kräfte ruhen im Wüstensand – und nur Quiro kann sie aufhalten.


Verlag OhneOhren | eBook + Taschenbuch 480 Seiten | Legenden der roten Wüste #1 | 24. Juni 2018

Meinung
Elea Brandt konnte mich schon mit Opermond überzeugen."Sand und Wind" geht in eine andere Richtung, es ist freundlicher und märchenhafter. Die Vorlage ist ein orientalisches Setting und auch Aladin spielt ein bisschen mit rein. Elea Brandt hat daraus aber eine eigene wunderbare Geschichte gezaubert.

Die Charaktere sind alle unterschiedlich und haben Ecken und Kanten. Und alle handeln nachvollziehbar, auch wenn mich Quiro mit seiner großen Klappe manchmal echt zur Verzweiflung gebracht hat. Aber immerhin bringt er sich sehr konsequent in Schwierigkeiten.
Schön war auch wie wunderbar divers die Charaktere waren und wie schön normal und akzeptiert verschiedene Sexualitäten sind.

Die Geschichte ist sehr wechselhaft, mal nett und fluffig dann wieder unfassbar spannend. Vor allem gegen Ende hin wird es echt richtig mitreisend, ich habe wirklich mitgefiebert mit Quiro. Teilweise war es echt wirklich fies, ich hatte Sorgen um Quiro wollte aber doch wissen wie es weitergeht und musste einfach weiterlesen. Das letzte Drittel habe ich dann in einem Rutsch gelesen, bis mitten in die Nacht hinein.

Elea Brandt hat einen wunderbaren Erzählstil und schafft es den Leser voll nach Zarbahan zu entführen. Durch viele kleine Details wird die Welt sehr lebendig und glaubhaft und man ist mitten in der Geschichte, Kopfkino ist hier vorprogrammiert.

Ein tolles Abenteuer das viele spannende Lesestunden garantiert. Wer eine schönes und spannendes und nicht brutales Märchen aus tausend und einer Nacht sucht ist hier richtig.

Die Reihe
Die Legende der Roten Wüste
1: Sand & Wind
2: Sand & Klinge


Weitere Meinungen
Jenny Wood auf Goodreads: Eine klare Leseempfehlung für den heißen Sommer.

07 Juli 2019

Jörg Benne - Königsfeuer




Klappentext
Der Eroberungszug des Königs von Meshacia ist ins Stocken geraten. Königsfeuer, eine neue alchemische Waffe, soll die Wende bringen. Doch bei deren Einsatz kommt es zu einem verheerenden Unfall, der Teile von Armee und Adel gegen den König aufbringt. Ausgerechnet in diesen chaotischen Zeiten versucht der Dieb Ferron sich ein neues Leben aufzubauen. Er reist in die Hauptstadt, um sich mit seiner Schwester zu versöhnen, die in Kürze den Kronprinzen heiraten will. Während der Feierlichkeiten bricht jedoch eine Revolte gegen den König los. Ferron verstrickt sich in einem Geflecht aus Machtgier, Intrigen und Rachedurst. Und er ist nicht der Einzige, der entscheiden muss, auf welcher Seite er steht.


Selbstverlag | eBook 413 Seiten | Einzelband | 10. April 2019

Meinung 
"Königsfeuer" ist eine weitere Geschichte aus Nuareth, eine wunderbare Fantasywelt aus der Feder von Jörg Benne. "Königsfeuer" kann problemlos ohne Vorwissen aus den anderen Büchern gelesen werden, es ist ein eigenständiger Roman.

Der Einstieg in die Geschichte ist wieder sehr spannend, los geht es gleich mitten im Geschehen, Ferron ist dabei einen Diebstahl zu begehen. Dann lernt man nach und nach die anderen Protagonisten kennen, insgesamt begleitet man als Leser vier Protagonisten durch das Buch, die alle sehr unterschiedlich sind und sich nicht alle kennen. Ihre Wege kreuzen sich dann aber recht bald und auch recht spektakulär.
Dieses Abenteuer kommt fast ohne Magie aus, dafür gibt es viele Intrigen und Geheimnisse aufzudecken. Und Jörg Benne schafft es immer wieder mit unerwarteten Wendungen zu überraschend. Er scheut sich auch nicht den einen oder anderen Charakter über die Klinge springen zu lassen und man kann sich nie wirklich sicher sein ob die Protagonisten das nun überleben oder nicht.

In Königsfeuer geht es auch weniger um die Welt, es geht mehr um die Charaktere und ihre Konflikte. Da ist zum Beispiel der treue Gardist der doch erkennen muss dass er vielleicht die falsche Sache verteidigt. Auch die anderen Charaktere haben innere Konflikte und nicht nur mit der beginnenden Revolte zu kämpfen.
Schön fand ich auch wie selbstverständlich hier auch Frauen im Militär dienen und sich keinen dummen Klischeesprüche anhören dürfen.

Durch einige Konflikte und die unerwarteten Wendungen bleibt "Königsfeuer" durchgehen spannend und interessant. Es macht teilweise wirklich Spaß mitzurätseln und zu versuchen die ganzen Vorgänge zu entschlüsseln nur um dann mit einer komplett anderen Antwort überrascht zu werden.

Das Ende ist sehr rund und passt zu allen Charakteren. Die einzelnen Handlungsstränge werden auch soweit abgeschlossen, es bleibt trotzdem zu hoffen dass der eine oder andere Charakter vielleicht noch eine weitere Geschichte bekommt.

"Königsfeuer" ist gelungene Low-Fantasy voller Machtkämpfe und Konflikte. Mit Charakteren die sich oft hinterfragen müssen.

Triggerwarnungen für dieses Buch
Vergewaltigung
Suizid


Weitere Rezensionen
Nerds gegen Stephan


Weitere Bücher die in Nuareth spielen:
Legenden von Nuareth - Die Stunde der Helden
Legenden von Nuareth - Heldentaten
Dämonengrab
Das Schicksal der Paladine 

20 Juni 2019

Anett E. Schlicht - Zeit der Eismonde




Klappentext
Wispernde Stimmen in der Dunkelheit, Albträume in der Nacht und grausame Visionen am Tag: Der siebzehnjährige Ouwen glaubt, den Verstand zu verlieren. Als ihn eines Nachts ein mysteriöser Fremder aus dem Schlaf reißt und ihn auffordert, unverzüglich mit ihm aus seiner Heimat zu fliehen, fürchtet er, in einem seiner Albträume gefangen zu sein. Doch der Schattenläufer Hayden ist real - genau wie die dunklen Jäger, die Ouwens Spur aufgenommen haben. Und Ouwen weiß, wer ihnen in die Hände fällt, ist für immer verloren …


Buchdetails 
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 Piper Verlag | eBook + Taschenbuch 384 Seiten | Zeit der Eismonde #1 | 02. Mai 2019 
| Leseprobe
 
Meinung
Bei "Zeit der Eismonde" hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Und dann habe ich es zufällig auch bei Netgalley entdeckt und angefordert, Danke an den Verlag dass ich ein Rezensionsexemplar lesen durfte.

Der Einstieg ins Buch war sehr spannend. Düster, unheimlich und machte neugierig. Und ich war sofort gefangen. "Zeit der Eismonde" schien perfekt zu werden, leider gab es dann doch ein paar kleine Kritikpunkte.

Dann lernt man auch schon Ouwen kennen. Der noch denkt ein einfacher Junge zu sein, allerdings hört er Stimmen und sieht manchmal seltsame Schatten. Es stellt sich schnell heraus dass er doch nicht so durchschnittlich ist und Fähigkeiten hat, die ihn seine Freiheit und sein Leben kosten können. Zusammen mit Hayden macht er sich dann auf den Weg, besser gesagt auf die Flucht. Weit weg und hoffentlich in Sicherheit.
Ich mochte Ouwen sehr, es war zwar wiedermal ein Auserwählter aber er lern langsam dazu und kann nicht sofort alles. Auch stellt er immer wieder Fragen und macht nicht nur blind dass, was Fremde ihm sagen.

Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam. Anett E. Schlicht nimmt sich Zeit die Charaktere vorzustellen, die Welt und lässt die Magie nur langsam in die Geschichte fließen. Trotzdem blieb es immer interessant und wurde nie langatmig oder langweilig.
Als Leser begleitet man nicht nur Ouwen, es gibt auch immer wieder Rückblicke in denen andere Charaktere eine Rolle spielen, wie die Prinzessin Reeva. Und bis zu dem Zeitpunkt in dem man das Königshaus besucht war ich vom Buch wirklich angetan und war der festen Überzeugung das wird ein 5 Sterne Buch. Leider kommen dann wieder die typischen Klischees die eine auf dem Mittelalter basierende High-Fantasy Geschichte wohl haben muss. Frauen haben nichts zu melden, die Königin leidet still (und mit Alkohol) vor sich hin weil ihr Mann sie betrügt und machen kann sie nichts. Es nervt mich in der Zwischenzeit einfach so sehr. Das war ein kleiner Dämpfer für mich. Reeva versucht aber das Beste aus ihrer Situation zu machen. Und sie ist schlau, neugierig und hält sich nicht unbedingt an Regeln. Ich hoffe sehr das wird in Band 2 noch mehr ausgebaut.
Was ich dem Buch aber sehr zu Gute halte: Die Geschichte kommt ohne sexuelle Gewalt aus!

Als die Geschichte um Ouwen dann wirklich spannend wird ist das Buch auch schon zu Ende und jetzt heißt es warten auf Band 2. Die Geschichte endet sehr rund, wenn auch vieles noch offen ist. Es gibt kein Cliffhanger.

"Zeit der Eismonde" ist ein gelungener Auftakt. Eine düstere und interessante Geschichte, die sich langsam entwickelt. Für High-Fantasy Fans sehr zu empfehlen.

Die Reihe
Zeit der Eismonde
1: Zeit der Eismonde
2: tba

17 Mai 2019

Judith & Christian Vogt - Die dreizehn Gezeichneten. Die verkehrte Stadt




Klappentext
Band 2 einer Reihe, Spoiler im Klappentext!
Die Rebellion war erfolgreich. Die Bürger von Sygna, Stadt der magischen Zeichen, haben die Besatzer aus Aquintien fortgejagt. Doch nun befindet sich der kleine Stadtstaat in einem offenen Krieg gegen das aquinzische Kaiserreich. Die Schmiedin Elisabeda Eisenhammer, Rebellin erster Stunde, schart die Kampfwilligen um sich und zieht mit einem winzigen Kontingent gegen die Große Armee des Kaisers. Verzweifelt sucht sie nach Verbündeten, denn sie weiß: Alleine wird Sygna untergehen. (Quelle: Verlagsseite)


Buchdetails 
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 Bastei Lübbe | eBook + Taschenbuch 607 Seiten | Das Geheimnis der Zeichen #2 | 29. März 2019

Meinung
Band 1 war schon sehr spannend und nach dem Ende musste ich natürlich auch gleich Band 2 lesen. Und ich durfte auch wieder an der Leserunde zum Buch bei Lovelybooks teilnehmen. Vielen Dank nochmal.

Band 1 war, wie gesagt, schon sehr gut und spannend. Viele neue Ideen aber es gab auch noch einige ungelöste Fragen. Einige davon wurden in Band 2 nun sehr genial aufgelöst. Es kamen aber auch viele neue Erkenntnisse dazu und es gab neue Fragen.

Was war das für ein Abenteuer. Als Leser begleitet man die unterschiedlichsten Charaktere durch die Welt, jeder hat seinen eigenen Pläne und versucht damit den anderen zu helfen und vor allem Sygna zu retten (oder eben auch Aquintien einzuverleiben wenn man auf dessen Seite ist). Jeder Charakter hat so seine Eigenheiten und wirklich jeder macht eine wunderbare Entwicklung durch!

Die Geschichte ist oft undurchschaubar und grade wenn man denkt man hat eine Intrige durchschaut kommt eine sehr unerwartete aber sehr geniale Wendung. Es baut sich langsam alles auf und wie gut die Fäden eigentlich gezogen werden wird erst später so richtig bewusst. Und dann kommt das Ende das noch einen drauf setzt, damit habe ich so gar nicht gerechnet und ja ich war echt sprachlos. Und der Cliffhanger ist einfach sehr gelungen. Jetzt noch bis nächstes Jahr warten zu müssen ist heftig. Ich freue mich wirklich darauf zu lesen wie es nun weitergeht.

Es gibt viele Wechsel zwischen den einzelnen Charakteren, meist auch an spannenden Stellen. Aber wirklich alle Stränge sind so interessant dass mich die Wechsel nicht gestört haben. Teilweise ist es aber wirklich so unfassbar spannend, hattet ihr schon Herzrasen beim lesen? Falls nicht, "Die dreizehn Gezeichneten. Die verkehrte Stadt" wird auf jeden Fall dafür sorgen. Mitfiebern muss man hier einfach.

Ich mochte auch das hier eben nicht alle Friede, Freude, Eierkuchen ist. Grade nach dem Krieg, die Kämpfer kehren zurück und es ist eben nicht einfach dann wieder ein normales Leben zu führen als wäre nichts gewesen. Die Protagonisten haben sich verändert und teilweise sogar wirklich heftige psychische Probleme. Judith und Christian Vogt sprechen in ihrem Buch einiges an Gesellschaftskritik an, verpackt in eine sehr spannende Fantasywelt. Und verpackt in spannende Intrigen um Macht und um Zeichenmagie.

"Die dreizehn Gezeichneten. Die verkehrte Stadt" ist wirklich eine gelungene und spannende Fortsetzung. Ich kann die Reihe jedem empfehlen der gerne komplexe Fantasy ohne die üblichen Klischees lesen mag.
Danke an Judith & Christian für die tolle Leserunde und Bastei Lübbe für das Leseexemplar.

Die Reihe
Das Geheimnis der Zeichen
1: Die dreizehn Gezeichneten
2: Die Verkehrte Stadt
3: Der Krumme Mann der Tiefe (Februar 20)

20 März 2019

Lilyan C. Wood - Sturmmädchen




Klappentext
Ru’una endlose Weiten endlose Gefahr Als Liv durch einen magischen Strudel in die Welt Ru’una katapultiert wird, ahnt sie nicht, welche Gefahren dort lauern. Feuerspeiende Ungeheuer, getrieben von einem machtgierigen Hexer, terrorisieren die Bewohner. Ist Liv die lang ersehnte Rettung, die die Widerständler herbeisehnen oder doch nur ein einfaches Mädchen in einer fremden Welt? Während sie selbst noch an sich zweifelt, legen die Bewohner Ru’unas ihr Schicksal in Livs Hände. Gelingt es ihr, über sich hinauszuwachsen, oder ist die Welt dem Untergang geweiht?


Buchdetails
Werbung nach TMG
Zeilengold Verlag | eBook + Taschenbuch 424 Seiten | Einzelband | 30. November 2018

Meinung
Neugierig gemacht hat mich auf dieses Buch zugegebenermaßen das Cover. Bei Drachen muss ich einfach genauer schauen. Und der Klappentext klang auch interessant, nach einem netten Jugendbuch eben. Und genau das bekommen Leser.innen bei "Sturmmädchen" auch.

Durch die Geschichte begleiten wir Olivia, von allen nur Liv genannt. Sie macht sich vorwürfe weil ihre beste Freundin durch einen Unfall starb. Und Liv auf andere Gedanken zu bringen fahren ihre Eltern mit ihr in den Urlaub, in ein Ferienhaus. Dort macht Liv eine kleine Wanderung um den Kopf frei zu bekommen und wird dann auch promt nach Ru'una befördert.

Ru'una lernt man etwas kennen, eine schöne Welt die leider von einem grausamen Magier angegriffen wird. Liv soll als Stummädchen diesen Magier, zusammen mit den Rebellen, bekämpfen. Was gar nicht so einfach ist. Aber Liv macht sich, sie bekommt Selbstvertrauen und wird eine Kämpferin. Leider blieben die anderen Charakter recht blass. Es fehlt den Charakteren an tiefe, jeder ist entweder total gut oder absolut böse.

Die Welt Ru'una lernen Leser.innen gut kennen. Sie ist nicht groß aber spannend. Und es gibt ein paar sehr interessante Wesen. Von den drachenähnlichen Dra'ogas zu den niedlich wirkenden Hulas. Sehr gefallen hat mir hier das die Wesen nicht so klischeehaft sind wie sie zunächst wirken. Sie bieten einige Überraschungen.

Das Buch ist recht kurz und die Handlung sehr straff, alles geht sehr schnell und es gibt wirklich wenige Konflikte. Die Tiefe fehlt hier. Dafür bietet das Buch aber wirklich gute Unterhaltung. Der Start wirkt etwas wie ein typisches, sehr fluffiges, Jugendbuch. Dann wird es aber wirklich spannend und mitreisend und nach ein paar Kapiteln konnte ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Alles in allem ist "Sturmmädchen" eine nette Jugenbuchfantasy mit Happy-End Garantie die sich gut zwischendurch lesen lässt.

Herzlichen Dank an den Zeilengold Verlag für das Leseexemplar.


02 März 2019

Horus W. Odenthal - Ninragon. Bevor die Welt sich wendet




Klappentext
Skiar Schattenmond und Nuava sitzen mit ihrer Söldnertruppe auf Isfayr fest, einer der Letzten Inseln bevor die Welt sich wendet, weit weg von den Zentren ihrer Zivilisation. Um von dort wieder fortzukommen, müssen sie einen Auftrag ausführen, der sie mit einem schrecklichen Geheimnis konfrontiert und auf einen dunklen Pfad führt.
Ein geheimnisvoller Einsiedler in seiner Zitadelle auf einer Insel hoch im Norden, ein Prophet, der Ungeheuerliches und Unglaubliches verkündet, ein Elfenfürst, der ehrgeizige und skrupellose Pläne hat, ein Magier, der sich nicht scheut, an die heiligsten Kräfte der Welt zu rühren. Zu dieser brisanten Mischung gebe man eine berüchtigte Söldnertruppe unter Führung von Skiar Schattenmond und Nuava. Es beginnt in der „Galgeneiche“ – es endet im Feuer. In einer Welt, in der der Tod nicht für alle endgültig ist, spüren Skiar und Nuava einen eiskalten Hauch, der schrecklicher ist als der Abgrund des Todes selbst. Meet the buddha, kill the buddha.


Selbstverlag | eBook 168 Seiten | Ninragon #27 | 10. Dezember 2017 

Meinung
Die Ninragon Serie ist mir immer mal wieder über den Weg gelaufen und ich habe davon auch Bücher auf meinem digitalen SuB. Mich hatte es aber etwas genervt das ich scheinbar einen Teil der mittendrin spielt erwischt hatte und dann kam immer wieder etwas dazwischen um mich mal mit der Reihe zu beschäftigen. Nun hat mich der Autor angeschrieben und gefragt ob ich nicht Interesse hätte die Ninragon Reihe zu lesen. Und als Einstieg habe ich "Bevor die Welt sich wendet" erhalten. Eigentlich Band 27 der Serie aber das sollte nicht abschrecken, es ist ein Einzelband der als Einstieg genutzt werden kann.

Los geht es gleich mitten im Geschehen, ohne große Einleitung landet man mitten in einem Gemetzel. Wie es dazu kam erfährt man dann hinterher und auch was nach dem Gemetzel passiert. Den Einstieg mochte ich, es war mal wirklich ungewohnt und anders. Nach und nach lernt man auch ein bisschen was von der Welt kennen, viele Erklärungen gibt es allerdings nicht und ich denke als Neuling im Genre kann das etwas verwirrend werden. Ich fand es allerdings spannend und habe auf mehr Details gewartet. Beim lesen konnte ich mir ein recht gutes Bild der Gegend machen und auch von den Charakteren. Nuavas uns Skiars Vergangenheit wird dabei allerdings nur angedeutet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Beschreibungen sind zwar detailliert aber nicht zu ausschweifend geraten.
Insgesamt hat Horus W. Odenthal eine sehr düstere und spannende Geschichte geschaffen und es auch geschafft mich sehr neugierig auf das Ninragon Universum zu machen. Viele Dinge sind noch offen aber diese Geschichte fühlt sich abgeschlossen an. Trotz einem Cliffhanger am Ende. Das muss man auch erstmal schaffen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf weitere Geschichten aus dem Ninragon Universum und werde wohl ein Buch von meinem SuB befreien.

Wer sich noch nicht mit dem Ninragon Universum auseinandergesetzt hat findet hier auf jeden Fall einen sehr guten Einstieg. Vorausgesetzt man mag düstere und blutige Geschichten. Auf Grund der kürze des Buches und weil es Teil einer Serie ist bleiben allerdings noch einige Punkte offen.


Mehr zur Reihe und den unterschiedlichen Zyklen findet ihr auf der offiziellen Seite zur Reihe.

20 Februar 2019

Julia Lange - Blutgesang





Klappentext
In Midea, der Stadt der schönen Künste, leben Menschen und das musikalisch begabte Volk der Zatarsi Seite an Seite, seit die Drachen ausgerottet wurden. Die ehemaligen Drachenjäger sorgen nun als Hüter für Sicherheit, nachdem verfluchtes Blut regelmäßig bei Menschen zu unkontrollierbarer Wut führt, so dass diese eingesperrt werden müssen. Ein Schicksal, das auch dem jungen Adligen Valerian droht. Auf der Flucht begegnet er der zatarsischen Sängerin Elezei, die selbst eine Rechnung mit den Hütern offen hat. (gekürzt)


Knaur Verlag | eBook + Taschenbuch 384 Seiten | Einzelband | 01. Dezember 2018 (eBook); 01. Februar 2019 (TB)

Meinung
Auf Blutgesang hatte ich mich sehr gefreut weil der Klappentext eine spannende Geschichte versprochen hat. Musik und Legenden über Drachen, bin dabei. Nun habe ich das Buch endlich gelesen und bin teilweise sehr ernüchtert. Es fällt mir auch nicht wirklich leicht die ganze Kritik in eine Rezension zu packen, vor allem weil ich die Autorin so nett finde. Aber hilft auch keinem wenn ich einfach nichts schreibe.
Leider werde ich diesesmal nicht ganz ohne kleinere Spoiler auskommen um meine Kritik aufzuzeigen.

Durch die Geschichte begleitet man unterschiedliche Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Das ist spannend und man lernt so die Welt gut kennen. Am Anfang sind es vielleicht ein bisschen viele Infos auf einmal und der Charakterwechsel war auch etwas anstrengend, bei den ganzen Namen musste ich erst durchblicken. Aber ich mag komplexe und gut durchdachte Welten und die Stadt Midea gehört definitiv zu den durchdachteren Welten. Es ist schön wie immer kleine Details eingeflochten werden um die Welt lebendig und echt wirken zu lassen. Auch die Idee mit den Zatarsi war klasse. Eine matriarchalische  Gesellschaft von Musikerinnen die sich durch sogennanten Klingentänze ihren Rang erkämpfen und eigentlich nur in Ruhe Musik machen wollen. Was für eine geniale Grundlage. Leider wurde für meinen Geschmack daraus viel zu wenig gemacht.

Die Charaktere sind zwar interessant aber teilweise auch wirklich anstrengend. Elezei ist eine der besten Kriegerinnen in ihrem Stamm, sie ist hoch angesehen und dann einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Passiert mal aber wie sie sich dann verhält ist teilweise zum Haare raufen. So kopflos wie sie vorgeht. Nachdenken scheint leider nicht ihre Stärke zu sein, dafür kann sie immerhin gut kämpfen und Musik machen.
Valerian ist ein reicher, verwöhnter Junge. Er verkörpert seine Rolle echt gut und durch sein Schicksal landet er schnell auf dem Boden der Tatsachen. Auch er verhält sich aber teilweise echt kopflos. Ich wollte beide echt schütteln vor allem in der ersten Hälfte des Buches.
Was ich aber wirklich übel fand war die Rolle von Dianthia, der Verlobten von Valerian. Und ab hier SPOILER: Sie ist nett und hübsch und verdreht im den Kopf nur um ihn dann zu verraten. So weit so gut. Dann aber muss ja Valerian unbedingt nochmal zu ihr nur um herauszufinden das sie ihn wegen einer anderen Frau verraten hat. Es gibt hier genau einen queeren Charakter im Buch, Dianthia. Und ausgerechnet sie muss die "böse Verräterin" sein? Musste das sein? Das war komplett unnötig und ich war echt sprachlos SPOILER ENDE

Die Geschichte an sich ist auch ein auf und ab. Elezei und Valerian rennen eigentlich von einer dummen Aktion zur Nächsten und wirklich durchdacht wirken ihre Aktionen nicht. Alles wirkt so gehetzt. Und die Hüter wirken leider auch eher wie ein Haufen kopflose Menschen mit Waffen die es irgendwie schaffen respektiert zu werden.
Und die Auflösung war so seltsam finde ich. Am Ende dachte ich nur "Echt jetzt? Das wars?" irgendwie macht es nicht so wirklich Sinn für mich. Die ganze Aktion und die gesponnenen Intrigen waren zwar spannend aber warum dieses Vorgehen gewählt wurde hat sich mir einfach nicht erschlossen, wenn man am Schluss dann weiß was los ist hätte es einfach soviele mehr Möglichkeiten gegeben.

Die Ideen war wirklich gut, die Umsetzung leider nicht so prickelnd.

Weitere Meinungen
Letannas Bücherblog: Mir hat diese Geschichte unheimlich gut gefallen, weil man am Anfang gar nicht weiß in welche Richtung das ganze gehen wird.

angeltearz liest:  Das Setting ist richtig toll. Ich finde es großartig, wenn alles in einer Stadt spielt. 

23 Oktober 2018

Melanie Vogltanz - Wolfswahn




Klappentext
Band 6 einer Reihe!
Wien im Jahr 1921: Nach Jahren ohne Kontakt findet Dante seinen Schöpfer Alfio in einer Wiener Irrenanstalt wieder. Der Hemykin Alfio hat jegliche Erinnerung an sein altes Leben verloren, sogar seine eigenen Fähigkeiten sind ihm fremd geworden. Was ihm seit ihrer Trennung widerfahren ist, das kann er nicht sagen. Das einzige Indiz: eine ominöse Tätowierung auf seinem Arm. Gemeinsam mit einer Expertin für Unsterblichenkrankheiten suchen die beiden Wolfswandler nach Alfios verlorener Vergangenheit und decken dabei Ungeheuerliches auf. Am Ende muss Alfio sich nicht nur seinem größten Feind, sondern auch seinem schlimmsten Albtraum stellen. Die Zeit der Flucht ist endgültig vorüber!


Papierverzierer | eBook  + Taschenbuch 422 Seiten | Schwarzes Blut 2 #3 (Schwarzes Blut #6) | 23. Oktober 2018

Meinung
Band 6 der Reihe ist leider schon der Abschluss. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut war aber auch traurig das es nun zu Ende sein soll. Reihenabschlüsse schiebe ich oft sehr lange vor mir her aber hier war die Neugier einfach zu groß. Und als ich dann gefragt wurde ob ich das Buch gerne noch vor erscheinen lesen wollte konnte ich nicht nein sagen.
Und ich habe echt versucht das Ende beim lesen hinauszuzögern, aber es war so spannend ich konnte einfach nicht aufhören.

Nach Amerika sind wir nun in den 20ern wieder in Wien, hier wo in Band 1 mit Elyssa alles begonnen hat. Alfio hat seine Erinnerungen komplett verloren. Wie lange schon und warum wird erst langsam nach und nach enthüllt. Teilweise mit Rückblicken und teilweise erinnert sich Alfio auch selbst wieder. Was genau passiert ist wird aber erst am Ende wirklich enthüllt. Die Suche ist wirklich spannend und voller Überraschungen. Und während dem Lesen hatte ich immer das Gefühl das irgendwas einfach nicht stimmt, man zweifelt an allem und verdächtigt zwischendurch einfach jeden.
Dante taucht hier auch wieder auf. Ich mag ihn sehr, auch wenn er sehr grummelig ist.

Die dritte im Bunde ist Dr. Löw. Sie taucht in diesem Buch zum ersten mal auf und ist ein wunderbarere Charakter. Eine Ärztin die sich schon früh durchgesetzt hat. Und sie entspricht zum Glück keinem Klischee. Durch Dr. Löw lernt man auch einiges über Medizingeschichte. Die ganzen medizinischen Details sind gut recherchiert und die erfundenen Details um die Unsterblichen sehr glaubhaft eingewoben. Die Geschichte ist wieder sehr schön in die historische Kulisse eingebaut.
Es gibt wieder einige blutige Szenen und ein starker Magen und starke Nerven beim lesen sind empfehlenswert.

Melanie Vogltanz schafft es wieder das man als Leser sehr im Buch gefangen ist. Das alte Wien und die anderen Schauplötze werden lebendig. Die dunklen Gänge und Untersuchungsräume haben dazu noch eine extra schaurige Wirkung.

Das Ende ist wirklich traurig aber sehr stimmig und gelungen. Alles findet einen runden Abschluss finde ich. Und hab ich schon gesagt echt traurig? Ich hab echt geheult an manchen Stellen.

Man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen, aber für diesen Abschlussband würde ich empfehlen die anderen Bücher vorher doch zu lesen. Einige Punkte aus den Vorgängern tauchen wieder auf, offene Fragen werden beantwortet und alles spielt so wunderbar und überraschend ineinander.

Diese Reihe kann ich wirklich allen empfehlen die düstere Geschichten mögen und eine spannende Reise durch die Jahrhunderte lesen möchten.

Herzlichen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Reihe
Schwarzes Blut
Band 1: Maleficus
Band 2: Mortalitas
Band 3: Munditia 

Schwarzes Blut 2
Band 4: Wolfswille
Band 5: Wolfswut
Band 6: Wolfswahn

25 September 2018

J.R.Ward - Black Dagger. Nachtjagd




Klappentext
Das Leben der jungen Beth Randall verläuft eigentlich in ruhigen Bahnen – sie lebt in einem zu kleinen Apartment, geht selten aus und hat einen schlecht bezahlten Reporterjob bei einer kleinen Zeitung in Caldwell, New York. Ihr Job ist es auch, der sie an den Tatort eines ungewöhnlichen Mordes führt: Vor einem Club ist ein Mann bei der Explosion einer Autobombe gestorben, und die Polizei kann keinen Hinweis auf die wahre Identität des Toten finden. Dann trifft Beth auf den geheimnisvollen Wrath, der in Zusammenhang mit dem Mord zu stehen scheint. Der attraktive Fremde übt eine unheimliche Anziehung auf sie aus, der sie sich nicht entziehen kann. Während sie sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit Wrath einlässt, wächst in ihr der Verdacht, dass er der gesuchte Mörder ist. Und Wrath hat noch ein paar Überraschungen mehr für sie auf Lager, denn er behauptet, ein Vampir zu sein – und das Oberhaupt der Bruderschaft der BLACK DAGGER, die seit Jahrhunderten einen gnadenlosen Krieg um das Schicksal der Welt führen muss ….


Heyne | eBook  + Taschenbuch 263 Seiten | Dark Lover übersetzt von Astrid Finke | Black Dagger #1 | 02. Mai 2007

Meinung
Bei der Undead vs Alive Challenge ist die Aufgabe ein Buch nochmal zu lesen oder ein Buch zu lesen das man beim ersten mal abgebrochen hat. Da hat sich bei mir gleich der erste Band der Black Dagger Reihe angeboten. Ich hatte das Buch kaum in Erinnerung und ich war mir auch nicht mehr so sicher ob ich es beendet hatte. Ich habe vor Jahren auf jeden Fall beschlossen die Reihe nicht weiter zu verfolgen. Und da die Reihe von so vielen so oft empfohlen wird habe ich ihr nochmal eine zweite Chance gegeben. Zusammen mit einigen Teamkolleginnen haben wir das Buch dann nochmal gelesen.

Und ich habe wieder festgestellt das die Reihe wohl nichts für mich ist. Die Geschichte an sich fand ich noch ganz interessant, die Vampire die sehr dezimiert wurden, die Vampirjäger und die Bruderschaft der Black Dagger die die Vampire schützen soll. Aber überzeugend war das Buch leider nicht. Wo fange ich da am Besten an? Mit den vielen Klischees die man schon zu oft gelesen hat? Mit dem schrecklichen Frauenbild? Allgemein wirkt das Buch sehr frauenfeindlich. Frauen sollen hübsch sein, müssen beschützt werden, sind der Besitz von jemanden und haben sonst eigentlich nix zu melden. Wie es mich einfach so nervt und ich kann es einfach nicht mehr lesen. Und ja, ich weiß das viele Vampirgeschichten so sind aber muss das sein?
Die Vampirgesellschaft ist leider auch von vorgestern was die Verhaltensregeln angeht. Aber dafür sehen alle unfassbar gut aus (bis auf einer der hat eine gruselige Narbe im Gesicht, ein Typ mit Narbe und düsterer Vergangenheit darf ja nicht fehlen).

Dafür fand ich es aber doch recht spannend das es die Vampirjäger, die sogenannten Lesser gibt. Auch wenn die Typen alle sehr große A****löcher sind. Warum es sie gibt und vor allem wie so ein Mensch zu einem Lesser wird würde mich ja interessieren. Die Vampire halten sich recht versteckt und lassen Menschen meist in Ruhe, warum also der Krieg zwischen den beiden Lagern?
Leider endet Band 1 einfach mitten drin. Die Bücher wurden im deutschen zweigeteilt und ich weiß das  Band 1 und 2 zusammen lesen sollte um sich ein ganzes Bild zu machen, aber meine Lesezeit ist mir aktuell zu schade um Band 2 auch noch zu lesen. Band 1 konnte ich leider nicht wirklich viel abgewinnen.

17 August 2018

Bernhard Hennen, Robert Corvus - Himmelsturm




Klappentext
Sagen und Mythen ranken sich um die legendäre Rivalität zwischen Asleif Phileasson, den sie nur den Foggwolf nennen, und Beorn dem Blender. Nun soll eine Wettfahrt entscheiden, wer von beiden der größte Seefahrer aller Zeiten ist und sich König der Meere nennen darf. In achtzig Wochen müssen die beiden Krieger den Kontinent Aventurien umrunden und sich dabei zwölf riskanten Abenteuern stellen. Abenteuern, die nur die abgebrühtesten Helden zu bestehen vermögen. Es ist der Beginn des größten und gefährlichsten Wettlaufs aller Zeiten ...


Heyne | eBook + Taschenbuch 480 Seiten | Die Phileasson-Saga #2 | 08. August 2016
Meinung
Im zweiten Band der Reihe müssen die beiden Schiffsgemeinschaften auch die zweite Aufgabe bestehen. Es gilt die Geheimnisse des Himmelsturms zu ergründen. Los geht die Geschichte aber erst einmal wieder mit einem Prolog der neue Charaktere vorstellt und auch neugierig macht was denn diese Personen nun mit dem Abenteuer zu tun haben.

Die Geschichte ist sehr spannend und trotz der eigentlich recht wenigen Handlung, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Hier merkt man deutlich die Vorlage, eine Rollenspielkampagne. Die Gruppen erreichen den Turm und gehen von Raum zu Raum um dort auf Schätze oder Gegner zu stoßen. Es wird wirklich alles erkundet. Ich mochte es sehr und es war, wie schon gesagt, alles sehr spannend beschrieben. Und auch alles sehr plastisch, einmal angefangen ist man zusammen mit den Mannschaften sofort im Turm, man spürt fast die Umgebungstemperaturen. Der Turm ist klasse und birgt die ein oder andere Überraschung. Und auch erstaunliche viele unterschiedliche Räume, keiner gleicht dem anderen. Der Turm ist aber auch der große Knackpunkt des Buches und deshalb würde ich es auch nicht jedem uneingeschränkt empfehlen. Es ist ein Dungeonabenteuer und darauf muss man sich einlassen.
Das Ende ist sehr gelungen, die Aufgabe ist zwar abgeschlossen und damit der Band eigentlich auch aber dann kommt im Epilog noch ein kleiner, echt fieser, Hinweis der vieles ändert.

Im "Himmelsturm" haben Beorn und seine Recken leider sehr wenige Auftritte. Die meiste Zeit verbringt man bei Phileasson und seiner Mannschaft, was ich selbst sehr schade fand. Beorn ist interessant und seine Mannschaft würde ich echt gerne mal besser kennen lernen. Leider bleiben auch die Charaktere um Phileasson etwas blass. Man erfährt ein bisschen mehr über sie aber so wirklich tiefe entwickeln die meisten leider noch nicht. (Ich würde sehr gerne mehr über Irulla erfahren, sie ist einfach so mega interessant und cool...)

Ein spannender zweiter Teil und ich freue mich auf Band 3. Die nächste Aufgabe kennen die Recken noch nicht, die Leser eventuell auch nicht. (Natürlich kennt man die dritte Aufgabe schon wenn man die Kampagne gespielt hat oder eben google fragt. Für mich wird es eine Überraschung)

Die Reihe
Die Phileasson-Saga
1. Nordwärts
2. Der Himmelsturm
3. Die Wölfin
4: Silberflamme
5: Schlangengrab
6: Totenmeer
7: Rosentempel
8-12 in Arbeit