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29 April 2020

Tanja Hanika - Redthorne Castle





Klappentext
England 1884 – Die junge Schriftstellerin Joanne Hadley wähnte sich im Paradies: Mit Gleichgesinnten ist sie zu einem Treffen auf Redthorne Castle geladen, um gemeinsam Literatur zu schaffen. Doch einer nach dem anderen stirbt und es gibt wegen der defekten Zugbrücke kein Entrinnen. Für Joanne gilt es, herauszufinden, was in dem Gemäuer vor sich geht. Kann sie sich und die anderen vor dem Tod bewahren, der im alten Gemäuer umgeht?


Buchdetails 
Selbstverlag | eBook + Taschenbuch 223 Seiten | Einzelband | September 2015

Meinung
An Geschichten mit Geistern und vor allem Spukhäusern kann ich ja nicht vorbeigehen. Rethorne Castle klang nach einem interessanten Schauerroman, mit Geistern und einem Kriminalfall. Genau das bekommen Leser.innen auch.

Der Start und die Atmosphäre im Buch haben mir gut gefallen. Es gibt einige wenige unheimliche Momente und einige Todesfälle. Dabei wird es nie sehr blutig. Joanne und die anderen Gäste sind auf Redthorne Castle eingesperrt und haben einen (oder mehrere?) Mörder unter sich. Das trübt natürlich die Stimmung und alle sind oder werden misstrauisch. Alle sind verdächtig und diese Unsicherheiten und Anspannungen die sich daraus ergeben waren gut umgesetzt. Dazu scheint es noch zu spuken, Redthorne Castle beheimatet einen Geist über den die Besitzer des Anwesens scheinen mehr darüber zu wissen.

Leider konnte ich mit keinem der Charaktere so wirklich mitfiebern, viele waren schlichweg unsypathisch. Was mir ebenfalls gefehlt hat waren aber die wirklich gruseligen Momente, es gibt sie schon aber mir war es fast zu wenig (was vielleicht auch daran liegen kann das ich schon viele Bücher der Art gelesen habe). Allgemein kam mir der Geisteranteil in der ersten Hälfte fast etwas wenig vor. Es hat sich mehr wie ein Krimi angefühlt.
Das Ende war dann dafür sehr spannend und ich fand die Auflösung um den Geist sehr interessant.

"Redthorne Castle" war mein erstes Buch von Tanja Hanika, wird aber nicht mein letztes von ihr sein.

"Redthorne Castle" ist ein Buch für Fans von Krimis die ein paar unheimliche Momente haben. Für alle die zum ersten mal einen Schauerroman lesen wollen ist das Buch auch sehr zu empfehlen.


Krankheit und Tod, Suizid

22 Oktober 2019

Florian Gerlach - Killerspinnen: Heavy Metal Horrorshow





Klappentext
Sarah tingelt mit der Band IRON SMOGGER durch heruntergekommene Bars. Die unzähligen Spinnen bei den Auftritten bemerkt die Sängerin erst, als in ihrem Bauch eine grauenvolle Kreatur heranwächst. Der Kampf gegen die Killerspinnen führt sie direkt in ihr Nest. Es ist im Keller einer alten Fabrik, in der die Band das letzte Konzert ihrer Tour spielt ... Herzlich willkommen bei einer Heavy Metal Horrorshow! Harte Rockmusik. Scharfe Groupies. Mörderische Killerspinnen. Klischees? Klar. Aber verdammt gute. Dieser Roman ist daher nicht nur ein Buch für Fantasy, Horror, und Dark Romance Leser, sondern auch für alle Rockfans, die ihre Liebe zur harten Musik noch nicht verloren haben. Gerlach. Lesen. Wenn Du Dich traust.


Selfpublishing| eBook + Taschenbuch 403 Seiten | Einzelband | 27.Juni 2018


Mord, Verstümmelung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern, Zwangsprostituion von Kindern, Gewalt gegen Menschen

Meinung 
Der Klappentext "Killerspinnen: Heavy Metal Horrorshow" klang sehr vielversprechend und hat mich neugierig gemacht. Killerspinnen und Heavy Metal, bin dabei. Gelesen habe ich das Buch dann zusammen mit PinkAnemone und Aber Rush, und das war dann auch das Beste am Buch. Alleine hätte ich wahrscheinlich nach dem ersten Kapitel abgebrochen. Aber ich hatte dann doch die leise Hoffnung dass es irgendwie besser wird und am Ende noch eine gute Erklärung kommt. Tja, Pustekuchen.

Das Buch war einfach mies und das hier wird leider ein Rant werden. Ich habe versucht was Positives zu finden aber es hat leider absolut nicht ganz geklappt.

Erstmal lässt der Klappentext ein komplett anderes Buch vermuten. Im Klappentext wird eigentlich nur der Storyteil der zweiten Hälfte zusammengefasst, ich habe auch versucht eine eigene Inhaltsangabe zu schreiben aber bin gescheitert. Es ist einfach zu wirr alles. Los geht es erstmal sehr übel mit einem Kapitel das eher an einen Snuff-Film erinnert und versucht möglichst Wiederlich zu sein. Nein, ich will keine brutale Vergewaltigung im Detail lesen, da gab es aber leider gleich am Start. So geht es dann auch weiter, der Autor hat irgendwie alles an Wiederlichkeiten in die ersten Kapitel gepackt. Mord, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und so weiter.

Die Geschichte an sich ergibt nicht wirklich Sinn. Es sind einige Logikfehler vorhanden und einige Patzer. Emotionen muss man suchen. Da wird ein Pathologe mit einem Rechtsmediziner verwechselt zum Beispiel. In einer Szene fackelt die akutelle Konzertlocation ab, inklusive aller Instrumente und Ausrüstung. Und die Sängerin ist auch noch in den Flamme gefangen. Und was macht die Band? Nix, einfach nur doof aus der Wäsche gucken. Nur einer ruft irgendwann mal nach der Sängerin. Wow, diese Emotionen die da transportiert werden muss man wirklich suchen.
Die Band allgemein war auch sehr unglaubwürdig und eine Ansammlung von Klischees. Schwarze Klamotten, Texte die sehr viel "kill" enthalten, bei jedem Auftritt einemal Blut aus einem Toteschädel trinken und fertig ist die Heavy Metal Band. Ach ja, sie werden bekannt durch ihre seltsamen Auftritte und ihre Lieder die im Radio laufen. Die vielen Heavy Metal Titel im Radio kennt doch jeder, oder?
Leider habe ich auch keine Ahnung wann und wo das Buch spielen soll. In Deutschland zur aktuellen Zeit? Es gibt Smartphones und Youtube aber es klingt auch alles iregendwie so nach 80er Jahre. Am Ende erwähnt dann ein Charaktere noch das eine seltsame Mordserie wohl schon seit einigen Jahren geht. Wäre ich nie drauf gekommen, im Buch wirkt es als Laufen alle Geschehnisse parallel oder nacheinander ab. Es gibt, bis auf diesen einen Satz, keinen Hinweis darauf dass manche Dinge schon in der Vergangeheit passiert sein sollen.

Florian Gerlach hat auch eine wirklich wirre Art zu erzählen und leider einen eher holprigen Schreibstil. Durch diese wirre Erzählweise war ich dann echt froh als ich dass Buch beendet hatte. Wirklich. Und by the way: Ich dachte nach jedem Kapitel "Schlechter kann es ja nicht mehr werden!". Und dann kam das Ende. WTF? Das war fast schon lächerlich. Und diese "überraschende Wendung" (wenn man das so nennen kann) was den Manager betrifft war so schlecht.

Die Charaktere waren auch leider sehr flach und eher nervig. Wirklich jeder ist irgendwie frustriert und sehr anstrengend. Die Dialoge wirken einfach gewollt derb, Haupsache oft das Wort "ficken" verwenden. Und mit Brüsten hat es der Autor irgendwie auch, man könnte daraus fast ein Trinkspiel machen, dann wäre das Buch wahrscheinlich erträglich? Und nach gefühlt zwei Kapiteln die Flasche leer. (Und das sage ich, die keinen Alkohol trinkt weil das Zeug nicht schmeckt...)
Was mich auch extrem gestört hat war dieser unterschwellige Sexismus. Fast alle Typen sind immer nur Notgeil und denken nur an Sex. Frauen werden auch nur nach Ausshen bewertet, sind Huren oder werden umgebracht. Sorry, das alles braucht kein Mensch. Das ist kein Horror, das ist einfach schlecht erzählter Schund. Nur weil alle Charaktere irgendwelchen "düsteren" Geheimnisse haben und ein paar Killerspinnen auftauchen ist es leider noch lange kein Horrorroman. Es sei denn man versteht unter Horror ein sehr schlecht erzähltes Buch, dann gibt es volle Punktzahl.

Zu den Killerspinnen noch ein Wort: Sie waren mit das beste am Buch, wenn auch keine wirklich gruseligen Killerspinnen. Sie waren halt einfach da und haben manchmal Menschen entführt und ausgesaut. Dazu gab es noch diesen "Geist" dessen Motive auch absolut unlogisch waren. Aber nach Logik muss man hier ja wirklich nicht mehr suchen.

Leider konnte mich "Killerspinnen: Heavy Metal Horrorshow" absolut nicht überzeugen. Holpriger Schreibstil, Logikfehler, verwirrende Geschichte und an manchen Stellen unnötig brutal. Leider ein Reinfall. Wer guten Spinnenhorror lesen möchte sollte auch einfach zu einem anderen Buch greifen. Empfehlen kann ich das Buch absolut nicht, spart euch eure Zeit und Nerven.  

19 Oktober 2019

Anton Serkalow - Nighthunter. Die Nacht der Ghule




Klappentext
Was transportiert der Nachtzug, dass sich gleich mehrere Parteien dafür interessieren? Die McKenzie-Bande, ein Pinkerton-Agent ebenso wie die »Nighthunter«. Doch der geplante Überfall auf den Zug artet in eine Katastrophe aus. Denn etwas ist in diesem Zug. Etwas, das vielleicht nie hätte geweckt werden dürfen. Und das ist erst der Anfang!


Selbstverlag | eBook 117 Seiten | Nighthunter #1 | 25. April 2019 

Meinung
Ich mag ja diese klische Wild-West Storys ab und an sehr gerne muss ich zugeben. Und wenn dann noch übenatürliche Wesen dabei sind bin ich noch neugieriger.

Nighthunter ist eine Serie, die genau diese Kriterien erfüllt. Der "Wilde Westen" wird von Zombies, Ghoulen und andern Wesen heimgesucht. Und die Nighthunter, der Vampir Louis Royaume und der Gestaltwandler Geistwolf stellen sich ihnen entgegen. Soweit sogut, alles was spannende Unterhaltung verspricht wäre schonmal vorhanden.

"Nacht der Ghoule" startet gleich mitten in der Geschichte. Ohne große Vorwarnung sind Leser*innen gleich mitten im Geschehen. Eine Gruppe von Banditen liegt auf der Lauer und möchte einen Zug überfallen. Und dann tauchen auch die Hauptfiguren auf.

Die Geschichte ist wirklich kurz, viel wird erstmal nicht erklärt. Alles sind eher Andeutungen und vieles kann man sich dann zusammenreimen, oder auch nicht. Es geht blutig zur Sache, gibt viele Schießereien und die Sprache ist sehr derb.
Es wirkt einfach alles wie eine kurze Serienepisode, bei der man aber irgendwie mittendrin eingeschalten hat und bevor man wirklich in die Geschichte eintauchen kann ist es auch schon wieder vorbei. Dieser kleine Strang ist aber in sich abgeschlossen, für die Fortsetzungen gibt es aber noch sehr viele offene Punkte.
Band 1 würde ich allgemein eher als eine längere Leseprobe betrachten, danach wissen Leser*innen dann auf jeden Fall ob sie weiterlesen möchten.

Leider blieben die Charaktere sehr flach und hatten keine wirkliche Persönlichkeit. Die derbe Sprache wirkte manchmal auch sehr gewollt, Hauptsache es wirkt jetzt alles noch brutaler, was sehr schade war. Zwischendurch gibt es dann aber einige witzige Stellen. Und die Charaktere nehmen sich selbst nicht zu ernst, was auch ein großer Pluspunkt war.

"Nighthunter. Die Nacht der Ghule" ist der Auftakt einer Serie der gut für Zwischendurch ist. Noch fehlt die Tiefe der Geschichte, was aber wohl auch am Format liegt. Für Fans von abgedrehten Wild-West Geschichten aber zu empfehlen.
Immer 3 Bände erscheinen dann auch als Sammelband.

sehr grafische Gewalt, rassistische Sprache

Weitere Rezensionen

Die Reihe
Nighthunter
1: Nighthunter. Die Nacht der Ghule
2: Nighthunter. Die Zombies von Pine Hill
3: Custers letzter Ritt
4: Die Posaunen von Jericho
5: Die Legende von Sixshot Booker

07 Juli 2019

Jörg Benne - Königsfeuer




Klappentext
Der Eroberungszug des Königs von Meshacia ist ins Stocken geraten. Königsfeuer, eine neue alchemische Waffe, soll die Wende bringen. Doch bei deren Einsatz kommt es zu einem verheerenden Unfall, der Teile von Armee und Adel gegen den König aufbringt. Ausgerechnet in diesen chaotischen Zeiten versucht der Dieb Ferron sich ein neues Leben aufzubauen. Er reist in die Hauptstadt, um sich mit seiner Schwester zu versöhnen, die in Kürze den Kronprinzen heiraten will. Während der Feierlichkeiten bricht jedoch eine Revolte gegen den König los. Ferron verstrickt sich in einem Geflecht aus Machtgier, Intrigen und Rachedurst. Und er ist nicht der Einzige, der entscheiden muss, auf welcher Seite er steht.


Selbstverlag | eBook 413 Seiten | Einzelband | 10. April 2019

Meinung 
"Königsfeuer" ist eine weitere Geschichte aus Nuareth, eine wunderbare Fantasywelt aus der Feder von Jörg Benne. "Königsfeuer" kann problemlos ohne Vorwissen aus den anderen Büchern gelesen werden, es ist ein eigenständiger Roman.

Der Einstieg in die Geschichte ist wieder sehr spannend, los geht es gleich mitten im Geschehen, Ferron ist dabei einen Diebstahl zu begehen. Dann lernt man nach und nach die anderen Protagonisten kennen, insgesamt begleitet man als Leser vier Protagonisten durch das Buch, die alle sehr unterschiedlich sind und sich nicht alle kennen. Ihre Wege kreuzen sich dann aber recht bald und auch recht spektakulär.
Dieses Abenteuer kommt fast ohne Magie aus, dafür gibt es viele Intrigen und Geheimnisse aufzudecken. Und Jörg Benne schafft es immer wieder mit unerwarteten Wendungen zu überraschend. Er scheut sich auch nicht den einen oder anderen Charakter über die Klinge springen zu lassen und man kann sich nie wirklich sicher sein ob die Protagonisten das nun überleben oder nicht.

In Königsfeuer geht es auch weniger um die Welt, es geht mehr um die Charaktere und ihre Konflikte. Da ist zum Beispiel der treue Gardist der doch erkennen muss dass er vielleicht die falsche Sache verteidigt. Auch die anderen Charaktere haben innere Konflikte und nicht nur mit der beginnenden Revolte zu kämpfen.
Schön fand ich auch wie selbstverständlich hier auch Frauen im Militär dienen und sich keinen dummen Klischeesprüche anhören dürfen.

Durch einige Konflikte und die unerwarteten Wendungen bleibt "Königsfeuer" durchgehen spannend und interessant. Es macht teilweise wirklich Spaß mitzurätseln und zu versuchen die ganzen Vorgänge zu entschlüsseln nur um dann mit einer komplett anderen Antwort überrascht zu werden.

Das Ende ist sehr rund und passt zu allen Charakteren. Die einzelnen Handlungsstränge werden auch soweit abgeschlossen, es bleibt trotzdem zu hoffen dass der eine oder andere Charakter vielleicht noch eine weitere Geschichte bekommt.

"Königsfeuer" ist gelungene Low-Fantasy voller Machtkämpfe und Konflikte. Mit Charakteren die sich oft hinterfragen müssen.

Triggerwarnungen für dieses Buch
Vergewaltigung
Suizid


Weitere Rezensionen
Nerds gegen Stephan


Weitere Bücher die in Nuareth spielen:
Legenden von Nuareth - Die Stunde der Helden
Legenden von Nuareth - Heldentaten
Dämonengrab
Das Schicksal der Paladine 

02 März 2019

Horus W. Odenthal - Ninragon. Bevor die Welt sich wendet




Klappentext
Skiar Schattenmond und Nuava sitzen mit ihrer Söldnertruppe auf Isfayr fest, einer der Letzten Inseln bevor die Welt sich wendet, weit weg von den Zentren ihrer Zivilisation. Um von dort wieder fortzukommen, müssen sie einen Auftrag ausführen, der sie mit einem schrecklichen Geheimnis konfrontiert und auf einen dunklen Pfad führt.
Ein geheimnisvoller Einsiedler in seiner Zitadelle auf einer Insel hoch im Norden, ein Prophet, der Ungeheuerliches und Unglaubliches verkündet, ein Elfenfürst, der ehrgeizige und skrupellose Pläne hat, ein Magier, der sich nicht scheut, an die heiligsten Kräfte der Welt zu rühren. Zu dieser brisanten Mischung gebe man eine berüchtigte Söldnertruppe unter Führung von Skiar Schattenmond und Nuava. Es beginnt in der „Galgeneiche“ – es endet im Feuer. In einer Welt, in der der Tod nicht für alle endgültig ist, spüren Skiar und Nuava einen eiskalten Hauch, der schrecklicher ist als der Abgrund des Todes selbst. Meet the buddha, kill the buddha.


Selbstverlag | eBook 168 Seiten | Ninragon #27 | 10. Dezember 2017 

Meinung
Die Ninragon Serie ist mir immer mal wieder über den Weg gelaufen und ich habe davon auch Bücher auf meinem digitalen SuB. Mich hatte es aber etwas genervt das ich scheinbar einen Teil der mittendrin spielt erwischt hatte und dann kam immer wieder etwas dazwischen um mich mal mit der Reihe zu beschäftigen. Nun hat mich der Autor angeschrieben und gefragt ob ich nicht Interesse hätte die Ninragon Reihe zu lesen. Und als Einstieg habe ich "Bevor die Welt sich wendet" erhalten. Eigentlich Band 27 der Serie aber das sollte nicht abschrecken, es ist ein Einzelband der als Einstieg genutzt werden kann.

Los geht es gleich mitten im Geschehen, ohne große Einleitung landet man mitten in einem Gemetzel. Wie es dazu kam erfährt man dann hinterher und auch was nach dem Gemetzel passiert. Den Einstieg mochte ich, es war mal wirklich ungewohnt und anders. Nach und nach lernt man auch ein bisschen was von der Welt kennen, viele Erklärungen gibt es allerdings nicht und ich denke als Neuling im Genre kann das etwas verwirrend werden. Ich fand es allerdings spannend und habe auf mehr Details gewartet. Beim lesen konnte ich mir ein recht gutes Bild der Gegend machen und auch von den Charakteren. Nuavas uns Skiars Vergangenheit wird dabei allerdings nur angedeutet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Beschreibungen sind zwar detailliert aber nicht zu ausschweifend geraten.
Insgesamt hat Horus W. Odenthal eine sehr düstere und spannende Geschichte geschaffen und es auch geschafft mich sehr neugierig auf das Ninragon Universum zu machen. Viele Dinge sind noch offen aber diese Geschichte fühlt sich abgeschlossen an. Trotz einem Cliffhanger am Ende. Das muss man auch erstmal schaffen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf weitere Geschichten aus dem Ninragon Universum und werde wohl ein Buch von meinem SuB befreien.

Wer sich noch nicht mit dem Ninragon Universum auseinandergesetzt hat findet hier auf jeden Fall einen sehr guten Einstieg. Vorausgesetzt man mag düstere und blutige Geschichten. Auf Grund der kürze des Buches und weil es Teil einer Serie ist bleiben allerdings noch einige Punkte offen.


Mehr zur Reihe und den unterschiedlichen Zyklen findet ihr auf der offiziellen Seite zur Reihe.

28 April 2018

Pia Hepke - Irrlichter. Die Dunkelheit in unseren Herzen





Inhalt
Irrlichter. Was sind eigentlich Irrlichter?
Sie bezeichnen ein Phänomen seltsamer Lichter, die zumeist im Moor oder auf Friedhöfen beobachtet werden. Doch was wäre, wenn sich hinter diesem Phänomen mehr verbirgt? Was wäre, wenn diese Lichter in Wahrheit verstorbene Seelen sind? Wenn sie zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten mit ihrem Licht verhindern, dass verlorene Seelen aus dem Jenseits ins Diesseits wechseln? Aber wie sah ihr früheres Leben aus?
Irwin erinnert sich nicht daran, doch es wird gemunkelt, dass die orangenen Irrlichter bereits zu Lebzeiten einen Blick in die Herzen der Menschen werfen konnten. Jetzt jedenfalls kann er all ihre Dunkelheit sehen. Auch die von Tessa, der er zufällig im Moor begegnet. Wird es ihn selber retten, wenn er ihr Leben beschützt, oder zerstört ihn ihre Finsternis am Ende mit?


Selbstvelag | eBook + Taschenbuch  169 Seiten | Irrlichter #3 | 31. März 2018

Meinung
Diese Rezension ist spoilerfrei, auch zu den Vorgängern. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, es empfiehlt sich aber die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen da sonst einige schöne Punkte untergehen.

Und hier ist auch schon Band 3 der Irrlichter. Band 1 konnte mich ja wirklich umhauen und seitdem bin ich so ein kleiner Fan von Pias Irrlichtern, klar das ich auch Band 3 lesen musste.

Hier spielt Irwin, ein seltenes orangenes Irrlicht die Hauptrolle. Er ist etwas grummelig und am liebsten alleine. Doch als er im Moor auf Tessa trifft kann er sich leider nicht mehr so leicht verstecken. Die Geschichte der beiden ist wirklich toll aber auch traurig. Und voller dunkler Momente. Irwin kennt man vielleicht schon ein bisschen aus den vorherigen Büchern, wenn nicht ist es auch nicht schlimm. Man lernt ihn hier gut kennen und auch seine traurige Vergangenheit. Es war stimmig erklärt und überraschend.

In dieser Geschichte spricht Pia Hepke ein sehr heikles Thema an: Kindesmissbrauch. Tessas Erlebnisse werden nicht genau geschildert, sind so aber auch schon heftig genug. Die Umsetzung wurde aber gut gemacht, meiner Meinung nach. Sehr sensibel und ich hatte beim lesen nicht den Eindruck das es hier um Effekthascherei geht. Das Ende ist gelungen und für Kenner der Vorgänger gibt es wieder eine kleine Überraschung. Es werden auch einige neue Fragen aufgeworfen aber noch nicht geklärt. Ich bin wirklich gespannt wie es mit den Irrlichtern weitergeht und was Pia sich noch so überlegt hat.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und kommt ohne große Ausschmückungen aus. Dadurch lässt das Buch sich sehr schnell lesen, ein paar weitere Stunden in der Welt der Irrlichter.
Großes Manko ist allerdings dass das Buch recht kurz ist. Einiges wirkt etwas gehetzt und ein paar Seiten mehr hätte ich mir gewünscht.

Eine tolle Fortsetzung, spannend zu lesen und teilweise wieder düster. 

Herzlichen Dank an Pia Hepke für das Rezensionsexemplar und die Leserunde.

Die Reihe  
Irrlichter
1: Das Licht zwischen den Welten
2: Der Schatten auf deinem Leben
3: Die Dunkelheit in unseren Herzen
4-6 in Planung

24 Februar 2018

Ava Richardson - Akademie der Drachenreiter




Inhalt
In der Stadt Torvald gibt es eine Akademie für Drachenreiter. Einmal im Jahr fliegen die Jungdrachen aus und suchen sich unter den Einwohnern ihre Reiter aus. Jeder Drache benötigt zwei Reiter, einen Navigator und einen Beschützer. Agathea Flamma stammt aus einer adeligen Familie die schon viele Drachenreiter hervorgebracht hat. Sie wünscht sich nichts mehr als auch eine davon zu werden, auch wenn die Chancen nicht so hoch stehen.
Sebastian ist der Sohn eines Schmiedes und lebt in der ärmsten Gegend der Stadt. Er findet die Drachen faszinierend, macht sich aber keine Hoffnungen jemals die Akademie der Drachenreiter besuchen zu können. Das bleibt meist den Adeligen vorbehalten. So ist er auch sehr überrascht als er von einer Drachendame erwählt wird und zur Akademie gebracht wird. Die zweite Erwählte ist Agathea. Zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten müssen nun zusammen ihre Ausblidung absolvieren.

Selbstverlag über Amazon | eBook ISBN: B01DU59GME 234 Seiten | Dragon Trials übersetzt aus dem englischen | Rückkehr der Finsternis #1 | 04. April 2016

Meinung
Cover und Klappentext haben mich hier angelockt. Ok, erst das Cover ;) Allerdings verärt der Klappentext unfassbar viel, deshalb habe ich auch versucht den Inhalt etwas zusammenzufassen.

Die Geschichte klang spannend und war leider nur ok. Könnte auch an der nicht ganz so gelungenen Übersetzung liegen, manche Sätze klingen irgendwie plump und manche Wörter passen nicht so ganz in den Kontext.

Agathea, genannt Thea und Sebastian sind einfach nur anstrengend. Vor allem Thea. Die erste Hälfte der Buches jammert sie gefühlt in jedem zweiten Satz "Aber ich bin ein Mädchen, ich kann eigentlich kein Drachenreiter sein!" oder sie hat Angst das sie die Ausbildung nicht schafft, obwohl sie beim kämpfen die Beste ist. Ihr wisst nicht wie oft ich die Augen verdreht habe.
Sebastian ist nicht besser, er jammer immer über seine nicht adelige Herkunft und stellt sich manchmal einfach nur an. Beide ändern sich sehr plötzlich gegen Ende der Geschichte, zum Positiven.

Die Drachen waren interessant aber die ganze Akademie und die Sache mit den Drachenreitern auch sehr seltsam. Ein Drache braucht zwei Reiter und sucht sich diese selbst aus. Wenn die Reiter aber die Ausbildung nicht schaffen oder einer irgendwann stirbt, dann geht der Drache zurück in seinen Berg und ist von nun an nur noch ein Zuchtdrache. Freiwillig. Das klingt so bescheuert. Ich meine, als ob sich majestätische Drachen freiwillig einsperren? Um dann Nachwuchs für zu zeugen der den Menschen dient? Ab und an kamen mir die Drachen auch eher wie Pferde vor, Pferde mit Flügeln.

Das Buch war ok. Aber nicht so packend wie erwartet. Wer Drachen mag und ein nettes Buch für zwischendurch lesen mag kann hier nicht viel falsch machen.

Die Reihe
Die Rückkehr der Finsternis
1: Akademie der Drachenreiter
2: Legenden der Drachenreiter
3: Legenden der Drachenreiter

14 Februar 2018

Pia Hepke - Irrlichter. Der Schatten auf deinem Leben




Klappentext
Irrlichter Was sind eigentlich Irrlichter? Sie bezeichnen ein Phänomen seltsamer Lichter, die zumeist im Moor oder auf Friedhöfen beobachtet werden. Doch was wäre, wenn diese Lichter in Wahrheit verstorbene Seelen sind? Wenn sie zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten mit ihrem Licht verhindern, dass verlorene Seelen aus dem Jenseits ins Diesseits wechseln? Aber was unternehmen sie, wenn sie nicht gerade gegen das Böse kämpfen? Shela treibt sich gern auf Friedhöfen herum und beobachtet die dortigen Beerdigungen. Dabei trifft sie eines Tages auf Tamin, der seinen ganz eigenen Grund hat, seine Zeit zwischen den Toten zu verbringen. Shela ist fasziniert von ihm und beschließt, hinter sein Geheimnis zu kommen. Am Ende wünscht sie sich jedoch, sie hätte es nie erfahren

Selbstvelag via CreateSpace | eBook ISBN: B01N2BC9PP + Taschenbuch ISBN: 1542458862 176 Seiten | Irrlichter #2 | 20. Februar 2017 

Meinung
Diese Rezension ist spoilerfrei, auch zu Band 1. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Band 1 der Irrlichter hat mich sehr überrascht und ist noch immer präsent. Und als dann ein weiterer Band erschien musste ich ihn auch haben.

Nach dem umwerfenden Band 1 waren meine Erwartungen an dieses Buch sehr hoch. Hier geht es um das Irllicht Shela, die zusammen mit dem Eigenbrötler Irwim auf der Reise ist. Bei einem Halt in einer namenlosen Stadt trifft Shela auf Tamin.
Das Buch wird aus Shelas Sicht erzählt. Sie ist teilweise sympathisch aber dadurch das sie ein Irrlicht ist auch manchmal etwas seltsam, sie kennt die Welt der Menschen nicht mehr so und das führt zu einigen lustigen Gedanken von Shela. Ich fand sie wirklich gut dargestellt.
Die Geschichte ist schön und etwas melancholisch. Leider war das Ende doch irgendwie absehbar und das fand ich echt schade. Es gab zwar eine Überraschung, die vor allem Leser von Band 1 noch mehr rühren wird, aber sonst leider nicht viel spannendes. Meist plätschert alles so vor sich hin und viel hängen blieb am Schluss auch nicht.

Das Buch ist wunderschön geschrieben und gut zu lesen.

Tolle Idee, sympathische Charaktere aber leider doch eine vorhersehbare Geschichte. Gute Unterhaltung für zwischendurch wenn man mal eine etwas melancholische und traurige Geschichte lesen mag.

Die Reihe
Irrlichter
1: Das Licht zwischen den Welten
2: Der Schatten auf deinem Leben
3: Die Dunkelheit in unseren Herzen
4-6 in Planung

23 August 2017

Lexy v. Golden - Ich bin die DUNKELHEIT




Klappentext
Ein verborgenes DÄMONENREICH – regiert von fünf Brüdern. Ein grausamer FLUCH – der alles verändert. Eine junge PRINZESSIN – die vor der Hochzeit flieht. Ein gefährlicher KRIEG – der sich wie ein tödlicher Schatten verbreitet. Eine verbotene LIEBE – die alles retten kann.
(gekürzte Version des Klappentextes)


Selbstverlag via Amazon | eBook + Taschenbuch  396 Seiten | Dämonenreich der Fünf #1 | 21. Juli 2017 


Meinung
Lexy v. Golden hat es schon geschafft das ich ihre Vampirreihe gelesen habe. Zwar war ich mit den Handlungen der Charaktere nicht immer einverstanden aber trotzdem hatte die Geschichte was und ich wollte wissen wie es nun weiter geht.

Nun also die Fortsetzung der Reihe. Vorweg: Man kann Ich bin die DUNKELHEIT auch lesen ohne die Vampirreihe zu kennen!
Wer die Vampirreihe noch nicht kennt und nicht gespoilert werden will sollte dann aber auch mit der Vampirreihe anfangen.

Der Leser begleitet Galiläa, ein Vampirmädchen und Prinzessin von New Frankreich. Sie wurde einem anderen Vampir versprochen, dem Prinzen von Skandinavien. Sie denkt aber nicht ans Heiraten und flieht zusammen mit ihrer Zofe Jasilver. Die Flucht kommt natürlich in der Politik nicht so gut an. Und nicht nur die Vapire suchen sie nun, auch die Dämonen sind hinter ihr her. Auch Arvid und den Dämon Dunkelheit begleitet man ab und an. Wenn die Perspektive gewechselt wird wird man aber durch die Kapitelüberschrift darauf hin gewiesen, alle drei erzählen aus der Ich-Perspektive.

Die Geschichte an sich ist spannend, die Umsetzung aber leider nicht immer gelungen, da vor allem die Welt einfach kein stimmiges Bild ergibt. Es ist eine andere Welt als unsere aber wirklich hervor geht es nicht immer. Es gibt zuviele Ungereimtheiten und und verweise zu unserer Welt.
Dafür bleibt es spannend und das Ende ist wieder überraschend gut.

Galiläa ist am Anfang oberflächlich, naiv und nervig. Sie macht sich aber und es macht Spaß sie durch die Geschichte zu begleiten. Ich finden nur den Namen nervig und unpassend, es gibt eine Erklärung warum sie so heißt, finde ich trotzdem nervig. Die anderen Charaktere bleiben leider recht blass. Nur Sacir wird ein bisschen mehr beleuchtet. Aber wirklich warm wurde ich mit keinem.

Der Stil ist teilweise gut zu lesen, teilweise auch anstrengend. Es gibt soviele Schachtelsätze die teilweise falsch geschachtelt sind. Eine professionelle Überarbeitung würde meiner Meinung nach helfen. Schade das hier einiges an Potential verloren geht, mich haben dieses teilweise seltsamen Sätze sehr genervt und den Lesespaß gebremst.

Die Autorin hat aber wirklich ein Talent für Geschichten und den Leser zu fesseln. Und wer auch immer ihre Cover macht, diese sind auch immer gelungen und machen neugierig.

Ich bin die Dunkelheit ist aber ein guter Reihenauftakt der Lust auf mehr macht.

Edit: Nachträglich noch Sterne abgezogen, weil die Geschichte doch sehr viele parallelen zu "Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson aufweist.

Die Reihe
Dämonenreich der Fünf
1: Ich BIN die DUNKELHEIT
2: Ich BIN die SCHWÄRZE
3: Ich BIN die FINSTERNIS
4: Ich BIN die LICHTLOSIGKEIT
5: Ich BIN die DÜSTERNIS

16 Juli 2017

David Pawn - Die Wahrheit hat Zähne




Klappentext

„Nun, mein Liebchen“, flötete der Vampir. „Hast du einen letzten Wunsch?“
„Verrecke!“
Geraldine Silvestri ist Vampirjägerin. Nicht genug damit, dass sie sich mit dem mächtigen Chef eines Vampirclans anlegt, der vor nichts zurückschreckt, indem sie einen von dessen Untergebenen tötet. Nein, es muss sich auch noch ein Stalker an ihre Fersen heften. Vor der barocken Kulisse Dresdens entspinnt sich eine Geschichte über Rache und Blutdurst, eine gekonnte Mischung aus Thriller und Vampirroman.


Selbstverlag über Qindie | eBook ASIN: B072X7BLMN + Taschenbuch ISBN: 9781547091683 ; 238 Seiten | Einzelband | 22. Juni 2017 


Meinung

Vampirjäger und unfreundliche Vampire. An solchen Büchern komme ich einfach nicht vorbei.

Los geht es gleich blutig und ohne große Vorstellung der Charaktere. Geraldine erledigt gleich Vampire, und das ziemlich brutal. Dann wechselt man auch schon zu Toralf, dem Vampir dessen Vassal Geraldine gerade getötet hat. Davon ist er absolut nicht begeistert und schwört Rache.
Der dritte Charakter ist Herr Zucker, der zu Geraldines Stalker wird. Abwechselnd begleitet man die drei Charaktere durch die Geschichte, die Wege kreuzen sich und dann kommt es zu einem spannenden Finale.
Alles in allem war die Geschichte wirklich gut. Es gab neue Aspekte und die Erklärungen warum der Vampirmythos so ist wie er aktuell ist waren interessant. David Pawn hat tolle Ideen und diese gut umgesetzt. Das Ende ist gut und unerwartet. Zwar ist die Geschichte abgeschlossen, lässt aber noch die Option für einen Nachfolger offen.

Trotzdem gibt es ein paar Kritikpunkte. Die Charaktere waren mir zu flache. Geraldine und ihr Stalker waren sehr austauschbar. Toralf teilweise sehr klischeehaft. Ein sehr sehr alter Vampir der die moderne Welt gar nicht so gut findet. Eine wirkliche Entwicklung gibt es auch nicht, dafür ist das Buch auch einfach zu kurz denke ich.

Der Stil wirkt leider oft eher eine Aufzählung der Ereignisse und sehr emotionslos. Wirklich mitfühlen konnte ich nicht, ich war stille Beobachterin. Zwischendurch wurde durch gelungene Beschreibungen auch ein bisschen Atmosphäre aufgebaut, diese wurde aber nicht lange gehalten.

Eine solide Geschichte über Vampire und Jäger. 3,5 Sterne gibt es von mir. Für Vampirfans empfehleswert! Und für Leser die keine Vampirliebegesgeschichte lesen wollen auch.

12 Juli 2017

Simone Keil - Guy Lacroix. Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder




Klappentext
Cöln, Freie Reichsstadt, im Jahre des Herrn 1898
Europa hat sich noch immer nicht von dem Quantenmagischen GAU erholt, der die Welt 40 Jahre zuvor erschüttert hat. Die quantenmagische Strahlung verseucht den halben Kontinent. Die Dampfmagische Gesellschaft hat einen Schutzschirm über Cöln errichtet, doch dieser Schutz hat seinen Preis. Die Dampfmagier nutzen die Furcht vor der Strahlung aus, um die Bürger zu kontrollieren. Die Quantenmagier sind in den Untergrund geflüchtet und haben unter den Gassen Cölns eine Welt geschaffen, die ihren eigenen Regeln folgt. Aber auch in der Oberstadt nehmen Korruption und Verbrechen erschreckende Ausmaße an. Die Dezernate des Kaiserlichen Kriminalamtes sind unterbesetzt, die Beamten überlastet. Viele haben sich korrumpieren lassen oder resigniert. Nicht so Kommissär Lacroix. Für ihn sind Recht und Gesetz nicht nur leere Floskeln. Er steht mit beiden Beinen fest auf dem geschwärzten Boden Cölns und kämpft für Gerechtigkeit. Bis ein schwerer Schicksalsschlag auch seine Welt ins Wanken bringt.


Selbstverlag via Qindie | eBook EAN: 9783739367910 + Taschenbuch ISBN: 9781495264207 178 Seiten | Clockwork Cologne Guy Lacroix #1 | 21. Januar 2014 

Meinung
Hier hat mich der Klappentext und das Cover angesprochen. Bei einer Gratisaktion ist das Buch dann auf meinen Kindle gewandert lag dort aber sehr lange ungelesen.

Man startet auch gleich mitten in der Geschichte, mit der Festnahme eines gesuchten Verbrechers. Ohne große Umwege begleitet man dann den Kommisär Lacroix in seinem Leben. Das war am Anfang etwas seltsam, man wird einfach so in diese düstere aber interessante Welt geworfen. Viele Erklärungen gibt es nicht, man muss sich selbst ein Bild machen. Und einiges kann man sich auch im Laufe der Geschichte erschließen.
Leider ist das ganze Buch doch sehr kurz, vieles bleibt offen. Und wenn man endlich so richtig in der Welt versunken ist und die Jagd nach dem Mörder richtig spannend wird ist es auch schon wieder vorbei.

Guy Lacroix blieb immer sehr distanziert, man lernt ihn nicht wirklich kennen und er ist auch nicht unbedingt ein Sympathieträger. Aber er passt in diese Geschichte.

Die Welt die Simone Keil geschaffen hat hat mir gut gefallen. Sehr düster und voller interessanter Ideen. Da gibt es nicht nur die Dampfmaschinen, es gibt auch unterschiedliche Arten von Magie auch Dampfmagie. Ein magischer Schutzschild hält Strahlung ab und ermöglicht so erst ein Leben in der Stadt. Und dann gibt es noch die Unterstadt in der die ärmsten der Armen leben und auch allerhand Zwielichtige Gestalten.

3,5 Sterne. Ein wunderbarer Steampunk-Krimi mit vielen tollen Ideen. Leider ist das Buch etwas zu kurz geraten und ein paar mehr Details und Aufklärungen hätten nicht geschadet.


Die Reihe
Clockwork Cologne

"Guy Lacroix" von Simone Keil
1 - Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder
2 - In den Klauen des Metamorphen

"Magnus" von Susanne Gerdom
1 - Der blaue Tod
2 - Das chinesische Mysterium

"Boris und Olga" von Selma J. Spieweg
Tod dem Zaren

30 Mai 2017

Joshua Tree - Pilgrim. Rebellion




Klappentext

Aus den Wellen eines endlosen Ozeans erhebt sich der Berg Pilgrim. Unter der Herrschaft ihres unsterblichen Anführers, dem Hüter der Seelen, vollbringen seine Bewohner wahre Wunder mit ihrer mystischen Magie, dem Hatori. Quelle ihrer scheinbar grenzenlosen Macht ist die Weltenblume, ein uraltes, mysteriöses Wesen, das tief im Herzen des Berges schlummert. Doch für ihre Magie fordert sie einen Preis: Den Wahnsinn. Magnus, Prinz von Pilgrim und seine Freundin Tzunai müssen bald herausfinden, dass sich hinter den scheinbar grenzenlosen Wundern ihrer Heimat weitaus mehr verbirgt als sie ahnen. Ist der einsame Berg tatsächlich so einsam, wie sie seit ihrer Kindheit gelernt haben? Warum darf kein Pilgrim älter als 40 Sommer werden? Wohin verschwinden ihre Nachbarn? Welches Geheimnis steckt hinter der Weltenblume? Als Magnus und Tzunai ihre gemeinsame Suche nach Antworten beginnen, ahnen sie noch nicht, dass sie Pilgrim für immer verändern werden, denn die Rebellion hat gerade erst begonnen. Ihr Ausgang ist ungewiss, die Konsequenzen verheerend und während ein magischer Krieg entflammt, richten sich die Blicke finsterer Mächte auf den einsamen Berg, die seit Jahrtausenden auf diesen Moment gewartet haben.



Selbstverlag | ebook ASIN: B06Y1ZWLQD + Taschenbuch ISBN-10: 152100286X 446 Seiten | Pilgrim #1 | 04. April 2017 


Meinung 
Los geht es mit einem spannenden Prolog, was genau dieser Prolog mit der Geschichte zu tun haben könnte wird noch nicht ganz aufgelöst, man kann sich aber wunderbar eigene Theorien dazu bilden.

Dann lernt man die Welt Pilgrim und die Protagonisten kennen. Pilgrim ist eine sehr interessante und durchdachte Welt. Man merkt das Joshua Tree sich sehr viele Gedanken gemacht hat und er hat sehr einige Ideen umgesetzt.
Nachdem man Pilgrim kennengelernt hat kommt es zu einem sehr überraschenden Ereignis. Danach ändert sich wieder einiges und als Leser wird man von vielen Eindrücken und Ereignissen fast erschlagen. Der Mittelteil zog sich deshalb etwas weil es für mich wirklich anstrengend zu lesen war. Erst gibt es sehr viele Infos aber wirklich weiter bringt es die Geschichte erstmal nicht.
Dafür wird es dann wieder richtig spannend! Und das Ende ist ein nicht sehr netter Cliffhanger, ein Glück das es Band 2 schon gibt und man deshalb nicht lange warten muss um seine Neugier zu stillen.

Man begleitet Hauptsächlich Magnus, einen jungen und behüteten Burschen der in Pilgrim aufwächst. Auch seine Freunde sind dabei. Magnus und seine Gedanken werden sehr ausführlich beschrieben, sodass man auch wirklich jede seiner Handlungen nachvollziehen kann. Er hat einige Freunde die ihn auf seinem Abenteuer begleiten. Alle hatten so ihre Eigenheiten, es war aber doch die typische Fantasytruppe.

Der Schreibstil ist sehr detailliert und teilweise ausufernd, dass muss man mögen. Die Sätze sind sehr lang und Joshua Tree beschreibt alles sehr genau. Leider gibt es auch die eine oder andere Wiederholung, vor allem wenn es um die Gedanke von Magnus geht.

Alles in allem gute 3 Sterne. Eine spannende Geschichte und eine gut durchdachte interessante Welt. Es bleibt aber noch Luft nach oben für die Fortsetzungen.


Die Reihe 
Pilgrim
1: Rebellion
2: Die Verlorenen
3: Die Geächteten (in Vorb.)
4: Die Magier (in Vorb.)
5: Die Zerstörer (in Vorb.)
6: Die Erlöser (in Vorb.)

25 Mai 2017

Miranda J. Fox - Mein Freund, der Vampir




Klappentext

Als der totgeglaubte Kelvin nach einem Jahr plötzlich wieder auftaucht, ist die 17-jährige Leah zunächst viel zu schockiert, um es zu bemerken. Denn ihr bester Freund hat sich verändert und übt eine Anziehung auf sie aus, die früher definitiv nicht dagewesen ist. Leider ruft Kelvins Ankunft finstere Mächte auf den Plan, die ihre Gefühle füreinander auf eine harte Probe stellen ….






Selbstverlag via CreateSpace | eBook ASIN: B07145Q38Y + Taschenbuch ISBN: 1546689540
238 Seiten | Einzelband | 14. Mai 2017 


Meinung
Der Klappentext verspricht eine nette Vampirliebesgeschichte. Und da ich für die Human-Vampire-Magic Challenge diesen Monat noch ein Vampirbuch lesen sollte kam mir "Mein Freund, der Vampir" gerade recht.

Los geht es mit einem spannenden und vielversprechenden Prolog. Dann geht die Geschichte los, Leah erzählt aus ihrer Sicht. Man lernt sie und Kelvin kennen und dann verschwindet Kelvin auch schon. Die Idee der Geschichte ist nicht neu, aber trotzdem ist die Geschichte gut und bietet Unterhaltung.
Die Geschichte entwickelt sich gut und man lernt immer mehr von der Vampirwelt kennen. Das Ende geht dann rasend schnell und ist recht brutal, nichts für schwache Nerven. Das Buch ist zwar abgeschlossen, es würde aber noch Spielraum für eine Fortsetzung geben.
Ach ja, nicht zu vergessen: Es gibt natürlich auch eine kleine Dreiecksgeschichte. Die aber zum Glück nicht so ausgeprägt ist.

Leider ist die Geschichte voller Logikfehler, was den Lesespaß getrübt hat. Es hätte eine spannende und nette Geschichte werden können, wenn alles besser durchdacht gewesen wäre. Da wird aus einer Eisenkette plötzlich eine Silberkette, um noch den kleinsten Patzer zu nennen.
Der größte Logikfehler zerstört leider die ganze Geschichte. Dazu muss ich aber etwas spoilern, wer es lesen man einfach den nachfolgenden Text markieren um ihn zu lesen:

Spoiler:
Vampire können die Gedanken von Menschen manipulieren, bei Leah funktioniert das aber scheinbar nicht. Deshalb soll sie sterben. Dann wird sie aber ständig manipuliert, von Kelvin und von anderen. Was soll denn das? Warum stellt sie denn dann überhaupt eine Bedrohung dar?
Spoiler Ende.

Leah hat mich leider sehr genervt. Sie ist zwar 17 aber verhält sich oft nicht so, sie ist sehr unerfahren und naiv. Leider ist auch ihre Erzählweise nervig. Sie ist nicht so hübsch wie  A und nicht so schlau wie B und kann dies nicht so gut und macht sowieso alles anders als ihre Mitschüler und ist deshalb seltsam. Aber immerhin mag sie sich, auch wenn sie gerne so hübsche Beine wie A hätte. Wie oft habe ich hier die Augen verdreht.

Der Stil war sehr flüssig zu lesen. Nicht zu viele unnötige Details und trotzdem konnte man sich alles gut vorstellen. Was mich genervt hat waren die scheinbar wahllos kursiv geschriebenen Worte mitten im Text. Wenn sie etwas betonen sollten hat es für mich kaum Sinn gemacht aber der Lesefluss war dadurch doch unterbrochen. Auch die Ortsnamen wurden immer in kursiv geschrieben, keine Ahnung wieso.

2 Sterne. Die Geschichte hat Potential und ist eine nette Unterhaltung für Fans von Vampirliebesgeschichten. Die Logikfehler waren allerdings zu viel.

02 Mai 2017

J. J. Blackwood - Erwachen





Klappentext

Hannah und ihr Freund Erik verbringen einen entspannten Urlaub im sagenumwobenen Schottland. Doch plötzlich scheinen Märchen und Sagen zur grausamen Realität zu werden und die frisch verlobte Hannah durchlebt ihre düstersten Alpträume. Nicht nur, dass ausgerechnet ihr Erik als heldenhafter Retter der mysteriösen Prinzessin von der Rosenklippe gefeiert wird, vor Hannah tun sich Abgründe auf, die sie an ihrem Verstand zweifeln lassen. Uralte Legenden scheinen wieder aufzuerstehen und das Böse ist näher, als die Menschen zu glauben scheinen. Wird es Hannah gelingen, gegen die dunklen Mächte der Jahrtausende anzukämpfen? Der Auftakt der Rosenchroniken entführt den Leser in eine märchenhafte Vergangenheit- doch auf ein Happy End kann man lange warten. Düster und mitreißend erzählt Autorin J.J. Blackwood von Vampiren, wie wir sie noch nie erlebt haben, von einem rachsüchtigen Dornröschen und den tödlichen Nebelschwaden der Vergangenheit, von tollkühnen Königen und listigen Hexen.


Selfpublishing via CreateSpace | eBook + Taschenbuch 156 Seiten | Die Rosenchroniken #1 | 11. September 2014

Meinung 
Auf der Suche nach neuen Vampirbüchern stöbere ich sehr oft bei Amazon. Bei diesem Buch haben mich dann die wirklich guten Bewertungen neugierig gemacht, nachdem die Leseprobe eher so naja war. Der Klappentext klingt auch nicht schlecht.

Die Idee klingt auch gut. Aber die Umsetzung war jetzt nicht so überzeugend. Abwechselnd begleitet man Hannah, Erik oder Sucram. Dabei erzählt Hannah in der Ich-Perspektive. Egal wen man begleitet, wirklich mitfühlen konnte ich mit keinem Charakter. Alle bleiben sehr eindimensional und auch unglaubwürdig für mich. Und das Verhalten der Charaktere ist teilweise sehr sprunghaft und unglaubwürdig. Die Beziehungen zwischen den Charakteren waren nicht nachvollziehbar.

Los geht es mit einem "romantischen" Urlaub von Hannah und Erik, bei dem die beiden sich verloben. Bald schon aber ist die Idylle dahin und Erik hat aus versehen mächtige Vampire befreit. Leider wirkt alles noch unausgereift. Und teilweise ist die Geschichte auch sehr unklar formuliert. Der Autorin mag klar gewesen sein was die Protagonisten grade tun. Aber man sollte es trotzdem schreiben. Es ist einfach seltsam wenn ein Prota plötzlich eine Flasche in der Hand hat, es aber nicht nochmal erwähnt wird wann er diese Flasche überhaupt in die Hand genommen hat oder woher besagte Flasche plötzlich auftaucht. Lange weiß man nicht wo die Geschichte hingeht, Charaktere tauchen auf, Andeutungen werden gemacht und es gibt kleine Versuche von Erklärungen. Am Ende gibt es dann eine kleine Überraschung und einen Cliffhanger, der wohl Lust auf Band 2 machen soll. Ich weiß nicht ob ich weiterlese. Es gibt auch sehr wenige Erotikszenen die auf mich eher plump wirken.

Der Stil wirkt sehr gewollt. Die Autorin scheint Adjektive zu lieben, in fast jedem Satz findet sich eines oder zwei. Adjektive machen die Geschichte lebendiger aber nicht wenn es zu viele werden und wenn diese teilweise einfach komisch oder auch falsch gesetzt wurden. Kleines Beispiel: "...und streichelte ihr elend die Wange". Hauptsache ein Adjektiv im Satz, Warum? Mich hat es irgendwann so gestört. Allgemein wirkt alles mehr wie ein Schulaufsatz, viele Ideen und wenig Zeit um alles auszuarbeiten, deshalb alles schnell hin klatschen.

Einen fetten Punktabzug gibt es für Erik und eine Szene in der er Hannah im Schaf vergewaltigt, einfach so und Hannah übergeht das einfach mal. Ich bin immer noch so fassungslos. Warum brauchte es diese Szene überhaupt? Mit der weiteren Geschichte hat das so gar nichts zu tun, aber es gab diese Szene. Total unnötig finde ich.

1,5 Sterne, mehr kann ich leider nicht geben. Alles in allem tolle Idee, Umsetzung kann noch sehr viel besser sein. Für mich eine Enttäuschung und ich kann keine Leseempfehlung für Band 1 aussprechen.
Die Reihe 
Die Rosenchroniken
1: Erwachen
2: Ertragen
3: Erkenntnis
4: Vergeben
5: Vergessen
6: Verbunden

09 Februar 2017

Hannah Siebern - Nubila. Aufstand der Diener




Klappentext
Achtung, Band 2 einer Reihe! Spoiler in der Inhaltsangabe!
Nachdem Jason schweren Herzens dazu gezwungen war seine Dienerin Kathleen zu verstoßen, kehrt er zur Force zurück, um mit ihnen zusammen die aufständischen Diener zu suchen, die den Herrschern der Warmblüter ein Dorn im Auge sind. Er hofft auf diese Weise auch seine Tochter zurück zu bekommen, die nur durch Kathleens Verrat in die Finger der Ältesten geraten konnte. Kathleen hat in der Zwischenzeit mir ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Nach wochenlanger Einsamkeit wird sie von den Rebellen gefunden und in ihre Gruppe aufgenommen. Sie lebt sich sehr schnell bei ihnen ein, und findet viele neue Freunde. Doch als Jason in eine Falle der Rebellen gerät und schwerverwundet ins Lager gebracht wird, wird Kathleens Loyalität auf eine harte Probe gestellt. (Quelle: Klappentext)


Selfpublishing | eBook + Taschenbuch 340 Seiten | Nubila #2 | 23. Dezember 2012
Meinung
Band 2 schließt fast nahtlos an Band 1 an. Es wird nur wenig Zeit übersprungen, zumindest kam es mir beim lesen so vor.

Die Geschichte ist weiterhin interessant. Teilweise plätschert alles so vor sich hin, es ist schnell zu lesen und ein bisschen Spannung ist auch da. Die Spannung steigt gegen Ende dann sehr. Leider fehlte das gewisse Etwas und wirklich mitfiebern konnte ich nicht. Ich weiß nicht woran es liegt, aber das Schicksal der Charaktere war mir recht egal.
Der Fokus liegt nun auch mehr auf der Liebesgeschichte, die mich leider auch nicht überzeugen konnte. Alles wirkt doch sehr erzwungen und konstruiert. Und es läuft auch alles immer sehr schnell und fast schon zu glatt. Das Ende ist rund und gelungen. An sich kann man diesen Teil der Geschichte als abgeschlossen ansehen, trotzdem gibt es noch viel Stoff für die Fortsetzung und mich interessiert was noch passieren wird.

Schade ist auch, das man als Leser nicht so wirklich merkt das man in den USA ist. Es fallen zwar Ortsnamen, besser gesagt man erfährt in welchem Staat man sich aufhält, aber das könnte alles genauso gut irgendwo auf der Welt sein. Zudem waren die Angaben teilweise verwirrend, da ist man in Wisconsin, im nächsten Kapitel wird es dann Texas genannt. Das ist ein sehr großer unterschied! Alles ist leider sehr unpräzise beschrieben, nicht nur die Orte.

Das Buch liest sich aber recht schnell. Der Schreibstil wirkt aber an manchen Stellen noch etwas holprig und es gibt viele Wiederholungen.

Von mir gibt es 3 Sterne, eine nette Fortsetzung. Es bleibt aber noch Luft nach oben bei der Umsetzung.

Die Reihe
Nubila
2: Aufstand der Diener
3: Familienbande
4: Die Entscheidung
5: Die letzte Schlacht

14 Januar 2017

Hannah Siebern - Nubila. Das Erwachen





Inhalt
Kathleen wurde von ihrem Freund Sam zu einem wunderschönen Ausflug eingeladen. Doch was als romantischer Ausflug beginnt endet in absolutem Chaos. Die beiden werden angegriffen und dabei wird Kathleen schwer verletzt. Tage später erwacht sie in einem alten Herrenhaus, total verändert und ohne Erinnerungen daran wer sie war. Sie ist nun eine Kaltblüterin, die Dienerrasse der Vampire! Ihre Aufgabe ist es das Leben der Herrenrasse von Vampiren so angenehm wie möglich zu machen. Dabei gelten viele Regeln, die wichtigsten: 1:Beiße niemals einen Menschen 2:Gehorche immer der Herrenrasse 3:Verliebe dich auf gar keinen Fall, unter keinen Umständen in deinen Herrn Doch Kathleen hat ihren eigenen Kopf und die Regeln einzuhalten ist nicht einfach.


Selbstverlag | eBook + Taschenbuch 340 Seiten | Nubila #1 | 23. Dezember 2012 

Meinung
Schon lange ungelesen auf meinem Kindle habe ich den Auftakt der Reihe nun gelesen.

Das Buch startet romantisch und wird dann gleich sehr spannend. Nachdem Kathleen dann aber verwandelt ist war irgendwie die Spannung weg. Man lernt etwas über die Vampirwelt, das war noch interessant. Aber Kathleens Alltag mit Putzen und Aufräumen war da weniger spannend. Leider fehlte die Spannung bis kurz vor Schluss, da geht es dann richtig los.
Ich schwanke noch sehr bei der Bewertung. Da gibt es diese interessante und neuartige Vampirgesellschaft. Zwei Arten von Vampiren, eine Art hält sich für etwas besseres und nennt sich "Herrenrasse". Sie leben im Prunk und die Vampire die die Herrenrasse erschaffen kann müssen als Diener für sie arbeiten. Alles wird recht gut erklärt, vieles leider auch doppelt und dreifach. Als Leser weiß man schon vor Kathleen einiges, weil es einfach schon gesagt wurde. Da brauche ich dann nicht nochmal alles zusammengefasst lesen wie es Kathleen erklärt wird.
Leider gibt es oft Wiederholungen im Buch.

Schön war wie Kathleen sich langsam versucht in ihrem neuen Leben zurecht zu finden. Da für alle das Leben in dieser Art total normal ist weiß sie zu beginn einiges nicht und ist, teilweise ungewollt, eine Rebellin. Klar, nach jahrelanger Freiheit soll sie plötzlich einfach nur da sein um anderen zu dienen? Da ist Ärger vorprogrammiert.

Jason, ein Vampir, ist der andere Hauptcharakter. Auf dem Anwesen seiner Familie lebt Kathleen und Jason ist für sie verantwortlich. Ich mochte die Beziehung der beiden. Keine Drama-Liebesgeschichte. Alles startet langsam.

Das Buch lässt sich schnell lesen. Die vielen Wiederholungen haben den Lesespaß für mich aber getrübt.

3,5 Sterne. Ein solider Auftakt, der eine völlig neue und komplexe Vampirgesellschaft beinhaltet. Ich freue mich auf Band 2.

Die Reihe
Nubila
1: Das Erwachen
2: Aufstand der Diener
3: Familienbande
4: Die Entscheidung
5: Die letzte Schlacht

06 Januar 2017

Lexy v. Golden - Verlorene Mädchen





Klappentext
Band 4 einer Reihe. Spoiler zu den Vorgängern im Klappentext! Chaos. Brände. Dunkelheit. Niemand ist mehr in Frankreich sicher, während vier Dämonenträger das Land verwüsten. Corrado, ein vollkommen fremder Vampir, rettet Dare aus den Fängen der Dämonenträger, um sie nach Bordeaux zu verschleppen. Milan, Odine und Tjarde sind ihm natürlich auf den Fersen. Sie würden niemals riskieren, in Zeiten des Krieges die Sakrale zu verlieren, nach der jeder sucht. Denn niemanden ist mehr zu trauen. Als sie sich in einem Versteck von Vampirjägern wiederfinden und Corrado sich ebenfalls als ein mächtiger Dämonenträger entlarvt, will Dare nur verschwinden. Doch wohin soll sie gehen? Auf sie wurde ein Kopfgeld von über eine Million ausgesetzt, Lazares ist kaum wiederzuerkennen, nach Loryanne kann sie nicht zurück und der Gedanke nach Decharteau zu reisen, ist unmöglich. Sie hat alles verloren. Ihr Vertrauen an Lazares. Ein Zuhause. Ihren Glauben an Hoffnung. Wohin soll sie gehen, bevor der Lord sie findet und sich sein Eigentum zurückholt, dass ihm Corrado gestohlen hat? Und er wird sie finden.


Selbstverlag | eBook + Taschenbuch 388 Seiten | Vampirroman #4 | 07. Dezember 2016 | ab 16

Meinung
Nachdem Band 3 wieder echt spannend endet wollte ich nun auch wissen wie die Geschichte ausgeht. Leider war Band 4 nicht wirklich gut. Und ich bin jetzt sehr enttäuscht das die Reihe so schlecht wurde.

Die Geschichte konnte mich leider nicht mehr überzeugen. Vieles wirkt zu sehr konstruiert. Und es gibt einiges an Logikfehlern. Es tauchen immer wieder neue Charaktere auf um die Situation zu retten. Genau so schnell sind sie dann aber auch wider verschwunden und man hört nichts mehr von ihnen.
Leider ist auch die Erzählweise einfach nicht ausgereift. Da passiert was als Leser muss man aber erst mal verstehen was genau los ist. Umgebungsbeschreibungen gibt es kaum, wenn dann so in einem Nebensatz. Und teilweise geht alles einfach so rasend schnell. Da stehen die Charaktere rum und diskutieren und im nächsten Satz gibt man plötzlich Gas und rast durch die Gegend. Einfach so, schwuppdiwupp ins Auto gebeamt.

Das Ende ist dann aber wieder gut gelungen. Die Geschichte ist nun abgeschlossen, es bleibt aber noch Spielraum für eine eventuelle Fortsetzung.

Lazares entpuppt sich als noch größerer A**** als er eh schon was. Die Enthüllungen über ihn und sein Verhalten sind einfach schrecklich und ich war sehr schockiert.
Leider gibt es bei den Charakteren sonst kaum Entwicklungen.

Der Schreibstil ist leider sehr anstrengend. Das Buch benötigt dringend eine professionelle Überarbeitung. Viele Sätze ergeben keinen Sinn, manche Worte in Kontext ebenfalls nicht. Und auch die Frage und Aussagesätze sind teilweise verdreht. Es nervt einfach irgendwann nur noch. Sehr schade um die Geschichte. Lexy v. Golden hätte sich ein bisschen mehr Zeit für die Überarbeitung lassen können und dafür wäre das Buch dann gut gewesen.

2 Sterne. Einen für die tolle Idee und einen weil nicht die Kitsch-Drama-Keule ausgepackt wurde. Leider kann ich nicht mehr Punkte geben weil ich zu enttäuscht bin.

Die Reihe
Vampirroman
4: Verlorene Mädchen

25 Mai 2016

Carmen Capiti - Die Geister von Ure





Inhalt
Oldarn ist der Sohn des Amman und ein durch und durch ehrlicher Mensch. Doch diese Ehrlichkeit bringt ihn und sein Dorf in große Schwierigkeiten. Oldarn verlässt darauf hin sein Dorf um seinen Fehler wieder gut zu machen und sein Dorf zu retten. Es beginnt eine spannende Reise durch das Tal von Ure, mit vielen unerwarteten Gefahren. Unerwartete Hilfe bekommt Oldarn von Exer, einem sehr geheimnisvollen Reisenden. Er kennt viele Geschichten von Geistern die Pakte mit Menschen schließen. Die Geister beschützen Bauern und deren Vieh und erfüllen Herzenswünschen, wenn man bereit ist dafür zu bezahlen. Doch das sind nur Geschichten, Geister gibt es nicht! Oder doch?


Selbstverlag | eBook + Taschenbuch 340 Seiten | Einzelband | 07.April 2016

Meinung
Sagen und Märchen finde ich immer spannend. Und als ich den Klappentext gelesen habe war ich Feuer und Flamme, Geister und Legenden dazu noch aus der Schweiz. Ein seltenes Thema und ich musste das Buch unbedingt lesen.

Gleich der Start ist schon packend, man lernt Oldarn kennen und er ist wirklich sympathisch. Die Reise beginnt recht schnell und bleibt immer spannend. Ab und an gibt es kurze Verschnaufpausen für die Protagonisten und den Leser, es wird aber nie langweilig. Einmal mit dem lesen angefangen entwickelt das Buch einen Sog und man muss einfach weiterlesen.

Oldarn ist wirklich sehr gut dargestellt. Er ist ein einfach junger Mann der zum ersten Mal alleine reist und allerhand erlebt. Nicht alles ist schön und Oldarn muss einiges verarbeiten. Sehr gelungen fand ich die Darstellung wie Oldarn mit allem umgeht. Er hat Angst und zweifelt ab und an, schafft es aber doch immer wieder nach vorn zu blicken.
Oldarn trifft auf seiner Reise auf Gefährten, auch diese wurden sehr gut dargestellt. Exer bleibt lange Zeit sehr undurchschaubar und es hat Spaß gemacht seine Geheimnisse aufzudecken. Carmen Caipiti schreckt nicht davor zurück ihre Protagonisten in unfassbare Situationen zu bringen, es gibt Kämpfe und auch Tote.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Carmen Capiti schafft es den Charakteren und der Welt Leben einzuhauchen sodass man voll und ganz in die Welt der Sagen und Legenden eintauchen kann.

Am Ende findet sich noch ein Glossar mit Erklärungen zu einigen Wörtern. Auch die Sagen die in der Geschichte verarbeitet werden sind kurz wiedergegeben. Ebenfalls werden die Orte erklärt und ihre realen Vorbilder erwähnt. Es ist wirklich erstaunlich wie viele unterschiedliche Sagen Carmen Capiti in ihr Buch eingearbeitet hat und dann etwas Eigenes daraus gebastelt hat!

• Charaktere 5
• Idee 4
• Umsetzung  5
• Spannung  5
• Stil 4
• Unterhaltung 5
4,6 Sterne. Ich kann das Buch allen nur empfehlen. Vor allem Leser die gerne Geschichten mit übernatürlichen Elementen lesen.

03 Mai 2016

Lexy v. Golden - Gefallene Mädchen





Klappentext
Dare Lá Roche besucht, seit sie vierzehn ist, die Akademie Sankt Loryane in Frankreich, auf der nur ausgewählte Mädchen mit besonderem Blut aufgenommen werden, um nach der Vollendung des einundzwanzigsten Lebensjahres ihrem Vampir übergeben zu werden. Während die anderen Mädchen sich nichts sehnlicher wünschen, als ihrem Vampir zu begegnen, glaubt Dare zu wissen, was Vampire in Wirklichkeit sind. Nicht die Beschützer der seltenen Mädchen – nein, sondern eine Art, die Menschen terrorisiert und für ihre Zwecke ausnutzt. Daher wird Dare alles Mögliche tun, um ihrem zukünftigen Vampir, Lazares Descartes, zu entkommen. Wird ihr eine Flucht gelingen? Oder wird sie sich mit dem Fehltritt nur den Zorn des Vampirs zuziehen?


Selbstverlag | eBook + Taschenbuch 344 Seiten | Vampirreihe #1 | 03. März 2016 
 
Meinung
Der Klappentext und einige positive Rezensionen von Bloggern denen ich folge haben dafür gesorgt das ich dieses Buch auch lesen wollte.

Der Start war gelungen, kurz denkt man es handelt sich um eine typische Vampirgeschichte. Aber Dare ist so erfrischend anders. Sie sieht es gar nicht ein sich von Vampiren beherrschen zu lassen und will eigentlich fliehen. Für sie ist nichts romantisch oder toll an der Vorstellung einem wahrscheinlich blutrünstigen Vampir zu gehören. Sie hat zwar einen ziemlichen Dickschädel und ist sehr impulsiv, trotzdem mochte ich sie. Durch die Erziehung die Dare auf der Akademie erfahren hat lebt sich noch irgendwo im Mittelalter und der Fortschritt ist völlig an ihr vorbei gegangen. Das führt zu der einen oder anderen absurd komischen Situation und lockert das Buch etwas auf.
Der Start war wirklich toll, ich mochte die Charaktere und den Weltentwurf finde ich noch sehr spannend.

Leider kam dann kurz nach der Hälfte ein Bruch und es wurde doch eine typische Vampirgeschichte. Es gibt eine Situation die so typisch für Vampirromane ist und irgendwie wirkte die Stelle auch eher wie ein verzweifelter Versuch der Autorin die Story noch dramatischer zu machen. Man kann sich denken was passieren wird. Leider gibt es dann auch die typische Romantik und auch eine erotische Szene, die mich an sich nicht gestört hätten. Wie es aber dazu kam hat mich doch gestört.
Das Ende ist leider auch nicht sehr überraschend und sehr vorhersehbar.

Das Buch lässt sich gut und schnell lesen. Die Sprache ist meist sehr flüssig. Leider gibt es den einen oder anderen Rechtschreibfehler und auch einige sehr seltsam anmutende Sätze. Ich hoffe das wird in Band 2 besser.

Alles in allem eine interessante Geschichte, die am Start toll umgesetzt ist. Ein Bruch nach der Mitte hat mir beim Lesen etwas den Spaß genommen, wird aber Fans von Vampirliebesgeschichten sicherlich gefallen. Ich freue mich auf Band 2 weil ich einfach wissen will wie Dare sich nun schlagen wird.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  3
• Spannung  4
• Stil 3
• Unterhaltung 4

3,6 Sterne. Ein guter Auftakt mit ein paar Schwächen. Das Buch kann ich Fans von Vampirliebesgeschichten empfehlen. Eine interessante Welt und eine sehr selbstbewusste Protagonistin können hier auch Punkten.
Die Reihe
Vampirroman
1: Gefallene Mädchen
2: Sakrale Mädchen
3: Göttliche Mädchen
4: Angekündigt

25 März 2016

Angela Planert - Fragwürdige Identität Teil 3





Klappentext
Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit seinem Vater gelingt es Nicolás endlich Santa Marta zu verlassen. In Cartagena findet er einen Job als Türsteher in einer Bar. Auf der Suche nach einer anspruchsvollen Arbeit in der Chemiebranche trifft er auf einen Unbekannten, der ihn zu kennen glaubt, nur spricht er ihn mit falschen Namen an, was bei Nicolás zu großer Verwirrung führt. Genau zu diesem Zeitpunkt taucht sein Onkel Diego bei ihm auf und bittet ihn zurückzukommen, um die Geschäfte seines ermordeten Vaters zu übernehmen. Erst nach einem Besuch in Barranquilla scheint Nicolás endlich dem Geheimnis seiner echten Vergangenheit auf die Spur zu kommen…


Selbstverlag | eBook 131 Seiten | Fragwürdige Identiät #3 | 26. Juni 2015
Meinung
Fast nahtlos geht die Geschichte in Band 3 weiter. Die Ereignisse am Ende von Band 2 werden scheinbar geklärt, auch wenn keiner dieser Erklärung glaubt und man vom schlimmsten ausgeht.
Leider war die Geschichte nach dem spannenden Start dann etwas zäh, ich hatte das Gefühl ständig das gleiche zu lesen und es ging nicht vorran. Das wurde aber zum Glück besser und die Handlung ging flott weiter und die Spannung war wieder da. Die Spannung hält sich auch bis zum Ende, und immer wenn man denkt dass es nun vorbei ist und endlich Ruhe einkehren kann passiert der nächste Knaller!
Alles wurde am Ende sinnvoll aufgelöst und trotz ein paar trauriger Momente ist man am Schluss doch glücklich und zufrieden.

Die Charaktere entwickeln sich noch, vor allem Nicolás. Auch sein ganzes Verhalten fand ich sehr realistisch und nachvollziehbar, er entdeckt das seine Identität eine Lüge ist, hat aber keine Ahnung wer er nun wirklich ist. Das man da nicht unbedingt ruhig bleiben kann ist völlig klar. Auch die anderen Charaktere verhalten sich sehr nachvollziehbar.

Auch dieses Buch ist sehr flüssig und schnell zu lesen.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  3
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,8 Sterne. Ein spannender Thriller mit viel Action und Spannung.
Ich würde empfehlen "Identität?" vor dieser Reihe zu lesen, da vor allem in Band 3 doch einige Rückblicke kommen.