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07 Januar 2018

Eleanor Herman - Göttertochter




Klappentext
Band 2 einer Reihe, Spoiler im Klappentext!
Du gewinnst keine Kriege, ohne andere zurückzulassen.
Und Freundschaft ist nichts,was alles verzeiht.

Wie der dicke Rauch eines Schwelbrandes liegt Krieg über dem Reich. Alex hat seine erste Schlacht mit Hilfe von Kats Blutmagie gewonnen. Doch erst nach einer öffentlichen Hinrichtung erkennt der Rat ihn als Herrscher an. Er ahnt nicht, dass seine Familie bereit ist, seine engsten Vertrauten aus dem Weg zu räumen, um die eigenen Interessen durchzubringen. Und dass er den Menschen, der ihn töten soll, längst viel zu nah an sich herangelassen hat. Während Kat weiter versucht, den Mord an ihrer Mutter zu rächen, gerät sie selbst in höchste Gefahr, denn es gibt einen Menschen, für den sie tot mehr wert ist als lebendig. Wie mächtig ist Alexander wirklich – und wie grausam muss er sein, um Respekt zu gewinnen?

Fischer | Hardcover ISBN: 978-3-8414-2231-6 + eBook ISBN: 978-3-10-403412-6 560 Seiten | Empire of Dust , übersetzt von Anna Julia Strüh | Royal Blood #2 | 27. April 2017 

Meinung
Spoilerfrei
Nachdem Band 1 mich ja positiv überrascht hat wollte ich auch Band 2 lesen. Und es geht gleich spannend los. Wenn auch nicht direkt nach dem ersten Band. Nach dem Cliffhanger etwas schade.

Das Buch schafft es allein durch den Aufbau den Leser zu fesseln. Immer wenn eine wirklich spannende Wendung kommt wechselt das Kapitel und auch die Person die man begleitet. Mich nervt sowas eher als das es die Spannung steigert, trotzdem bin ich dran geblieben. Man wechselt so oft zwischen den Charakteren - und teilweise sind die Abschnitte bis man zu einer bestimmten Person zurückkehrt echt lang - dass es zwischendurch anstrengend war den Überblick zu behalten.

Die Geschichte ist wirklich spannend. Und jeder Charakter kommt in immer ausweglos scheinende Situationen. Man spürt förmlich wie sich das Unheil aufbaut und alles irgendwie gegen die Wand fahren muss. Ich bin gespannt wie die Autorin manche Situationen aufklären wird. Es gibt soviele Protagonisten und Nebencharaktere die immer wieder auftauchen und soviele Intrigen.

Die Charaktere entwickeln sich alle nach und nach. Manche mehr, mache weniger. Dabei bleiben sie an manchen Stellen aber doch einfach sehr kindisch und reden einfach nicht miteinander. Dadurch entstehen auch einige sehr nervige Konflikte.
Es gibt einige Liebesgeschichte, vor allem die erste Liebe und enttäuschte Liebe. Aber es passt alles in den Kontext. Auch wenn mir die naiven zum ersten mal verliebten Mädchen doch ab und an auf die Nerven gingen.
Olympias ist meine Favoritin, sie ist so durchtrieben und ich bin so gespannt wie ihr Plan wirklich aussieht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und für ein Jugendbuch typisch. Eleanor Herman versucht diesen Roman in eine moderne Sprache zu verpacken und dabei vermittelt sie trotzdem das historische Flair. Allerdings stören mich immernoch die Abkürzungen der Namen der Protagonisten. Alex und Kat sind einfach viel zu jugendlich finde ich.
Eleanor Herman kann aber die antike Welt wunderbar bildhaft zum leben erwecken.

Wie historisch Korrekt alles ist kann ich nicht beurteilen. Im Nachwort finden sich noch einige Erklärungen der Autorin, was wann wirklich passiert ist und was nicht. Aber das Buch hat soviele Fantasyelemente das eine historische Korrektheit in meinen Augen sehr fraglich ist.

Irgendwie ein typisches Jugendbuch und doch nicht. Das Setting und die Umsetzung konnten mich fesseln.

Die Reihe
Royal Blood,  Blood of Gods and Royal
0.5: Schlangenkönigin, Voice of Gods
0.6: Queen of Ashes
1: Schattenkrone, Legacy of Kings
2: Göttertochter, Empire of Dust
3: Reign of Serpents
4: Dawn of Legends tba

19 November 2016

Ann-Kathrin Karschnick - Phoenix. Tochter der Asche





Inhalt
Hamburg im Jahr 2033. Tavi ist eine Phoenix und lebt versteckt unter den Menschen. Nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 hat sich die Welt sehr verändert und Tavi gehört seitem zu den "Seelenlosen", die von den Menschen verachtet und von der Regierung gejagt werden. Die Regierung bilden die Saiwalo, eine überirdische Macht, die mithilfe von Nicola Tesla Europa wieder aufgebaut haben und dabei auch ihre eigenen Regeln und Gesetzte etabliert haben. Nun sucht ein grausamer Mörder die Stadt Hamburg heim und er scheint es auch auf Tavi abgesehen zu haben. Auf den Fall ist auch der Ermittler Leon angesetzt, es arbeitet für die Regierung und soll den Mord aufklären. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf Tavi, die für ihn ein Rätsel ist und auch seine Welt auf den Kopf stellt. Ob Tavi unentdeckt bleiben kann und der Mörder gefunden wird.


Papierverzierer | eBook + Taschenbuch 400 Seiten | Phoenix #1 | 02. Oktober 2013 | Leseprobe

Meinung
Lange wollte ich die Reihe lesen, nachdem mich der Klappentext sofort überzeugt hat! Teslapunk gibt es nicht oft in Geschichten und dann noch einen Krimi dazu verpackt klingt nach einer tollen Geschichte.

Der Einstieg ist sehr gelungen. Man ist gleich in Hamburg und mit Tavi unterwegs. Nach und nach wird einiges Erklärt, ohne zu viel zu verraten. Toll fand ich wie die Welt erklärt wird, alles ist schön verpackt, auch in Dialoge.
Die Geschichte klingt zunächst nach einem Krimi der in einer düsteren Zukunft spielt. Es gibt dazu aber auch ein bisschen Politik, unerwartete Wendungen und eine Liebesgeschichte, die aber nicht zu sehr in den Fokus gerät. Und die vor allem nicht zu kitschig und über dramatisch ist. Es gibt auch keine Dreiecksgeschichte! Die Mordserie und die Verfolgung des Mörders ist sehr spannend und gelungen. Es hat Spaß gemacht zu rätseln und ich war auch oft am mitfiebern. Alle Fragen werden nicht gelöst, dafür gibt es dann die Folgebände. Trotzdem ist das Ende des Buches gelungen, es ist ein erster kleiner Abschluss.

Tavi ist eine tolle Protagonistin. Sie weiß was sie will, hat sich meist unter Kontrolle und denkt vor allem auch mal nach! Sie rennt nicht kopflos irgendwo hin und braucht auch keine Hilfe von irgendwem. Ihr Verhalten und ihre Motive sind für den Leser gut nachvollziehbar. Sie kennt die Geschichte der  Saiwalo und Tavi würde die Menschen gerne darüber in Kenntnis setzen was wirklich passiert ist. Aber leider ist das nicht so einfach, die Jahrhunderte lange Herrschaft der Saiwalo stürzt man nicht mal eben um. Tavi hat einen Plan der Zeit und Geduld erfordert. Doch dann taucht der Mörder auf und Tavi muss nun auch hier eine Lösung finden.

Leon ist, vom Charakter her, das Gegenteil von Tavi. Er vertritt die Regierung der Saiwalo und für ihn sind die Seelenlosen die Quelle allen Übels. Er und Tavi könnten unterschiedlicher nicht sein, zumindest was ihre Einstellung angeht. Dieser Konflikt ist sehr interessant und auch Leons Entwicklung. Wie er doch Zweifel bekommt das aber nicht wahrhaben will. Ich mochte beide sehr.
Auch die anderen Charaktere sind gut charakterisiert, man kann ihr Handeln verstehen und man kann sich ein gutes Bild von allen machen.


Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Alles ist sehr bildhaft und der Weltentwurf gut durchdacht. Nach und nach kann man sich von allem ein Bild machen.
Insgesamt gibt es 4,4 Sterne von mir.

Ein gelungener Auftakt der Lust auf mehr macht. Eine toll durchdachte und aufgebaute Welt, vielschichtige Charaktere und eine spannende Geschichte.

Die Reihe
Phoenix
1: Tochter der Asche
2: Erbe des Feuers
3: Kinder der Glut