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10 Januar 2018

Felix A. Münter - Troubleshooter. Das Aufgebot




Klappentext

»Die Tore der Hölle haben sich dort geöffnet. Sie haben Terror und Schrecken ausgespien und alles verwüstet.«
Amerika 1872. Sieben Jahre nach dem Ende des blutigen Bürgerkriegs durchstreift Samuel Reeve, ein ehemaliger Kavallerieoffizier des Nordens, das Land. Er ist auf der Suche nach Begleitern, nach Männern und Frauen, die mutig genug sind, sich auf die Suche nach etwas zu begeben, von dem nur im Flüsterton gesprochen wird.
Es hat sie immer gegeben: Die Geschichten von Monstern in den Weiten des Westens. Von Gestaltwandlern, Geistern, Wendigos oder Chupacabras. Von Dämonen und anderen namenlosen Schrecken, die ihr Unwesen treiben und auf der Jagd nach den Arg- und Wehrlosen sind. Die meisten mögen diese Geschichten für Folklore halten, für Gerede am Lagerfeuer – oft aus dem Mund eines Betrunkenen. Doch Sam Reeve weiß es besser. Angetrieben vom Schicksal der eigenen Familie und dem Drang, die Wahrheit erfahren zu wollen, macht er sich auf den Weg, ein Aufgebot zusammenzustellen, das allen Gefahren gewachsen ist. Doch was sich in den entlegenen Winkeln des Landes verbirgt und Jagd macht, scheint viel größer, schlimmer und unglaublicher als angenommen.


Papierverzierer | eBook ISBN: 9783959620314 183 Seiten | Troubleshooter #1 | 28. September 2017

Meinung
Bücher die so ein bisschen nach (Klischee-) Western mit viel Geballer klingen mag ich. Und wenn das dann auch noch mit Horror vermischt wird dann kann ich nicht dran vorbeigehen. Genauso war es mit Troubleshooter-Das Aufgebot.

Und von der Geschichte bekommt man fast genau das was der Klappentext verspricht. Ein bisschen Wild West Romantik, Action und Monster. Keine großartigen Konflikte, dafür eine Gruppe von sehr unterschiedlichen Helden. Sam Reeve stellt ein Aufgebot aus den unterschiedlichsten Charakteren zusammen, jeder hat eine besondere Begabung und Eigenheiten. Schön fand ich, das die Gruppe bunt gemischt ist und nicht alle typischen Western Klischees bedient wurden. Es gibt zwar den mexikanischen etwas verrückten Kopfgeldjäger der immer einen Spruch auf den Lippen hat, aber das war es auch schon. Reeve ist ein ruhiger Veteran und guter Anführer. Dann gibt es noch einen Arzt, eine Diebin und eine sehr gute Schützin. Die dynamik in der Gruppe entwickelt sich schnell aber glaubhaft, sind sich zu Beginn alle noch recht fremd entsteht doch schnell ein gut zusammenarbeitentes Team.

Zuerst lernt man nach und nach die Charaktere kennen und die Gruppe trifft zusammen. Dann erst geht die eigentliche Horrorgeschichte los. Es dauert lange bis Reeve erklärt was eigentlich los ist und noch länger bis die Horrormomente in die Geschichte kommen. Es gibt auch sehr wenige wirklich gruselige Momente, durch den Klappentext hatte ich mir mehr davon erhofft. Die Geschichte macht Spaß, mir fehlte aber das besondere Etwas. Alles plätschert so vor sich hin und dann kommt das actionreiche Finale.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen lässt aber auch noch genug Spielraum für eine Fortsetzung, die in der Zwischenzeit auch erschienen ist.

Felix A. Münter ist es gelungen den "Wilden Westen" sehr bildhaft darzustellen. Die endlos scheinendnen Weiten, die langen Ritte durch die USA und die teilweise noch sehr ursprüngliche Natur. Als Leser versinkt man in der Vergangenheit.

Troubleshooter-Das Aufgebot ist ein guter und unterhaltsamer Reihenauftakt. Western mit einer Portion Horror.

Danke an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar

Die Reihe
Troubleshooter
1: Das Aufgebot
2: Jäger und Gejagte

29 November 2017

Melanie Vogltanz - Wolfswut




Klappentext
New Orleans im Jahr 1909: Der Hemykin Alfio schlägt sich im wahrsten Sinne des Wortes durch. Als Ringkämpfer bestreitet er seinen Lebensunterhalt, wobei ihm seine Fähigkeiten als Wolfsmensch helfen, um schnell zu heilen und dem Publikum eine entsprechende Show zu liefern. Mit Opium hält er die Bestie, die in seinem Inneren schlummert, im Zaum, bis eines Tages ein Unbekannter auftaucht, der offenbar selbst übermenschliche Fähigkeiten mitbringt. Für Alfio beginnt eine Zeit der ungewöhnlichen Boxkämpfe, der unerklärlichen Voodoo-Rituale und der unvermeidlichen Erkenntnisse über einen Erzfeind. In den Sümpfen lauert das Böse, das nur auf Alfio gewartet hat. Aber die Welt ist nun mal nicht fair – ganz besonders nicht für Unsterbliche.


Papierverzierer | eBook ISBN: 978-395962-338-4 + Taschenbuch 434 Seiten | Schwarzes Blut 2 #2 (Schwarzes Blut #5) | 02. November 2017 

Meinung
Das ich Fan der Reihe "Schwarzes Blut" bin wisst ihr vielleicht, ich konnte deshalb auch beim aktuellen Teil der Reihe nicht vorbeigehen.

Inzwischen ist wieder einige Zeit vergangen und Alfio lebt im Jahr 1909 in New Orleans. Sehr weit entfernt von seinem letzten Unterschlupf. Er schlägt sich durch (wortwörtlich) und versucht dabei immernoch ein halbwegs normales Leben zu führen. Doch die Vergangenheit holt ihn ein. Alfio ist einfach kein glückliches und einfaches Leben vergönnt.
Dabei macht er in diesem Buch eine Entwicklung durch, zusammen mit dem Wolf. Es war spannend die beiden zu begleiten.

Die Geschichte spielt in New Orleans und die Stadt und die Umgebung wurden sehr gut eingefangen und atmosphärisch dargestellt. Auch die Menschen, die damalige Zeit und die gesellschaftlichen Probleme. Voodoo spielt in diesem Buch auch eine wichtige Rolle, und ich war sehr begeistert das hier wirklich gut recherchiert wurde. Voodoo ist hier nicht so klischeehaft dargestellt wie man es kennt.

Auch bei Band 5 der Reihe reist die Spannung nicht ab! Es gibt neue Enthüllungen und spannende Wendungen. Man begegnet alten und neuen Gesichtern. Die Seiten fliegen nur so dahin und dann ist es auch schon wieder vorbei. Aber mit einem gelungenen Ende und einem Versprechen auf einen spannenden weiteren Band.

Wolfswut kann man als eigenständiges Buch lesen, einige Anspielungen wird man wahrscheinlich aber erst so ganz erkennen wenn man den Vorgänger "Wolfswille" ebenfalls gelesen hat.

Ich liebe diese Reihe und muss sie deshalb einfach weiterempfehlen. Wenn ihr düstere Fantasy mögt, geniale Charaktere und Vampire & Werwölfe dann kommt ihr einfach nicht an dieser Reihe vorbei!

Die Reihe
Schwarzes Blut
Band 1: Maleficus
Band 2: Mortalitas
Band 3: Munditia 

Schwarzes Blut 2
Band 4: Wolfswille
Band 5: Wolfswut

 

25 November 2017

Bram Stoker - Dracula




Inhalt
Der Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien um dort als Vertreter seiner Anwaltskanzlei Geschäfte für den Grafen Dracula abzuwickeln. Dieser Graf möchte nach London auswandern, wo er schon ein Haus erworben hat, und möchte die rechtlichen Details nun mit seinem Anwalt klären.
Schon bei seiner Ankunf erlebt Harker allerhand seltsamen, die Anwohner scheinen sehr abergläubisch zu sein und den Grafen zu fürchten. Harker nimmt die Warnungen nicht ernst und reist zum Schloss, dort geschehen dann allerhand seltsame Dinge. Der Graf scheint nicht das zu sein was er vorgibt.


dtv | eBook + Taschenbuch 592 Seiten | Einzelband | Dracula, übersetzt von Heinz Widtmann | deutsche Erstausgabe 1908, aktuelle dtv Ausgabe von Februar 2014 mit neuer Übersetzung

Meinung 
Nach langem endlich wieder Dracula gelesen. Ich hatte es vor Jahren mal, konnte mich aber nichtmehr an alle Details erinnern. Und mehr Klassiker wollte ich eh lesen.

Der Roman hat keinen typischen Erzähler, er liest sich mehr als eine Dokumentation. Die Geschichte wird Anhand von Tagebucheinträgen, Briefen, Zeitungsartikeln und anderen Aufzeichnungen erzählt.
Die Geschichte beginnt sehr unspektakulär und es werden immer mehr Fragen aufgeworfen. Dann wird es aber wieder spannend und alles kommt zu einem runden Ende. Wobei gegen Ende hin das Lesen etwas anstrengend wurde, durch die unterschiedlichen Tagebuchschreiber liest man einige Situationen mehrmals. Die Wiederholungen bremsen den Lesefluss sehr aus. Und das Ende wurde dann recht flott abgehandelt.
Wer eine blutrünstige Geschichte erwartet ist hier falsch, es gibt wenige blutige Details. Stoker spielt mehr mit der Amtosphähre und der Psychologie.

Die Charaktere wirken alles sehr ähnlich, alle sind nett, sehr führsorglich und haben das gleiche Ziel. Und sind sehr sterotypisch. Ich muss auch zugeben, van Helsing hat mich ab und an genervt mit seinen Monologen. Er redet teilweise so ufassbar viel und sagt dabei eigentlich nichts.

Der Stil ist sehr schön zu lesen, tweilwese auch sehr ausschweifend. Die Beschreibungen der Landschaften und Gebäude sind sehr atmosphärisch und detialiert.

Trotz kleinerer Kritikpunkte ein lesenswerter Klassiker.

Anmerkung zur Ausgabe: Wenn ihr auf das Cover klickt kommt ihr zur Neuausgabe des dtv Verlag von 2014 mit einer Neuübersetzung. Die Ausgabe die ich gelesen habe gibt es nichtmehr bei dtv. Wer gerne noch die alte Übersetzung lesen mag findet eine aktuelle Ausgabe beim Fischer Verlag.

16 November 2017

Kealan Patrick Burke - Timmy Quinn. Nemesis




Inhalt
Achtung, Band 3 einer Reihe! Spoiler im Klappentex!
Seit über 20 Jahren lebt Tim Quinn im Schatten des Todes. Jetzt ist Der Vorhang gefallen und die Toten brauchen ihn nicht länger für ihre Rache. Tim und seine Liebe müssen Den Wanderer finden, den Mann, von dem sie glauben, dass dieser für den Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der Toten verantwortlich ist. Während die Sünden der Vergangenheit sich gemeinsam mit den gegenwärtigen bösartigen Identitäten erheben, um die Herrschaft zu beanspruchen, muss Tim die Geheimnisse Der Bühne lernen und die Entstehung derer aufdecken, die sie geschaffen haben, bevor alles zu Der Bühne wird.
So wie es Feinde in Tims neuer düsteren Welt gibt, so gibt es auch Verbündete mit ähnlichen Gaben, die ein gemeinsames Ziel teilen: Den Wanderer zu finden und zu vernichten, bevor er alles vernichtet. Am Ende kämpft Tim nicht nur um seine schwangere Lebensgefährtin, sondern auch um das Schicksal der Menschheit, eine Schlacht die nicht nur Leben kostet, sondern ihn auch Angesicht zu Angesicht NEMESIS gegenüberstellt …


Voodoo Press | eBook ISBN: 978-99957-56-62-8 + Taschenbuch ISBN: 978-99957-56-43-7 382 Seiten | Timmy Quinn: Nemesis aus dem englischen von Julia Hecht | Timmy Quinn #3 | September 2017

Meinung
Nachdem die ersten 4 Teile (2 Bücher auf deutsch) der Geschichte mich sehr begeistern konnten habe ich lange auf den Abschlussband gewartet. Nun endlich ist auch die Übersetzung des letzten Teils der Geschichte erschienen.

Es ist auf jeden Fall vorteilhaft wenn man sich noch an die ersten Bücher erinnern kann, wenn nicht sollte man vielleicht alles nochmal am Stück lesen. So viele Details werden wieder aufgegriffen und erklärt und es ergibt sich ein sehr geniales Gesamtbild. Es ist sehr geschickt wie Kealan Patrick Burke die ganzen Handlungen miteinander verknüpft und auch endlich das Rätsel um den Vorhang und die Bühne löst.

Nachdem spannenden Ende von Band 2 geht es hier erstmal nicht mit Tim und Kim weiter, man besucht kurz noch andere Charaktere. Es geht in die Vergangenheit und einige neue Puzzlestücke werden enthüllt.
In der Gegenwart angekommen begleitet man dann Kim und Tim, sie sind von Blackrock Island entkommen und versuchen nur die Entwicklung zu neuen Welt aufzuhalten. Dabei steht ihnen nicht nur unerwartete Hilfe zur Seite.

Dieser Band bietet nicht ganz so viele Gänsehautmomente wie die Vorgänger, es ist eher blutig, brutal und teilweise abschreckend. Trotzdem ist es stellenweise auch noch richtig schön unheimlich.

Der Schreibstil ist wieder gewohnt bildhaft und wortgewandt und man kann wunderbar in die Geschichte abtauchen. Lest das Buch am besten nicht im Dunkeln. Wobei das aktuelle Wetter ideal ist um die Reihe zu lesen! ;)

Ein sehr gelungener Abschluss der alle Details zu einem großen ganzen verknüpft und den Leser überraschen kann. Allerdings war die Atmosphäre in diesem Band nicht ganz so dicht und unheimlich wie in den Vorgängern.

Ich kann die Reihe allen Horrorfans die komplexe und durchdachte Geschichten mögen empfehlen!

Die Reihe
Timmy Quinn
Band 1 und 2: Der Schildkrötenjunge und Die Häute, The Turtle Boy/The Hides
Band 3 und 4: Das Schiff und Der Wanderer, Vessels/Peregrine’s Tale
Band 5: Nemesis, Nemesis

16 September 2017

Jeffrey Ford - The Twilight Pariah




Klappentext

Three friends go looking for treasure and find horror in Jeffrey Ford's The Twilight Pariah.
All Maggie, Russell, and Henry wanted out of their last college vacation was to get drunk and play archaeologist in an old house in the woods outside of town. When they excavate the mansion's outhouse they find way more than they bargained for: a sealed bottle filled with a red liquid, along with the bizarre skeleton of a horned child Disturbing the skeleton throws each of their lives into a living hell. They feel followed wherever they go, their homes are ransacked by unknown intruders, and people they care about are brutally, horribly dismembered. The three friends awakened something, a creature that will stop at nothing to retrieve its child.


Tor Books | eBook EAN: 9780765397331 + Taschenbuch 176 Seiten | Einzelband | 12. September 2017 | keine deutsche Übersetzung


Meinung
Ok, der Klappentext und das Cover haben mich sofort überzeugt. Drei Personen die nach einem Schatz suchen und zwar in einem alten zerfallenen Haus. Dabei entdecken sie vor dem Haus etwas, graben es aus und finden ein sehr guseliges Skelett. Dann werden sie von etwas unheimlichen verfolgt. Genau mein Buch!

Leider klang das Buch viel gruseliger als es war. Man hätte ein bisschen mehr aus der Geschichte machen können. Es gibt gruselige Momente aber mir waren es zu wenig.
Die Charaktere bleiben alle ein bisschen blass. Ihr Handeln ist aber meist nachvollziehbar. Teilweise kopflos aber wer wäre das nicht wenn plötzlich ein Geist vor einem auftaucht? Leider nehmen sie aber auch vieles sehr gelassen hin. Was aber auch daran liegen könnte das ständig getrunken und gekifft wird. Man hat das Gefühl alles durch einen Drogennebel wahrzunehmen.
Leider ist es teilweise aber auch unlogisch. Da findet die Clique ein 100 Jahre altes Skelett und trägt es mit sich herum wie eine Puppe? Als ob die Knochen verbunden wären, wie bei einem Modell.

Die Geschichte an sich war interessant. Es hat Spaß gemacht das Geheimnis des Skelettes nach und nach zu lüften. Was dieses Wesen ist und wo es herkommt war auch spannend erklärt, ich wäre da nicht drauf gekommen.
Nochmal auf den Horror-Aspekt des Buches zurück zu kommen: Für ein wirklich gutes Horrorbuch war es leider zu ungruselig für mich. Es plätschert alles so vor sich hin, nur ab und an passiert dann was seltsames.

Eine nette und teilweise gruselige Geschichte für zwischendurch. Leider nicht so gruselig wie erhofft aber die Geschichte weiß trotzdem zu unterhalten.

Danke an Netgalley und Tor und für das zur Verfügung gestellte Rezensionexemplar

10 Mai 2017

M. M. Vogltanz - Opferreigen




Klappentext
Wien. Ein scheiternder Schriftsteller und seine lebensverdrossene Tochter, gesichtslose Tänzerinnen und ein skrupelloser Puppenspieler – Zutaten, die für weit mehr als einen einzigen Albtraum ausreichen. Gabriel Seihndorfs erfolgreiche Zeiten sind vorbei. Seit seine Frau nicht mehr am Leben ist, sind seine Tage erfüllt von Selbstmitleid, der Unfähigkeit zu schreiben und den Streitigkeiten mit seiner pubertierenden Tochter Melissa. Erst als ein geheimnisvoller Puppenspieler die Bühne betritt, bemerkt Gabriel, dass ihn mehr mit seinem Kind verbindet als ewige Zwistigkeiten. Während Melissa in einem verlassenen Theater in der Innenstadt die Wärme sucht, die sie in ihrem Zuhause vermisst, findet Gabriel sich in einer Welt zwischen Wahn und Realität wieder.

Buchdetails
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Ohneohren | ebook ISBN:978-3-903006-84-3 + Taschenbuch (erschein im September 2017) 521 Seiten | (noch) Einzelband | 06. März 2017

Meinung
Der Klappentext verspricht eine sehr spannende Geschichte, wenn er auch nicht viel verrät. Mehr kann man aber zu dem Inhalt des Buches auch nicht sagen ohne zu sehr zu spoilern finde ich.

Die Geschichte ist wunderbar bildhaft erzählt, beim lesen war ich total versunken. Alles ist aber auch recht düster gehalten. Zudem ist allles durchweg spannend und teilweise sehr gruselig. Ab und an hatte ich beim Lesen eine Gänsehaut.
Es gibt auch Passagen da wird dem Leser eine kleine Verschnaufpause gegönnt, aber es wird dabei nicht langweilig.

Erst scheint die Geschichte recht klar zu sein und Melissas verbleib, doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen immer mehr. Bald weiß man nicht mehr was Real ist, ist überhaupt etwas real? Gibt es diesen Puppenspieler nun oder nicht? Was ist mit Melissa und Gabriel denn nun wirklich los? Erklärungsmöglichkeiten zur Geschichte gibt es einige und es bleibt dem Leser überlassen was man nun glauben möchte und was nicht.

Die Geschichte dreht sich großteils um Gabriel aber auch von Melissa wird erzählt. Die beiden sind sehr vielschichtig gezeichnet und vor allem Gabriel ist ein klasse Protagonist. Er wirkt so normal und man fühlt mit ihm mit. Doch irgendwann weiß man nicht mehr ob man ihn nun mag oder einfach nur den Kopf über sein Verhalten schütteln soll. Man muss ihn auch nicht mögen, die Geschichte funktioniert trotzdem.

Ein sehr gelungener Thriller mit ein bisschen mytischen Einschlag. Spannend, rasant, gruselig und viel Stoff zum mitfiebern!

Vielen Dank an den Verlag Ohneohren und an Melanie Vogltanz für das Rezensionsexemplar und die tolle Leserunde!

01 April 2017

Melanie Vogltanz - Wolfswille




Klappentext
London 1888: Alfio ist ein Hemykin, ein unsterblicher Wolfsmensch. Sein Leben ist gezeichnet von der Angst vor dem Kontrollverlust – der Angst, wieder zu zerstören, was er liebt. Nach Jahrzehnten des Exils verschlägt es ihn nach London, wo er sich als Kopfgeldjäger verdingt und das Tier in sich mit Opium betäubt. Doch im Herzen Englands lauert eine Bedrohung, die selbst den übermächtigen Wolfsmann in Bedrängnis bringt. Grausame Morde erschüttern Whitechapel. Die Opfer: Prostituierte, in deren Adern ebenso wie in Alfios das schwarze Blut der Unsterblichkeit fließt. Gegen seinen Willen wird Alfio in einen Sumpf der Gewalt und Intrigen gezogen. In der Hoffnung, den Mörder unschädlich machen zu können, setzt er den letzten Rest seiner Menschlichkeit aufs Spiel.


Papierverzierer Verlag | eBook + Taschenbuch 288 Seiten | Schwarzes Blut 2 #1 (Schwarzes Blut #4) | 17. März 2017 | ab 16

Meinung
Melanie Vogltanz konnte mich schon mit ihrer "Schwarzes Blut" Reihe um Elyssa überzeugen. Nun geht es weiter mit der Reihe. Die Vorgänger muss man dazu nicht gelesen haben! Diese Geschichte spielt lange nach Elyssa, man kennt als Leser der Reihe allerdings schon einen Charakter.
Zumindest glaubt man ihn zu kennen. Alfio tauchte schon im dritten Band "Munditia" auf und nun wird seine Geschichte weiter erzählt.

Alfio, oder auch der weiße Schatten, ist ein super Charakter! Er ist schon ein sehr alter Werwolf, aber nicht die Art von bösem Arsch. Er ist ein Einzelgänger der sich gerne aus allem raus halten würde. Und er versucht den bösartigen Wolf in ihm zurückzuhalten. Das klappt beides leider nicht so ganz. Er wird leider in allerhand Chaos verwickelt. Er ist zwiegespalten, aber auch cool und sympathisch. Ich konnte gut mit ihm mitfühlen. Seine Gefühle und Gedanken werden auch sehr glaubhaft vermittelt.
Die anderen Charaktere waren auch sehr glaubhaft geschildert, wenn man bei einigem auch fassungslos war.

Die Geschichte startet mit einem spannenden und leicht gruseligem Prolog, bis man dann Alfio kennenlernt. Und die Geschichte bleibt spannend. Es geht auf und ab bis zu einem fulminanten Finale.
In diesem Buch wird auch der Mythos um Jack the Ripper mit verarbeitet, und sehr interessant umgesetzt wie ich finde. Man tappt sehr lange im Dunkeln darüber wer nun der Mörder ist. Und als man denkt alles ist vorbei und man kann durchatmen setzt die Melanie Vogltanz noch einen drauf!

Eine Warnung für Leser mit schwachen Nerven: Passt hier besser auf! Das Buch ist teilweise sehr brutal und blutig. An manchen Stellen auch sehr eklig!

Von mir gibt es 5 Sterne. Das Buch hat alles was eine gute Geschichte braucht. Ich hätte gerne mehr davon!

Herzlichen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Reihe
Schwarzes Blut

Schwarzes Blut 2
4: Wolfswille
5: Wolfswut

11 März 2017

M. H. Steinmetz - The Wild Hunt





Klappentext
Ein Serienkiller treibt in Louisiana sein Unwesen. Er überfällt Reisende und verschleppt sie in das Sumpfland des Atchafalaya Wildlife Refuge. Als Sues Familie in die Fänge des Killers gerät, muss sie mit ansehen, wie ihre Familie brutal ermordet wird. Sie selbst kann in ihrer Not gerade noch in die Sümpfe entkommen. Die Jagd auf den Serienkiller beginnt, dessen Morde mit einer Blutfehde zusammenhängen, die bis in die Zeit der amerikanischen Revolution zurückreicht. Doch in den Sümpfen lauert noch etwas weitaus gefährlicheres als der Killer. Es ist kompromisslos, tödlich und absolut böse! (Quelle: Verlagsseite)


Papierverzierer Verlag | ebook + Taschenbuch 222 Seiten |Einzelband | 28. April 2016

Meinung
Dieses Buch hat mich schon durch den Klappentext angesprochen. Nachdem ich schon begeistert von der "Totes Land" Reihe des Autors war wollte ich natürlich auch sein neues Buch lesen.

Alles startet mit einem spannenden Prolog, indem man Sue kennenlernt. Dann wechselt man zu den weiteren Charakteren. Es gibt noch Mason, den Reporter der auf eine einmalige Story aus ist, sowie Nina und Eric. Beides sind Arbeitskollegen die einfach ein schönes Wocheneide haben wollen und dabei dummerweise vom Weg abkommen. Die Geschichte springt immer zwischen diesen Personen hin und her, Kapitelweise sodass man als Leser noch gut den Überblick behält. Ich mochte den Aufbau der Geschichte, durch die Wechsel erfährt der Leser sehr viel mehr als die Charaktere wissen und das sorgt für mehr Spannung.
Am Anfang scheint alles relativ klar zu sein, was mit dem Killer ist und was so vor sich geht. Doch M. H. Steinmetz kann den Leser geschickt an der Nase herumführen und baut überraschende Wendungen ein. Es gibt nicht nur diesen brutalen Serienkiller, sondern auch gruselige Wesen aus alten Legenden.
Für schwache Nerven ist dieses Buch nichts, es gibt einige blutige Szenen und gegen Ende wird das Buch immer brutaler und teilweise wirklich eklig.

Die Gegend der Sümpfe in Louisiana ist wirklich sehr gut beschrieben. Man ist mitten drin in dieser stickigen und unheimlichen Gegend.

Die Hauptcharaktere sind in Ordnung aber keiner von ihnen war mir aber so richtig sympathisch. Nur das Mädchen Yuna konnte mich ein bissen für sich einnehmen.

Was mein größter Kritikpunkt sind die Dialoge. Teilweise wirken sie so aufgesetzt. Und alle reden ähnlich! Das störte mich beim lesen sehr. Zudem gibt es viele Wiederholungen ständig muss irgendwer irgendwas jetzt unbedingt wissen. Leider ist das wirklich ein großer Minuspunkt da diese unpassend wirkenden Dialoge den Lesefluss stören und mich teilweise auch einfach genervt haben.

3,5 Sterne. Eine spannender, brutaler und teilweise unheimlicher Thriller mit übernatürlichen Elementen. Wer das alles mag sollte das Buch auf jeden Fall lesen. Nur an den Dialogen muss der Autor noch arbeiten.


Weiter Bücher des Autors hier auf dem Blog


26 Januar 2017

Arthur Gordon Wolf - Graues Land. Im Reich der Kjell





Inhalt

Nachdem der großteil der Bevölkerung ausgelöscht wurde müssen sich Mallenroh und ihre Freundin Cathy alleine durchschlagen. Sie haben sich, zusammen mit Mallenrohs kranker Mutter, im Haus verschanzt und gehen nur raus wenn es nötig ist. In dem kleinen Örtchen tummeln sich Untote und nachts hört man geheule. Niemand weiß um welche Kreaturen es sich handelt. Eines Tages trifft Mallenroh beim Wasserholen auf einen seltsamen Fremden, mit einem seltsamen Raben auf der Schulter. Er scheint ein Mensch zu sein, doch Cathy hat kein gutes Gefühl bei ihm.


Luzifer Verlag | eBook 120 Seiten | Graues Land Novellen-Serie #2 | 08. September 2016
Meinung
Die "Graues Land" Reihe von Michael Dissieux finde ich ja sehr toll. Umso spannender ist es das es nun diese Novellenserie gibt bei der unterschiedliche Autoren ihre eigene Geschichte besisteuern.

Band 2 der Serie musste ich natürlich auch lesen. Allein schon weil Arthur Gordon Wolf eine Geschichte in der Welt die Michael Dissieux erdacht hat schreibt!

Die Geschichte ist spannend und gut geschrieben. Es wird nie langweilig und es gibt einige spannenden Wendungen. Nur das Ende hat mich nicht so ganz überzeugt. Mallenroh und Cathy sind dem Leser recht schnell vertraut und man kann sich ein Bild von ihnen machen. Es war spannend den beiden zu folgen. Teilweise ist die Geschichte recht gruselig und man sollte sie vielleicht nich unbedingt alleine im Dunkeln lesen! Die Atmosphäre im Buch ist düster und unheimlich.

Man muss weder die "Graues Land" Reihe von Michael Dissieux oder Band 1 der Novellenserie gelesen haben um der Geschichte zu folgen. Es ist aber von Vorteil wenn man die Reihe kennt, dadurch bleiben wenige bis keine Fragen offen.

Mehr will ich auch gar nicht schreiben ohne das ich groß Spoiler. Lest die Geschichte einfach selbst. Ich kann sie jedem empfehlen der gruselige und düstere Geschichten mag.

Vielleicht wird es noch mehr Bücher aus der Novellenserie geben. Ich würde mich auf jeden Fall auf weitere Interpretationen und Geschichten aus der Welt von "Graues Land" freuen.

Eine tolle Kurzgeschichte aus der Welt von Graues Land.

Die Serie
Graues Land Novellenserie
2: Arthur Gordon Wolf- Graues Land. Im Reich der Kjell
weiter in Planung?

16 Dezember 2016

Justin Cronin - Der Übergang





Inhalt
Amy ist ein kleines sechsjähriges Mädchen das von Nonnen großgezogen wird. Eine Tages tauchen aber zwei FBI-Agenten auf und entführen das Mädchen um sie zu einer geheimen Militärbasis zu bringen. Dort werden mysteriöse Experimente durchgeführt und Amy soll nun ein Teil davon werden. Doch dann geht alles völlig schief, die Probanden geraten außer Kontrolle und der Virus wird freigesetzt. Die Welt geht dem Untergang entgegen, die Menschheit wird fast ausgerottet. Amy kann diesem Chaos aber entkommen und wandelt nun durch eine veränderte und zerstörte Welt.


Goldmann | eBook + Taschenbuch  + Hörbuch 1019 Seiten | The Passage, übersetzt von Rainer Schmidt | Passage-Trilogie #1 | 9. August 2010 | ab 16 

Meinung
Nachdem nun dieses Jahr der dritte und damit abschließende Band der Reihe erschienen ist wollte ich nun auch endlich mal mit der Reihe starten. Gefunden habe ich die Reihe damals eher durch Zufall und der Klappentext klang interessant.
Der Klappentext verrät aber schon recht viel finde ich. Es ist aber auch schwer eine Inhaltsangabe zu schreiben ohne zu viel zu verraten.

Das Buch ist zwar sehr dick, aber wunderbar flüssig geschrieben. Die Seiten fliegen nur so dahin, fast immer.

Man startet in unserer bekannten Welt, wann genau weiß man nicht, es könnte die Welt in ein paar Jahren sein. Dieser Teil ist sehr interessant. Wolgast, ein FBI Agent, reist durch die USA um Kandidaten für ein Experiment zu finden. Und dann hat er die Aufgabe Amy ebenfalls für dieses Experiment abzuholen. Die Reise der beiden war spannend und interessant. Doch nach einiger Zeit kommt ein Bruch und man befindet sich knapp 100 Jahre in der Zukunft. Die Welt hat sich verändert und man ist nun mit einigen der wenigen Überlebenden in einer Kolonie. Leider war dieser Teil sehr langatmig. Viele Charaktere die Vorgestellt werden, viele Lebensgeschichten die erzählt werden. Und man weiß nicht wie das alles zusammenhängt. Nachdem man dann alle Charaktere kennt und ein neuer Abschnitt ihres Lebens beginnt wird das Buch wieder spannender, durchhalten lohnt sich! Und mit jeder Seite steigt die Spannung dann wieder an, bis zum großen Finale von Teil 1!

Spannend fand ich Justin Cronins Art zu erzählen. Was ist passiert in diesen 100 Jahren? Genaues erfährt man nicht, die Charaktere hören immer wieder Geschichten oder finden alte Unterlagen. Es hat Spaß gemacht alle Informationen zu sammeln und sich ein Bild zu machen. Was genau passiert ist erfährt man erst gegen Ende des Buches. Es gibt sehr viele Details und Charaktere die zunächst nicht so wichtig erscheinen, dann aber wieder auftauchen oder zumindest erwähnt werden und einen wichtigen Hinweis liefern.
Auch die Ideen die in diesem Buch verarbeitete  werden sind toll, manche zwar nicht neu aber in ein anderes Licht gerückt.

Die Charaktere lernt man als Leser sehr gut kennen, ihre ganze Geschichte. Trotzdem hatte ich eigentlich nur Amy als Favoriten, die anderen waren da aber es hat lange gebraucht bis ich mit ihnen mitfühlen konnte. Die Charaktere sind alle sehr stark. Sie kämpfen sich durch und schöpfen immer wieder neuen Mut und Hoffnung. Egal wie viele Rückschläge es gibt, sie machen weiter.

4,5 Sterne für eine tolle und durchdachte Geschichte, die leider zwischendurch sehr langatmig wurde. Weltuntergang mit einer Art von Vampiren, ein gefährliches Virus und die Menschheit kurz vor der Ausrottung. Wer komplexe und epischeEndzeitgeschichten mag sollte einen Blick auf die Reihe werfen.
Die Reihe
Passage-Trilogie
1: Der Übergang, The Passage
2: Die Zwölf, The Twelve
3: Spiegelstadt, City of Mirrors

18 September 2016

Michael Dissieux - Graues Land. Träume aus Blut und Rauch





Klappentext
Dreißig Jahre sind vergangen, seit terroristische Anschläge und ihre Folgen die Menschheit nahezu komplett ausgelöscht haben. Die Städte und Dörfer sind Ruinen, begraben unter Sand und Stille, das Land verheert und die Sonne nur noch eine Ahnung hinter grauen Schleiern. Die wenigen Überlebenden sehen sich jeden Tag mit Tod und Verfall konfrontiert. Daryll und der alte Marek leben zusammen mit einer Handvoll Menschen in einer kleinen Siedlung im Nirgendwo. Ihr Leben ist karg und beschwerlich, doch mehr können sie in einer sterbenden Welt nicht erwarten. Als eines Tages Hiram, ein alter Prediger, in ihre Siedlung kommt, glaubt Daryll zunächst an das Erscheinen eines dunklen Engels, denn in seinem Schatten folgen Hass und Wahnsinn … Werte, die die alte Welt einst dem Untergang geweiht hatten.

Luzifer Verlag | eBook 120 Seiten | Graues Land Novellen-Serie #1 | 08. August 2016
Meinung
Leser meines Blogs wissen vielleicht das Michael Dissieux zu einem der Autoren gehört deren Bücher ich sofort kaufe, ich mag ihn einfach. Und nun gibt es eine Novelle zur Graues Land Trilogie, da kann ich doppelt nicht nein sagen.

Die Novellenserie spielt im Grauen Land, es werden aber Geschichten von unterschiedlichen Autoren beigesteuert, soviel gleich mal vorweg. Das Konzept klingt interessant. Band 1 kommt von Herrn Dissieux selbst und bringt den Leser zurück in die graue und düstere Welt vom Grauen Land. Man muss die Trilogie davor nicht gelesen haben!

Diese Geschichte spielt dreißig Jahre nach dem Abschlussband der Trilogie. Man begleitet wieder Daryll, der inzwischen älter geworden ist. Er lebt zusammen mit Marek in einer kleinen Hütte in einer Siedlung und hat ein mehr oder weniger ruhiges Leben. Der tägliche Kampf ums Überleben geht aber immer weiter, es gibt kaum etwas zu essen und die Erde gibt auch nicht viel her.
Allgemein ist die Geschichte recht ruhig, erst gegen Ende ist wirklich was los, man sollte keine blutrünstigen Monster oder viel Action erwarten. Dieses Novelle lebt von der gelungenen Atmosphäre und dem interessanten Hauptcharakter. Die Welt ist noch recht düster, doch dieses mal kann man kurz einen kleinen Funken Hoffnung finden. Auch gibt es viele Momente die zum nachdenken anregen.

Trotz der wenigen Seiten sind die Charaktere und auch die Welt toll beschrieben. Daryll und Marek wachsen dem Leser fast schon ans Herz, man kann ihren Gedanken folgen und sich gut in die beiden hineinversetzen. Daryll wirkte allerdings sehr viel jünger als er tatsächlich ist.

Leider ist die Geschichte zu kurz, aber das sind gute Geschichten leider immer. Man mag nicht das es zu Ende geht.

4,5 Sterne gibt es von mir.

Eine tolle Novelle und ich bin gespannt welche Autorinnen und Autoren noch eine Geschichte zur Novellenserie beisteuern.

Die Serie
Graues Land Novellenserie
1:  Michael Dissieux - Graues Land. Träume aus Blut und Rauch
2: Arthur Gordon Wolf- Graues Land. Im Reich der Kjell
weiter in Planun?

07 September 2016

Stephen King - Die Kleinen Schwestern von Eluria





Inhalt
Der Revolvermann Roland ist auf der Suche nach dem Mann in Schwarz um von ihm Informationen über den Dunklen Turm zu erhalten. Auf seiner Sucher kommt er in dem kleinen Dorf Eluria vorbei, doch mit dem Dorf stimmt etwas nicht. Die Menschen sind verschwunden, dafür gibt es Mutanten! Diese richten ihn übel zu, doch er überlebt und erwacht in einem Lazarett. Doch auch mit den Schwestern ist etwas nicht in Ordnung. »Die Kleinen Schwestern von Eluria« ist No. 20 der Stephen King Story Selection (aus: Im Kabinett des Todes).

Heyne | eBook 124 Seiten | The Little Sisters of Eluria, übersetzt von Joachim Körber | Story Selection #20 | 09. Mai 2016 | ab 16
Meinung
Ihr habt sicher mitbekommen das ich dabei bin die 'Dunkler Turm'-Reihe von Stephen King zu lesen. Und dann hab ich diese Kurzgeschichte entdeckt und wollte sie auch lesen, ich mag Roland und seine Welt!

Die Geschichte ist spannend und interessant. Das schöne ist das man sie auch lesen kann wenn man noch nichts von Roland und seiner Reise gelesen hat, man wird nicht gespoilert was die Geschichte angeht. Es ist eine nette kleine Zusatzgeschichte.
Und da sie so kurz ist kommt King auch gar nicht erst in Versuchung zu ausschweifend zu erzählen!

Leider war die Geschichte wirklich sehr kurz, kürzer als gedacht. Denn am Ende findet sich noch eine Leseprobe zum ersten Teil der Reihe.

• Charaktere 4
• Idee 5
• Logik 5
• Atmosphäre  5
• Spannung  4
• Tiefe 3
• Originalität 4
• Schreibstil 4
• Unterhaltung 5

4,3 Sterne. Kurzweilige Unterhaltung für Fans von Roland und solche die es werden wollen.
Danke an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

28 August 2016

Stephen King - Drei





Klappentext
Band 2 einer Reihe. Nach der Konfrontation mit dem Mann in Schwarz erreicht Roland den Meeresstrand. Krabbenmonster fügen ihm schwere Wunden zu; halb im Delirium beobachtet er, wie sich ihm drei Türen in unsere reale Welt öffnen und seine Blicke auf die Drei lenken, die auserwählt sind, ihm bei der Suche nach dem „Dunklen Turm“ zu helfen.

Heyne | eBook + Taschenbuch 608 Seiten | he Drawing of the Three, übersetzt von Joachim Körber | Der dunkle Turm #2 | 1. Dezember 2003 | ab 16

Meinung
Band 2 schließt nahtlos an das Ende von Band 1 an. Roland ist am Strand und auch weiter auf der Suche nach dem „Dunklen Turm“.

Nachdem Band 1 recht verwirrend war und mich sehr ratlos zurück gelassen hat war Band 2 deutlich besser. Die Geschichte ist geradliniger, es wird ein bisschen was erklärt. Die Geschichte ist dieses mal sehr spannend und da man mehr Ahnung hat was passiert auch nicht so verwirrend. Aber das beste: Man lernt die Charaktere kennen und wird nicht einfach so irgendwo hinein geworfen. Warum Rolands Welt so ist wie sie ist wird noch nicht klar, aber es gibt ja noch einige Folgebände!

Roland ist immer noch der coole Einzelgänger, ich mag ihn auch wenn er Stellenweise einfach ein A**** ist. Die neuen die er in seine Gruppe aufnimmt sind interessant. Es gibt hier keine typische Heldengruppe die sich auf die Suche nach etwas begibt. Und die Gefährten sind auch nicht freiwillig mit von der Partie.

Zum Schreibstil muss ich sagen das King meinen Geschmack nicht unbedingt trifft. Er schweift teilweise sehr ab und hat eine sehr ausufernde Erzählweise. Und leider war in Band 2 das nicht immer gut, teilweise empfand ich die Geschichte als sehr langatmig. King beschreibt teilweise Szenen, die für mich erstmals total unwichtig und unspannend wirken, absolut detailliert. Dafür werden dann spannendere Dinge nicht so unbedingt beleuchtet. Ich weiß, es gibt sehr viel die Kings Stil lieben, bitte steinigt mich jetzt nicht wenn ich sage: Ich kann mich mit Kings Stil noch nicht so anfreunden.
Was mich irritiert ist das Odettas Krankheit mehrfach einfach falsch benannt wird und es scheint noch niemandem aufgefallen zu sein? (Kleiner Spoiler, bitte markieren um ihn zu lesen: Shizophrenie und Dissoziative Identitätsstörung sind zwei unterschiedliche Krankheiten) Ich hab die überarbeitete Version von 2003 gelesen und glaube nicht das es an der Übersetzung liegt.

Perfekt war dieser Teil noch nicht, aber eine Steigerung zu Band 1. Und als Leser will man unbedingt wissen was es mit diesem Dunklen Turm auf sich hat und ob Roland ihn finden wird. Also schnell Band 3 lesen!

Die Reihe
Der dunkle Turm
The dark Tower
Band 1: Schwarz, The Gunslinger
Band 2: Drei, The Drawing of the Three
Band 3: Tot, The Waste Lands
Band 4: Glas, Wizard and Glass
Band 4,5: Wind, The Wind Through the Keyhole
Band 5: Wolfsmond, Wolves of the Calla
Band 6: Susannah, Song of Susannah
Band 7: Der Turm, The Dark Tower

08 Juli 2016

Patrick McGinley - Das Bootshaus




Inhalt
Alma und ihre Mutter haben ein hartes Jahr hinter sich. Almas Bruder Roberto starb nach einem Autounfall und die Familie ist daran zerbrochen. Nun wollen die Beiden sich endlich ein bisschen erholen und fahren in den Urlaub auf einen Bauernhof. Der Urlaub beginnt märchenhaft, viel Sonne, ein toller See und Schmetterlinge im Bauch. Doch bald schon geschehen unheimliche Dinge am See und mit Alma. Ein Mädchen, das ihm Jahr zuvor im See ertrunken ist, macht Alma zu schaffen. Ist ihr Geist wirklich noch hier?


Script5 | eBook + Tachenbuch 212 Seiten | Einzelband | 2016 

Meinung
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Ich mag Thriller und wenn Geister auftauchen um so besser!

Der Einstieg in die Geschichte ist recht einfach, man lernt Alma und ihre Mutter kennen und ist sofort mit den beiden im Urlaub. Die Geschichte beginnt sehr ruhig und erinnert erst an einen leichten Jugendroman. Doch schnell kommen die unheimlichen Ereignisse und als das erste mal ein Geist auftaucht war das wirklich gruselig. Leider wird die Geschichte danach irgendwie abgedreht. Die Spannung bleibt zwar erhalten aber so wirklich konnte mich die Geschichte dann nicht mehr packen. Wie dieser angebliche Unfall aufgelöst wird ist interessant und ich hab damit nicht gerechnet.

Leider bleiben die Charaktere sehr flach. Nur Alma lernt man ein bisschen kennen und ich muss zugeben ab und an hab ich sie für ihren Mut bewundert.

Der Schreibstil ist gut zu lesen. Sehr schlicht und sachlich.

• Charaktere 3
• Idee 3
• Umsetzung  4
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 5

3,8 Sterne. Wer gerne eine spannende Horrorgeschichte für zwischendurch lesen mag ist mit diesem Buch richtig beraten.

09 März 2016

Stephen King - Schwarz





Klappentext
Auf der Suche nach dem mysteriösen „Dunklen Turm“ durchstreift Roland, der letzte Revolvermann, eine sterbende Welt, wo in endlosen Wüsten und Ruinenstätten Dämonen, Sukkubi, Vampire und Geistermutanten hausen. Unbeirrt folgt er den Spuren des Mannes in Schwarz – er ist der Schlüssel zu den Mysterien des „Dunklen Turms“, der am Anfang der Zeit steht.


Heyne | eBook + Taschenbuch 368 Seiten | The Gunslinger, übersetzt von Joachim Körber | Der dunkle Turm #1 | 1. Dezember 2003

Meinung
„Schwarz“ ist der 1. Teil von Stephen Kings Der-Dunkle-Turm-Reihe. Nachdem man von der Reihe sehr viel Gutes hört und nun auch bald die Filme gedreht werden wollte ich die Bücher mal lesen.

Dieser Auftakt hat mich etwas ratlos zurück gelassen. Die Geschichte an sich fand ich interessant. Allerdings ist die Erzählweise sehr gewöhnungsbedürftig. Es passiert einiges und vieles bleibt noch offen. Meine Gedanken beim lesen in eine Rezension zu packen fand ich bei diesem Buch auch nicht sehr einfach.

Man wird mitten in die Welt und die Geschichte geworfen und erfährt erst nach und nach ein bisschen was. Die Geschichte wird nicht linear erzählt. Man fängt mitten drin an und erlebt immer wieder Rückblenden aus Rolands Vergangenheit. Teilweise wird es richtig Philosophisch und sehr tiefgründig.

Die Welt ist düster und kaputt, wo genau man sich befindet ist aber nicht klar. Man fühlt sich wie in einem alten Western gemischt mit Endzeit und Fantasy, denn es gibt Magie und Dämonen. Und es gibt nicht nur eine Welt wie im Laufe der Geschichte klar wird. Eine sehr komplexe Geschichte kündigt sich an, und ich bin gespannt was man über die Verknüpfungen noch erfahren wird.

Die Charaktere sind ebenfalls rätselhaft. Nur Roland wird nach und nach ein bisschen bekannter. Durch die Rückblenden erfährt man einiges über ihn, aber warum er den Mann in Schwarz und den dunklen Turm sucht bleibt noch ein Rätsel. Unterwegs trifft Roland auf die unterschiedlichsten Menschen, und der Junge Jake begleitet ihn soagr auf seiner Suche.

Dieser Auftakt liest sich nicht einfach so nebenher weg, man muss sich konzentrieren und hat auch sehr viel nachzudenken.

• Charaktere 3
• Idee 4
• Umsetzung 3
• Spannung 3
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,5 Sterne. Ein interessanter aber auch verwirrender Auftakt der Reihe. Neugierig bin ich auf Band 2 aber definitiv und hoffe das einige offene Fragen gelöst werden.

Die Reihe
Der dunkle Turm
The dark Tower
Band 1: Schwarz, The Gunslinger
Band 2: Drei, The Drawing of the Three
Band 3: Tot, The Waste Lands
Band 4: Glas, Wizard and Glass
Band 4,5: Wind, The Wind Through the Keyhole
Band 5: Wolfsmond, Wolves of the Calla
Band 6: Susannah, Song of Susannah
Band 7: Der Turm, The Dark Tower

06 Januar 2016

Felix A. Münter - Lincoln County Lockdown





Inhalt
Ein Konvoy des Rüstungskonzern "Leal Industries" ist auf einer geheimen Mission unterwegs durch das Land. Aus Zeitgründen fahren sie einfach weiter, auch als ein großen Unwetter aufzieht. Es kommt zum Unfall durch einen Erdrutsch und die gefährliche Fracht bricht aus. Im sonst so beschaulichen Lincoln County ist von jetzt auf gleich die Hölle los, Regierungstruppen tauchen auf und riegeln alles ab. Doch niemand ahnt wie gefährlich die Fracht des LKWs wirklich war


Mantikore Verlag | eBook + Taschenbuch 360 Seiten | Einzelband | 30. Juli 2015 | ab 16 

Meinung
Die Geschichte beginnt gleich spannend mit einem Zug von Sattelschleppern der im strömenden Regen einen Unfall hat. Dabei gehen die Container kaputt und irgendetwas bricht aus diesen Containern aus. Was genau es ist bleibt lange offen und bis fast zum Schluss kann man als Leser zusammen mit den Protagonisten spekulieren was da denn nun sein Unwesen treibt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, in jedem Kapitel begleitet man jemand anderen und springt von Ereignis zu Ereignis. Durch die relativ kurzen Kapitel steigt die Spannung und das Tempo des Buches ist wirklich rasant, fast wie in einem Actionfilm. An sich ist die Geschichte eine Mischung aus bekannten Komponenten, bietet aber gute Unterhaltung und viel Spannung. Am Ende ergibt sich dann ein Gesamtbild und auch die Charaktere verstehen dann endlich was denn los ist. Zu viel will ich gar nicht verraten, lest einfach selbst! Einzig das Ende ging mir etwas zu schnell und war auch recht offen. Ich mag es mehr wenn es am Ende noch ein paar Infos mehr gibt.

Die Charaktere waren mir lange fremd, erst mit der Hälfte des Buches habe ich einen Zugang zu ihnen bekommen, besonders gefallen hat mir Cassy. Sie ist Sheriff im County und sorgt für Recht und Ordnung. Dabei werden ihr aber immer wieder Steine in den Weg gelegt, und als das Chaos nach dem Unfall ausbricht schlägt sie sich wacker, auch wenn sie kaum eine Ahnung hat von dem was vor sich geht. Ihr Deputy Moses steht ihr zur Seite und vertraut ihr.
Auch die anderen Charaktere waren interessant, jeder hat so seine Ecken und Kanten aber leider wurde ich mit keinem so wirklich warm.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  4
• Spannung  5
• Stil 4
• Unterhaltung 4

4,1 Sterne. Wer gerne actiongeladene Thriller liest ist mit diesem Buch richtig beraten.

Vielen Dank an den Mantikore Verlag und an Felx A. Münter für das Leseexemplar und die tolle Leserunde!

24 November 2015

Adam Nevill - Im tiefen Wald





Inhalt
Luke, Hutch, Phil und Dom sind alte Freunde die sich noch aus der Schule kennen. Nun, nach 15 Jahren, wollen sie noch einmal gemeinsam Urlaub machen. Ein Trekking Ausflug durch die schwedische Wildnis, ein paar Tage Ruhe und Abstand vom Alltag sollten es werden. Doch der schöne Ausflug entwickelt sich anders als geplant. Die Gruppe verirrt sich in Wald und schon bald bringt die Situation die dunklen Seiten der Freunde hervor. Der Horror beginnt richtig als sie auf ausgeweidete Tierkadaver und mysteriöse Rune stoßen. Sie sind nicht alleine im Wald, irgendetwas ist hinter der Gruppe her!


Heyne | eBooHeyne | eBook 480 Seiten | The Ritual übersetzt von Ronald Gutberlet | Einzelband | 24. Oktober 2011 | ab 16


Meinung
Die Geschichte ist in zwei Teile unterteilt, wobei der erste Teil noch eine recht unheimliche Wanderung durch den Wald beschreibt, in Teil zwei klärt sich dann was los ist und es wird ziemlich abgedreht.
Die Geschichte beginnt sehr interessant und spannend, die Wanderung durch den Wald zieht sich dann. Es gibt gruselige und actionreiche Momente, die sich mit Charakterstudien abwechseln. Irgendwann war es mir zu viel Charakterstudie und Luke badet auch zu gerne in Selbstmitleid. Der zweite Teil bietet viele Klischees aber auch viel Action und Spannung. Insgesamt gibt es doch einige Wiederholungen und zu viele unwichtige Details. Ein paar Seiten weniger wären sicher auch gut gewesen.

Die Charaktere lernt man nach und nach kennen, sie sind nicht unbedingt sympathische Zeitgenossen. Die Entwicklung die die Gruppe durchlebt und die Verhaltensänderungen sind realistisch beschrieben. Man kann die Hilflosigkeit und Panik die aufkommt mitfühlen. Und nach und nach hält auch Einsamkeit und Wahnsinn Einzug bei den Charakteren.

Der Schreibstil ist zwar flüssig zu lesen aber sehr detailiert und teilweise ausufernd. Adam Nevill schafft es dabei eine wirklich lebendige Atmosphäre zu schaffen, man ist zusammen mit den Protagonisten im verregneten Wald und hat ab und an Angst. Wer Geduld mitbringt findet hier eine wirklich gruseligen und guten Horrorroman.

• Charaktere 4
• Idee 3
• Umsetzung  3
• Spannung  3
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,5 Sterne. Aufgrund der Längen eher die Tendenz zu 3 Sternen. Für Einsteiger in das Horror-Genre die gerne ein langsameres Buch lesen wollen sehr geeignet. Horrorfans werden viele Situationen wieder erkennen.

Vielen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für das zur Verfügung gestellte Exemplar!

01 November 2015

Michael Dissieux - Der Schuppen





Inhalt
Jackson lebt ein tristes und trauriges Familienleben. Seine Frau und sein Sohn meiden ihn, da er vor Jahren eine Affäre hatte die alles zerstört hat. Er erinnert sich dafür sehr gerne an seine Kindheit und einen Tag im Jahr 1986 der alles verändert hat. Und seit diesem Tag ahnt niemand welches dunkle Geheimnis er verbirgt und was er im alten Schuppen so alles anstellt.


Luzifer Verlag | eBook + Taschenbuch 280 Seiten | Einzelband | 15. Oktober 2015 | ab 16
Meinung
Es handelt sich um keinen gewöhnlichen Thriller, es gibt keine Ermittlungsarbeiten und auch keine Polizei die wirklich eine Rolle spielt. Dieser Thriller erzählt die Geschichte eines Serienmörders, wie er zu dem wurde was er ist und auch die Geschichte der Familie des Mörders.

Die Morde werden nicht ganz detailiert beschrieben, vieles wird nur angedeutet und bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Protagonisten Jackson, seiner Gefühlswelt und seinem beginnenden Niedergang. Die Geschichte erzählt Jackson und man wechselt immer von der Gegenwart zum Jahr 1968, als Jackson noch ein Unschuldiger zwölfjähriger war.

Das Buch habe ich sehr schnell verschlungen, es ist düster und faszinierend. Trotz der teilweise grausamen Ereignisse ist die Geschichte trotzdem so faszinierend das man einfach weiterlesen muss, auch wenn man eigentlich gar nicht unbedingt wissen will was als nächstes passiert. Dann vermischen sich auch noch die Realität mit der Gedankenwelt und irgendwann weiß man nichtmehr so genau was real ist und was in Jacksons Kopf passiert, auch hier bleibt wieder sehr viel Spielraum für Interpretationen und eigene Gedanken. Das Ende ist sehr gelungen und stimmig.

Dadurch dass die Geschichte von Jackson erzählt wird erhält man tiefe Einblicke in seine Gedankenwelt und kann sein Verhalten, sei es manchmal noch so unfassbar, irgendwie nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere wirken authentisch, obwohl man nur das erfährt was Jackson mit ihnen erlebt.

Ich hätte mir ab und an vielleicht ein paar Details mehr gewünscht vor allem wie Jackson es anstellt nicht erwischt zu werden, aber das ist ein wirklich kleiner Kritikpunkt der einfach meiner Neugier geschuldet ist.

Der Schreibstil von Michael Dissieux ist sehr atmosphärisch und beinhaltet viele Metaphern. Ich liebe die düstere Atmosphäre die der Autor erzeugen kann, beim Lesen hat man Gänsehaut und hält auch ab und an die Luft an um nicht gehört zu werden.

• Charaktere 5
• Idee 3
• Umsetzung 5
• Spannung  5
• Stil 5
• Unterhaltung 5

4,6 Sterne. Auf jeden Fall lesenswert für alle Fans von Thrillern die Einblicke in die Gedanken eines Mörders geben. Wer nicht gerne klassische Ermittlungsarbeit verfolgt ist mit diesem Buch auch gut beraten!

28 Oktober 2015

Michael Dissieux - Die Schreie der Toten





Inhalt
Daryll, ein dreizehnjähriger Junge, hat sich zusammen mit dem kleinen Mädchen Mary Jane in einer Schule verschanzt und dort schon zwei Wochen in der grauen, postapokalyptischen Welt überlebt. Dich dann wird Mary Jane von einer der Kreaturen gebissen und verschwindet dann spurlos. Das ist für Daryll der Grund seine Heimat zu verlassen und sich auf die Reise ins ungewisse zu machen. Er trifft auf andere Überlebende und zusammen beschließen sie eine Militärbasis an der Küste aufzusuchen, dort sollen sich angeblich noch Überlebende aufhalten.

Luzifer Verlag | eBook + Taschenbuch 240 Seiten | Graues Land #2 | 10. Oktober 2012 | ab 16

Meinung
Graues Land konnte mich schon überzeugen und nun hatte ich auch endlich mal die Zeit Band 2 der Reihe zu lesen!

Wie das Ende von Band 1 vermuten lässt erlebt man die düstere Apokalypse nun zusammen mit dem Jungen Daryll. Er hat sich in der Schule verbarrikadiert und versucht dort mit der Situation klar zu kommen, zusammen mit der kleinen Mary Jane. Bis die Monster auch diese Hoffnung zerstören.

Im Gegensatz zu Band 1 gibt es nun mehrere Charaktere und sich verändernde Handlungsorte, ein Roadtrip durch das graue und tote Land. Auch hier Überzeugt die düstere Atmosphäre.

Die Geschichte bietet für Endzeitfans nicht viel Neues, eine Reise ins ungewisse durch ein stilles und zerstörtes Land. Erst am Ende gibt es einige wirkliche Überraschungen und auch eine sehr dramatische Wendung. Auch auf übertrieben viel Blut oder Gesplatter wird in diesem Buch wieder verzichtet, dafür hat man Hoffnungslosigkeit pur. Es gibt selten einen Lichtblick und trotzdem halten die Charaktere durch und versuchen zur Militärbasis zu kommen.

Die Charaktere sind eine bunte Mischung aus den unterschiedlichsten Typen. Ganz normale Durschnittstypen die ihr altes Leben schlagartig verloren haben und nun etwas Neues aufbauen müssen. Die Gefühle, Ängste und Hoffnungen aller sind wirklich gut dargestellt, mit jedem kann man mitfühlen. Ganz besonders Daryll ist einfach ein klasse Hauptcharakter, ein dreizehnjähriger der viel zu schnell erwachsen werden musste.

Auch hier ist der Schreibstil wieder sehr bildhaft und die düstere Welt hält den Leser gefangen, ein wirklich ganz großer Pluspunkt der die eher durchschnittliche Geschichte aufwertet und zu etwas Besonderem macht.

• Charaktere 5
• Idee 3
• Umsetzung  4
• Spannung  4
• Stil 5
• Unterhaltung 5

4,3 Sterne. Wer Band 1 mochte und nun mehr von der zerstörten Welt sehen will sollte auch Band 2 lesen. Eine Lesempfehlung gibt es für Fans von atmosphärischen Geschichten.

Die Reihe
Graues Land
Band 1: Graues Land
Band 2: Die Schreie der Toten
Band 3: Am Ende der Welt

23 Oktober 2015

Kealan Patrick Burke - Timmy Quinn. Das Schiff & Der Wanderer





Inhalt
Achtung Fortsetzung! Spoiler im Inhalt!
Das Schiff
Tim hat zu viel erlebt und sucht nur noch die Ruhe. Auf der kleinen Insel Blackrock hofft er einen Zufluchtsort gefunden zu haben, ohne Geister. Doch es scheint keine Ruhe für ihn zu geben, auch hier tauchen rachsüchtige Geister auf. Er muss das Geheimnis der Inselbewohner entschlüsseln damit er endlich Ruhe findet. Dabei erhält er Hilfe von unerwarteter Seite. Und erfährt auch erschütternde neue Details über den Vorhang

Der Wanderer
Die rachsüchtigen Geister die durch den Vorhang in unsere Welt kommen handeln nicht nach ihrem freien Willen, ein Unbekannter, Der Wanderer genannt, hat seine Hände im Spiel. Timmy weiß nichts über ihn, es wird aber die Zeit kommen zu der sich Timmy seinem Gegner stellen muss. Dies ist die Geschichte des Wanderers.


Voodoo Press | eBook + Taschenbuch 260 Seiten | Vessels & Peregrine’s Tale, übersetzt von Julia Hecht | Timmy Quinn #3&4 | 4. September 2015 | ab 16

Meinung
Nachdem Teil 1 und 2 mich schon begeistern konnten hab ich mich sehr gefreut das nun auch zwei weitere Teile in der Übersetzung erschienen sind. Auch hier überzeugt Kealan Patrick Burke wieder mit seinem wortgewandten und bildhaften Schreibstil, mit dem er mich voll in seinen Bann ziehen kann. Die düstere Welt erwacht zum Leben und man kann den Regen der fällt fast selbst auf der Haut fühlen. Die Geister jagen einem beim lesen kalte Schauer über den Rücken und ich wurde auch leicht schreckhaft. Kein Buch das man abends lesen sollte und schon gar nicht wenn es wirklich regnet!

Die Geschichte ist blutiger als die ersten beiden und alles spitzt sich immer mehr zu. Timmy ist älter, erwachsener und gezeichnet von seiner Gabe. Er will nun nur noch Tim genannt werden und den Geistern entkommen, doch es scheint keinen Ort auf der Welt zu geben an dem nicht irgendwann mal jemand ermordet wurde. Tims Gefühlswelt kann man als Leser nachvollziehen und mit ihm mitfühlen, Angst, Zweifeln und wenig Hoffnung machen die Geschichte noch düsterer. Man erfährt mehr über den Vorhang und die Bühne, nicht alles aber genug um unbedingt das Finale lesen zu wollen.

Band 4, der Wanderer, ist eine kurze und sehr schockierende Geschichte über die Herkunft des Wanderers, die auch viele Fragen aufwirft. Die Geschichte war unglaublich, eigentlich will man gar nicht wissen was den Jungen noch erwartet, kann aber nicht aufhören zu lesen!

• Charaktere 5 
• Idee 4 
• Umsetzung 4 
• Spannung 5 
• Stil 5 
• Unterhaltung 5 

4,6 Sterne. Eine klare Leseempfehlung für Freunde von schaurigen Horrorgeschichten die auch vor blutigen Szenen nicht zurückschrecken!

Die Reihe
Timmy Quinn
Band 1 und 2: Der Schildkrötenjunge und Die Häute, The Turtle Boy/The Hides
Band 3 und 4: Das Schiff und Der Wanderer, Vessels/Peregrine’s Tale
Band 5: Nemesis, Nemesis