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23 Mai 2020

Martin Krüger - Das Gesicht am Fenster





Klappentext
Sie hörte Glas splittern und das Geräusch knackender Knochen, ein Stampfen, das näher kam. Sie schrie, schrie … und wachte auf.
Ein Neuanfang nach einem traumatischen Erlebnis: Die Wissenschaftler Sophie und Colin Carter ziehen mit ihren beiden Kindern ins Schweizer Wallis. Als ihre Tochter Kate ein Kindermädchen braucht, finden sie in der älteren Agatha eine liebevolle und gebildete Nanny. Alles scheint perfekt.
Doch bald beschleicht Sophie das unheilvolle Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Die Kinder ziehen sich zurück, nachts geschieht Unerklärliches und Colin scheint etwas zu verbergen … Oder spielt Sophies Angst ihr einen grausamen Streich, die sie quält, seitdem sie einmal fast gestorben wäre?

11 Januar 2020

Ann-Kathrin Karschnick - Elemente des Chaos




Klappentext
**Auf der Suche nach dem fehlenden Element…**
Verletzt und ohne Erinnerung erwacht Navotru am Wegesrand. Neben ihr ein attraktiver, doch verschlossen wirkender Mann namens Temeral. Dieser offenbart ihr, dass sie eine Elementträgerin ist. Zuständig für das Element Erde, muss sie sich regelmäßig zu einem magischen Ort begeben, zusammen mit den übrigen vier Trägern – darunter auch er: Temeral, Träger des Feuers. Gemeinsam sichern sie das Gleichgewicht der Elemente und damit die Ordnung der Welt. Doch beim nächsten Treffen fehlen zwei der Elementträger. Der Welt droht das Chaos. Temeral und Navotru müssen die Vermissten schnellstmöglich finden. Doch kann Navotru dem verschwiegenen Mann an ihrer Seite trauen? Und wieso fühlt sie sich so unwiderstehlich zu ihm hingezogen?


Dark Diamonds | eBook 390 Seiten | Einzelband | 28. Juni 2018

Meinung 
"Elemente des Chaos" klang nach einem spannenden Fantasybuch für Zwischendurch. Es ist bei Dark Diamonds erschienen und ja der Klappentext verrät auch schon dass es einen "attraktiven" Typen geben wird und die Leser.innen vielleicht das eine oder andere Klischee erwartet. Da ich die Geschichten der Autorin mag wollte ich "Elemente des Chaos" eine Chance geben.
Und ich weiß immernoch nicht so genau ob mir das Buch jetzt gefallen hat oder es eher eine Enttäuschung war.

Die Geschichte startet sehr spannend und die Art die Welt zu entdecken war toll, zusammen mit Navotru die selbst keine Ahnung hat was eigentlich los ist, da sie ihre kompletten Erinnerungen verloren hat. Zusammen mit ihr entecken Leser.innen also die Welt und eine groß angelegte Intrige. Und dann ist da auch Temeral der mit von der Partie ist da die Beiden sich schon von früher zu kennen scheinen.
Die Dynamik zwischen Navotru und Temeral mochte ich am Anfag sehr. Sie verstehen sich und kabbeln sich auch ab und an. Diese Kabbeleien werden allerdings immer mehr und zwischendurch haben mich beide sehr geärgert. Teilweise verhalten sie sich einfach unfassbar kindisch und warum schaffen es Charaktere in Büchern so selten miteinander zu reden?

Wie gesagt, die Geschichte mochte ich und sie war auch spannend und unterhaltsam. Es gibt auch keine nervige Dreiecksgeschichte und auch nicht dieses Liebe auf den ersten Blick und Prota verliert ihre Fähigkeit zu denken. Dafür war aber die Erzählweise nicht so ganz meins. Ich kann nicht genau den Finger drauf legen, es waren eher viele Kleinigkeiten und Momente die mir den Spaß genommen haben. Hier mal der Seitenhieb dass Navotru ja nicht "so eine typische Frau ist". Oder diese kurzen homophoben "Witze" die gerissen werden aber nicht wiedersprochen wird.

Das Ende ging dann wirklich schnell und vor allem die Auflösung um Navotru war eher nervig als ein WOW-Effekt. Ich meine, ernsthaft? Nach so langer Zeit hat sie das alles vergessen? Und Temeral hätte ich auch einfach schütteln können.

"Elemente des Chaos" ist eine tolle Fantasygeschiche für Zwischendurch, mir fehlte allerdings etwas die Tiefe und die tolle Welt und alles drum herum hätte auch ein paar mehr Seiten an Erklärung nicht geschadet.

27 Oktober 2019

Kai Meyer - Phantasmen





Klappentext
Eines Tages tauchen sie aus dem Nichts auf – die Geister der Toten. Und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in der einzigen Wüste Europas, warten Rain und ihre Schwester Emma auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger auf einem Motorrad, ist hierhergekommen, um seine große Liebe Flavie noch einmal zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.



Details
Silberfisch | Hörbuch 8 Stunden | Sprecherin: Maria Koschny | Einzelband | 2014 

Meinung
Phantasmen war eine kleine Premiere für mich, das erste Hörbuch dass ich ganz gehört habe welches kein Klassiker war das ich eh schon kannte. Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste, und als ich dann das Hörbuch in der Bibliothek gesehen habe wollte ich dann das mal ausprobieren.

Maria Koschny ist die Sprecherin des Buches und sie war klasse. Auch die langatmigen Passagen hat sie noch spannend verpackt, sodass ich am Ball bleiben wollte. Ihre Stimme ist sehr angenehm und die Dialoge waren lebendig gelesen.

Die Geschichte klingt wirklich spannend und unheimlich. Und der Start war auch sehr gelungen und es herrscht eine unheimliche Endzeitstimmung. Keiner weiß so genau was vor sich geht. Und gerade als die Menschen sich mit den Geistern abgefunden haben geht es richtig los. Das böse Lächeln der Geister war faszinierend und sehr unheimlich zugleich. Ein Roadmovie mit viel Action trifft wohl am Besten zu. Leider zwischenzeitlich auch ein ziemlich zäher Roadmovie. Und das Ende wirkte dann wieder sehr gehetzt. Ich war sehr froh das mir das Buch vorgelesen wurde und ich das auch auf etwas schneller stellen konnte.

Die Geister und ihr Erscheinen werden gut erklärt, auch die Versuche das Phänomen zu erklären. Erst am Ende gibt es dann eine Auflösung die zwar weit hergeholt war, aber durch den Rest der Geschichte irgendwie plausibel.
Was sich mir leider nicht ganz erschlossen hat waren die Charaktere und ihre Beweggründe. Grade Tyler war einfach seltsam. Durch die Welt reisen um seine vor Jahren verschwundene Freundin zu suchen? Ich fand das sehr seltsam. Auch das Rain und Emma sich ihm dann angeschlossen haben empfand ich als nicht wirklich nachvollziehbar.

Das Buch wird von Rain erzählt. Sie erklärt immer sehr viel, manchmal zuviel und dann wieder zu wenig. Ihr Hauptanliegen ist es eigentlich ihre kleine Schwester Emma zu schützen und ihre Schwester glücklich zu sehen, dafür würde sie alles tun. Und dann führt sie sie quer durch die Halbe Welt und verwickelt sie in Kämpfe mit Söldnern? Ah ja.
Durch die Erzählweise wissen Leser*innen gut was in Rain vorgeht. Aber die anderen bleiben eher unnahbar und weniger nachvollziehbar.

Die Idee ist so gut und einzigartig aber leider war die Umsetzung nicht so prickelnd.

Eine Mischung aus Gruselgeschichte, Geisterroman, Roadtrip und Action. Mir hat die Umsetzung nicht ganz gefallen, aber wer den Klappentext und die Leseprobe mag sollte sich einfach ein eigenes Bild machen.


19 Oktober 2019

Anton Serkalow - Nighthunter. Die Nacht der Ghule




Klappentext
Was transportiert der Nachtzug, dass sich gleich mehrere Parteien dafür interessieren? Die McKenzie-Bande, ein Pinkerton-Agent ebenso wie die »Nighthunter«. Doch der geplante Überfall auf den Zug artet in eine Katastrophe aus. Denn etwas ist in diesem Zug. Etwas, das vielleicht nie hätte geweckt werden dürfen. Und das ist erst der Anfang!


Selbstverlag | eBook 117 Seiten | Nighthunter #1 | 25. April 2019 

Meinung
Ich mag ja diese klische Wild-West Storys ab und an sehr gerne muss ich zugeben. Und wenn dann noch übenatürliche Wesen dabei sind bin ich noch neugieriger.

Nighthunter ist eine Serie, die genau diese Kriterien erfüllt. Der "Wilde Westen" wird von Zombies, Ghoulen und andern Wesen heimgesucht. Und die Nighthunter, der Vampir Louis Royaume und der Gestaltwandler Geistwolf stellen sich ihnen entgegen. Soweit sogut, alles was spannende Unterhaltung verspricht wäre schonmal vorhanden.

"Nacht der Ghoule" startet gleich mitten in der Geschichte. Ohne große Vorwarnung sind Leser*innen gleich mitten im Geschehen. Eine Gruppe von Banditen liegt auf der Lauer und möchte einen Zug überfallen. Und dann tauchen auch die Hauptfiguren auf.

Die Geschichte ist wirklich kurz, viel wird erstmal nicht erklärt. Alles sind eher Andeutungen und vieles kann man sich dann zusammenreimen, oder auch nicht. Es geht blutig zur Sache, gibt viele Schießereien und die Sprache ist sehr derb.
Es wirkt einfach alles wie eine kurze Serienepisode, bei der man aber irgendwie mittendrin eingeschalten hat und bevor man wirklich in die Geschichte eintauchen kann ist es auch schon wieder vorbei. Dieser kleine Strang ist aber in sich abgeschlossen, für die Fortsetzungen gibt es aber noch sehr viele offene Punkte.
Band 1 würde ich allgemein eher als eine längere Leseprobe betrachten, danach wissen Leser*innen dann auf jeden Fall ob sie weiterlesen möchten.

Leider blieben die Charaktere sehr flach und hatten keine wirkliche Persönlichkeit. Die derbe Sprache wirkte manchmal auch sehr gewollt, Hauptsache es wirkt jetzt alles noch brutaler, was sehr schade war. Zwischendurch gibt es dann aber einige witzige Stellen. Und die Charaktere nehmen sich selbst nicht zu ernst, was auch ein großer Pluspunkt war.

"Nighthunter. Die Nacht der Ghule" ist der Auftakt einer Serie der gut für Zwischendurch ist. Noch fehlt die Tiefe der Geschichte, was aber wohl auch am Format liegt. Für Fans von abgedrehten Wild-West Geschichten aber zu empfehlen.
Immer 3 Bände erscheinen dann auch als Sammelband.

sehr grafische Gewalt, rassistische Sprache

Weitere Rezensionen

Die Reihe
Nighthunter
1: Nighthunter. Die Nacht der Ghule
2: Nighthunter. Die Zombies von Pine Hill
3: Custers letzter Ritt
4: Die Posaunen von Jericho
5: Die Legende von Sixshot Booker

29 September 2019

Isabel Abedi - Imago





Klappentext
Wanja liebt sie - diese Minuten vor Mitternacht, kurz bevor auf ihrem Radiowecker alle vier Ziffern auf einmal wegkippen und eine ganz neue Zeit erscheint. Doch heute um Mitternacht verändert sich nicht nur das Datum für Wanja. Sie bekommt eine geheimnisvolle Einladung zu der Ausstellung Vaterbilder. Und damit einen Schlüssel, der die Tür zu einer anderen Welt öffnet: in das Land Imago.


Arena | Taschenbuch + eBook + Hardcover + Hörbuch 403 Seiten | Einzelband | Januar 2008

Meinung 
Imago klang sehr spannend und es lag leider auch ewig auf meinem SuB. Gelesen habe ich es nun endlich im Rahmen einer Challenge.

Wanja ist zwölf und kennt ihren Vater nicht. Er ist verschwunden und weder ihre Mutter noch ihre Oma verlieren ein Wort über ihn. Alle Fragen nach ihrem Vater werden abgeblockt, dabei wünscht sich Wanja nichts mehr als endlich zu erfahren wer ihr Vater ist. Eines Nachts erhält sie eine seltsame Einladung zur Ausstellung "Vaterbilder" und kommt dadurch nach Imago und in einen wunderbaren magisch wirkenden Zirkus.

Die Geschichte an sich mochte ich sehr, es hat war interssant Wanja auf ihrem Weg zu begleiten. Durch Imago lernt sie sich auch Problemen zu stellen und sie wird etwas erwachsener.
Imago an sich nimmt leider wenig Platz im Buch ein, die meiste Zeit verbringt man mit Wanja und ihren Freundinnen in Hamburg. Es gibt die alltäglichen Probleme von Schüler*innen wie doofe Lehrer oder Freundschaften die doch nicht so wirklich passen. Es werden viele Themen angeschnitten und Isabel Abedi versucht einiges immerhin nicht unkommentiert stehen zu lassen. Da gibt es die "typischen" Lästereien über andere und Wanja sagt immerhin etwas dagegen. Dafür wurden andere Dinge mir etwas zu unkritisch behandelt. Es stört mich wenn Menschen und vor allem Obdachlose einfach immer als "Penner" bezeichnet werden und keiner sagt was dagegen. Auch das dieses "Mädchen mögen Schminke, Jungs eher Sport" getue (ok, eigentlich ist es Sexsimus Pur) muss in Jugendbüchern doch echt nicht sein.

Leider war die Erzählweise zwar irgendwie mitreisend aber auch etwas langatmig. Oft plätschert alles so schön vor sich hin aber kurz bevor es dann wirklich langweilig werden würde passiert dann mal doch was spannendes.

Imago ist ein nettes Buch das für Zwischendurch. Ein Mädchen auf der Suche nach ihrem Vater verknüpft mit einem magischen Abenteuer.

27 August 2019

Jay Kristoff - Kinslayer




Inhalt
Band 2 einer Reihe. Spoiler zu Band 1 in der Inhaltsangabe!
Das Imperium Shima steht ohne Herrscher da, er wurde ermordet und somit ist die Gefahr für einen Bürgerkrieg enorm gestiegen. Vor allem nachdem das Volk nun auch weiß wie Inochi, der Dünger für den Blutlotus gewonnen wird. Die Lotusgilde hat schon einen Nachfolger im Blick, doch das wollen die Rebellen verhindern. Yukiko und Buruu kämpfen derweil nicht nur darum einen Weg zu finden die Hochzeit des neuen Shogun zu verhindern. Yukiko muss auch mit ihrere Wut klarkommen und lernen ihre Kraft zu beherrschen. Und eine weitere Kraft plant einen Angriff auf Shima um das Imperium endgültig von der Landkarte zu tilgen.


Tor | eBook + Taschenbuch 642 Seiten | The Lotus Wars #2 | September 2013 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Nachdem Band 1 "Stormdancer" mich ja eher wütend gemacht hat hatte Band 2 schon einen schweren Start. Und ich hatte die große Hoffnung dass es besser wird als der wirklich misslungene Starte der Reihe.

Yoa, dann fang ich mal an mit meiner Meinung. Zuerst: -sama und hai wurden nicht mehr ganz so falsch verwendet. Vor allem "hai" kommt noch manchmal an unpassenden Stellen, aber es steht zumindest nicht mehr mitten in einem Satz. Oder als Ersatz für "ne".
Dafür werden sonstige japanische Begriffe immernoch immer mal wieder eingeworfen, damit die Leser.innen auch ja nicht vergessen dass wir uns gerade in einem tollen exotischen Setting befinden, es war nervig. Und ich habe noch einen neuen "Worst sentence ever" gefunden: "Jurou’s grin was all Kitsune-in-the-henhouse, aimed squarely at Hana..." (Kinslayer, Seite 145). Das ist so bescheuert, da fällt mir einfach nix mehr zu ein. WARUM MUSS SO EIN MIST DENN SEIN??

Yukiko ist in Kinslayer so unfassbar stark. Sie hat quasi schon Superkräfte und kann nicht nur mit Tieren sprechen, sie hört einfach alles und jeden. Und weil es sie unfassbar fertig macht macht sie sich auf die Suche nach jemanden der ihr helfen kann ihr Kräfte zu kontrollieren. Und ihre Reise durch Shima und darüber hinaus war sehr spannend. Und hat auch dazu geführt dass endlich auch mal die Gajins auftauchen, und sie sind an Russen angelehnt. Jap, auch mit der vollen Ladung Klischees. Aber ich hoffe dass sie in Band 3 noch eine Rolle spielen und nicht einfach nur da waren damit Yukiko eine sehr krasse und düstere Reise macht und endlich hinter das Geheimnis ihrer Superkräfte kommt.

Die Geschichte von Yukiko ist spannend. Aber auch schwer zu verfolgen weil es noch soviel andere Handlungsstränge gibt. Kin, Kaori, Michi und neu dazu kommt Hana.  Alles führt dann aber doch zu einem großen Finale. Und ja während dem Lesen hatte ich schon ab und an das Gefühl das nicht alles so gut klappen wird. Aber das Ende war dann wirklich krass. Und ich bin echt gespannt wie das noch weitergehen soll.
Über Buruu gibt es wenige Fetzen neuer Infos, über seine Vergangenheit. Und auch über den Ort wo sich die letzten Arashitora aufhalten. Aber das passiert alles so nebenher und ich hoffe das wird noch aufgelöst.

Die Erzählweise von Kristoff ist wieder sehr blumig und ausschweifend. Es gibt viele Details und Wiederholungen. Aber die Welt ist dadurch auch sehr plastisch.

Was mir noch sehr negaiv aufgefallen ist ist leider die teilweise extrem nervende und übetreieben sexualisierung der weiblichen Charaktere. Und der Male Gaze. Wirklich nervig. Da findet sich Aisha, sie hat gerade so die Attacke ihres Bruder überlebt, liegt in einem Krankenhausbett. Sie ist übersäht mit blauen Flecken. Aber immernoch hübsch. Wunderbar, es ist ja auch total wichtig wie hübsch sie ist? Und solche Stellen gibt es öfter. Ich habe jetzt aber nicht die Motivation die ganzen Textstellen zu zitieren.

So, ab hier wird es ein paar Spoiler geben. Wer Kinslayer ohne Spoiler lesen möchte einfach weiterspringen.


Was mich echt richtig angenervt hat: Yukiko hat Superkräfte weil sie schwanger ist!. Und sie merkt es erst als eine weibliche Arashitora ihr hilft weil sie ist ja schwanger. Und by the way hilft die weibliche Arashitora Yukiko auch nur weil sie die Babys beschützen will. Frauen machen das wohl so. WTF?

Als neuen Charakter gibt es Hana. Was ich von ihr halten soll weiß ich echt nicht. Sie hat sich den Rebellen angeschlossen und durch sie erhält man einen tollen Einblick in den Palast und auch nach Kigen wo ja ziemlich das Chaos herrscht. Aber ihre tragische Vergangenheit war einfach too much. Und dann war da ja noch ihr Bruder Yoshi, auch eine tragische Vergangenheit und eine tragische Geschichte die irgendwie so gar nichts zum Rest beigetragen hat. Außer dass er und sein Freund Jurou dass einzige homosexuelle Pärchen sind. Nur damit Jurou dann auf brutale weiße stirbt weil die beiden sich dummerweise mit der Yakuza angelegt haben.

Kinslayer war etwas besser als Stormdancer. Und vor allem ist es immer noch die Geschichte die so spannend ist dass ich auch noch den Finalen Band lesen werde.

Was mich an meiner Ausgabe übringens auch nervt, und ja ich habe Versucht das nicht in die Bewertung einfliesen zu lassen, ist das Cover. Es gibt Ausgaben da ist nur die Frau drauf, soll wohl Yukiko sein. Bei meiner Ausgabe sind noch wunderbare asiatische Gebäude drauf. Rechts japanische Häuser im Hintergrund. Das links sieht aber einfach so nach Hindutempeln aus. Irgendwie hat es mich sofort an Prambanan erinnert. Und ehrlich wenn das die Vorlage war dann nervt es mich noch mehr weil ja eh schon soviele Fehler in den Büchern waren.

Folter, Mord, (angedeutete) Vergewaltigung, explizite Gewalt gegen Tiere und Menschen

Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die überarbeiteteUK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

10 August 2019

Cassandra Clare - City of Bones




Inhalt
Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary das Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte einst der Bruderschaft der Shadowhunter an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Nach und nach beginnt auch Clary in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten? Quelle: deutscher Klappentext


Simon & Schuster | eBook + Taschenbuch 520 Seiten | The Mortal Instruments#1 | 2007 | deutsche Ausgabe City of Bones bei Arena erschienen, Neuauflage bei Goldmann |
Sprachschwierigkeit: 2

Meinung
Wie lange "City of Bones" schon ungelesen in meinem Regal steht weiß ich nicht mal mehr. An der Reihe kommt man eigentlich nicht vorbei und die englischen Ausgaben gab es mal in einem super Angebot. Die Shaodhunter-Welt ist ja in der ZWischenzeit riesig. Und ich habe vor Jahren mit den "Infernal Devices" und Clockwork Angel gestartet Eigentlich wollte ich die Bücher dann doch in der "richtigen" Reihenfolge lesen und habe nun endlich "City of Bones" gelesen.

Der Einstieg war schon echt spannend und interessant. Das ganze Buch aber eher ein Auf und Ab. Die Welt die Cassandra Clare geschaffen hat finde ich grandios und sehr spannend. Die unterschiedlichen Wesen, die Art der Magie, die Runen die den Shadowhuntern helfen und alles drum herum. Leider war die Geschichte dann nicht immer so gut, es war teilweise vorhersehbar und die Charaktere manchmal einfach wandelnde YA-Klischees. Es gab überraschende Momente aber vor allem die große Auflösung am Schluss war jetzt eher durchschaubar. Und die Nebenhandlungen empfand ich als sehr viel interessanter und spannender als die ganze Geschichte um Clary und Jace. Ihre Beziehung war leider von Anfang an sehr klischeehaft und blieb irgendwie Oberflächlich und hat mich ehrlich gesagt am wenigsten angesprochen. Die obligatorische "Dreiecksgeschichte" war auch von Anfang an klar, wobei sie zum Glück nicht ganz so dramatisiert wurde und Simon recht cool reagiert.

Die Nebencharaktere waren, wie schon geschrieben, spannender. Magnus Bane hat nicht viele Auftritte aber ich mochte ihn sofort. Alec und Isabella fand ich auch sehr viel spannender als Clary. Wobei die Beiden leider auch sehr viele  Tropes erfüllen und die Darstellung, vor allem von Alec, mir nicht immer gefallen hat.

Die Shadowhunter sind wohl mein Guilty Pleasure, nichts ist perfekt es gibt einige Kritikpunkte was die Charaktere betrifft aber es ist unterhaltsam und ich mag es. Und ich werde die Reihe weiterlesen.


Die Reihe
The Mortal Instuments - Chroniken der Unterwelt
1: City of Bones
2: City of Ashes
3: City of Glass
4: City of Fallen Angles
5: City of Lost Souls
6: City of Heavenly Fire

10 Mai 2019

Maggie Stiefvater - Nach dem Sommer




Klappentext
Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe nach Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. Es ist September, als Grace und Sam sich verlieben. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.


Script5 | eBook + Taschenbuch 424 Seiten | Shiver, Übersetzt von: Sandra Knuffinke, Jessika Komina | Die Wölfe von Mercy Falls #1 | 01. September 2010 | ab 16 Jahren

Meinung
"Die Wölfe von Mercy Falls" hatte ich sehr lange auf meiner Wunschliste, weil Werwölfe und weil es von sovielen gelobt wird. Dann gab es die Reihe mal bei Thalia im Angebot und die HCs gab es als Schnäppchen, daran konnte ich so gar nicht vorbeigehen. Also Band 1-3 eingepackt und dann sind die Bücher erstmal im Regal verstaubt. Weil sich mein Lesegeschmack auch geändert hat und ich mir nicht so sicher war ob die Bücher überhaupt noch was für mich sind.
Endlich habe ich nun Band 1 gelesen und das Buch kam grade genau richtig. Es war nicht wirklich tiefgründig aber eigentlich gute Unterhaltung, wenn auch mit einigen Kritikpunkten.

Das wirklich positive ist Sam. Er ist total nett und freundlich und nicht der typische Badboy. Die Beziehung zwischen Grace und Sam war am Anfang auch gut, es gibt viele Dates und vor allem viele Gespräche. Manchmal waren es dann fast zuviele Gespräche weil beide viel reden aber die Geschichte geht nicht voran. Oft bewegen sie sich mit allem auf der Stelle. Und irgendwann gibt es für Grace und Sam nur noch sie beide, alle anderen werden mehr oder weniger egal. Ja sie versuchen sich auch um andere zu kümmern, sind aber irgendwie nur auf sich fokusiert. Und ich empfand den Anfang der Liebesgeschichte sehr gruselig, wirklich. Ich meine Grace verliebt sich in einen Wolf? Ja es steht auch im Klappentext aber ich habe es nicht geglaubt bis ich es in der Geschichte gelesen habe. Das ist so seltsam, ehrlich.
Grace war ok, sie bleibt sich halbwegs treu und wird nicht so zur kopflosen verliebten Freundin. Auch wenn sie zwischendurch ihre Freundinnen einfach mal vergisst, was mich sehr genervt hat.
Die anderen Charaktere bleiben etwas blass, Isabele mochte ich noch am meisten weil sie sehr interessant war.

Leider waren die Werwölfe im Buch eher Nebensache, Sam ist zwar ein Werwolf aber viel erfährt man nicht wirklich. Und leider widersprechen sich die Angaben auch immer mal wieder. Mal ist die Verwandlung schmerzhaft, mal gibt es nach der Verwandlung kompletten Gedächtnisverlust, dann erinnern sich die Wölfe doch noch ein bisschen an ihr menschliches Wesen. Dafür waren die Wölfe sonst wirklich spannend. Und vor allem auch Wölfe, sie sind keine netten Kuscheltiere, sondern wilde Tiere die auch mal angreifen wenn sie sich bedrängt fühlen.

Das Ende war dann auch sehr schnell und seltsam, dieser ganze Quatsch um die Idee mit der Heilung allgemein. Aber immerhin ist dieser Teil abgeschlossen und endet ohne Cliffhanger.

Maggie Stiefvater schafft es aber die Geschichte trotzdem spannend zu erzählen. Trotz einiger Kritikpunkte konnte ich das Buch dann doch nicht aus der Hand legen weil ich wissen wollte wie es weitergeht und vor allem wie es ausgeht. Ja, manche Stellen waren vorhersehbar aber trotzdem blieb es interessant. Der Anteil von brutalen Szenen hielt sich glücklicherweise auch in Grenzen, nur am Ende wird es wirklich dramatisch und traurig. Und ja, ich will die Reihe weiterlesen.

Wer gerne eine Jugendbuch mit einer etwas tragischen Liebesgeschichte und Werwölfen lesen mag sollte hier zugreifen. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 16 vor allem das Ende ist auch wirklich nicht ohne.

Die Reihe 
Die Wölfe von Mercy Falls
1: Shiver, Nach dem Sommer
2: Linger ,Ruht das Licht
3: Forever, In deinen Augen
4: Sinner, Schimmert die Nacht

20 Februar 2019

Julia Lange - Blutgesang





Klappentext
In Midea, der Stadt der schönen Künste, leben Menschen und das musikalisch begabte Volk der Zatarsi Seite an Seite, seit die Drachen ausgerottet wurden. Die ehemaligen Drachenjäger sorgen nun als Hüter für Sicherheit, nachdem verfluchtes Blut regelmäßig bei Menschen zu unkontrollierbarer Wut führt, so dass diese eingesperrt werden müssen. Ein Schicksal, das auch dem jungen Adligen Valerian droht. Auf der Flucht begegnet er der zatarsischen Sängerin Elezei, die selbst eine Rechnung mit den Hütern offen hat. (gekürzt)


Knaur Verlag | eBook + Taschenbuch 384 Seiten | Einzelband | 01. Dezember 2018 (eBook); 01. Februar 2019 (TB)

Meinung
Auf Blutgesang hatte ich mich sehr gefreut weil der Klappentext eine spannende Geschichte versprochen hat. Musik und Legenden über Drachen, bin dabei. Nun habe ich das Buch endlich gelesen und bin teilweise sehr ernüchtert. Es fällt mir auch nicht wirklich leicht die ganze Kritik in eine Rezension zu packen, vor allem weil ich die Autorin so nett finde. Aber hilft auch keinem wenn ich einfach nichts schreibe.
Leider werde ich diesesmal nicht ganz ohne kleinere Spoiler auskommen um meine Kritik aufzuzeigen.

Durch die Geschichte begleitet man unterschiedliche Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Das ist spannend und man lernt so die Welt gut kennen. Am Anfang sind es vielleicht ein bisschen viele Infos auf einmal und der Charakterwechsel war auch etwas anstrengend, bei den ganzen Namen musste ich erst durchblicken. Aber ich mag komplexe und gut durchdachte Welten und die Stadt Midea gehört definitiv zu den durchdachteren Welten. Es ist schön wie immer kleine Details eingeflochten werden um die Welt lebendig und echt wirken zu lassen. Auch die Idee mit den Zatarsi war klasse. Eine matriarchalische  Gesellschaft von Musikerinnen die sich durch sogennanten Klingentänze ihren Rang erkämpfen und eigentlich nur in Ruhe Musik machen wollen. Was für eine geniale Grundlage. Leider wurde für meinen Geschmack daraus viel zu wenig gemacht.

Die Charaktere sind zwar interessant aber teilweise auch wirklich anstrengend. Elezei ist eine der besten Kriegerinnen in ihrem Stamm, sie ist hoch angesehen und dann einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Passiert mal aber wie sie sich dann verhält ist teilweise zum Haare raufen. So kopflos wie sie vorgeht. Nachdenken scheint leider nicht ihre Stärke zu sein, dafür kann sie immerhin gut kämpfen und Musik machen.
Valerian ist ein reicher, verwöhnter Junge. Er verkörpert seine Rolle echt gut und durch sein Schicksal landet er schnell auf dem Boden der Tatsachen. Auch er verhält sich aber teilweise echt kopflos. Ich wollte beide echt schütteln vor allem in der ersten Hälfte des Buches.
Was ich aber wirklich übel fand war die Rolle von Dianthia, der Verlobten von Valerian. Und ab hier SPOILER: Sie ist nett und hübsch und verdreht im den Kopf nur um ihn dann zu verraten. So weit so gut. Dann aber muss ja Valerian unbedingt nochmal zu ihr nur um herauszufinden das sie ihn wegen einer anderen Frau verraten hat. Es gibt hier genau einen queeren Charakter im Buch, Dianthia. Und ausgerechnet sie muss die "böse Verräterin" sein? Musste das sein? Das war komplett unnötig und ich war echt sprachlos SPOILER ENDE

Die Geschichte an sich ist auch ein auf und ab. Elezei und Valerian rennen eigentlich von einer dummen Aktion zur Nächsten und wirklich durchdacht wirken ihre Aktionen nicht. Alles wirkt so gehetzt. Und die Hüter wirken leider auch eher wie ein Haufen kopflose Menschen mit Waffen die es irgendwie schaffen respektiert zu werden.
Und die Auflösung war so seltsam finde ich. Am Ende dachte ich nur "Echt jetzt? Das wars?" irgendwie macht es nicht so wirklich Sinn für mich. Die ganze Aktion und die gesponnenen Intrigen waren zwar spannend aber warum dieses Vorgehen gewählt wurde hat sich mir einfach nicht erschlossen, wenn man am Schluss dann weiß was los ist hätte es einfach soviele mehr Möglichkeiten gegeben.

Die Ideen war wirklich gut, die Umsetzung leider nicht so prickelnd.

Weitere Meinungen
Letannas Bücherblog: Mir hat diese Geschichte unheimlich gut gefallen, weil man am Anfang gar nicht weiß in welche Richtung das ganze gehen wird.

angeltearz liest:  Das Setting ist richtig toll. Ich finde es großartig, wenn alles in einer Stadt spielt. 

08 Juni 2018

Cosima Lang - Das Fabelmädchen




Klappentext
**Stell dir vor, du lebst in einer magischen Bibliothek…** Selibra Winterkind träumt von der großen weiten Welt und nutzt jede Gelegenheit, um sie anhand von Büchern zu erkunden. Als Hüterin des Wissens lebt sie in der sagenumwobenen Bibliothek der neun Königreiche und wacht über die Geschichten aller Menschen. Nur ihre eigene Lebensgeschichte erscheint ihr so leer und lieblos wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Doch das ändert sich schlagartig mit dem herannahenden Frühlingsfest und dem Fluch, der über das Land zieht. Plötzlich hängt alles von ihrem Wissen ab und Selibra muss zusammen mit ihrem Leibwächter Dominik und dem jungen Kommandanten Wolf eine weite Reise durch die Königreiche antreten, um das Einzige zu finden, was ihrer aller Geschichten zu retten vermag…

Buchdetails
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Impress | eBook 978-3-646-60419-1 283 Seiten | Einzelband | 07. Juni 2018 | ab 14 

Meinung
Angesprochen hat mich hier sofort der Klappentext. Eine magische Bibliothek, das muss ich lesen. Und ich hatte Glück und durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen.

Los geht die Geschichte mit einem Prolog, man lernt Selibra kennen und sie wird zum Fabelmädchen. Dann geht es Jahre später weiter. Selibra hat sich in der Bibliothek eingelebt. In der Bibliothek werden alle Geschichten der Menschen aufbewahrt und das Fabelmädchen bewacht diese und gibt auch Bücher an Besucher zum lesen. Eigentlich recht unspektakulär aber als die Dunkelheit die Welt bedroht ändert sich alles.

Selibra mochte ich am Anfang nicht so wirklich. Sie wirkte kindisch und irgendwie nervig. Aber sie macht eine so tolle Entwicklung durch, wird stark und macht auch endlich mal den Mund auf. Sie stellt Fragen und geht ihren eigenen Weg.
Die Geschichte ist sehr schnell zu lesen. Es passiert zwar einiges aber für mich waren es einfach ein paar Seiten zu wenig. Cosima Lang hat viele tolle Ideen in ihre Geschichte eingebaut und eine interessante Welt geschaffen. Ein Glück wird alles erklärt und man lernt das Wichtigste der Welt kenne aber gefühlt wurde nur an der Oberfläche gekratzt. Insgesamt ist die Geschichte locker und leicht. Die Protagonistin erlebt ein Abenteuer, kommt aber immer ohne größere Konflikte aus allem raus. Das Ende bietet leider keine großen Überraschungen ist aber rund und ein guter Abschluss.
Es gibt eine Liebesgeschichte aber zum Glück nicht die typische Jugendbuch Lovestory. Selibra schält nicht einfach ihren Kopf aus sobald ein hübscher Mann sie anlächelt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich schnell aber schön.

Die Bibliothek war auch wirklich toll, kam aber in der Zwischenzeit etwas zu kurz. Durch den Klappentext hatte ich mehr über die Bücher und die Bibliothek erwartet. Schön war aber das die Bibliothek immer zumindest ein bisschen dabei war.

Der Schreibstil war leider nicht so gut. Es wurden weder Emotionen transportiert noch wirkte die Welt lebendig. Alles war wirklich recht einfach beschrieben und es gab einige Wiederholungen. Es gab genug Beschreibungen das ich mir ein Bild machen konnte aber etwas hat doch gefehlt. Leider auch den ein oder anderen Rechtschreibfehler vor allem fehlende Wörter und Buchstaben die ein Korrektorat eigentlich hätte finden müssen.

Eine Fantasygeschichte für Zwischendurch. Vor allem auch für jüngere Leser wird die Geschichte ansprechend sein.

10 April 2018

Ellen Marie Wiseman - Die bittere Gabe




Inhalt
Amerika in der 30er Jahren. Die zehnjährige Lilly durft noch nie vor die Tür. Sie lebt eingesperrt auf dem Dachboden einen grßen Hauses um sie vor den Menschen zu schützen die, laut ihrer Mutter, nur in Angst geraten würden. Doch dann darf sie eines Tages mit in den Zirkus, doch nicht um die Vorstellung zu sehen. Lilly wird dorthin verkauft und hat von nun an ein hartes Leben voller Höhen und Tiefen vor sich.

Piper | eBook + Taschenbuch 464 Seiten | The Life She Was Given, übersetzt von Sina Hoffmann | Einzelband | 01. Februar 2018
Meinung
Der Klappentext klang sehr interessant und auch das Cover ist ein hingucker. Dank Netgalley und Piper konnte ich das Buch nun lesen.

Ob ich begeistert bin weiß ich leider nicht so ganz. Eigentlich war das Buch gut aber es gab auch einige Punkte die mich gestört haben. Erstens: Der Klappentext. Eigentlich die ganze Story weil es passiert wirklich nicht so viel mehr als im Klappentext steht was Lillys Leben betrifft.
Die Leser treffen dann noch Julia, die zwanzig Jahre nach Lilly lebt und die große Frage ist wie die beiden Schicksale wohl zusammenhängen.

Die Charaktere waren anstrengend. Lilly kann eigentlich nichts alleine, was am Anfang noch versändlich ist, sie ist Jahre lang auf dem Dachboden eingesperrt und ihr wird eingeredet dass sie schrecklich ist. Aber als sie dann im Zirkus ist kommt sie auch nicht darauf mal selbst aktiv zu werden, erst in den letzten drei Kapiteln trifft sie eigene Entscheidungen.
Die anderen Charaktere wirkten teilweise sowas von überzeichnet. Lillys Mutter die einfach unfassbar kalt und herzlos ist, ihr Vater der auch nicht wirklich nett sein kann. Und immer wenn man denkt das wars jetzt aber kommt noch ein Detail ans Licht das die Beiden noch viel böser wirken lässt. So ist es mit den anderen Charakteren auch, entweder sind sie unfassbar fies und herzlos oder doch sehr hilfsbereit. Einzig Julia war ein kleiner Lichtblick. Teilweise war sie einfach sehr naiv und auch dumm aber das hat sich dann immerhin ein bisschen gebessert.

Erzählt wir abwechselnd über Lilly und Julia. Die Geschichte an sich ist spannend aber an manchen Stellen auch wieder so überzeichnet. Die große "Überraschung" war dann auch irgendwie so ab 65% der Geschichte absehbar. Allerdings wollte ich noch wissen wie genau es nun so gekommen ist. Der Zirkus war sehr glaubhaft beschrieben aber auch sehr hart. Die Freakshows, die Artisten, der Umgang mit den Tieren. Im Buch werden sehr viele unbequeme Themen angesprochen, Kindesmissbrauch und Tierquälerei ganz vor dabei. Teilweise auch sehr drastisch dargestellt.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und Ellen Marie Wiseman schafft es das man mitten im Geschehen ist. Allerdings war ihre Erzählweise auch manchmal anstrengend, soviel offensichtliche Fragen die sie im Text (Warum war Mutter so kalt?) aufwirft. Leser sind nicht ganz so dumm und können sich das auch selbst Fragen ohne das es gefühlt zwanzig mal in der Geschichte aufkommt.
Auch wie immer wieder die Charkatere der Freakshow aufgezählt werden. Nach Jahrem im Zirkus sollten doch einfach die Namen reichen, oder? Man muss nicht immer Brutus der Riese sagen. Es reicht doch Brutus?

Mein größter Kritikpunkt kommen leider nicht ohne Spoiler aus. Wer nicht gespoilert werden will bitte den nächsten Absatz ignorieren, wer es lesen mag muss den Text vorher auch markieren:
Lillys Krankheit ist eine wilde Mischung aus irgendwas, hauptsache "dramatisch" und "nicht normal". Man wird die ersten drei oder vier Kapitel im dunklen gelassen und malt sich schon alles möglich aus um dann festzustellen das sie einfach helle Haut hat und mehr einer lebenden Porzellanpuppe gleicht. Also irgendwie das Klischee eines Albinomädchens. Ab und an hat sie Probleme beim atmen. Warum? Keine Ahnung. Asthma oder Panikatattacken oder einfach ein Effekt um es spannender zu machen? Und das verschwindet auch irgendwann einfach. Und sie zählt immer gerne um sich zu beruhigen. Alles muss gezählt werden, die Fliesen, Schritte oder was auch immer. Aber auch nur am Anfang dann verschwindet es einfach so weil Lilly hat ja genung andere Probleme. Lilly wirkt wie eine Ansammlung von Klischees die sie anders machen und wohl mitleid erregen sollen? Es kam mir beim lesen zumindest so vor und es hat mich echt sauer gemacht.

Alles in allem eine spannende Geschichte die gut unterhalten kann. Leider auch mit einigen Schwachpunkten.

Danke an Piper und Netgalley für das elektronische Leseexemplar  

24 Februar 2018

Ava Richardson - Akademie der Drachenreiter




Inhalt
In der Stadt Torvald gibt es eine Akademie für Drachenreiter. Einmal im Jahr fliegen die Jungdrachen aus und suchen sich unter den Einwohnern ihre Reiter aus. Jeder Drache benötigt zwei Reiter, einen Navigator und einen Beschützer. Agathea Flamma stammt aus einer adeligen Familie die schon viele Drachenreiter hervorgebracht hat. Sie wünscht sich nichts mehr als auch eine davon zu werden, auch wenn die Chancen nicht so hoch stehen.
Sebastian ist der Sohn eines Schmiedes und lebt in der ärmsten Gegend der Stadt. Er findet die Drachen faszinierend, macht sich aber keine Hoffnungen jemals die Akademie der Drachenreiter besuchen zu können. Das bleibt meist den Adeligen vorbehalten. So ist er auch sehr überrascht als er von einer Drachendame erwählt wird und zur Akademie gebracht wird. Die zweite Erwählte ist Agathea. Zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten müssen nun zusammen ihre Ausblidung absolvieren.

Selbstverlag über Amazon | eBook ISBN: B01DU59GME 234 Seiten | Dragon Trials übersetzt aus dem englischen | Rückkehr der Finsternis #1 | 04. April 2016

Meinung
Cover und Klappentext haben mich hier angelockt. Ok, erst das Cover ;) Allerdings verärt der Klappentext unfassbar viel, deshalb habe ich auch versucht den Inhalt etwas zusammenzufassen.

Die Geschichte klang spannend und war leider nur ok. Könnte auch an der nicht ganz so gelungenen Übersetzung liegen, manche Sätze klingen irgendwie plump und manche Wörter passen nicht so ganz in den Kontext.

Agathea, genannt Thea und Sebastian sind einfach nur anstrengend. Vor allem Thea. Die erste Hälfte der Buches jammert sie gefühlt in jedem zweiten Satz "Aber ich bin ein Mädchen, ich kann eigentlich kein Drachenreiter sein!" oder sie hat Angst das sie die Ausbildung nicht schafft, obwohl sie beim kämpfen die Beste ist. Ihr wisst nicht wie oft ich die Augen verdreht habe.
Sebastian ist nicht besser, er jammer immer über seine nicht adelige Herkunft und stellt sich manchmal einfach nur an. Beide ändern sich sehr plötzlich gegen Ende der Geschichte, zum Positiven.

Die Drachen waren interessant aber die ganze Akademie und die Sache mit den Drachenreitern auch sehr seltsam. Ein Drache braucht zwei Reiter und sucht sich diese selbst aus. Wenn die Reiter aber die Ausbildung nicht schaffen oder einer irgendwann stirbt, dann geht der Drache zurück in seinen Berg und ist von nun an nur noch ein Zuchtdrache. Freiwillig. Das klingt so bescheuert. Ich meine, als ob sich majestätische Drachen freiwillig einsperren? Um dann Nachwuchs für zu zeugen der den Menschen dient? Ab und an kamen mir die Drachen auch eher wie Pferde vor, Pferde mit Flügeln.

Das Buch war ok. Aber nicht so packend wie erwartet. Wer Drachen mag und ein nettes Buch für zwischendurch lesen mag kann hier nicht viel falsch machen.

Die Reihe
Die Rückkehr der Finsternis
1: Akademie der Drachenreiter
2: Legenden der Drachenreiter
3: Legenden der Drachenreiter

14 Februar 2018

Pia Hepke - Irrlichter. Der Schatten auf deinem Leben




Klappentext
Irrlichter Was sind eigentlich Irrlichter? Sie bezeichnen ein Phänomen seltsamer Lichter, die zumeist im Moor oder auf Friedhöfen beobachtet werden. Doch was wäre, wenn diese Lichter in Wahrheit verstorbene Seelen sind? Wenn sie zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten mit ihrem Licht verhindern, dass verlorene Seelen aus dem Jenseits ins Diesseits wechseln? Aber was unternehmen sie, wenn sie nicht gerade gegen das Böse kämpfen? Shela treibt sich gern auf Friedhöfen herum und beobachtet die dortigen Beerdigungen. Dabei trifft sie eines Tages auf Tamin, der seinen ganz eigenen Grund hat, seine Zeit zwischen den Toten zu verbringen. Shela ist fasziniert von ihm und beschließt, hinter sein Geheimnis zu kommen. Am Ende wünscht sie sich jedoch, sie hätte es nie erfahren

Selbstvelag via CreateSpace | eBook ISBN: B01N2BC9PP + Taschenbuch ISBN: 1542458862 176 Seiten | Irrlichter #2 | 20. Februar 2017 

Meinung
Diese Rezension ist spoilerfrei, auch zu Band 1. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Band 1 der Irrlichter hat mich sehr überrascht und ist noch immer präsent. Und als dann ein weiterer Band erschien musste ich ihn auch haben.

Nach dem umwerfenden Band 1 waren meine Erwartungen an dieses Buch sehr hoch. Hier geht es um das Irllicht Shela, die zusammen mit dem Eigenbrötler Irwim auf der Reise ist. Bei einem Halt in einer namenlosen Stadt trifft Shela auf Tamin.
Das Buch wird aus Shelas Sicht erzählt. Sie ist teilweise sympathisch aber dadurch das sie ein Irrlicht ist auch manchmal etwas seltsam, sie kennt die Welt der Menschen nicht mehr so und das führt zu einigen lustigen Gedanken von Shela. Ich fand sie wirklich gut dargestellt.
Die Geschichte ist schön und etwas melancholisch. Leider war das Ende doch irgendwie absehbar und das fand ich echt schade. Es gab zwar eine Überraschung, die vor allem Leser von Band 1 noch mehr rühren wird, aber sonst leider nicht viel spannendes. Meist plätschert alles so vor sich hin und viel hängen blieb am Schluss auch nicht.

Das Buch ist wunderschön geschrieben und gut zu lesen.

Tolle Idee, sympathische Charaktere aber leider doch eine vorhersehbare Geschichte. Gute Unterhaltung für zwischendurch wenn man mal eine etwas melancholische und traurige Geschichte lesen mag.

Die Reihe
Irrlichter
1: Das Licht zwischen den Welten
2: Der Schatten auf deinem Leben
3: Die Dunkelheit in unseren Herzen
4-6 in Planung

01 Dezember 2017

Kim Kestner - Zeitrausch. Spiel der Gegenwart




Klappentext
Band 3 einer Reihe! Spoiler im Klappentext!
Durch die Zeiten geschickt, vor Millionen von Zuschauern bloßgestellt und von ihrer großen Liebe Kay getrennt: Top the Realities, die erfolgreichste Fernsehshow aller Zeiten, hat Alisons Leben bis in die Grundfesten erschüttert. Doch sie hat einen Plan, um der Show zu entkommen, und ihr Plan gelingt. Zusammen mit Kay kehrt sie nach langer Zeit in ihre Gegenwart zurück, in ihr Elternhaus mit dem Apfelbaum im Garten und dem nach Sägespännen duftenden Tischlerschuppen ihres Vaters. Endlich sind Kay und sie nicht nur zusammen, sondern auch in Sicherheit. Bis etwas Schreckliches passiert und Alison begreift, dass sie keine Wahl hat. Sie wird sich der Show stellen und sie für immer beenden müssen…


Impress | eBook ISBN: 978-3-646-60061-2 371 Seiten | Zeitrausch #3 | 04. Dezember 2016 | ab 14 

Meinung
Zwischen all den düsteren Geschichten wollte ich mal wieder etwas mit Happy End lesen, und was ist das besser geeignet als ein Impress Buch bei dem ein Happy End fast immer garantiert ist?

Nach langer Zeit habe ich die Zeitrausch-Reihe nun endlich beendet. Um wieder in das Buch zu finden habe ich aber nochmal die ersten beiden Teile überflogen. Es ist empfehlenswert die Reihe wirklich am Stück zu lesen, sonst gehen so viele Dinge verloren.

Nach kurzen Startschwierigkeiten war ich wieder in der Geschichte. Das erste Drittel war dabei noch recht unspektakulär, Alison denkt sehr viel nach und schmiedet Pläne. Dann versucht sie diese in die Tat umzusetzen.
Das Buch war zwar spannend, teilweise aber auch zu übertrieben. Und am Ende hatte ich das Gefühl das irgendwie schnell ein Ende der Zeitreisen herbeigeführt werden sollte. Den finalen Kampf fand ich auch dezent übertrieben und er wirkte so gewollt auf Schockeffekte gemacht, die bei mir leider nicht so wirklich gefruchtet haben. Das Ende war dann etwas zu kitschig für mich.
Hatte ich bei den ersten beiden Teilen noch den Eindruck das Kim Kestner sich wirklich viele Gedanken um die Logik gemacht hat war davon im dritten Teil nichtmehr soviel zu spüren. Teilweise passieren einfach Dinge die mich zum Kopfschütteln gebracht haben.

Alison ist in diesem Teil leider auch teilweise sehr anstrengend. Sie hat sich etwas entwickelt, ist aber immer noch so sprunghaft. Kay hingegen ist der Ruhepol. Er hat aber nicht wirklich was zu sagen und macht alles mit was Alison will (und sieht übrigens verdammt gut aus! Wisst ihr wie oft das erwähnt wird?)

Das Buch lässt sich sehr schnell lesen. Kim Kestner hat einen tollen Stil der den Leser durch die Seiten fliegen lässt.

3 Sterne für diesen Abschluss. Alles in allem hat die Reihe mich gut unterhalten. Für Fans von Zeitreisegeschichten und Liebesgeschichten empfehlenswert.

Die Reihe 
Zeitrausch
1: Spiel der Vergangenheit
2: Spiel der Zukunft
3: Spiel der Gegenwart

03 Oktober 2017

Jay Kristoff - Stormdancer




Inhalt
Shima ist ein Imperium, das von einem Shogun regiert wird, der in seiner eigenen Welt lebt und grausam sowie machthungrig ist.
Das Imperium steht aber kurz vor dem Kollaps. Luft, Wasser und Land sind verpestet durch den Blood Lotus der zu Herstellung von Treibstoff überall angepflanzt wird. Die meisten Tiere sind ausgerottet, die Menschen krank. Die Lotusgilde überwacht die Herstellung und ist nach dem Shogun die größte Macht die alle Geschicke des Imperiums leitet
Dann macht das Gerücht die Runde das ein Sturmgreif gesichtet wurde, eine mythische Kreatur von der man dachte sie sei ausgestorben.
Yukiko und ihr Vater, der „Schwarze Fuchs“ und oberster Jäger von Shima werden ausgeschickt den Greif zu fangen und zum Shogun zu bringen, versagen wird mit dem tot bestraft. Doch wie jagt man ein ausgestorbenes Tier in einer sterbenden Welt?


TOR | eBook + Taschenbuch 451 Seiten | The Lotus Wars #1 | 01. September 2012 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Eine Fantasywelt die auf Japan basiert, japanische Mythologie und Steampunk-Elemente. Mehr musste ich zu diesem Buch nicht wissen um es lesen zu wollen.
Nachdem es nun einige Zeit auf meinem SuB lag hab ich es auch endlich davon befreit und gelesen. Ich hatte hohe Erwartungen, vor allem weil man wirklich viel Gutes vom Buch hört.

Wenn man nicht ein bisschen Ahnung von japanischer Mythologie und vor allem von alter japanischer Mode hat, könnte man am Anfang etwas erschlagen werden von den vielen unbekannten Bezeichnungen. Vieles wird zwar erklärt und es gibt am Ende ein Glossar mit allen wichtigen Begriffen und Göttern, aber das zurechtfinden könnte am Anfang schwierig werden. Man landet direkt in einem Kampf zwischen Mensch und Oni.

Nach den ersten Seiten war ich schockverliebt. Ich hätte fast ein neues Lieblingsbuch gehabt (Jay Kristoff kann das wirklich!) Die Geschichte hat Spaß gemacht und mich sehr gut unterhalten. Spannend, actionreich und gut durchdacht. Man kann mitfiebern. Es passiert fast nichts das man vorhersehen kann und es gibt Plot-Twists, ja nicht nur einen. Nur die obligatorische YA-Lovestory war seltsam. Da sieht Yukiko die Augen eines Typen und tadaaahhh: Insta-Love. Aber immerhin gibt es die ein oder andere Stelle bei der sie selbst die Sache mit Sarkasmus nimmt. Und dann kommt am Ende der große Showdown, zum mitfiebern und luftanhalten.

Die Charaktere waren super. Yukiko macht eine tolle Entwicklung durch und die Bindung zu Buruu wird echt glaubhaft und gut umgesetzt. Auch ihre Beziehung zu den anderen Charakteren ist toll, entwickelt sich und ändert sich.
Bis auf Hiro, einen Samurai, waren auch alle Charakter gut umgesetzt. Hiro bleibt leider etwas blass und er war gefühlt nur da um die Geschichte voranzubringen.

Als Leser begleitet man abwechselnd Yukiko, den Shogun und ab und an kurz noch andere Charaktere. Die Wechsel der Perspektive werden durch einen Absatz gekennzeichnet.

Ich mochte die Welt, vor allem am Anfang. Aber nach und nach gab es immer wieder Details die mich gestört haben weil sie einfach unstimmig waren.
Am Start wird sehr viel erklärt und die Welt gezeigt. Ich mochte es sehr, man erhält eine Führung durch die Welt und erst nach und nach geht die Geschichte lost. Wer wert auf viele Details legt kommt hier voll auf seine Kosten.

Einige Kritikpunkte zum Worldbuilding: Die Welt basiert auf Japan. Die japanische Mythologie wurde quasi komplett übernommen und ein bisschen ausgeschmückt, vieles davon hat Jay Kristoff auch gut umgesetzt, zumindest für westliche Leser. Leider wirkte alles ab und an unfertig. Man nehme ein romantisiertes feudales Japan, benennt es um, werfe ein paar Steampunkelemente dazu, rührt um, fertig ist die Welt von Stromdancer. Eingentlich kein Problem, aber dann sollten die Details stimmen. Wenn es um die Sprache geht waren einige Patzer drin (und ja, die sind mir aufgefallen obwohl ich weit davon entfernt bin gut japanisch zu sprechen). Die Nutzung von "hai" und "sama" war seltsam. Vor allem "sama", das ist ein Suffix, es kommt nach einem Namen oder Titel um die Person sehr respektvoll anzusprechen. Ja, soviel hab ich schon gelernt, das ist quasi das erste das man lernt. Und hier steht "sama" teilweise allein, als Titel. Sehr seltsam. Lustigerweise wird es im Glossar richtig erklärt aber im Buch falsch umgesetzt.
Und dann gibt es Stellen, da bekommt Yukiko einen japanischen Titel, und dann muss sie erklären was das bedeutet?! Ich dachte die sprechen da alles japanisch? Ich war verwirrt.

Und noch mehr Details die mir aufgefallen sind und die mich gestört haben. Pandas dienen als Beispiel für die schreckliche Umweltzertörung die duch den Blutlotus entsteht. Sie wurden in Shima ausgerottet. Seit wann sind Pandas in Japan überhaupt heimisch? Wie kann man denn eine nicht heimische Tierart im Land ausrotten? Wenn mir glaubhaft eine Fantasywelt vorgestellt worden wäre in der es Pandas mal gab dann wäre das nicht so schlimm gewesen. Aber so, so ganz ohne sinnige Erklärung? Auch Tiger kommen als Beispiel vor. Die letzten wohnen im Garten des Palastes. Warum kann man da nicht andere Tiere nehmen? Und dann taucht noch eine mythische Figur namens Nagaraja auf. Das ist eine Figur aus der indischen Mythologie! (Ich hab Google gefragt weil mir der Name absolut unbekannt war...). Warum? Nur weil es etwas in Asien gibt ist es nicht sofort japanisch. Es gibt dasehr viele unterschiedliche Kulturen. Es scheint so als hätte Herr Kristoff sich Japan als Grundlage ausgesucht, weil es das nicht so oft gibt aber die Recherche war nicht wirklich tief.
Auch das Verhalten der Charaktere kam mir teilweise sehr verwestlicht vor (kann man das so sagen?). Irgendwie hat dieser japanische Touch gefehlt, diese kleinen Eigenheiten.
Trotzdem kann das Buch unterhalten.

Ich schwanke, zwischen 5 und 2 Sternen. 5 sagt der Bauch weil die Geschichte so gut war, das Buch hat Spaß gemacht, ich habe mitgefiebert. 2 sagt der Kopf wegen der vielen kleinen Details die nicht gepasst haben.
Wer sich für dieses Buch interessiert soll sich bitte sein eigenes Bild machen. Die Geschichte macht Spaß und kann gut unterhalten! Nur die Welt ist in meinen Augen nicht perfekt.

Ich will auf jeden Fall wissen wie es weiter geht, Teil 2&3 stehen schon im Regal bereit!

Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die UK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

21 September 2017

Emma Garnier - Grandhotel Angst




Klappentext

Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben ...


Penguin | eBook ISBN: 978-3-641-20151-7 + Taschenbuch ISBN: 978-3-328-10088-1 + Hörbuch 392 Seiten | Einzelband | 14. August 2017


Meinung
Ja, der Klappentext hat mich hier magisch angezogen. Ich hatte eine spannende Geschichte mit Gänsehautfaktor erwartet. Meine Erwartungen waren leider falsch.

Die Geschichte wäre so gut. Es gibt ein großes Hotel mit einem interessanten Namen. Eine wunderschöne Umgebung, und einen Kriminalfall. Nell erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, was für mich wirklich anstrengend war. Die wahrscheinlich spannende Geschichte verliert sich in den vielen Umgebungsbeschreibungen.

Leider hat mich Nell schon sehr früh sehr genervt. Sie ist naiv und völlig unsselbständig. Sie kann einfach nichts alleine. Ständig kommt irgendwer und sagt ihr was zu tun ist. Oder erklärt ihr die (teilweise recht offensichtlichen) Geschehnisse und dann fängt Nell erst an nachzudenken. Leider auch nur das was ihr gesagt wird. Sie ist so ein Fähnchen im Wind und das hat mich geärgert. Sehr sogar. Wirkliche Nachforschungen gibt es auch nicht, Nell stolpert nur von einem Hinweis zum nächsten. Und die Hinweise sind meist Personen die ihr etwas erzählen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen und einer der Punkte, warum ich das Buch beendet habe.
(Und, ich gebe zu, es macht auch Spaß sich über eine Protagonistin zu ärgern)

Für mich ein eher durchschnittliches Buch. Nette Unterhaltung aber leider nervt die Protagonistin.

Wer gerne eine ruhigeren Roman mit viel Wert auf die Umgebung lesen mag kann hier zugreifen. Wer einen spannenden Krimi mit Gänsehautfeeling erwartet wird wohl enttäuscht.

Vielen Dank an das Bloggerportal und Penguin für das Leseexemplar!

Weitere Rezensionen
MadBooks
NichtohneBuch (Hörbuch)

30 Mai 2017

Joshua Tree - Pilgrim. Rebellion




Klappentext

Aus den Wellen eines endlosen Ozeans erhebt sich der Berg Pilgrim. Unter der Herrschaft ihres unsterblichen Anführers, dem Hüter der Seelen, vollbringen seine Bewohner wahre Wunder mit ihrer mystischen Magie, dem Hatori. Quelle ihrer scheinbar grenzenlosen Macht ist die Weltenblume, ein uraltes, mysteriöses Wesen, das tief im Herzen des Berges schlummert. Doch für ihre Magie fordert sie einen Preis: Den Wahnsinn. Magnus, Prinz von Pilgrim und seine Freundin Tzunai müssen bald herausfinden, dass sich hinter den scheinbar grenzenlosen Wundern ihrer Heimat weitaus mehr verbirgt als sie ahnen. Ist der einsame Berg tatsächlich so einsam, wie sie seit ihrer Kindheit gelernt haben? Warum darf kein Pilgrim älter als 40 Sommer werden? Wohin verschwinden ihre Nachbarn? Welches Geheimnis steckt hinter der Weltenblume? Als Magnus und Tzunai ihre gemeinsame Suche nach Antworten beginnen, ahnen sie noch nicht, dass sie Pilgrim für immer verändern werden, denn die Rebellion hat gerade erst begonnen. Ihr Ausgang ist ungewiss, die Konsequenzen verheerend und während ein magischer Krieg entflammt, richten sich die Blicke finsterer Mächte auf den einsamen Berg, die seit Jahrtausenden auf diesen Moment gewartet haben.



Selbstverlag | ebook ASIN: B06Y1ZWLQD + Taschenbuch ISBN-10: 152100286X 446 Seiten | Pilgrim #1 | 04. April 2017 


Meinung 
Los geht es mit einem spannenden Prolog, was genau dieser Prolog mit der Geschichte zu tun haben könnte wird noch nicht ganz aufgelöst, man kann sich aber wunderbar eigene Theorien dazu bilden.

Dann lernt man die Welt Pilgrim und die Protagonisten kennen. Pilgrim ist eine sehr interessante und durchdachte Welt. Man merkt das Joshua Tree sich sehr viele Gedanken gemacht hat und er hat sehr einige Ideen umgesetzt.
Nachdem man Pilgrim kennengelernt hat kommt es zu einem sehr überraschenden Ereignis. Danach ändert sich wieder einiges und als Leser wird man von vielen Eindrücken und Ereignissen fast erschlagen. Der Mittelteil zog sich deshalb etwas weil es für mich wirklich anstrengend zu lesen war. Erst gibt es sehr viele Infos aber wirklich weiter bringt es die Geschichte erstmal nicht.
Dafür wird es dann wieder richtig spannend! Und das Ende ist ein nicht sehr netter Cliffhanger, ein Glück das es Band 2 schon gibt und man deshalb nicht lange warten muss um seine Neugier zu stillen.

Man begleitet Hauptsächlich Magnus, einen jungen und behüteten Burschen der in Pilgrim aufwächst. Auch seine Freunde sind dabei. Magnus und seine Gedanken werden sehr ausführlich beschrieben, sodass man auch wirklich jede seiner Handlungen nachvollziehen kann. Er hat einige Freunde die ihn auf seinem Abenteuer begleiten. Alle hatten so ihre Eigenheiten, es war aber doch die typische Fantasytruppe.

Der Schreibstil ist sehr detailliert und teilweise ausufernd, dass muss man mögen. Die Sätze sind sehr lang und Joshua Tree beschreibt alles sehr genau. Leider gibt es auch die eine oder andere Wiederholung, vor allem wenn es um die Gedanke von Magnus geht.

Alles in allem gute 3 Sterne. Eine spannende Geschichte und eine gut durchdachte interessante Welt. Es bleibt aber noch Luft nach oben für die Fortsetzungen.


Die Reihe 
Pilgrim
1: Rebellion
2: Die Verlorenen
3: Die Geächteten (in Vorb.)
4: Die Magier (in Vorb.)
5: Die Zerstörer (in Vorb.)
6: Die Erlöser (in Vorb.)

25 Februar 2017

Stephen King - tot.




Klappentext

Achtung, Teil 3 einer Reihe, Spoiler möglich
Die sterbende Welt, die Roland auf der Suche nach dem „Dunklen Turm“ durchquert, nimmt immer groteskere Formen und seltsamere Gestalten an. Am Rande des Wahnsinns träumt Roland von dem Schlüssel, der aus dem Nichts des wüsten Landes auftaucht, um ihm die Geheimnisse des „Dunklen Turms“ zu offenbaren. (Quelle: Verlagsseite)

Heyne | ebook + Taschenbuch 464 Seiten | The Waste Lands, Übersetzt von: Joachim Körber | Der dunkle Turm #3 | 23. Februar 2005 | ab 16

Meinung
Auch Teil 3 der Reihe habe ich nun gelesen. Die Geschichte schließt direkt an Band 2 an, es gibt noch eine Zusammenfassung im Vorwort von King, damit man auch den Anschluss behält. Sehr praktisch wenn die ersten Teile schon etwas zurück liegen.

Dieser Teil war sehr gut, wenn auch etwas anstrengend. Die erste Hälfte des Buches ist etwas verwirrend und erinnert vom Aufbau sehr an den ersten Band. Es war anstrengend der Geschichte zu folgen, hatte aber durchaus seinen Reiz. Man kann viel Interpretieren und einiges muss man einfach hinnehmen und auf eine spätere Erklärung warten. Ab und an war es doch recht zäh.

In der zweiten Hälfte des Buches ändert sich alles. Von den Begebenheiten und auch Kings Erzählweise. Es wird sehr spannend und man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt endlich ein Ziel und man erfährt mehr über den Weg zum dunklen Turm. Auch die Welt wird nun mehr erklärt und man ist als Leser nun endlich mittendrin. Die Parallelen die zu unserer Welt gezogen werden sind sehr spannend. Man kann auch erahnen wie komplex diese Reihe werden könnte. Es gibt viel zum nachdenken.
Und dann endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger und man muss eigentlich sofort mit dem nächsten Band weiterlesen!

Auch die Charaktere werden in der zweiten Hälfte des Buches endlich schärfer. Irgendwie mochte ich alle plötzlich mehr und konnte mich in den einen oder anderen hineinversetzen, was der Geschichte noch mehr Spannung gibt.

Ich kann auf jeden Fall sagen das es sich lohnt dranzubleiben. Auch wenn es die eine oder andere Durststrecke gibt wird man als Leser belohnt mit einer komplexen und spannenden Geschichte.

3,5 Sterne für diesen dritten Band. Es lohnt sich die Reihe zu lesen, wenn man gernekomplexe Geschichten liest.

Die Reihe

Der dunkle Turm
The dark Tower
Band 1: Schwarz, The Gunslinger
Band 2: Drei, The Drawing of the Three
Band 3: Tot, The Waste Lands
Band 4: Glas, Wizard and Glass
Band 4,5: Wind, The Wind Through the Keyhole
Band 5: Wolfsmond, Wolves of the Calla
Band 6: Susannah, Song of Susannah
Band 7: Der Turm, The Dark Tower

09 Februar 2017

Hannah Siebern - Nubila. Aufstand der Diener




Klappentext
Achtung, Band 2 einer Reihe! Spoiler in der Inhaltsangabe!
Nachdem Jason schweren Herzens dazu gezwungen war seine Dienerin Kathleen zu verstoßen, kehrt er zur Force zurück, um mit ihnen zusammen die aufständischen Diener zu suchen, die den Herrschern der Warmblüter ein Dorn im Auge sind. Er hofft auf diese Weise auch seine Tochter zurück zu bekommen, die nur durch Kathleens Verrat in die Finger der Ältesten geraten konnte. Kathleen hat in der Zwischenzeit mir ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Nach wochenlanger Einsamkeit wird sie von den Rebellen gefunden und in ihre Gruppe aufgenommen. Sie lebt sich sehr schnell bei ihnen ein, und findet viele neue Freunde. Doch als Jason in eine Falle der Rebellen gerät und schwerverwundet ins Lager gebracht wird, wird Kathleens Loyalität auf eine harte Probe gestellt. (Quelle: Klappentext)


Selfpublishing | eBook + Taschenbuch 340 Seiten | Nubila #2 | 23. Dezember 2012
Meinung
Band 2 schließt fast nahtlos an Band 1 an. Es wird nur wenig Zeit übersprungen, zumindest kam es mir beim lesen so vor.

Die Geschichte ist weiterhin interessant. Teilweise plätschert alles so vor sich hin, es ist schnell zu lesen und ein bisschen Spannung ist auch da. Die Spannung steigt gegen Ende dann sehr. Leider fehlte das gewisse Etwas und wirklich mitfiebern konnte ich nicht. Ich weiß nicht woran es liegt, aber das Schicksal der Charaktere war mir recht egal.
Der Fokus liegt nun auch mehr auf der Liebesgeschichte, die mich leider auch nicht überzeugen konnte. Alles wirkt doch sehr erzwungen und konstruiert. Und es läuft auch alles immer sehr schnell und fast schon zu glatt. Das Ende ist rund und gelungen. An sich kann man diesen Teil der Geschichte als abgeschlossen ansehen, trotzdem gibt es noch viel Stoff für die Fortsetzung und mich interessiert was noch passieren wird.

Schade ist auch, das man als Leser nicht so wirklich merkt das man in den USA ist. Es fallen zwar Ortsnamen, besser gesagt man erfährt in welchem Staat man sich aufhält, aber das könnte alles genauso gut irgendwo auf der Welt sein. Zudem waren die Angaben teilweise verwirrend, da ist man in Wisconsin, im nächsten Kapitel wird es dann Texas genannt. Das ist ein sehr großer unterschied! Alles ist leider sehr unpräzise beschrieben, nicht nur die Orte.

Das Buch liest sich aber recht schnell. Der Schreibstil wirkt aber an manchen Stellen noch etwas holprig und es gibt viele Wiederholungen.

Von mir gibt es 3 Sterne, eine nette Fortsetzung. Es bleibt aber noch Luft nach oben bei der Umsetzung.

Die Reihe
Nubila
2: Aufstand der Diener
3: Familienbande
4: Die Entscheidung
5: Die letzte Schlacht

24 November 2016

Julia Lange - Irrlichtfeuer





Klappentext
Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben. Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen. Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Gas einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Bandenkrieg und einen Volksaufstand und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen


Knaur | eBook + Taschenbuch 528 Seiten | Einzelband | 01. September 2016

Meinung
Als ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckt habe war ich sofort begeistert und wollte Irrlichtfeuer unbedingt lesen.

Jetzt hab ich es gelesen und einiges zu schreiben, wo fang ich am besten an? Wahrscheinlich am Anfang ;)

Der Start ist gelungen finde ich. Man ist sofort in der Welt und begleitet Alba bei ihrem Versuch zu fliegen. Und lernt dann auch viele andere Charaktere kennen. Was hier etwas verwirrend ist sind die Perspektivenwechsel. Sie kommen einfach so, zwar durch einen Absatz getrennt aber man muss sich trotzdem erstmal zurechtfinden. Ein Glück gibt es am Ende des Buches ein Personenverzeichnis, so findet man sich besser zurecht. Leider wird vieles erst mal nicht näher beleuchtet. Es ist ein bisschen wie wenn man verschiedene Episoden einer Serien gleichzeitig laufen hat und man immer hin und her springt. Alle Wege kreuzen sich auch dann auch irgendwann mal und es war spannend wie dann alles zusammenhängt. Es gibt Morde, Intrigen und viel Politik. Die Geschichte ist keine einfache und leicht Fantasy. Man muss selbst viel kombinieren und die vielen kleinen Hinweise im Text finden. Und vor allem werden Romantikfans mit diesem Buch nicht glücklich, es gibt nämlich keine Romantik. Und der Klappentext gibt nur einen kleinen Teil der Handlung wieder. Alba steht zwar im Mittelpunkt, es gibt aber noch viele andere drum herum.

Was mit gefehlt hat war noch mehr Hintergrundinformationen und auch Ausführungen. Es gibt so viele Charaktere und Julia Lange hat so viele tolle Ideen hier in dieses Buch gepackt, dafür ist es einfach zu dünn. Ein paar Seiten mehr hätten meiner Meinung nach auch nicht geschadet. Damit hätte es mehr Platz für Details gegeben. Es gibt auch sehr viele Handlungsstränge die teilweise einfach offen bleiben, leider muss ich sagen. Vieles hätte mich noch interessiert und ich glaube ich hätte auch einen 1000 Seiten Wälzer der in dieser Welt spielt gelesen.

Die Charaktere bleiben dadurch leider auch sehr blass.
Alba ist zu Beginn sehr klischeehaft. Ein reiches Mädchen das sich heimlich davon schleicht um ihren Traum zu erfüllen, dabei wird sie noch von einer geheimnisvollen Krankheit geplagt. Sie macht sich aber im Laufe des Buches, wenn sie mir das auch nicht wirklich sympathischer gemacht hat. Ich mochte sie die ganze Zeit nicht, sie ist einfach zu egoistisch. Aber das ist ja Geschmackssache. Ihre Entwicklung war trotzdem sehr interessant.
Dafür gab es andere Charaktere die ich mochte, Kass und Sora, zwei Irrlichtkinder, auch Schatten genannt. Sie waren wirklich interessant, ihr ganzes dasein und ihre Aktionen. Aber auch hier hätte gerne noch viel mehr kommen dürfen. Dann gibt es noch einige Charaktere mehr die man auch immer wieder begleitet.

Ich mochte den Schreibstil, alles war gut zu lesen. Und ich konnte auch gut in die Welt abtauchen, es gibt nicht viele Erklärungen aber die die es gibt haben ausgereicht das ich mir ein Bild verschaffen konnte. Leser die viel Fantasy lesen haben es hier sicher einfacher sich alles vorzustellen.

Ich schwanke bei der Bewertung sehr. Dieses Buch wollte ich so gerne lieben und ich war auch so gespannt darauf. Doch leider hat es mich nicht ganz überzeugt. Die Welt ist toll und die Geschichte bietet sehr viel Potential. Julia Lange hat auch bewiesen das sie viel Fantasie hat und ihre Ideen zu Papier bringen kann! Aber es ist auch noch Luft nach oben.

Insgesamt 3,4 Sterne gibt es von mir.

Eine tolle Welt mit vielen tollen Ideen. Leider insgesamt zu kurz um alle Ideen im Buch auch auszuführen. Wer gerne komplexe Geschichten mit viel Politikanteil mag, und auch gerne Details kombiniert, ist mit diesem Buch gut beraten.


Vielen Dank an Julia Lange und den Knaur Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!