21 September 2018

Judith Vogt - Roma Nova




Klappentext
Das Römische Imperium hat das All in Besitz genommen. Seine Legionen haben Planeten erobert, fremde Völker unterworfen und versklavt. Doch im Hades, einem Schwarzen Loch am Rande des Mare Nostrum, lauern dämonische Kreaturen, die nur darauf warten, Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Und auch auf dem Planeten selbst brodelt es.


Buchdetails
Werbung nach TMG
Bastei Lübbe | eBook ISBN: 978-3-7325-5635-9 + Taschenbuch ISBN: 978-3-404-20914-9 632 Seiten | Einzelband | 27. Juli 2018

Meinung
Judith Vogt gehört in der Zwischenzeit zu den Autorinnen die ich auch blind kaufe. Aber bei Roma Nova macht auch der der Klappentext sehr neugierig, Römer im Weltall! Das klingt so spannend, da kann ich nicht vorbeigehen.

In dieser Version von Rom ist Rom nicht nur ein Land, nein gleich ein ganzer Planet. Und sie haben das All und andere Planeten erobert und unterworfen. Am Anfang ist es gar nicht so leicht sich das Vorzustellen aber wenn man erstmal angekommen ist ist diese Welt einfach wunderbar spannend. Es gibt sehr viele schöne Details und die futuristische Technik und die römische Kultur sind spannend gemischt.
Gleich am Anfang gibt es ein sehr hilfreiches Glossar, vor allem wenn man kein Latein kann ist es sehr schön das die unterschiedlichen Begriffe gleich erklärt werden.

Die Geschichte startet auf einem Raumschiff und führt den Leser dann nach Rom. In die Bereiche der reichen und auch in die Tiefen der Städte und in dunkle Ecken. Es gibt blutige Gladiatorenkämpfe die durch moderne Waffen gleich noch viel abgedrehter und spannender werden. Und wie es sich für Rom gehört auch viele Intrigen und politische Machtspiele. Und nicht nur der Planet ist spannend. Die Charaktere sind es auch. Viele sind etwas undurchsichtig oder versuchen sich einfach durchzuschlagen und zu überleben.

Als Leser begleitet man einige Charaktere durch das Buch, allen voran Constantia eine Tochter aus reichem Haus und Ianos einen Sklaven. Ich mochte vor allem welche Entwicklung Constantia im Laufe der Geschichte durchmacht. Zuviel zu den beiden kann ich allerdings auch nicht verraten, das würde zu viel Spannung nehmen. Die anderen Charaktere machen auch einiges durch und manche entwickeln sich sehr klasse. Manches Verhalten lässt sich aber auch nicht unbedingt nachvollziehen. Die Beziehungen und Verstrickungen der verschiedenen Charaktere sind nicht immer gleich durchschaubar und da viele sehr ähnliche Namen haben auch nicht leich im Kopf zu behalten. Aber auch hier gibt es eine kleine Hilfe, ein Personenverzeichnis am Ende des Buches.
Die Empfehlung "ab 16" die vom Verlag empfohlen wird passt sehr. Es fließt sehr viel Blut und es gibt einige brutale Szenen. Auch erotische Momente gibt es einige.

"Roma Nova" hat mir sehr gut gefallen. Die Mischung aus dem alten Rom und Science-Fiction ist klasse. Die Geschichte spannend und undurchschaubar.

17 September 2018

TAG ~ Lieblingsgenre

Aleshanee von Weltenwanderer hat mich geatagged, es geht dieses mal um das Lieblingsgenre. Und es war nicht so einfach wie es klingt ;)

Nenne dein Lieblingsgenre?
Fantasy lese ich sehr viel und sehr oft aber ich liebe aber auch Science-Fiction. Und Steampunk, das ja zu Science-Fiction gehört. Aber da ich immer wieder zu Fantasybüchern zurück kehre habe ich mich auch für das Genre entschieden. Bei Fantasy mag ich High- bzw. Low-Fantasy am meisten. Das sind Geschichten die in einer völlig anderen Welt spielen, bei Hight-Fantasy gibt es Magie und viele verschiedene Völker. Im Unterschied zu Low-Fantasy, auch hier gibt es fremde Welten aber eher wenig Magie und meist wenige unterschiedliche Völker.

Das Beste vom Besten: Dein Lieblingsbuch aus diesem Genre ...
Eines nur? Ok, aktuell steht "Nevernight" weit oben bei meinen Lieblingsbüchern.

Das Buch, mit dem alles begann: Welches Buch hat deine Liebe für dieses Genre entfacht?
Das ist eine gute Frage. Spontan würde ich sagen Harry Potter. Aber ich habe davor schon immer mal wieder ein Fantasybuch gelesen (wenn ich eines in die Finge bekommen habe....). Und wirklich überzeugt haben mich wohl Eragon oder Die Elfen.

Hype! Nenne ein Buch, das den Hype wert ist, den es bekommt - und nenne ein Buch, das mehr Hype verdient hätte
Für beides fällt mir Nevernight von Jay Kristoff ein. Es gab hier einen kleinen Hype aber die Reihe ist so gut, die hätte noch viel mehr Hype verdient :D
Opfermond von Elea Brandt hätte auch einen Hype verdient. Ein so gelungenes Debüt hat viel mehr Aufmerksamkeit verdient.

Den Hype nicht wert war für mich "Throne of Glass"

Größter Nervfaktor: Nenne eine Sache, die dich an Büchern dieses Genres oft nervt
Bei High-Fantasy auf jeden Fall die ständig reproduzierten Klischees und die fehlende Diversität. Es ist schön wenn man sich eine Welt überlegt die auf dem Mittelalter basiert aber immer nur das gleiche Vorbild ist auf Dauer auch ziemlich anstrengend. Man könnte so vieles machen aber scheinbar trauen sich das nicht viele. Was vielleicht auch mit an den Verlagen liegt, gefühlt wird hier auch nur eine Geschichte immer nur anders erzählt verlegt.

Nenne Autoren und Reihen, die automatisch auf deiner "Muss ich kaufen" Liste stehen
Nur im Bereich Fantasy sind das schon einige:
Elea Brandt
Robert Corvus
Judith Vogt
Laura Kneidl
Leigh Bardugo
Jay Kristoff
Jenny-Mai Nuyen
Michael Dissieux
Jörg Benne
Und die Autoren stehen auch immer auf meiner Liste, auch wenn mal kein Fantasybuch veröffentlich werden sollte.

An welche Orte, die in Büchern deines Lieblingsgenres vorkommen, würdest du gerne reisen und welche Charaktere würdest du gerne treffen?
Ich würde mir sehr gerne mal Gottesgrab aus Nevernight anschauen. Einen Charakter muss ich da aber nicht unbedingt treffen, da hab ich zu viel Angst davor

Albenmark (aus "Die Elfen") würde ich gerne besuchen und Nuramon treffen (dafür würde ich dann auch auf Albenmark verzichten und mir die Menschewelt anschauen).

Rawka, die Welt der Grisha. Ich mochte die Welt sehr aber es war alles auch noch ausbaufähig. Also die beste Voraussetzung um auf Entdeckungsreise zu gehen. Und ganz Klischeehaft würde ich wohl Nikolai treffen wollen ;)

Was würdest du gerne öfter in Büchern deines Lieblingsgenres sehen?
Weniger an europäisches Mittelalter angelegte Welten und mehr neue oder andere Vorbilder. Es gibt da soviele Möglichkeiten, es ist immerhin Fantasy. Und ich hätte auch gerne mal nicht die typischen Helden die man oft vorfindet.

Empfehle drei Bücher deines Genres:
Nevernight von Jay Kristoff, eine blutige Geschichte mit einer sehr jungen Protagonistin die aber mit viel Sarkasmus erzählt wird.
Opfermond von Elea Brandt auch eine blutige Geschichte für erwachsene Leser mit einem Kriminalfall.
Die Traumknüpfer von Carolin Wahl, eine sehr gute Fantasywelt die auf den Jahreszeiten beruht und eine komplexe und spannende Geschichte.

Ich tagge:
Buchdrache
Pink Anemone
Stürmische Seiten
Wortmagie
Life4Books
Tintenkunst

und alle die Lust haben mitzumachen :)

14 September 2018

Nadine Erdmann - CyberWorld 6.0: Anonymous




Klappentext
Band 6 einer Reihe. Eigentlich läuft gerade alles sehr gut im Leben von Zack, Ned und dem Rest der Clique. Nach den schrecklichen Erlebnissen in CyberLondon ist der Alltag wieder eingekehrt und die Freunde testen ihr eigenes CyberGame, um es für die Veröffentlichung fertigzustellen. Doch dann tauchen Zacks Eltern überraschend in London auf und in der CyberWorld sucht ein Unbekannter die Aufmerksamkeit der Freunde – mit äußerst drastischen Mitteln. Wer verbirgt sich hinter Anonymous und was will er von Ned, Will und deren Freunden?


Greenlight Press | eBook + Taschenbuch 222 Seiten | CyberWorld #6 | 29. August 2018

Meinung
Das ich Fan der CyberWorld Reihe bin hat vielleicht schon jemand mitbekommen. Nun ist auch Band 6 der Reihe erschienen und ich konnte mich nicht zurück halten. Und ich war auch wieder bei der Leserunde auf Lovelybooks dabei, die Runde macht einfach immer Spaß :)

Ein neues Abenteuer erwartet die Freunde. Diese mal aber mehr im realen Leben und die CyberWorld spielt recht kurz eine Rolle. Nach der vielen Action in den beiden Vorgängerteilen ist "Anonymous" eher ruhig. Es gibt aber auch ein paar gruselige Momente und gegen Ende wird die Geschichte nochmal sehr bedrückend.
Der erste Teil des Buches beschäftigt sich sehr mit Zack, die Leser lernen nun auch mal eine andere Seite von ihm kennen und auch von Jamie kennen. Immer wieder geht es auch in die CyberWorld, in eine neues Spiel das die Freunde entwickelt haben und nun testen. Anonymous taucht hier auf und schaffte es irgendwie durch alles Sicherheitsmaßnahmen aber niemand weiß so recht was er will. Erst im zweiten Teil wird diese Geschichte dann aufgelöst. Die Auflösung geht dann aber recht schnell.
Ich liebe die zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem die Freundschaften die Nadine Erdmann beschreibt. Jeder Handlung der Protagonisten ist so nachvollziehbar, auch wenn man sie als Leser nicht immer gut heißt. Und vor allem die Beziehung zwischen Zack und Jamie wird dieses mal wieder sehr schön beschrieben. Es macht auch sehr viel Spaß zu lesen wie sich alle entwickeln und entwickelt haben.

Schön ist auch das man das Buch eigentlich ganz ohne Vorwissen lesen kann, die Ereignisse aus den Vorgängern werden zwar angesprochen aber entweder erinnert man sich dann an alles wenn man die Bücher kennt, oder wird neugierig was da passiert ist wenn man die Bücher nicht kennt. Allerdings sind in der Zwischenzeit wirklich viele Personen in der Geschichte und es lohnt sich wirklich bei Band 1 anzufangen um alle Entwicklungen mitzuerleben.

Insgesamt war Band 6 sehr spannend und vor allem sehr emotional dafür mit weniger Action.

Die Reihe
Cyberworld 
1: Mind Ripper
2: House of Nightmares
3: Evil Intentions
4: The Secrets Of Yonderwood
5: Burning London
6: Anonymous
7: in Arbeit

07 September 2018

Herbstliebe

Foto: Alisa Anton / Unsplash

Kat von Stürmische Seiten hat einen Mini-Tag zum Herbst ins Leben gerufen. Der Herbst ist auch meine liebste Jahreszeit und bei dem Tag wollte ich natürlich sofort mitmachen. Die Aktion mit dem Leseherbst finde ich auch sehr klasse, allerdings wird bei mir aus Zeitmangel erstmal nicht so viel los sein leider. Aber bei Kat werdet ihr tolle Tipps finden. (Findet ihr auch jetzt schon ;) )
So, hier nun zu den Fragen und meinen Antworten:

Herbstliebe – Fünf Fragen

1. Welche Bücher möchtest du diesen Herbst unbedingt lesen?
Wie ich es mir schon länger vorgenommen habe möchte ich endlich mal meine ungelesenen Bücher lesen. Perfekt von meinem SuB eignet sich "Herbstbringer" von Björn Springorum. Titel und Cover passen doch perfekt zum Herbst. Und dann mal sehen was mein SuB sonst noch her gibt, geht man nach den Farben passt auch die "Six of Crows" Reihe finde ich :)

2. Was magst du am Herbst am liebsten?

Eigentlich alles. Am meisten mag ich aber glaube ich wenn es morgens so schön nebelig und ruhig ist. Es hat was wenn es dämmert und die Umgebung ist noch vom Nebel verschluckt. Ich mag diese Stimmung total und meist fühlt sich alles dann auch noch ruhiger an. (Morgens ist eh nicht immer sooo viel los aber im Herbst wird es schon deutlich weniger). Ich mag es auch wenn es wieder kühler wird aber noch nicht so mega kalt ist wie im Winter. Regenwetter mag ich auch, solange ich zu Hause bleiben kann, mich in eine Decke einkuscheln und ein Buch lesen kann. Und endlich kann man wieder Stiefeletten anziehen.

3. Über welche herbstlichen Themen liest du am liebsten?
Schauerromane und Romane mit eher düstererem Setting mag ich sehr, das ist jetzt voll die Überraschung, oder? ;) Und grade im Herbst entfalten viele dieser Geschichten nochmal eine ganz eigene Atmosphäre weil es auch zum kälter werdenden Wetter passt.

4. Wo liest du im Herbst am liebsten?
Am liebsten lese ich auf dem Sofa, und das meist das ganze Jahr. Selten liege ich auch mal im Bett zum lesen.

5. Welches Buch kannst du allen, die etwas Herbstliches lesen möchten, empfehlen?
Spontan würde mir da "Böses Blut" von Rhiannon Lassiter. Es spielt war eher am Ende des Sommers aber da passt die Stimmung. Es wird düster und etwas gruselig.
Allerdings fällt mir grade kein weiteres Buch ein das ich gelesen habe welches im Herbst spielt.

26 August 2018

Raiko Oldenettel - Die Leichenzeichnerin




Klappentext
Ein verschwiegenes Dorf. Eine geheime Obsession. Ein Mord, der alte Wunden aufreißt …
Minna Dahl besitzt ein düsteres Geheimnis: Sie zeichnet leidenschaftlich gern Verstorbene. Als man sie im Sommer 1919 dabei ertappt, wird die junge Krankenschwester zur Strafe versetzt. In Mühldorf am Breitbach soll sie sich fortan Kriegsversehrten widmen. Doch ein plötzlicher Todesfall schreckt die Talbewohner auf und Minna kann der Versuchung nicht widerstehen: Sie verschafft sich Zugang zur Leiche und bannt den Schrecken auf Papier. Zu spät erkennt sie, dass ihre Zeichnungen das Tor in eine grausame Vergangenheit aufgestoßen haben.


digital publishers | eBook ISBN: 9783960873907 + (Taschenbuch) 260 Seiten | Einzelband | 17. Juli 2018
Meinung
Das Buch war schon fast ein Blindkauf. Ich mag die Science-Fiction Bücher von Raiko Oldenettel und das ich sein neues Buch haben wollte war eigentlich klar. Der Klappentext klang auch sehr spannend. Also habe ich das Buch sofort gekauft. Durch Zeitmangel kam ich aber erst jetzt zum lesen und habe dann gleich an der Leserunde teilgenommen.

Los geht es gleich mitten in der Geschichte, man lernt Minna und ihr Hobby kennen. Der Einstieg ist sehr spannend und ein bisschen gruselig. Die ganze Geschichte hat insgesamt eine sehr düstere Atmosphäre, was mir sehr gefallen hat. Jeder hat so seine Geheimnisse und die Bevölkerung ist noch vom ersten Weltkrieg traumatisiert. Politische Gegebenheiten spielen hier aber keine große Rolle, jeder im Dorf hat seinen eigenen Probleme und alle versuchen irgendwie zu einem normalen Leben zu finden.

Kurz nachdem Minna aus Berlin in das kleine abgelegene Dorf irgendwo im nirgendwo kommt wird auch schon die erste Leiche gefunden und Minna ist mitten drin in einem Mordfall. Und bald beteiligt sie sich auch an den Ermittlungen. Die Leichenzeichnerin ist ein sehr untypischer Krimi, es gibt Morde und Ermittlungen aber keine Polizei oder einen Detektiv. Die Dorfbewohner wollen irgendwie alleine mit der Situation klar kommen. Allgemein ist das Buch mehr historischer Roman als Krimi. Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu bis zu einem spannenden Finale bei dem leider nicht alle offenen Enden ganz geklärt werden. Es ist zwar alles abgeschlossen aber das Ende bietet auch noch Platz für mehr.

Minna war sehr interessant. Sie ist eine Künstlerin und geht auch sehr weit dafür ihre Motive zeichnen zu können. Es ist fast schon ein Obsession. Und um ihr Leben bestreiten zu können braucht sie auch einen Job, sie ist Krankenschwester. Eine sehr gute Krankenschwester die aber eben gerne Künstlerin wäre. Es gibt auch einige Charaktere aber viele bleiben eher Schatten.
Schön war auch das sich zarte Freundschaften zwischen Minna und ihrem Patienten und anderen Dorfbewohnern entwickeln aber keine Liebesgeschichte.

Ein spannender und düsterer historischer Roman mit Krimielementen.