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20 Juni 2019

Anett E. Schlicht - Zeit der Eismonde




Klappentext
Wispernde Stimmen in der Dunkelheit, Albträume in der Nacht und grausame Visionen am Tag: Der siebzehnjährige Ouwen glaubt, den Verstand zu verlieren. Als ihn eines Nachts ein mysteriöser Fremder aus dem Schlaf reißt und ihn auffordert, unverzüglich mit ihm aus seiner Heimat zu fliehen, fürchtet er, in einem seiner Albträume gefangen zu sein. Doch der Schattenläufer Hayden ist real - genau wie die dunklen Jäger, die Ouwens Spur aufgenommen haben. Und Ouwen weiß, wer ihnen in die Hände fällt, ist für immer verloren …


Buchdetails 
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 Piper Verlag | eBook + Taschenbuch 384 Seiten | Zeit der Eismonde #1 | 02. Mai 2019 
| Leseprobe
 
Meinung
Bei "Zeit der Eismonde" hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht. Und dann habe ich es zufällig auch bei Netgalley entdeckt und angefordert, Danke an den Verlag dass ich ein Rezensionsexemplar lesen durfte.

Der Einstieg ins Buch war sehr spannend. Düster, unheimlich und machte neugierig. Und ich war sofort gefangen. "Zeit der Eismonde" schien perfekt zu werden, leider gab es dann doch ein paar kleine Kritikpunkte.

Dann lernt man auch schon Ouwen kennen. Der noch denkt ein einfacher Junge zu sein, allerdings hört er Stimmen und sieht manchmal seltsame Schatten. Es stellt sich schnell heraus dass er doch nicht so durchschnittlich ist und Fähigkeiten hat, die ihn seine Freiheit und sein Leben kosten können. Zusammen mit Hayden macht er sich dann auf den Weg, besser gesagt auf die Flucht. Weit weg und hoffentlich in Sicherheit.
Ich mochte Ouwen sehr, es war zwar wiedermal ein Auserwählter aber er lern langsam dazu und kann nicht sofort alles. Auch stellt er immer wieder Fragen und macht nicht nur blind dass, was Fremde ihm sagen.

Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam. Anett E. Schlicht nimmt sich Zeit die Charaktere vorzustellen, die Welt und lässt die Magie nur langsam in die Geschichte fließen. Trotzdem blieb es immer interessant und wurde nie langatmig oder langweilig.
Als Leser begleitet man nicht nur Ouwen, es gibt auch immer wieder Rückblicke in denen andere Charaktere eine Rolle spielen, wie die Prinzessin Reeva. Und bis zu dem Zeitpunkt in dem man das Königshaus besucht war ich vom Buch wirklich angetan und war der festen Überzeugung das wird ein 5 Sterne Buch. Leider kommen dann wieder die typischen Klischees die eine auf dem Mittelalter basierende High-Fantasy Geschichte wohl haben muss. Frauen haben nichts zu melden, die Königin leidet still (und mit Alkohol) vor sich hin weil ihr Mann sie betrügt und machen kann sie nichts. Es nervt mich in der Zwischenzeit einfach so sehr. Das war ein kleiner Dämpfer für mich. Reeva versucht aber das Beste aus ihrer Situation zu machen. Und sie ist schlau, neugierig und hält sich nicht unbedingt an Regeln. Ich hoffe sehr das wird in Band 2 noch mehr ausgebaut.
Was ich dem Buch aber sehr zu Gute halte: Die Geschichte kommt ohne sexuelle Gewalt aus!

Als die Geschichte um Ouwen dann wirklich spannend wird ist das Buch auch schon zu Ende und jetzt heißt es warten auf Band 2. Die Geschichte endet sehr rund, wenn auch vieles noch offen ist. Es gibt kein Cliffhanger.

"Zeit der Eismonde" ist ein gelungener Auftakt. Eine düstere und interessante Geschichte, die sich langsam entwickelt. Für High-Fantasy Fans sehr zu empfehlen.

Die Reihe
Zeit der Eismonde
1: Zeit der Eismonde
2: tba

17 Mai 2019

Judith & Christian Vogt - Die dreizehn Gezeichneten. Die verkehrte Stadt




Klappentext
Band 2 einer Reihe, Spoiler im Klappentext!
Die Rebellion war erfolgreich. Die Bürger von Sygna, Stadt der magischen Zeichen, haben die Besatzer aus Aquintien fortgejagt. Doch nun befindet sich der kleine Stadtstaat in einem offenen Krieg gegen das aquinzische Kaiserreich. Die Schmiedin Elisabeda Eisenhammer, Rebellin erster Stunde, schart die Kampfwilligen um sich und zieht mit einem winzigen Kontingent gegen die Große Armee des Kaisers. Verzweifelt sucht sie nach Verbündeten, denn sie weiß: Alleine wird Sygna untergehen. (Quelle: Verlagsseite)


Buchdetails 
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 Bastei Lübbe | eBook + Taschenbuch 607 Seiten | Das Geheimnis der Zeichen #2 | 29. März 2019

Meinung
Band 1 war schon sehr spannend und nach dem Ende musste ich natürlich auch gleich Band 2 lesen. Und ich durfte auch wieder an der Leserunde zum Buch bei Lovelybooks teilnehmen. Vielen Dank nochmal.

Band 1 war, wie gesagt, schon sehr gut und spannend. Viele neue Ideen aber es gab auch noch einige ungelöste Fragen. Einige davon wurden in Band 2 nun sehr genial aufgelöst. Es kamen aber auch viele neue Erkenntnisse dazu und es gab neue Fragen.

Was war das für ein Abenteuer. Als Leser begleitet man die unterschiedlichsten Charaktere durch die Welt, jeder hat seinen eigenen Pläne und versucht damit den anderen zu helfen und vor allem Sygna zu retten (oder eben auch Aquintien einzuverleiben wenn man auf dessen Seite ist). Jeder Charakter hat so seine Eigenheiten und wirklich jeder macht eine wunderbare Entwicklung durch!

Die Geschichte ist oft undurchschaubar und grade wenn man denkt man hat eine Intrige durchschaut kommt eine sehr unerwartete aber sehr geniale Wendung. Es baut sich langsam alles auf und wie gut die Fäden eigentlich gezogen werden wird erst später so richtig bewusst. Und dann kommt das Ende das noch einen drauf setzt, damit habe ich so gar nicht gerechnet und ja ich war echt sprachlos. Und der Cliffhanger ist einfach sehr gelungen. Jetzt noch bis nächstes Jahr warten zu müssen ist heftig. Ich freue mich wirklich darauf zu lesen wie es nun weitergeht.

Es gibt viele Wechsel zwischen den einzelnen Charakteren, meist auch an spannenden Stellen. Aber wirklich alle Stränge sind so interessant dass mich die Wechsel nicht gestört haben. Teilweise ist es aber wirklich so unfassbar spannend, hattet ihr schon Herzrasen beim lesen? Falls nicht, "Die dreizehn Gezeichneten. Die verkehrte Stadt" wird auf jeden Fall dafür sorgen. Mitfiebern muss man hier einfach.

Ich mochte auch das hier eben nicht alle Friede, Freude, Eierkuchen ist. Grade nach dem Krieg, die Kämpfer kehren zurück und es ist eben nicht einfach dann wieder ein normales Leben zu führen als wäre nichts gewesen. Die Protagonisten haben sich verändert und teilweise sogar wirklich heftige psychische Probleme. Judith und Christian Vogt sprechen in ihrem Buch einiges an Gesellschaftskritik an, verpackt in eine sehr spannende Fantasywelt. Und verpackt in spannende Intrigen um Macht und um Zeichenmagie.

"Die dreizehn Gezeichneten. Die verkehrte Stadt" ist wirklich eine gelungene und spannende Fortsetzung. Ich kann die Reihe jedem empfehlen der gerne komplexe Fantasy ohne die üblichen Klischees lesen mag.
Danke an Judith & Christian für die tolle Leserunde und Bastei Lübbe für das Leseexemplar.

Die Reihe
Das Geheimnis der Zeichen
1: Die dreizehn Gezeichneten
2: Die Verkehrte Stadt
3: Der Krumme Mann der Tiefe (Februar 20)

17 August 2018

Bernhard Hennen, Robert Corvus - Himmelsturm




Klappentext
Sagen und Mythen ranken sich um die legendäre Rivalität zwischen Asleif Phileasson, den sie nur den Foggwolf nennen, und Beorn dem Blender. Nun soll eine Wettfahrt entscheiden, wer von beiden der größte Seefahrer aller Zeiten ist und sich König der Meere nennen darf. In achtzig Wochen müssen die beiden Krieger den Kontinent Aventurien umrunden und sich dabei zwölf riskanten Abenteuern stellen. Abenteuern, die nur die abgebrühtesten Helden zu bestehen vermögen. Es ist der Beginn des größten und gefährlichsten Wettlaufs aller Zeiten ...


Heyne | eBook + Taschenbuch 480 Seiten | Die Phileasson-Saga #2 | 08. August 2016
Meinung
Im zweiten Band der Reihe müssen die beiden Schiffsgemeinschaften auch die zweite Aufgabe bestehen. Es gilt die Geheimnisse des Himmelsturms zu ergründen. Los geht die Geschichte aber erst einmal wieder mit einem Prolog der neue Charaktere vorstellt und auch neugierig macht was denn diese Personen nun mit dem Abenteuer zu tun haben.

Die Geschichte ist sehr spannend und trotz der eigentlich recht wenigen Handlung, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Hier merkt man deutlich die Vorlage, eine Rollenspielkampagne. Die Gruppen erreichen den Turm und gehen von Raum zu Raum um dort auf Schätze oder Gegner zu stoßen. Es wird wirklich alles erkundet. Ich mochte es sehr und es war, wie schon gesagt, alles sehr spannend beschrieben. Und auch alles sehr plastisch, einmal angefangen ist man zusammen mit den Mannschaften sofort im Turm, man spürt fast die Umgebungstemperaturen. Der Turm ist klasse und birgt die ein oder andere Überraschung. Und auch erstaunliche viele unterschiedliche Räume, keiner gleicht dem anderen. Der Turm ist aber auch der große Knackpunkt des Buches und deshalb würde ich es auch nicht jedem uneingeschränkt empfehlen. Es ist ein Dungeonabenteuer und darauf muss man sich einlassen.
Das Ende ist sehr gelungen, die Aufgabe ist zwar abgeschlossen und damit der Band eigentlich auch aber dann kommt im Epilog noch ein kleiner, echt fieser, Hinweis der vieles ändert.

Im "Himmelsturm" haben Beorn und seine Recken leider sehr wenige Auftritte. Die meiste Zeit verbringt man bei Phileasson und seiner Mannschaft, was ich selbst sehr schade fand. Beorn ist interessant und seine Mannschaft würde ich echt gerne mal besser kennen lernen. Leider bleiben auch die Charaktere um Phileasson etwas blass. Man erfährt ein bisschen mehr über sie aber so wirklich tiefe entwickeln die meisten leider noch nicht. (Ich würde sehr gerne mehr über Irulla erfahren, sie ist einfach so mega interessant und cool...)

Ein spannender zweiter Teil und ich freue mich auf Band 3. Die nächste Aufgabe kennen die Recken noch nicht, die Leser eventuell auch nicht. (Natürlich kennt man die dritte Aufgabe schon wenn man die Kampagne gespielt hat oder eben google fragt. Für mich wird es eine Überraschung)

Die Reihe
Die Phileasson-Saga
1. Nordwärts
2. Der Himmelsturm
3. Die Wölfin
4: Silberflamme
5: Schlangengrab
6: Totenmeer
7: Rosentempel
8-12 in Arbeit





01 Mai 2018

Leigh Bardugo - Grischa. Lodernde Schwingen





Klappentext
Teil 3 einer Reihe! Spoiler im Klappentext!
Der Dunkle hat die Macht über Rawka an sich gerissen. Alina muss sich von dem Kampf erholen, der sie fast das Leben gekostet hätte. Tief unter der Erde hat sich ein Kult um die Sonnenheilige versammelt, doch dort kann Alina das Licht nicht aufrufen. Um dem Dunklen ein letztes Mal entgegenzutreten, muss sie zurück an die Oberfläche. Gemeinsam mit Maljen macht sie sich auf die Suche nach dem Feuervogel. Er ist die letzte Möglichkeit, Rawka vor dem Untergang zu retten. Doch der Preis, den er fordert, könnte alles zerstören, für das Alina kämpft.


Carlsen | eBook (andere Ausgaben sind vergriffen) 432 Seiten | Ruin and Rising übersetzt von Henning Ahrens | Grischa #3 | 22. August 2014 | ab 14

Meinung

Den Abschluss der Reihe musste ich auch lesen, auch wenn dann die Geschichte zu Ende ist. Bei vielen Reihen schiebe ich das Ende sehr lange vor mir her. Aber Grischa wollte ich dann doch beenden.

Das Buch setzt gleich nach dem Ende von Band 2 ein, im Zeitraffer wird erklärt was passiert ist und endlich ergibt sich ein Plan. Der zwar nicht immer perfekt ist aber Alina folgt ihrer Bestimmung. Alina mochte ich sehr, sie hat sich echt gemacht. Auch wenn sie manchmal noch etwas weinerlich ist aber es passt einfach zu ihr. Sie ist nicht plötzlich die geborene Anführerin versucht aber das Beste aus ihrer Situation zu machen und ist lernfähig.
Maljen war zwischenzeitlich wieder sehr nervig, er wirkt immer so besitzergreifend. Die anderen Charaktere erhalten ein bisschen mehr Raum und es bauen sich Freundschaften und Beziehungen auf. Es gibt sogar ein lesbisches Paar und klasse daran ist das alle es völlig normal finden! Ich mochte die Entwicklungen sehr. Leider überleben nicht alle Charaktere den Krieg.

Die Geschichte ist so interessant, es gibt viele neue Details und viele Fragen werden geklärt. Man erhält als Leser, zusammen mit Alina viele Antworten und die Geheimnisse die gelüftet wurden waren echt gut. Am Ende gibt es dann einen spannenden Kampf, ein dramatisches Finale und ein, für ein Jugendbuch sehr passendes, Ende. Sehr stimmig wie ich finde. Leider ist es auch irgendwie das typische Jugendbuch und das fand ich ein bisschen schade. So eine außergewöhnliche Welt. Über Rawka erfährt man nicht viel Neues. Man bereist zwar einige neue Gegenden aber wirklich viel Weltenbau gibt es nicht mehr. Dabei bietet die Welt noch sehr viel Potential auch wenn schon wieklich viles ausgeschöpft wurde und viele wirklich gute Ideen eingebaut wurden.

Die Geschichte erzählt uns wieder Alina aus der Ich-Perpektive. Die Erzählweise ist, wie schon in den Vorgängern, flüssig und gut zu lesen.

Die Grischa Reihe hat mir wirklich gut gefallen und ich würde sie auf jeden Fall nochmal lesen! Ein Glück gibt es noch weitere Geschichten aus Rawka.

Sehr schade das man die Reihe jetzt nicht mehr komplett kaufen kann. Band 3 soll als HC zwar nachgedruckt werden aber in geringer Auflage. Und die ersten Teile als HC gibt es auch nur noch gebraucht. Und die Taschenbücher werde ich mir nicht kaufen, es gibt Band 3 nämlich auch nicht als TB, was sehr doof ist.

Die Reihe
Grischa, Grishaverse
0.5: Die Hexe von Duwa, The Witch of Duva
1: Goldene Flammen, Shadow and Bone
1.5: The Tailor
2: Eisige Wellen, Siege and Storm
2.5: Der allzu schlaue Fuchs, The Too-Clever Fox
3: Lodernde Schwingen, Ruin and Rising

Kurzgeschichten:  Die Sprache der Dornen. Mitternachtsgeschichten, The Language of Thorns: Midnight Tales and Dangerous Magic

23 April 2018

Judith & Christian Vogt - Die dreizehn Gezeichneten




Inhalt
Sygna, die Stadt des Handwerks. Die Stadt der magischen Zeichen. Seit die Armee von Kaiser Yulian die Stadt erobert hat, ist den Einheimischen die Ausübung ihrer jahrhundertealten Magie jedoch verboten. Eine Widerstandsgruppe will dies nicht hinnehmen.
Auch Dawyd, Mitglied der Fechtgilde, wird für die Ziele der Rebellen eingespannt. Denn die kaiserliche Geheimpolizei strebt danach, die mächtigen Wort-Zeichen unter ihre Kontrolle zu bringen. Mit ihnen wären die Besatzer in der Lage, Gefühle und Gedanken zu manipulieren, und das muss um jeden Preis verhindert werden


Werbung:
Bastei Lübbe | eBook + Taschenbuch 591 Seiten | Das Geheimnis der Zeichen #1 | 23. Februar 2018

Meinung
Also das Autorenpaar ist bei mir eigentlich schon auf der Sofort-Kaufen Liste. Der Klappentext und das Cover von "Die dreizehn Gezeichneten" haben dann ihr übriges getan und ich musste das Buch lesen. Ich hatte auch Glück und durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen.

Angesprochen hat mich, wie schon geschrieben, der Klappentext. Magie, Fechter, Rebellen? Bin dabei. Und ja, die Schlagworte klingen auch ein bisschen nach typischer High-Fantasy, ist es aber nicht ganz. Judith und Christian Vogt haben mit Synga ein sehr grandioses und auch düsteres Setting geschaffen, ein tolle Stadt die eine ganz verstecke Seite hat. Und das Magiesystem ist ebenfalls sehr durchdacht und interessant. Die Magie wird durch Zeichen gewirkt, die von bestimmten Handwerkern gewirkt werden können. Jedes Handwerk hat dabei seine eigenen Zeichen und Vorteile. Die Idee habe ich so noch nicht gelesen und war sehr begeistert.
Die Geschichte ist sehr komplex und es gibt viele Charaktere. Grade beim Einstieg muss man deshalb etwas aufpassen aber es lohnt sich auf jeden Fall. Die vielen Fäden laufen zusammen und führen zu einem großen Bild. Vorhersehbar ist die Geschichte dabei nie. Es gibt einen Knaller nach dem nächsten und grade gegen Ende des Buches war es einfach zu spannend als das man aufhören konnte. Sehr grandios gemacht! Das Ende ist dabei recht offen und es gibt noch viele ungeklärte Fragen für die geplanten Fortsetzungen. Und trotz der düsteren Stimmung und der teils sehr unheimlichen Begegnungen gibt es auch immer wieder eine Prise Humor in der Geschichte.

Es gibt einige Charaktere und es dauert ein bisschen bis man mit ihnen richtig warm wird. Von jedem erfährt man genug um sich ein Bild machen zu können und man findet auch schnell Lieblinge, was nicht immer gut ist denn die Autoren lassen ihre Protagonisten auch gerne leiden. Der Antagonist Ruffin ist ebenfalls sehr gelungen und wenn er nicht so fies wäre dann könnte man ihn glatt sympathisch finden.

Wer sich von komplexen Geschichten in der High-Fantasy nicht abschrecken lässt sollte auf jeden Fall einen Blick in das Buch werfen.

Danke an Judith & Christian für die tolle Leserunde und Bastei Lübbe für das Leseexemplar.

Die Reihe
Das Geheimnis der Zeichen
1: Die dreizehn Gezeichneten
2: Die Verkehrte Stadt (März 2019)
3: Der Krumme Mann der Tiefe (tba)

17 März 2018

Leigh Bardugo - Grischa. Eisige Wellen




Klappentext
Band 2 einer Reihe! Spoiler im Klappentext!
Nur weg aus Rawka – das ist Alinas und Maljens einziger Gedanke nach dem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen. Doch selbst an ihrem Zufluchtsort jenseits der Wahren See erreichen sie die Gerüchte: Der Dunkle habe das Gefecht auf der Schattenflur überlebt und strebe nach dem Zarenthron. Und er wird nicht ruhen, bis er Alina gefunden hat. Denn um seine Macht ins Unermessliche zu steigern, braucht er ihre Hilfe – ob freiwillig oder nicht.


Meinung
Nach dem Band 1 so gut war und so spannend endet, habe ich auch gleich Band 2 gelesen. Und das Buch hat mich teilweise echt nerven gekostet. Der Start ist gelungen, wenn das ganze Buch so gewesen wäre dann wären es mehr als 5 Sterne geworden. Spannung, Action und neue Antworten aber auch Fragen. Dann kommt aber ein kleiner Bruch und es pläschert alles so vor sich hin. Die Geschichte kommt nicht so recht vom Fleck und es geht mehr um das Liebesdrama. Das Ende war dann wirklich gut, etwas gehetzt aber es hat das Buch dann gerettet.

Leider sind Alina und Maljen zwischenzeitlich unfassbar nervig. Ihre Art und vor allem das unnötige Eifersuchtsdrama. Sonst mochte ich es wie sich beide Entwickeln. Alina wird von der unsicheren grauen Maus langsam zu einer echten Kämpferin.
Auch Maljen entwickelt sich, sehr realistisch wie ich finde. Auch wenn mich sein Verhalten ab und an genervt hat und ich noch nicht weiß in welche Richtung er sich nun letzten Endes entwickeln wird. Er ist auf jeden Fall spannend.
Am meisten mochte ich aber den neu im Buch auftauchenden (Neben)Charakter von Sturmhond. Ja, man gebe mir einen coolen Piraten und ich werde zum kleinen Fangirl.

Erzählt wird das Buch wieder von Alina aus der Ich-Perpektive. Dadurch lernt man sie wirklich sehr gut kennen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen, die Seiten fliegen wieder nur so dahin auch wenn die zweite Hälfte des Buches ruhiger ist.

Eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Die Geschichte entwickelt sich, es gibt neue Gefahren und alte Fragen werden teilweise gelöst. Und das Ende verspricht einen spannenden Finalband.

Buchdetails
Werbung nach TMG
 Carlsen | eBook ISBN: 978-3-646-92528-9 + Taschenbuch ISBN:978-3-551-31415-4 448 Seiten | Siege and Storm übersetzt von Henning Ahrens | Grischa #2 | 25. Juli 2013 | ab 14

Die Reihe
Grischa, Grishaverse
0.5: Die Hexe von Duwa, The Witch of Duva
1: Goldene Flammen, Shadow and Bone
1.5: The Tailor
2: Eisige Wellen, Siege and Storm
2.5: Der allzu schlaue Fuchs, The Too-Clever Fox
3: Lodernde Schwingen, Ruin and Rising
Kurzgeschichten:  Die Sprache der Dornen. Mitternachtsgeschichten, The Language of Thorns: Midnight Tales and Dangerous Magic

24 Februar 2018

Ava Richardson - Akademie der Drachenreiter




Inhalt
In der Stadt Torvald gibt es eine Akademie für Drachenreiter. Einmal im Jahr fliegen die Jungdrachen aus und suchen sich unter den Einwohnern ihre Reiter aus. Jeder Drache benötigt zwei Reiter, einen Navigator und einen Beschützer. Agathea Flamma stammt aus einer adeligen Familie die schon viele Drachenreiter hervorgebracht hat. Sie wünscht sich nichts mehr als auch eine davon zu werden, auch wenn die Chancen nicht so hoch stehen.
Sebastian ist der Sohn eines Schmiedes und lebt in der ärmsten Gegend der Stadt. Er findet die Drachen faszinierend, macht sich aber keine Hoffnungen jemals die Akademie der Drachenreiter besuchen zu können. Das bleibt meist den Adeligen vorbehalten. So ist er auch sehr überrascht als er von einer Drachendame erwählt wird und zur Akademie gebracht wird. Die zweite Erwählte ist Agathea. Zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten müssen nun zusammen ihre Ausblidung absolvieren.

Selbstverlag über Amazon | eBook ISBN: B01DU59GME 234 Seiten | Dragon Trials übersetzt aus dem englischen | Rückkehr der Finsternis #1 | 04. April 2016

Meinung
Cover und Klappentext haben mich hier angelockt. Ok, erst das Cover ;) Allerdings verärt der Klappentext unfassbar viel, deshalb habe ich auch versucht den Inhalt etwas zusammenzufassen.

Die Geschichte klang spannend und war leider nur ok. Könnte auch an der nicht ganz so gelungenen Übersetzung liegen, manche Sätze klingen irgendwie plump und manche Wörter passen nicht so ganz in den Kontext.

Agathea, genannt Thea und Sebastian sind einfach nur anstrengend. Vor allem Thea. Die erste Hälfte der Buches jammert sie gefühlt in jedem zweiten Satz "Aber ich bin ein Mädchen, ich kann eigentlich kein Drachenreiter sein!" oder sie hat Angst das sie die Ausbildung nicht schafft, obwohl sie beim kämpfen die Beste ist. Ihr wisst nicht wie oft ich die Augen verdreht habe.
Sebastian ist nicht besser, er jammer immer über seine nicht adelige Herkunft und stellt sich manchmal einfach nur an. Beide ändern sich sehr plötzlich gegen Ende der Geschichte, zum Positiven.

Die Drachen waren interessant aber die ganze Akademie und die Sache mit den Drachenreitern auch sehr seltsam. Ein Drache braucht zwei Reiter und sucht sich diese selbst aus. Wenn die Reiter aber die Ausbildung nicht schaffen oder einer irgendwann stirbt, dann geht der Drache zurück in seinen Berg und ist von nun an nur noch ein Zuchtdrache. Freiwillig. Das klingt so bescheuert. Ich meine, als ob sich majestätische Drachen freiwillig einsperren? Um dann Nachwuchs für zu zeugen der den Menschen dient? Ab und an kamen mir die Drachen auch eher wie Pferde vor, Pferde mit Flügeln.

Das Buch war ok. Aber nicht so packend wie erwartet. Wer Drachen mag und ein nettes Buch für zwischendurch lesen mag kann hier nicht viel falsch machen.

Die Reihe
Die Rückkehr der Finsternis
1: Akademie der Drachenreiter
2: Legenden der Drachenreiter
3: Legenden der Drachenreiter

24 Januar 2018

Leigh Bardugo - Grischa. Goldene Flammen





Inhalt
Alina ist ein Waisenkind das nun zusammen mit ihrem besten Freund Maljen in der ersten Armee des Zaren dient. Sie ist eine einfache Kartografin und wird zusammen mit einer Einheit an die Grenze des Landes Rawka geschickt. Ihr bester Freund Maljen ist Fährtenleser und ebenfalls in der Armee. Bei einem schrecklichen Zwischenfall rettet Alina ihm das Leben und entdeckt das sie seltsame Fähigkeiten hat. Fähigkeiten die die Welt verändern könnten.


Meinung
Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Buchbloggern die die Grischa-Reihe bis jetzt noch nicht gelesen haben. Nachdem nun aber schon "Lied der Krähen" bei mir liegt und das in der selben Welt spielt wollte ich doch endlich die Grischa-Reihe lesen. Um schonmal die Welt zu kennen.

Da die Grischa-Reihe so gehyped wurde und oft in den höchsten Tönen gelobt werden war ich am Anfang sehr skeptisch, meist sind die Erwartungen dann einfach zu hoch. Der Klappentext klingt leider auch eher nach einer typischen YA-Fantasy. Unauffälliges Mädchen hat eine seltene Fähigkeit und wird dann zu einer mächtigen Zauberin. Alles schon mal gelesen. Aber ich Goldene Flammen konnte mich dann doch positiv überraschen.

Es geht interessant los, mit einem kurzen Prolog. Dann lernt man Alina und die Welt ein bisschen kennen. Am Anfang etwas unübersichtlich für ungeübte Fantasyleser da die Bezeichnungen erstmal nicht wirklich erklärt werden. Es gibt zwar am Anfang eine kleine übersicht der verschiedenen Grischa, aber was genau sie sind bleibt erstmal unklar. Erst nach und nach lernt man etwas über die Magie, zusammen mit Alina. Leider kommt nach den ersten spannenden Kapiteln ein Zwischenteil bei dem Alina eher nervt. Sie wird vom netten und kämpferischen Mädchen zu einer kleinen langweiligen Puppe. Sie lässt alles zu und hinterfragt so gut wie nichts, das fand ich etwas schade. Im letzten Drittel wird sie dann aber wieder kämpferischer. Und hier wird es auch wieder richtig spannend.

Die ganze Geschichte erzählt Alina aus ihrer Sicht. Dadurch lernt man Alina gut kennen, trotzdem bleibt ihr Verhalten für mich nicht immer nachvollziehbar. Die anderen Charaktere bleiben leider auch sehr blass.

Die Welt die Leigh Bardugo geschaffen hat war spannend. Basierend auf Russland hat sie eine düstere und große Fantasywelt geschaffen. Einige Details waren allerdings noch unklar und wirkten nicht ganz ausgereift.
Das Magiesystem dafür war wirklich klasse. Es hatte so einen wissenschaftlichen Hauch.

Goldene Flammen ist ein solider Auftakt der alles hat was ein spannendes Jugend-High-Fantasy Buch braucht.

Buchdetails
Werbung nach TMG
Carlsen | eBook ISBN: 978-3-646-92432-9 + Taschenbuch ISBN:978-3-551-31326-3 352 Seiten | Shadow and Bone übersetzt von Henning Ahrens | Grischa #1 | 24. August 2012 | ab 14

Die Reihe
Grischa, Grishaverse
0.5: Die Hexe von Duwa, The Witch of Duva
1: Goldene Flammen, Shadow and Bone
1.5: The Tailor
2: Eisige Wellen, Siege and Storm
2.5: Der allzu schlaue Fuchs, The Too-Clever Fox
3: Lodernde Schwingen, Ruin and Rising
Kurzgeschichtensammlung:  Die Sprache der Dornen. Mitternachtsgeschichten, The Language of Thorns: Midnight Tales and Dangerous Magic

20 Januar 2018

V.E. Schwab - Vier Farben der Magie



Inhalt
Es gibt 4 unterschiedliche London die alle in verschiedenen Welten existieren und, bis auf die Themse, wenige Gemeinsamkeiten haben. Das rote London, das weiße London, das graue London und das schwarze London über das niemand redet.
Kell ist einer der wenigen Antari und kann durch die Welten springen. Er ist deshalb der Botschafter des roten London. Nebenher ist er noch ein heimlicher Schmuggler der gerne Gegenstände aus den Welten mitbringt, was allerdings streng verboten ist. Einer seiner Schmuggeleien bringt nicht nur ihn, sondern auch die Welten in große Gefahr.

Fischer Tor | eBook ISBN: 978-3-10-490168-8 + Taschenbuch ISBN: 978-3-596-29632-3 496 Seiten | A Darker Shade of Magic übersetzt von Petra Huber | Weltenwanderer #1 | 27. April 2017 

Meinung
Der Klappentext klingt schon sehr vielversprechend und mal nach einer neuen Idee. Ich habe auch sehr viel Gutes über das Buch gehört und als dann die deutsche Version erschienen ist konnte ich auch nicht mehr dran vorbei.

Ich mochte die Idee und die Welt total. Die unterschiedlichen Städte, die unterschiedlichen Bewohner, die Politik und die Magie. Grade die Magie finde ich hier sehr interessant. Es gibt viele unterschiedliche Erklärungen für sie da jede Stadt anders mit ihr umgeht. Und zwischendrin ist Kell, unser Protagonist. Einer der wenigen Antari (eine Art Blutmagier) der auch die verschiedenen Städte besuchen kann.

Man begleitet mal Kell und mal Lila durch die Geschichte. Ab und an gibt es auch kurz einen Schwenk zu anderen Charakteren, als Leser hat man so einen Überblick und ahnt das sich etwas zusammenbraut aber die Protagonisten wissen nicht viel davon. Auch sehr gelungen fand ich, wie am Ende die scheinbar losen Erzählstränge alle zusammenlaufen. Die Geschichte ist vorerst abgeschlossen, es bleibt aber noch viel Raum für Fortsetzungen und einiges kann man noch vertiefen. Das Buch ist nicht durchweg mega spannend, es gibt Stellen die plätschern einfach so vor sich hin bevor es dann wieder richtig zur Sache geht, was zu einigen sehr blutigen Stellen führt. Das Buch kommt auch ganz ohne typische Liebesgeschichte aus.

Die Charaktere waren sehr interessant, wobei ich Lila am Anfang eher anstrengend empfand. Am Ende mochte ich sie und ihr loses Mundwerk dann aber doch irgendwie sehr. Kell und Lila machen im Laufe der Geschichte viel durch und entwickeln sich weiter. Trotzdem bleiben beide noch ein kleines Geheimnis, man erfährt nur das Nötigste über sie.
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und die Welt und die Charaktere werden sehr bildhaft dargestellt.

Vier Farben der Magie ist gelungene High-Fantasy, ich denke aber das Buch wird nicht jedem gefallen. Es werden viele Details erklärt und man muss teilweise auch sehr aufpassen um folgen zu können.

Zur Autorin: Wenn sie als V.E. Schwab schreibt dann könnt ihr mit Büchern für Erwachsene rechnen, als Victoria Schwab schreibt sie ihre Jugendbücher.

Die Reihe
Weltenwanderer, Shades of Magic
1: Vier Farben der Magie, A Darker Shade of Magic
2: Die Verzauberung der Schatten, A Gathering of Shadows
3: Die Beschwörung des Lichts (April 18), A Conjuring of Light

05 Januar 2018

Ann-Kathrin Karschnick, Felix A. Münter - Trümmerwelten. Die Odyssee der Alice Sparrow




Klappentext

Alice Sparrow bestimmt scheinbar das Schicksal der gesamten Trümmerwelten. Während Noemi und Charlie lernen müssen, ihre neugewonnenen Kräfte zu kontrollieren, und dabei nicht auch noch das zerstören dürfen, was von den Trümmerwelten übrig ist, wird von mehreren Inseln aus Jagd auf sie gemacht, denn offensichtlich will sich tatsächlich jeder den einzigen Dreimaster im ganzen Wolkenmeer aneignen. In dem Bestreben, sich gegen die Übermacht an Feinden zu wehren, beginnt für die vierköpfige Crew eine waghalsige Irrfahrt mit einem ungewissen Ausgang.


Papierverzierer | eBook 9783959623292 + Taschenbuch (noch nicht bekannt) 306 Seiten | Trümmerwelten #2 | 26. Oktober 2017 

Meinung
Spoilerfrei

Nachdem Band 1 so spannend und überraschend anders war habe ich mich riesig gefreut dass die Geschichte um die Alice Sparrow weitergeht. Meine Erwartungen an das Buch waren dementsprechend auch sehr hoch.

Die Odysee der Alice Sparrow startet gleich nach den Ereignissen aus Band 1. Es wird kurz zusammengefasst was alles passiert ist und dann begleitet man auch schon Noemi und Charlie, deren Wege sich immer wieder kreuzen. Beide schaffen es wieder sich und ihre Begleiter in die unmöglichsten Situationen zu bringen die auch nicht immer einfach gelöst werden können.

In diesem Teil werden sehr viele neue Fragen aufgeworfen aber sehr wenige beantwortet. Leider zieht sich das Buch in der Mitte ein bisschen, ständig eine Flucht von hier nach da und wieder wo anders hin. Das spannende Finale entschädigt dann aber dafür. Leider endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger und lässt den Leser mit sehr vielen offenen Fragen zurück.

Die Charaktere machen interessante Wandlungen durch. Dadurch gibt es auch einige überraschende Situationen weil eben doch nicht so gehandelt wird wie erwartet. Dabei bleibt Noemi ihrer hitzköpfigen Art durchaus treu und Charlie bleibt eher der besonnenere Gegenpart.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

Insgesamt war Band 2 interessant und auch ab und an spannend, reichte aber nicht ganz an den ersten Teil heran. Ich hoffe das es irgendwann noch einen weiteren Teil geben wird der die offenen Fragen beantwortet.

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar.


Die Reihe
Trümmerwelten
1: Das Geheimnis der Alice Sparrow
2: Die Odyssee der Alice Sparrow
3: Das Schicksal der Alice Sparrow

18 November 2017

T.S. Orgel - Die Blausteinkriege. Der verborgene Turm




Inhalt
Band 3 einer Reihe, Spoiler im Klappentext!
Im Kaiserreich Berun ist nichts mehr so, wie es war. In der Hauptstadt haben sich die Fürsten versammelt, um den anrückenden Kolnorern entgegenzutreten – umsonst. Es ist längst zu spät, der Feind ist bereits mitten unter ihnen. Sogar das Protektorat Macouban ist mittlerweile vollständig von den Hexern der Huacoun und ihren Vasallen besetzt. Allein Xari, Ordensritter Cunrad und die Schildbrecher stehen ihnen entgegen. Doch die Wahrheit ist noch viel schrecklicher. Denn während das Reich im Krieg versinkt, erwachen uralte Kräfte, und das Ende der Welt steht bevor …

Heyne | eBook ISBN: 978-3-641-17101-8 + Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-31707-9 604 Seiten | Die Blausteinkriege #3 | 09. Oktober 2017

Meinung
Nach einem weiteren Jahr Wartezeit nun auch endlich der Finale Band der Trilogie. Ich habe mich so auf das Buch gefreut!

Zum Start gibt es dieses mal ein Kapitel "Was bisher geschah" um die Erinnerungen nochmal auffrischen zu können. Trotzdem sollte man nicht mit Band 3 der Reihe anfangen wenn man die Vorgänger nicht gelesen hat. Es gibt zu viele kleine Details die dann verloren gehen.

Der Abschlussband war wirklich gut. Alle losen Fäden laufen zusammen, jeder bekommt seine Zeit in der Geschichte und dann kommt alles zu einem runden und unerwarteten Ende.
Das Buch bleibt durchweg spannend, es gibt dieses mal wieder mehr Action, Kämpfe und viel Gemetzel. Dafür weniger Politik. Es gibt einige spannende Wendungen und mancher Charakter hält noch die eine oder andere Überraschung bereit.

Egal wie blutig die Kämpfe sind oder wie ausweglos die Situation scheint, T.S. Orgel schaffen es immer wieder den Leser zum schmunzeln zu bringen. Vor allem durch den Sarkasmus mancher Charaktere, allein dafür muss man diese Reihe schon mögen.

Am besten haben mir Sara und Danil gefallen die über die ganze Reihe hinweg wirklich eine tolle Entwicklung durchmachen. Auch die anderen Charaktere waren wirklich gut gezeichnet, jeder hat so seine Eigenheiten.

Es gibt wieder einige Extras im Buch, darunter eine wunderschöne Karte und ein Personenverzeichnis. Und nach dem Ende und der Danksagung noch einen kleinen Epilog. Also nicht aufhören zu lesen nach dem Ende!

Mir hat der Abschlussband sehr gut gefallen. Die Reihe empfehle ich gerne weiter an Fans von High-Fantasy.

Vielen Dank an den Heyne Verlag und T.S. Orgel für das Rezensionsexemplar und die Leserunde.

Die Reihe
Die Blausteinkriege
Band 3: Der verborgene Turm

Weitere Rezensionen
Weltenwanderer

03 Oktober 2017

Jay Kristoff - Stormdancer




Inhalt
Shima ist ein Imperium, das von einem Shogun regiert wird, der in seiner eigenen Welt lebt und grausam sowie machthungrig ist.
Das Imperium steht aber kurz vor dem Kollaps. Luft, Wasser und Land sind verpestet durch den Blood Lotus der zu Herstellung von Treibstoff überall angepflanzt wird. Die meisten Tiere sind ausgerottet, die Menschen krank. Die Lotusgilde überwacht die Herstellung und ist nach dem Shogun die größte Macht die alle Geschicke des Imperiums leitet
Dann macht das Gerücht die Runde das ein Sturmgreif gesichtet wurde, eine mythische Kreatur von der man dachte sie sei ausgestorben.
Yukiko und ihr Vater, der „Schwarze Fuchs“ und oberster Jäger von Shima werden ausgeschickt den Greif zu fangen und zum Shogun zu bringen, versagen wird mit dem tot bestraft. Doch wie jagt man ein ausgestorbenes Tier in einer sterbenden Welt?


TOR | eBook + Taschenbuch 451 Seiten | The Lotus Wars #1 | 01. September 2012 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Eine Fantasywelt die auf Japan basiert, japanische Mythologie und Steampunk-Elemente. Mehr musste ich zu diesem Buch nicht wissen um es lesen zu wollen.
Nachdem es nun einige Zeit auf meinem SuB lag hab ich es auch endlich davon befreit und gelesen. Ich hatte hohe Erwartungen, vor allem weil man wirklich viel Gutes vom Buch hört.

Wenn man nicht ein bisschen Ahnung von japanischer Mythologie und vor allem von alter japanischer Mode hat, könnte man am Anfang etwas erschlagen werden von den vielen unbekannten Bezeichnungen. Vieles wird zwar erklärt und es gibt am Ende ein Glossar mit allen wichtigen Begriffen und Göttern, aber das zurechtfinden könnte am Anfang schwierig werden. Man landet direkt in einem Kampf zwischen Mensch und Oni.

Nach den ersten Seiten war ich schockverliebt. Ich hätte fast ein neues Lieblingsbuch gehabt (Jay Kristoff kann das wirklich!) Die Geschichte hat Spaß gemacht und mich sehr gut unterhalten. Spannend, actionreich und gut durchdacht. Man kann mitfiebern. Es passiert fast nichts das man vorhersehen kann und es gibt Plot-Twists, ja nicht nur einen. Nur die obligatorische YA-Lovestory war seltsam. Da sieht Yukiko die Augen eines Typen und tadaaahhh: Insta-Love. Aber immerhin gibt es die ein oder andere Stelle bei der sie selbst die Sache mit Sarkasmus nimmt. Und dann kommt am Ende der große Showdown, zum mitfiebern und luftanhalten.

Die Charaktere waren super. Yukiko macht eine tolle Entwicklung durch und die Bindung zu Buruu wird echt glaubhaft und gut umgesetzt. Auch ihre Beziehung zu den anderen Charakteren ist toll, entwickelt sich und ändert sich.
Bis auf Hiro, einen Samurai, waren auch alle Charakter gut umgesetzt. Hiro bleibt leider etwas blass und er war gefühlt nur da um die Geschichte voranzubringen.

Als Leser begleitet man abwechselnd Yukiko, den Shogun und ab und an kurz noch andere Charaktere. Die Wechsel der Perspektive werden durch einen Absatz gekennzeichnet.

Ich mochte die Welt, vor allem am Anfang. Aber nach und nach gab es immer wieder Details die mich gestört haben weil sie einfach unstimmig waren.
Am Start wird sehr viel erklärt und die Welt gezeigt. Ich mochte es sehr, man erhält eine Führung durch die Welt und erst nach und nach geht die Geschichte lost. Wer wert auf viele Details legt kommt hier voll auf seine Kosten.

Einige Kritikpunkte zum Worldbuilding: Die Welt basiert auf Japan. Die japanische Mythologie wurde quasi komplett übernommen und ein bisschen ausgeschmückt, vieles davon hat Jay Kristoff auch gut umgesetzt, zumindest für westliche Leser. Leider wirkte alles ab und an unfertig. Man nehme ein romantisiertes feudales Japan, benennt es um, werfe ein paar Steampunkelemente dazu, rührt um, fertig ist die Welt von Stromdancer. Eingentlich kein Problem, aber dann sollten die Details stimmen. Wenn es um die Sprache geht waren einige Patzer drin (und ja, die sind mir aufgefallen obwohl ich weit davon entfernt bin gut japanisch zu sprechen). Die Nutzung von "hai" und "sama" war seltsam. Vor allem "sama", das ist ein Suffix, es kommt nach einem Namen oder Titel um die Person sehr respektvoll anzusprechen. Ja, soviel hab ich schon gelernt, das ist quasi das erste das man lernt. Und hier steht "sama" teilweise allein, als Titel. Sehr seltsam. Lustigerweise wird es im Glossar richtig erklärt aber im Buch falsch umgesetzt.
Und dann gibt es Stellen, da bekommt Yukiko einen japanischen Titel, und dann muss sie erklären was das bedeutet?! Ich dachte die sprechen da alles japanisch? Ich war verwirrt.

Und noch mehr Details die mir aufgefallen sind und die mich gestört haben. Pandas dienen als Beispiel für die schreckliche Umweltzertörung die duch den Blutlotus entsteht. Sie wurden in Shima ausgerottet. Seit wann sind Pandas in Japan überhaupt heimisch? Wie kann man denn eine nicht heimische Tierart im Land ausrotten? Wenn mir glaubhaft eine Fantasywelt vorgestellt worden wäre in der es Pandas mal gab dann wäre das nicht so schlimm gewesen. Aber so, so ganz ohne sinnige Erklärung? Auch Tiger kommen als Beispiel vor. Die letzten wohnen im Garten des Palastes. Warum kann man da nicht andere Tiere nehmen? Und dann taucht noch eine mythische Figur namens Nagaraja auf. Das ist eine Figur aus der indischen Mythologie! (Ich hab Google gefragt weil mir der Name absolut unbekannt war...). Warum? Nur weil es etwas in Asien gibt ist es nicht sofort japanisch. Es gibt dasehr viele unterschiedliche Kulturen. Es scheint so als hätte Herr Kristoff sich Japan als Grundlage ausgesucht, weil es das nicht so oft gibt aber die Recherche war nicht wirklich tief.
Auch das Verhalten der Charaktere kam mir teilweise sehr verwestlicht vor (kann man das so sagen?). Irgendwie hat dieser japanische Touch gefehlt, diese kleinen Eigenheiten.
Trotzdem kann das Buch unterhalten.

Ich schwanke, zwischen 5 und 2 Sternen. 5 sagt der Bauch weil die Geschichte so gut war, das Buch hat Spaß gemacht, ich habe mitgefiebert. 2 sagt der Kopf wegen der vielen kleinen Details die nicht gepasst haben.
Wer sich für dieses Buch interessiert soll sich bitte sein eigenes Bild machen. Die Geschichte macht Spaß und kann gut unterhalten! Nur die Welt ist in meinen Augen nicht perfekt.

Ich will auf jeden Fall wissen wie es weiter geht, Teil 2&3 stehen schon im Regal bereit!

Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die UK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

30 Mai 2017

Joshua Tree - Pilgrim. Rebellion




Klappentext

Aus den Wellen eines endlosen Ozeans erhebt sich der Berg Pilgrim. Unter der Herrschaft ihres unsterblichen Anführers, dem Hüter der Seelen, vollbringen seine Bewohner wahre Wunder mit ihrer mystischen Magie, dem Hatori. Quelle ihrer scheinbar grenzenlosen Macht ist die Weltenblume, ein uraltes, mysteriöses Wesen, das tief im Herzen des Berges schlummert. Doch für ihre Magie fordert sie einen Preis: Den Wahnsinn. Magnus, Prinz von Pilgrim und seine Freundin Tzunai müssen bald herausfinden, dass sich hinter den scheinbar grenzenlosen Wundern ihrer Heimat weitaus mehr verbirgt als sie ahnen. Ist der einsame Berg tatsächlich so einsam, wie sie seit ihrer Kindheit gelernt haben? Warum darf kein Pilgrim älter als 40 Sommer werden? Wohin verschwinden ihre Nachbarn? Welches Geheimnis steckt hinter der Weltenblume? Als Magnus und Tzunai ihre gemeinsame Suche nach Antworten beginnen, ahnen sie noch nicht, dass sie Pilgrim für immer verändern werden, denn die Rebellion hat gerade erst begonnen. Ihr Ausgang ist ungewiss, die Konsequenzen verheerend und während ein magischer Krieg entflammt, richten sich die Blicke finsterer Mächte auf den einsamen Berg, die seit Jahrtausenden auf diesen Moment gewartet haben.



Selbstverlag | ebook ASIN: B06Y1ZWLQD + Taschenbuch ISBN-10: 152100286X 446 Seiten | Pilgrim #1 | 04. April 2017 


Meinung 
Los geht es mit einem spannenden Prolog, was genau dieser Prolog mit der Geschichte zu tun haben könnte wird noch nicht ganz aufgelöst, man kann sich aber wunderbar eigene Theorien dazu bilden.

Dann lernt man die Welt Pilgrim und die Protagonisten kennen. Pilgrim ist eine sehr interessante und durchdachte Welt. Man merkt das Joshua Tree sich sehr viele Gedanken gemacht hat und er hat sehr einige Ideen umgesetzt.
Nachdem man Pilgrim kennengelernt hat kommt es zu einem sehr überraschenden Ereignis. Danach ändert sich wieder einiges und als Leser wird man von vielen Eindrücken und Ereignissen fast erschlagen. Der Mittelteil zog sich deshalb etwas weil es für mich wirklich anstrengend zu lesen war. Erst gibt es sehr viele Infos aber wirklich weiter bringt es die Geschichte erstmal nicht.
Dafür wird es dann wieder richtig spannend! Und das Ende ist ein nicht sehr netter Cliffhanger, ein Glück das es Band 2 schon gibt und man deshalb nicht lange warten muss um seine Neugier zu stillen.

Man begleitet Hauptsächlich Magnus, einen jungen und behüteten Burschen der in Pilgrim aufwächst. Auch seine Freunde sind dabei. Magnus und seine Gedanken werden sehr ausführlich beschrieben, sodass man auch wirklich jede seiner Handlungen nachvollziehen kann. Er hat einige Freunde die ihn auf seinem Abenteuer begleiten. Alle hatten so ihre Eigenheiten, es war aber doch die typische Fantasytruppe.

Der Schreibstil ist sehr detailliert und teilweise ausufernd, dass muss man mögen. Die Sätze sind sehr lang und Joshua Tree beschreibt alles sehr genau. Leider gibt es auch die eine oder andere Wiederholung, vor allem wenn es um die Gedanke von Magnus geht.

Alles in allem gute 3 Sterne. Eine spannende Geschichte und eine gut durchdachte interessante Welt. Es bleibt aber noch Luft nach oben für die Fortsetzungen.


Die Reihe 
Pilgrim
1: Rebellion
2: Die Verlorenen
3: Die Geächteten (in Vorb.)
4: Die Magier (in Vorb.)
5: Die Zerstörer (in Vorb.)
6: Die Erlöser (in Vorb.)

04 März 2017

Melinda Salisbury - The Sleeping Prince. Tödlicher Fluch




Klappentext
Achtung, Teil 2 einer Reihe, Spoiler zu Teil 1!
Das Land ist in Aufruhr. Die Königin hat eine alte Legende entfesselt und den gefährlichen Schlafenden Prinzen nach vielen Jahrhunderten wieder zum Leben erweckt. Nun bringt er Krieg und Zerstörung zu den Menschen von Tregellian. Die junge Apothekerstochter Errin versucht verzweifelt, sich in diesen gefährlichen Zeiten über Wasser zu halten. Doch seit ihr Bruder Lief verschwunden ist, muss sie sich alleine um ihre kranke Mutter kümmern. Über die Runden kommt sie nur, weil sie verbotene Kräutertränke braut, die sie heimlich verkauft. Als Soldaten sie und ihre Mutter aus ihrem Dorf vertreiben, gibt es nur einen, an den sich Errin wenden kann: den mysteriösen Silas. Ein junger Mann, der tödliche Gifte bei ihr kauft, aber nie verrät, wozu er sie verwendet. Silas verspricht, Errin zu helfen. Doch als ihr vermeintlicher Retter spurlos verschwindet, muss Errin eine Entscheidung treffen, die das Schicksal des Reiches verändern wird ... (Quelle: Verlagsseite)

bloomoon | ebook + Taschenbuch 368 Seiten | The Sleeping Prince , Übersetzt von: A. M. Grünewald | Goddess of Poison #2 | 12. Februar 2017 | ab 14 


Meinung
Band 2 der Reihe hat mich sehr überrascht, es ist mal ein zweiter Teil der besser ist als Band 1!

Nachdem Band 1 mit einem nicht so netten Ende sehr neugierig auf Band 2 macht musste ich Band 2 auch lesen. Die Geschichte startet mit einem Prolog, der eine recht düstere Geschichte verspricht.
Dann geht es zu Errin und ihrer Mutter. Die ganze Geschichte wird nun, wie schon Band 1, aus der Ich-Perspektive von Errin erzählt. Errin hat es nicht leicht, nachdem ihr Vater gestorben ist und sie mit ihrem Bruder und ihrer Mutter umgezogen ist muss sie sich nun alleine durchschlagen. Ihren Bruder Lief kennt man schon aus Band 1, sein Schicksal bleibt aber sehr lange ungeklärt. Ebenso das der anderen Charaktere aus Band 1, nur das Schicksal von Prinz Marek ist dem Leser schnell bekannt. Es war spannend mal mehr von der Welt zu erfahren. Die Geschichte von Band 1 und 2 wurde sehr gelungen verknüpft. Und es tauchen auch wieder alte Bekannte auf, wenn auch gut getarnt. Es bleiben noch neue Fragen offen aber vieles wird auch klarer. Der Anfang zieht sich hier ein bisschen, da man erstmal sehr lange Errin in ihrem Alltag begleitet bevor es wirklich spannend wird. Dafür kann die Geschichte dann aber durch viele tolle Ideen, eine tolle Welt und vielen Überraschungen überzeugen.
Das Ende ist wieder recht fies, es gibt eine große Überraschung und dann ist es schon vorbei.

Im Gegensatz zu Band 1 ist dieser Band sehr viel düsterer und brutaler. Die kleine Liebesgeschichte ist gut eingebaut und steht nicht im Vordergrund.

Errin ist anders als Twylla. Sie hat ihren eigenen Kopf und hinterfragt auch ab und an etwas. Ihr Verhalten ist manchmal zwar sehr impulsiv und ab und an kindisch, trotzdem ist sie eine tolle Protagonistin die eine schöne Entwicklung durchmacht. Sie bleibt vor allem sie selbst und kann auf sich aufpassen.
Auch die anderen Charaktere sind gut gezeichnet, auch wenn sie teilweise wenige Auftritte haben. Vom schlafenden Prinzen selbst weiß der Leser nicht viel, nur das was Errin so aufschnappt. Man kann sich aber trotzdem ein Bild machen und das ist kein Gutes.

Der Schreibstil ist gut zu lesen und ich weiß nicht was anders ist, aber man wird in diesem Buch mehr gefesselt als noch in Band 1.

4 Sterne. Band 2 kann ich wirklich empfehlen. Tolle High-Fantasy nicht nur für Jugendliche. Wer Band 1 mochte wird Band 2 lieben. Ich bin sehr auf den letzten Teil gespannt, die Messlatte liegt nun hoch!

Die Reihe baut sehr aufeinander auf, man muss Band 1 auf jeden Fall gelesen haben für dieses Buch!

Herzlichen Dank an den bloomoon Verlag und an Netgalley für das Rezensionexemplar!



Die Reihe

Goddess of Poison, The Sin Eater's Daughter
0.5: The King of Rats
1: Goddess of Poison. Tödliche Berührung, The Sin Eater’s Daughter
2: The Sleeping Prince. Tödlicher Fluch, The Sleeping Prince
3: The Scarecrow Queen

05 Februar 2017

Christoph Hardebusch - Sturmwelten




Inhalt

Viele Insel, unerforschtes Gebiet und eine launische See. Das sind die Sturmwelten. Hier fahren nur die mutigsten und erfahrensten Seefahrer. Als ein schwarzes Schiff mit einer geheimen und scheinbar wertvollen Ladung auftaucht machen sich gleich mehrere Parteien auf, um dieses Schiff zu finden. Vor einer Sklavenkolonie weit außerhalb entscheidet sich dann alles.





Heyne | eBook + Taschenbuch 720 Seiten | Die Sturmwelten-Trilogie #1 | 03. März 2008


Meinung
Nachdem ich Teil 1 der Reihe bei Elli von Wortmagie entdeckt habe war mir klar das ich die Reihe auch unbedingt lesen muss. Ein Fantasywelt mit Piraten, Magie und viel Seefahrt? Da bin ich doch sofort dabei!

Es war nicht so einfach Band 3 als Printversion in vernünftigem Zustand zu bekommen, das habe ich aber dann doch noch geschafft. Ich bin froh die Bücher schon gekauft zu haben, bei meinen Recherchen haben ich jetzt nämlich gesehen das es beim Verlag nur noch die eBook Version gibt! Sehr schade :( Bei mir standen die Bücher nun im Regal, viel zu lange wie ich jetzt festgestellt habe, denn Band 1 war einfach so gut! Ich habe mir viel Zeit gelassen beim lesen weil ich nicht wollte dass Band 1 so schnell vorbei ist, trotz den etwas über 700 Seiten! Und ich freue mich auf Band 2!

Nach einem sehr mysteriösem Prolog startet die Geschichte dann. Man begleitet abwechselnd die fünf wichtigsten Charaktere im Buch. Dabei sind die Sprünge sehr gut gemacht und stören nicht. Man muss sich nicht erst wieder zurechtfinden und weiß, dank der Kapitelüberschriften, immer sofort bei wem man ist. Die Geschichte entwickelt sich sehr gemächlich. Man hat viel Zeit um sich zurecht zu finden und alles kennen zu lernen. Es bleibt immer interessant und spannend und gemeinsam mit den Charakteren erlebt man einiges. Abenteuer, Intrigen und eine kleine Liebesgeschichte. Es ist alles dabei.

Hardebusch schafft eine tolle Atmosphäre, man ist als Leser mitten in den Sturmwelten und kann das Meer fast hören und riechen. Er schildert alles recht detailreich, wird dabei aber nicht ausschweifend oder gar langweilig. Die Welt ist sehr gelungen, eine Mischung aus bekannten um sehr vielen guten Ideen.

Man hat viel Zeit um die Charaktere besser kennen zu lernen. Nicht nur die Protagonisten werden gut beschrieben. Auch die Nebencharaktere die Auftauchen haben ihre Geschichte und einen Charakter.

Ein gelungener Auftakt der von mir 5 Sterne bekommt. Eine Empfehlung an alle die gerne Fantasy lesen.

Noch eine Anmerkung, oder vielmehr ein Kritikpunkt, für den der Autor wahrscheinlich wenig kann, der Klappentext! Da wird was von "riesigen Meeresschildkröten" und "feuerspeienden Drachen" erzählt! Ersteres wurde nur sehr kurz erwähnt, Drachen gibt es (noch?) nicht. Dafür eine kleine niedliche Echse die ein Mini-Drache sein könnte. Warum schreibt man das dann in den Klappentext? :/

Die Reihe

Sturmwelten
1: Sturmwelten
2: Sturmwelten - Unter schwarzen Segeln
3: Sturmwelten - Jenseits der Drachenküste

12 Januar 2017

T.S. Orgel - Sturm aus dem Süden




Klappentext
Achtung: Teil 2 einer Reihe - Spoiler zu Band 1 möglich

FÜRCHTE DIE MACHT DES BLAUSTEINS
Das Kaiserreich Berun ist in seinen Grundfesten erschüttert. Am Hof regieren Intriganten, der Kaiser ist schwach, und im Süden probt das Protektorat Macouban den Aufstand. In diesen Wirren schlägt die Stunde ungewöhnlicher Helden. Der Schwertmann Marten, die Spionin Sara und der in Ungnade gefallene Danil machen eine Entdeckung, die ihr Schicksal und das von Berun ins Ungewisse stürzen wird. Denn ihr wahrer Feind gibt sich jetzt zu erkennen. Zwei dunkle Schiffe kreuzen vor den Küsten des Südens …

Buchdetails
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Heyne | eBook ISBN: 978-3-641-17099-8 + Taschenbuch ISBN: 978-3-453-31706-2 635 Seiten | Die Blausteinkriege #2 | 11. Oktober 2016 |
Zur Leseprobe

Meinung
Nachdem Band 1 echt gut war musste ich auch Band 2 lesen. Habe mir aber etwas Zeit gelassen, Band 3 ist noch nicht erschienen und das Warten darauf sollte nicht allzu lang werden. Wird es jetzt wohl doch, weil ich nicht mit dem Lesen aufhören konnte.

Der Start spielt etwas nach Band 1, als Leser erfährt man aber was zwischenzeitlich passiert ist. Wie schon in Band 1 wechselt man zwischen den unterschiedlichen Charakteren hin und her, und da nicht alle Charaktere am gleichen Ort sind reist man auch weit durch die Welt. In Band 2 viel es mir leichter der Geschichte zu folgen und auch den Charakteren, was wahrscheinlich daran liegt das man nun schon alle kennt. Fies ist, das die Abschnitte meist mit einem kleinen Cliffhanger enden und dann zu einem anderen Charakter gewechselt wird. Aber da das bei allen passiert bleibt es spannend. Nur in der Mitte des Buches gab es einen kleinen Hänger und das Buch war etwas langatmig.
Man erfährt einiges über die Intrigen, muss dafür aber sehr genau aufpassen. Es gibt immer noch sehr viele Fragen die in Band 3 beantwortet werden wollen. Ich bin sehr gespannt wie die Autoren das alles aufklären werden.
Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Ich mochte die Dialoge und Kabeleien bei den Kriegsknechten.
Wer viel Magie oder mystische Wesen erwartet ist hier aber falsch. Es gibt Magie und magische Wesen, aber die Politik steht im Vordergrund.

Die Charaktere machen kleine bis große Entwicklungen durch. Vor allem aber müssen viele ihre Einstellung überdenken. In diesem Buch scheuen die Autoren auch nicht den einen oder anderen Tod von lieb gewonnenen Charakteren.

Das Buch ist flüssig uns sehr gut zu lesen. Trotz der vielen Seiten ist man schnell durch, nun muss man eben auf Band 3 warten.
4 Sterne für eine wirklich tolle Fortsetzung die Lust auf Band 3 macht. Eine Leseempfehlung für Fans von komplexer Fantasy mit viel Politik.

Die Reihe
Die Blausteinkriege
Band 2: Sturm aus dem Süden
Band 3: Der verborgene Turm


Weitere Rezensionen

10 Januar 2017

Laurence Horn - Rodinia. Die Rückkehr des Zauberers





Klappentext
Der Krieg, der einen Großteil der Welt Rodinia vernichtet und die Grundfesten der Menschheit erschüttert hat, ist vorüber. Die Magier gingen als Sieger aus der Schlacht gegen die Zauberer hervor, die von der Erdenscheibe getilgt und über deren Rand hinaus verbannt wurden. Sie waren es, die die Welt wieder aufbauten, Wettertürme errichteten und Rodinia mit einer immerwährenden Nebelwand umschlossen. Fast eintausend Jahre später taucht ein Schiff vor der Küste Rodinias auf. An Bord befindet sich ein Zauberer, und mit ihm nimmt das Schicksal seinen Lauf …


Papierverzierer Verlag | eBook + Taschenbuch 420 Seiten | Rodinia #1 | 10. November 2016

Meinung
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und die Geschichte hat mich dann absolut überzeugt.

Der Prolog ist schon sehr spannend, man begleitet ein Schiff durch einen dichten Nebel. Ein bisschen gruselig ist es und macht sehr neugierig. Dann lernt man auch schon die Charaktere kennen.

Man Begleitet abwechselnd unterschiedliche Charaktere durch die Geschichte. Die meiste Zeit ist man aber bei Kyrian dem Zauberer und Mira dem Bauernmädchen. Aber auch andere wichtige Charaktere begleitet man ab und an. Nicht zu viele Wechsel und die Wechsel sind gut platziert. So ist man als Leser immer im Bilde, zumindest denkt man das. Laurence Horn schafft es sehr gut den Leser in Sicherheit zu wiegen und dem Leser glauben zu machen man wüsste was passieren wird. Doch die Geschichte ist an keiner Stelle vorhersehbar und bietet so einige Überraschungen! Wer will was?
Es gibt alles was eine gute Geschichte braucht: Spannung, Intrigen, Kämpfe und ab und an ein bisschen Witz. Und das Beste: Keine nervige Dreiecksgeschichte oder kitischige Lovestory!
Auch die Grundidee das Zauber und Magie grundsätzlich unterschiedliche Dinge sind ist sehr interessant und sehr gut umgesetzt.

Die Charaktere sind wunderbar vielschichtig und nicht immer zu durchschauen. Nur Mira mochte ich am Anfang nicht so sehr, sie wirkt wie ein Klischee. Das gibt sich aber mit der Zeit. Wie gesagt, nichts ist wie es scheint und auch Mira ist da keine Ausnahme.

Die Welt ist sehr interessant. Zuerst weiß man nicht sehr viel darüber, erkundet dann aber zusammen mit Kyrian immer mehr und mehr. Auch was die Geschichte angeht. Sehr schön gemacht, keine langen Erklärungen und Monologe über die Welt, man entdeckt alles Stück für Stück. Dabei sind die Informationen gut gestreut und die Beschreibungen auch sehr gut, man kann sich alles gut vorstellen.

Ich machs kurz: 5 Sterne. Tolles Buch, neuer Liebling, lest das Buch!

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Reihe
Rodinia
1: Die Rückkehr des Zauberers
2: In Arbeit
3: In Arbeit 

24 November 2016

Julia Lange - Irrlichtfeuer





Klappentext
Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben. Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen. Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Gas einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Bandenkrieg und einen Volksaufstand und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen


Knaur | eBook + Taschenbuch 528 Seiten | Einzelband | 01. September 2016

Meinung
Als ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckt habe war ich sofort begeistert und wollte Irrlichtfeuer unbedingt lesen.

Jetzt hab ich es gelesen und einiges zu schreiben, wo fang ich am besten an? Wahrscheinlich am Anfang ;)

Der Start ist gelungen finde ich. Man ist sofort in der Welt und begleitet Alba bei ihrem Versuch zu fliegen. Und lernt dann auch viele andere Charaktere kennen. Was hier etwas verwirrend ist sind die Perspektivenwechsel. Sie kommen einfach so, zwar durch einen Absatz getrennt aber man muss sich trotzdem erstmal zurechtfinden. Ein Glück gibt es am Ende des Buches ein Personenverzeichnis, so findet man sich besser zurecht. Leider wird vieles erst mal nicht näher beleuchtet. Es ist ein bisschen wie wenn man verschiedene Episoden einer Serien gleichzeitig laufen hat und man immer hin und her springt. Alle Wege kreuzen sich auch dann auch irgendwann mal und es war spannend wie dann alles zusammenhängt. Es gibt Morde, Intrigen und viel Politik. Die Geschichte ist keine einfache und leicht Fantasy. Man muss selbst viel kombinieren und die vielen kleinen Hinweise im Text finden. Und vor allem werden Romantikfans mit diesem Buch nicht glücklich, es gibt nämlich keine Romantik. Und der Klappentext gibt nur einen kleinen Teil der Handlung wieder. Alba steht zwar im Mittelpunkt, es gibt aber noch viele andere drum herum.

Was mit gefehlt hat war noch mehr Hintergrundinformationen und auch Ausführungen. Es gibt so viele Charaktere und Julia Lange hat so viele tolle Ideen hier in dieses Buch gepackt, dafür ist es einfach zu dünn. Ein paar Seiten mehr hätten meiner Meinung nach auch nicht geschadet. Damit hätte es mehr Platz für Details gegeben. Es gibt auch sehr viele Handlungsstränge die teilweise einfach offen bleiben, leider muss ich sagen. Vieles hätte mich noch interessiert und ich glaube ich hätte auch einen 1000 Seiten Wälzer der in dieser Welt spielt gelesen.

Die Charaktere bleiben dadurch leider auch sehr blass.
Alba ist zu Beginn sehr klischeehaft. Ein reiches Mädchen das sich heimlich davon schleicht um ihren Traum zu erfüllen, dabei wird sie noch von einer geheimnisvollen Krankheit geplagt. Sie macht sich aber im Laufe des Buches, wenn sie mir das auch nicht wirklich sympathischer gemacht hat. Ich mochte sie die ganze Zeit nicht, sie ist einfach zu egoistisch. Aber das ist ja Geschmackssache. Ihre Entwicklung war trotzdem sehr interessant.
Dafür gab es andere Charaktere die ich mochte, Kass und Sora, zwei Irrlichtkinder, auch Schatten genannt. Sie waren wirklich interessant, ihr ganzes dasein und ihre Aktionen. Aber auch hier hätte gerne noch viel mehr kommen dürfen. Dann gibt es noch einige Charaktere mehr die man auch immer wieder begleitet.

Ich mochte den Schreibstil, alles war gut zu lesen. Und ich konnte auch gut in die Welt abtauchen, es gibt nicht viele Erklärungen aber die die es gibt haben ausgereicht das ich mir ein Bild verschaffen konnte. Leser die viel Fantasy lesen haben es hier sicher einfacher sich alles vorzustellen.

Ich schwanke bei der Bewertung sehr. Dieses Buch wollte ich so gerne lieben und ich war auch so gespannt darauf. Doch leider hat es mich nicht ganz überzeugt. Die Welt ist toll und die Geschichte bietet sehr viel Potential. Julia Lange hat auch bewiesen das sie viel Fantasie hat und ihre Ideen zu Papier bringen kann! Aber es ist auch noch Luft nach oben.

Insgesamt 3,4 Sterne gibt es von mir.

Eine tolle Welt mit vielen tollen Ideen. Leider insgesamt zu kurz um alle Ideen im Buch auch auszuführen. Wer gerne komplexe Geschichten mit viel Politikanteil mag, und auch gerne Details kombiniert, ist mit diesem Buch gut beraten.


Vielen Dank an Julia Lange und den Knaur Verlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

03 Juli 2016

Bernhard Hennen, Robert Corvus - Nordwärts





Inhalt
Asleif Phileasson, genannt Foggwulf, und Beorn der Blender sind große Abenteurer und Entdecker. Zahlreiche Sagen und Mythen ranken sich um die beiden und deren Rivalität. Aber in Thorwal kann es nur einen König der Meere geben und so werden die beiden auf eine Wettfahrt geschickt. 80 Wochen um den Kontinent Aventurien zu umrunden und zwölf Aufgaben lösen. Die Reise ist riskant und schwer, möge der Bessere gewinnen!


Heyne | eBook + Taschenbuch  496 Seiten | Die Phileasson-Saga #1 | 11. April 2016 

Meinung
"Das schware Auge" (DSA) Spielern ist die Phileasson-Saga wahrscheinlich ein Begriff. Die Saga gehört mit zu den größten Abenteuern die man spielen kann. Und diese Reihe handelt genau davon, mit einem kleinen Zusatzplot.

Die Geschichte startet mit einem Zusatzplot. Der zwar spannend ist ich mir aber mehr die Frage gestellt habe: Muss das sein? Dann wird die erste Aufgabe bekannt und die Wettfahrt geht los. Ich mochte die Beschreibungen der Welt und der Umgebung, man ist mitten drin. Die Handlung plätschert so vor sich hin und bietet keinen sonderlich überraschenden Wendungen. Trotzdem bleibt das Buch interessant und lässt sich wirklich gut lesen. Trotz der über 800 Seiten ist das Buch schnell gelesen und macht Lust auf mehr. Das Buch behandelt nur die erste Aufgabe und endet zwar mit dieser abgeschlossenen ersten Aufgabe, trotzdem wollte ich am liebsten sofort weiterlesen. Band 2 erscheint zum Glück bald!

Die Charaktere wirken teilweise sehr klischeehaft und es gibt nur Gut und Böse und (noch?) keine Graustufen. Die Mannschaft von Phileasson die zusammenhält und freundlich ist und die Mannschaft von Beorn bei der man den Eindruck hat das jeder eher ans sich selbst denkt. Man hat recht schnell seine Lieblinge in der Mannschaft von Phileasson. Aber auch in Beorns Mannschaft gibt es einige interessante Charaktere. Und ich bin gespannt ob es zu Entwicklungen kommt, imnmerhin soll es noch 11 weitere Bücher der Reihe geben, es bleibt also viel Entwicklungszeit für die Charaktere.

Der Schreibstil ist sehr bildgewaltig und trotzdem flüssig zu lesen. Das zwei Autoren am Werk waren fällt beim lesen nicht auf.
• Charaktere 3
• Idee 3
• Umsetzung  4
• Spannung  4
• Stil 5
• Unterhaltung 5

4 Sterne. Ein solider DSA Roman der auch für nicht Kenner geeignet ist! Wer High-Fantasy und Seefahrten mag sollte einen Blick in das Buch werfen.

Vielen Dank an das Bloggerportal für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

Die Reihe
Die Phileasson-Saga
1. Nordwärts
2. Himmelsturm
3. Die Wölfin
4: Silberflamme
5: Schlangengrab
6: Totenmeer
7: Rosentempel
8-12 in Arbeit

23 April 2016

Carolin Wahl - Die Traumknüpfer





Inhalt
Die vier Lande des Frühlings, Sommer, Herbst und Winter leben in Frieden und sind über die Träume der Menschen miteinander verbunden. Das Schicksal der Völker liegt in den Händen der Traumknüpferin, sie webt die Träume die die Welt zusammenhalten. Doch sollte sie erwachen zerbricht ihr Traum in tausende kleine Splitter, die unvorstellbare Macht mit sich bringen. In den Landen der vier Jahreszeiten braut sich eine Katastrophe zusammen, den ein Mensch versucht die Macht an sich zu reisen, erst im Verborgenen und als seine Machenschaften ans Licht kommen ist es fast schon zu spät. Nur Kanaael, der Prinz der Sommerlande und Naviia, ein Mädchen aus den Winterlanden scheinen die Welt noch retten zu können.


Heyne| eBook + Klappenbroschur 720 Seiten | Einzelband | 08. Februar 2016
Leseprobe

Meinung
Lange habe ich auf das Buch gewartet, dann war es endlich da und ich hatte kaum Lesezeit. Aber was lange währt wird endlich gut, ich konnte das Buch beenden und kann sagen das lange Warten hat sich gelohnt!

Die Geschichte ist sehr komplex, deshalb ist es auch nicht wirklich einfach ein kurze Inhaltsangabe zu schreiben die dem Buch gerecht wird und nicht zu viel verrät.
Ich mochte die Welt sehr, sie basiert auf den vier Jahreszeiten und jeder Kontinent hat so seine Eigenheiten und Bräuche. Man erfährt über jeden Teil der Welt ein bisschen was, vor allem über die Herrscher. Ein paar Details mehr hätten es auch sein dürfen, wären aber für ein Buch viel zu viel gewesen. Carolin Wahl hätte wahrscheinlich für jeden Kontinent ein eigenes Buch schreiben können. Der Informationsgehalt war sehr gut gewählt für einen Einzelband, man erfährt einiges und kann sich zu Recht finden.
Am Anfang entwickelt sich alles recht langsam, es dauert lange bis die Charaktere sich finden. Fans von High-Fantasy dürften das gewohnt sein, wer nicht so viel High-Fantasy liest könnte die erste Hälfte des Buches als Langatmig empfinden.

In fast jedem Kapitel steht ein anderer Charakter im Mittelpunkt, oft wird zwischen Naviaa und Kanaael abgewechselt, es gibt aber auch immer mal wieder andere Charakter und damit auch einen Blick in die aktuelle Situation in anderen Teilen der Welt. Die Wechsel erhöhen die Spannung, ich fand sie teilweise aber anstrengend. Manchmal sind die Kapitel recht kurz und wenn man sich gerade zu Recht gefunden hat geht es schon wieder auf die andere Seite der Welt.

Die Charaktere mochte ich sehr. Leider hatte ich wieder mal das Pech mir genau die Charaktere als Liebling auszusuchen die nicht überleben, die Autorin traut sich also auch die Charaktere zu opfern. Es ist nicht alles friedlich und nicht alle Probleme lassen sich einfach so aus der Welt schaffen.
Einige machen eine Entwicklung durch. Kanaael ist teilweise sehr impulsiv und denkt nicht unbedingt viel nach, das bleibt auch bis fast zum Ende so. Ich war dann aber positiv überrascht wie er dann letzen Endes mit der Situation umgeht, er denkt mal nach ;)
Naviia ist eine Kämpferin, von Anfang an. Ich mochte sie sehr, sie geht ihren Weg und vertraut nicht jedem sofort und blind.

Die Sprache ist flüssig zu lesen, sehr bildhaft und die Beschreibungen sind sehr gut. Nicht zu lang und nicht zu kurz, man kann sich die Welt sehr gut vorstellen. Manche Stellen wirkten von der Sprache her aber zu modern auf mich, das passte nicht so ganz zur Geschichte.

• Charaktere 4
• Idee 5
• Umsetzung  4
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 5

4,3 Sterne. Ein gelungenes Debüt mit tollen Charakteren in einer tollen und anderen Welt. Eine Leseempfehlung für High-Fantasy Fans.