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27 Juli 2020

C.J. Archer - The Medium





Klappentext
Spirit medium Emily Chambers has a problem. Actually, she has several. As if seeing dead people isn't a big enough social disadvantage, she also has to contend with an escaped demon and a handsome ghost with a secret past. And then there's the question of her parentage. Being born an entire year after her father's death (yes, a year) and without the pale skin of other respectable English ladies, Emily is as much a mystery as the ghost assigned to her.
Jacob Beaufort's spirit has been unable to crossover since his death. It might have something to do with the fact he was murdered. Or it might not. All he knows is, he has been assigned by the Otherworld's administrators to a girl named Emily. A girl who can see and touch him. A girl who released a shape-shifting demon into the mortal realm. Together they must send the demon back before it wreaks havoc on London. It should be a simple assignment, but they soon learn there's nothing simple when a living woman and a dead man fall in love.
Quelle: Amazon


Buchdetails
Selbstveröag via Amazon | eBook + Taschenbuch + Hörbuch 261 Seiten | Emily Chambers Spirit Medium #1 | 30. Juni 2012 | nicht auf deutsch erschienen

27 August 2019

Jay Kristoff - Kinslayer




Inhalt
Band 2 einer Reihe. Spoiler zu Band 1 in der Inhaltsangabe!
Das Imperium Shima steht ohne Herrscher da, er wurde ermordet und somit ist die Gefahr für einen Bürgerkrieg enorm gestiegen. Vor allem nachdem das Volk nun auch weiß wie Inochi, der Dünger für den Blutlotus gewonnen wird. Die Lotusgilde hat schon einen Nachfolger im Blick, doch das wollen die Rebellen verhindern. Yukiko und Buruu kämpfen derweil nicht nur darum einen Weg zu finden die Hochzeit des neuen Shogun zu verhindern. Yukiko muss auch mit ihrere Wut klarkommen und lernen ihre Kraft zu beherrschen. Und eine weitere Kraft plant einen Angriff auf Shima um das Imperium endgültig von der Landkarte zu tilgen.


Tor | eBook + Taschenbuch 642 Seiten | The Lotus Wars #2 | September 2013 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Nachdem Band 1 "Stormdancer" mich ja eher wütend gemacht hat hatte Band 2 schon einen schweren Start. Und ich hatte die große Hoffnung dass es besser wird als der wirklich misslungene Starte der Reihe.

Yoa, dann fang ich mal an mit meiner Meinung. Zuerst: -sama und hai wurden nicht mehr ganz so falsch verwendet. Vor allem "hai" kommt noch manchmal an unpassenden Stellen, aber es steht zumindest nicht mehr mitten in einem Satz. Oder als Ersatz für "ne".
Dafür werden sonstige japanische Begriffe immernoch immer mal wieder eingeworfen, damit die Leser.innen auch ja nicht vergessen dass wir uns gerade in einem tollen exotischen Setting befinden, es war nervig. Und ich habe noch einen neuen "Worst sentence ever" gefunden: "Jurou’s grin was all Kitsune-in-the-henhouse, aimed squarely at Hana..." (Kinslayer, Seite 145). Das ist so bescheuert, da fällt mir einfach nix mehr zu ein. WARUM MUSS SO EIN MIST DENN SEIN??

Yukiko ist in Kinslayer so unfassbar stark. Sie hat quasi schon Superkräfte und kann nicht nur mit Tieren sprechen, sie hört einfach alles und jeden. Und weil es sie unfassbar fertig macht macht sie sich auf die Suche nach jemanden der ihr helfen kann ihr Kräfte zu kontrollieren. Und ihre Reise durch Shima und darüber hinaus war sehr spannend. Und hat auch dazu geführt dass endlich auch mal die Gajins auftauchen, und sie sind an Russen angelehnt. Jap, auch mit der vollen Ladung Klischees. Aber ich hoffe dass sie in Band 3 noch eine Rolle spielen und nicht einfach nur da waren damit Yukiko eine sehr krasse und düstere Reise macht und endlich hinter das Geheimnis ihrer Superkräfte kommt.

Die Geschichte von Yukiko ist spannend. Aber auch schwer zu verfolgen weil es noch soviel andere Handlungsstränge gibt. Kin, Kaori, Michi und neu dazu kommt Hana.  Alles führt dann aber doch zu einem großen Finale. Und ja während dem Lesen hatte ich schon ab und an das Gefühl das nicht alles so gut klappen wird. Aber das Ende war dann wirklich krass. Und ich bin echt gespannt wie das noch weitergehen soll.
Über Buruu gibt es wenige Fetzen neuer Infos, über seine Vergangenheit. Und auch über den Ort wo sich die letzten Arashitora aufhalten. Aber das passiert alles so nebenher und ich hoffe das wird noch aufgelöst.

Die Erzählweise von Kristoff ist wieder sehr blumig und ausschweifend. Es gibt viele Details und Wiederholungen. Aber die Welt ist dadurch auch sehr plastisch.

Was mir noch sehr negaiv aufgefallen ist ist leider die teilweise extrem nervende und übetreieben sexualisierung der weiblichen Charaktere. Und der Male Gaze. Wirklich nervig. Da findet sich Aisha, sie hat gerade so die Attacke ihres Bruder überlebt, liegt in einem Krankenhausbett. Sie ist übersäht mit blauen Flecken. Aber immernoch hübsch. Wunderbar, es ist ja auch total wichtig wie hübsch sie ist? Und solche Stellen gibt es öfter. Ich habe jetzt aber nicht die Motivation die ganzen Textstellen zu zitieren.

So, ab hier wird es ein paar Spoiler geben. Wer Kinslayer ohne Spoiler lesen möchte einfach weiterspringen.


Was mich echt richtig angenervt hat: Yukiko hat Superkräfte weil sie schwanger ist!. Und sie merkt es erst als eine weibliche Arashitora ihr hilft weil sie ist ja schwanger. Und by the way hilft die weibliche Arashitora Yukiko auch nur weil sie die Babys beschützen will. Frauen machen das wohl so. WTF?

Als neuen Charakter gibt es Hana. Was ich von ihr halten soll weiß ich echt nicht. Sie hat sich den Rebellen angeschlossen und durch sie erhält man einen tollen Einblick in den Palast und auch nach Kigen wo ja ziemlich das Chaos herrscht. Aber ihre tragische Vergangenheit war einfach too much. Und dann war da ja noch ihr Bruder Yoshi, auch eine tragische Vergangenheit und eine tragische Geschichte die irgendwie so gar nichts zum Rest beigetragen hat. Außer dass er und sein Freund Jurou dass einzige homosexuelle Pärchen sind. Nur damit Jurou dann auf brutale weiße stirbt weil die beiden sich dummerweise mit der Yakuza angelegt haben.

Kinslayer war etwas besser als Stormdancer. Und vor allem ist es immer noch die Geschichte die so spannend ist dass ich auch noch den Finalen Band lesen werde.

Was mich an meiner Ausgabe übringens auch nervt, und ja ich habe Versucht das nicht in die Bewertung einfliesen zu lassen, ist das Cover. Es gibt Ausgaben da ist nur die Frau drauf, soll wohl Yukiko sein. Bei meiner Ausgabe sind noch wunderbare asiatische Gebäude drauf. Rechts japanische Häuser im Hintergrund. Das links sieht aber einfach so nach Hindutempeln aus. Irgendwie hat es mich sofort an Prambanan erinnert. Und ehrlich wenn das die Vorlage war dann nervt es mich noch mehr weil ja eh schon soviele Fehler in den Büchern waren.

Folter, Mord, (angedeutete) Vergewaltigung, explizite Gewalt gegen Tiere und Menschen

Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die überarbeiteteUK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

19 August 2019

Jay Kristoff - Stormdancer




Inhalt
Shima ist ein Imperium, das von einem Shogun regiert wird, der in seiner eigenen Welt lebt und grausam sowie machthungrig ist.
Das Imperium steht aber kurz vor dem Kollaps. Luft, Wasser und Land sind verpestet durch den Blood Lotus der zu Herstellung von Treibstoff überall angepflanzt wird. Die meisten Tiere sind ausgerottet, die Menschen krank. Die Lotusgilde überwacht die Herstellung und ist nach dem Shogun die größte Macht die alle Geschicke des Imperiums leitet
Dann macht das Gerücht die Runde das ein Sturmgreif gesichtet wurde, eine mythische Kreatur von der man dachte sie sei ausgestorben.
Yukiko und ihr Vater, der „Schwarze Fuchs“ und oberster Jäger von Shima werden ausgeschickt den Greif zu fangen und zum Shogun zu bringen, versagen wird mit dem tot bestraft. Doch wie jagt man ein ausgestorbenes Tier in einer sterbenden Welt?

Pan MacMillian | eBook + Taschenbuch 451 Seiten | The Lotus Wars #1 | 01. September 2012 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Nachdem ich endlich auch mal mit Band 2 "Kinslayer" angefangen hatte, und trotz dem sehr coolen Personenverzeichnis irgendwie nicht mehr so recht wusste was in Stormdancer alles passiert ist, habe ich Stormdancer nochmal gelesen. Ich hatte z.B. völlig vergessen wie Yukiko und Buruu sich wirklich treffen und dann kann ich einfach noch nicht Band 2 lesen.

Und leider hat sich das Buch auch beim zweiten Lesen nicht so sehr verbessert, mir ist eher noch mehr aufgefallen und ich war noch genervter, deshalb muss ich einfach meine Meinung nochmal neu schreiben.

Zum Positiven, damit soll man ja anfangen: Die Geschichte an sich ist, vor allem gegen Ende, spannend und voller Wendungen. Und der Start ist auch gelungen. Sehr spannender Einstieg mit dem Kampf gegen den Oni. Und die Luftschiffe sowie manche technischen Gerätschaften sind schon echt interessant. Ich mochte die Exoskelette der Lotusgilde. Und die Outfits der Samurai stelle ich mir auch sehr cool vor. (Wobei, ehrlich Samurai sehen so schon verdammt cool aus, da braucht man eigentlich kein Steampunk Schnick-Schnack).

Den Stil von Kristoff mag ich auch. Ja er ist ausschweifend und detailverliebt. Und manchmal beschreibt er auch etwas innerhalb von einer Seite zwei oder dreimal mit anderen Worten. Aber es macht die Welt irgendwie lebendinger.

Nach dem Kampf lernt man dann Yukiko und ihren Vater kennen und es gibt erstmal Infodump, eine kleine Stadtführung mit sehr sehr vielen Infos. Und es wird schwer sich zurecht zu finden, es sei denn man kennt sich schon ein bisschen aus mit japanischer Mythologie und Sprache. Aber dann ärgert man sich eigentlich nur noch mehr, muss aber wahrscheinlich nicht so oft ins Glossar schauen oder Google fragen,
Ich habe viel zu kritisieren gefunden. Und ich bin keine Japanerin und habe auch kein Japanologie studiert und trotzdem sind mir soviele Patzer aufgefallen.
Jay Kristoff nimmt alles absolut nicht genau. Ja Shima ist eine Fantasywelt die an Japan angelehnt ist. Aber wenn die Charaktere "japanisch" Sprechen, die Mythologie übernommen ist und selbst die Karte verdammt nach Japan aussieht, dann sollte doch zumindest die Recherche stimmen bevor man das Buch raushaut. Oder man macht alles ganz neu und eigen. Aber einfach schlecht Teile der Kultur übernehmen und mit Fantasy mixen gibt einfach so Chaos.
By the way: Shima kann auch mit Insel übersetzt werden. Kreativer Name oder? Shima-Island. Insel-Insel, really? Und ja so sind viele Namen vergeben worden, einfach mal versucht das japanische Wort dafür zu nehmen, klingt fancy und exotisch. Und fällt den meisten auch nicht auf. Aber wenn man es weiß macht es das Buch noch anstrengender.

Die oft extrem falsche Nutzung von "-sama" und "hai" hat mich jetzt noch mehr genervt. Sama ist ein Suffix das hinter einem Namen kommt. Kein alleinstehender Titel! "Goodnight, young sama" (95) ist so ein Beispiel, da werd ich echt sauer. Und es wird sogar im Glossar richtig erklärt! Und "hai" bedeutet nicht einfach nur "ja" und ersetzt auch nicht einfach ein "yes". Wird aber im Buch oft als ja verwendet und es nervt so unfassbar. Aber ich hab im Buch auch den schlechtesten Satz ever gefunden: "Sama, please. Enough for one day, hai?" (Stormdancer, Seite 20). Soviele Fehler auf einmal, das hat bis jetzt noch keiner getoppt. Wobei der Satz "It's not blood, it's only chi" (Seite 180)  auch ein heißer Kandidat für den Titel ist. "Its only chi!", come on really? Chi bedeutet Blut. "Es ist kein Blut, nur Blut (in einer anderen Sprache)!" What? WAS SOLL DAS? 

Hab ich schon das "aiya" das ab und an (ok,oft) vorkommt erwähnt? Lange habe ich gebraucht um zu verstehen was Jay Kristoff damit meint. Wahrscheinlich sowas wie "ach echt?" oder "aha". Doof nur, dass das Wort aus dem chinesischen kommt und ein Ausdruck für ein erstaunliches Ereignis ist.

Und wenn die Welt nur von Japan inspiriert ist, warum zum Teufel sprechen die Charaktere dann soviel japanisch und das auch noch falsch? Können sie sich nicht einfach Unterhalten ohne das ständig japanische Wörter eingestreut werden? Warum gibt es auch Stellen bei denen die Charaktere selbst die japanischen Begriffe anderen erklären?

Die Tierwelt habe ich auch schon bei meiner ersten Rezension erwähnt. Ausgerechnet Pandas als Beispiel für die schreckliche Umweltzerstörung in einer von Japan inspirierten Fantasywelt. Pandas, die in China leben. *Kopf-Tisch*
Nagarajas aus der indischen Mythologie entnommen. Aber hey, Japan, China, Indien ist doch egal alles irgendwo in Asien, immerhin stimmt der Kontinent?

Und dann gibt es noch den Punkt mit der Kleidung. Können wir mal festhalten dass sehr viel einfach falsch ist oder total durcheinander?

"Stormdancer" ist ein Buch für typische westliche Leser von einem weißen Autor der gerne Anime schaut (aber nicht aufpasst wenn es um Japan geht). Leider muss man das so hart sagen. Es ist voller Klischees, Romantisierung und Fehlern. Ich höre euch schon rufen "Aber es ist Fantasy!" und ja das ist es auch. Aber dann hätte einfach nicht damit geworben werden dürfen das es auf Japan basiert. Oder einfach die Sprache weglassen und eine Fantasiesprache erfinden und alles andere auch anders sein sollen. Aber Japan ist halt cool und unverbraucht.
Und traurigerweise zeigen auch einige Interviews zur Zeit als das Buch rauskam genau dass: Jay Kristoff hat das japanische Setting genommen weil es noch selten in der Fantasy ist. Und weil "chainsaw katanas" cool sind. Und seine Hauptquelle war Wikipedia. Kann man bitte noch respektloser eine Kultur in sein Buch verbasteln?

Das Liebesdreieck passt leider so gar nicht und wirkt allgemein einfach erzwungen. YA-Bücher brauchen halt ein Liebesdreieck! Yukiko sieht die meer-grünen (!) Augen von einem Typen und tadaaa: Insta-Love. Die grünen Augen sind mir auch erst jetzt wirklich störend aufgefallen.

Ich werde trotzdem weiterlesen. Einfach weil ich die Story doch was hat und ich wissen will was noch passiert. (Und ich die Bücher schon habe)
Und vielleicht kann man Stormdancer auch bald als meine absolute Hassliebe betiteln? (Oder ich werde die Bücher einfach verschenken wenn ich alle drei gelesen habe, mal sehen was noch kommt?). Oder es passiert doch noch ein Wunder und Band 2 "Kinslayer" wird besser in vielen Punkten?

Zum japanischen habe ich noch eine sehr ausführliche englische Review bei goodreads gefunden.


Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die UK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

10 August 2019

Cassandra Clare - City of Bones




Inhalt
Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary das Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte einst der Bruderschaft der Shadowhunter an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Nach und nach beginnt auch Clary in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten? Quelle: deutscher Klappentext


Simon & Schuster | eBook + Taschenbuch 520 Seiten | The Mortal Instruments#1 | 2007 | deutsche Ausgabe City of Bones bei Arena erschienen, Neuauflage bei Goldmann |
Sprachschwierigkeit: 2

Meinung
Wie lange "City of Bones" schon ungelesen in meinem Regal steht weiß ich nicht mal mehr. An der Reihe kommt man eigentlich nicht vorbei und die englischen Ausgaben gab es mal in einem super Angebot. Die Shaodhunter-Welt ist ja in der ZWischenzeit riesig. Und ich habe vor Jahren mit den "Infernal Devices" und Clockwork Angel gestartet Eigentlich wollte ich die Bücher dann doch in der "richtigen" Reihenfolge lesen und habe nun endlich "City of Bones" gelesen.

Der Einstieg war schon echt spannend und interessant. Das ganze Buch aber eher ein Auf und Ab. Die Welt die Cassandra Clare geschaffen hat finde ich grandios und sehr spannend. Die unterschiedlichen Wesen, die Art der Magie, die Runen die den Shadowhuntern helfen und alles drum herum. Leider war die Geschichte dann nicht immer so gut, es war teilweise vorhersehbar und die Charaktere manchmal einfach wandelnde YA-Klischees. Es gab überraschende Momente aber vor allem die große Auflösung am Schluss war jetzt eher durchschaubar. Und die Nebenhandlungen empfand ich als sehr viel interessanter und spannender als die ganze Geschichte um Clary und Jace. Ihre Beziehung war leider von Anfang an sehr klischeehaft und blieb irgendwie Oberflächlich und hat mich ehrlich gesagt am wenigsten angesprochen. Die obligatorische "Dreiecksgeschichte" war auch von Anfang an klar, wobei sie zum Glück nicht ganz so dramatisiert wurde und Simon recht cool reagiert.

Die Nebencharaktere waren, wie schon geschrieben, spannender. Magnus Bane hat nicht viele Auftritte aber ich mochte ihn sofort. Alec und Isabella fand ich auch sehr viel spannender als Clary. Wobei die Beiden leider auch sehr viele  Tropes erfüllen und die Darstellung, vor allem von Alec, mir nicht immer gefallen hat.

Die Shadowhunter sind wohl mein Guilty Pleasure, nichts ist perfekt es gibt einige Kritikpunkte was die Charaktere betrifft aber es ist unterhaltsam und ich mag es. Und ich werde die Reihe weiterlesen.


Die Reihe
The Mortal Instuments - Chroniken der Unterwelt
1: City of Bones
2: City of Ashes
3: City of Glass
4: City of Fallen Angles
5: City of Lost Souls
6: City of Heavenly Fire

14 Juni 2018

Anne-Marie Conway - Butterfly Summer




Inhalt
Becky ist 12 und gerade mit ihrer Mutter in ein Haus nach Oakbridge gezogen um einen Neuanfang zu wagen. Doch Becky entdeckt ein altes Foto, es zeigt ihre Mutter die ein Baby im Arm hat das nicht Becky sein kann, denn das Foto wurde zwölf Jahre vor Beckys Geburt aufgenommen. Und natürlich versucht Becky nun der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Doch ihre Mutter stellt auf Stur. Im Butterfly Garden, der Ort an den Becky sich zurückzieht trifft sie auf Rosa May, die beiden werden schnell freunde. Doch auch Rosa May scheint etwas zu verbergen. Und Becky macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.


Usborne Publishing Ltd | eBook + Taschenbuch 260 Seiten | Einzelband | 01. Mai 2012 | Sprachschwierigkeit: 2

Meinung
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr wann und warum das Buch auf meinem Kindle gelandet ist. Wahrschinlich weil es umsonst war und es bei Amazon unter Geistergeschichten gelistet wird. Auf jeden Fall war ich überrascht das Buch zu finden und habe dann auch einfach angefangen zu lesen, ohne nochmal groß den Klappentext anzusehen.

Und dann war ich auch sehr überrascht vom Buch. Es startet wie ein typisches Jugendbuch entwickelt aber schnell einen eigenen Sog. Man begleitet Becky durch die Geschichte und durch ihren ersten Sommer im neuen Dorf. Es macht Spaß, ist spannend geschrieben und vor allem will man einfach Wissen was denn nun los ist. Geschickt werden einzelne Schnipsel eingebaut. Leider hatte ich schnell eine Ahnung was los ist. Und fast alles wurde bestätigt. Die komplette Auflösung war aber gelungen und hatte noch ein paar überraschende Punkte. Das Ende war dann irgendwie doch sehr emotional und mitreisend und hat dem Buch noch den vierten Stern eingebracht.

Eine nette Geschichte mit ein paar unheimlichen Momenten. Gut und spannend zu lesen.

03 Oktober 2017

Jay Kristoff - Stormdancer




Inhalt
Shima ist ein Imperium, das von einem Shogun regiert wird, der in seiner eigenen Welt lebt und grausam sowie machthungrig ist.
Das Imperium steht aber kurz vor dem Kollaps. Luft, Wasser und Land sind verpestet durch den Blood Lotus der zu Herstellung von Treibstoff überall angepflanzt wird. Die meisten Tiere sind ausgerottet, die Menschen krank. Die Lotusgilde überwacht die Herstellung und ist nach dem Shogun die größte Macht die alle Geschicke des Imperiums leitet
Dann macht das Gerücht die Runde das ein Sturmgreif gesichtet wurde, eine mythische Kreatur von der man dachte sie sei ausgestorben.
Yukiko und ihr Vater, der „Schwarze Fuchs“ und oberster Jäger von Shima werden ausgeschickt den Greif zu fangen und zum Shogun zu bringen, versagen wird mit dem tot bestraft. Doch wie jagt man ein ausgestorbenes Tier in einer sterbenden Welt?


TOR | eBook + Taschenbuch 451 Seiten | The Lotus Wars #1 | 01. September 2012 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Eine Fantasywelt die auf Japan basiert, japanische Mythologie und Steampunk-Elemente. Mehr musste ich zu diesem Buch nicht wissen um es lesen zu wollen.
Nachdem es nun einige Zeit auf meinem SuB lag hab ich es auch endlich davon befreit und gelesen. Ich hatte hohe Erwartungen, vor allem weil man wirklich viel Gutes vom Buch hört.

Wenn man nicht ein bisschen Ahnung von japanischer Mythologie und vor allem von alter japanischer Mode hat, könnte man am Anfang etwas erschlagen werden von den vielen unbekannten Bezeichnungen. Vieles wird zwar erklärt und es gibt am Ende ein Glossar mit allen wichtigen Begriffen und Göttern, aber das zurechtfinden könnte am Anfang schwierig werden. Man landet direkt in einem Kampf zwischen Mensch und Oni.

Nach den ersten Seiten war ich schockverliebt. Ich hätte fast ein neues Lieblingsbuch gehabt (Jay Kristoff kann das wirklich!) Die Geschichte hat Spaß gemacht und mich sehr gut unterhalten. Spannend, actionreich und gut durchdacht. Man kann mitfiebern. Es passiert fast nichts das man vorhersehen kann und es gibt Plot-Twists, ja nicht nur einen. Nur die obligatorische YA-Lovestory war seltsam. Da sieht Yukiko die Augen eines Typen und tadaaahhh: Insta-Love. Aber immerhin gibt es die ein oder andere Stelle bei der sie selbst die Sache mit Sarkasmus nimmt. Und dann kommt am Ende der große Showdown, zum mitfiebern und luftanhalten.

Die Charaktere waren super. Yukiko macht eine tolle Entwicklung durch und die Bindung zu Buruu wird echt glaubhaft und gut umgesetzt. Auch ihre Beziehung zu den anderen Charakteren ist toll, entwickelt sich und ändert sich.
Bis auf Hiro, einen Samurai, waren auch alle Charakter gut umgesetzt. Hiro bleibt leider etwas blass und er war gefühlt nur da um die Geschichte voranzubringen.

Als Leser begleitet man abwechselnd Yukiko, den Shogun und ab und an kurz noch andere Charaktere. Die Wechsel der Perspektive werden durch einen Absatz gekennzeichnet.

Ich mochte die Welt, vor allem am Anfang. Aber nach und nach gab es immer wieder Details die mich gestört haben weil sie einfach unstimmig waren.
Am Start wird sehr viel erklärt und die Welt gezeigt. Ich mochte es sehr, man erhält eine Führung durch die Welt und erst nach und nach geht die Geschichte lost. Wer wert auf viele Details legt kommt hier voll auf seine Kosten.

Einige Kritikpunkte zum Worldbuilding: Die Welt basiert auf Japan. Die japanische Mythologie wurde quasi komplett übernommen und ein bisschen ausgeschmückt, vieles davon hat Jay Kristoff auch gut umgesetzt, zumindest für westliche Leser. Leider wirkte alles ab und an unfertig. Man nehme ein romantisiertes feudales Japan, benennt es um, werfe ein paar Steampunkelemente dazu, rührt um, fertig ist die Welt von Stromdancer. Eingentlich kein Problem, aber dann sollten die Details stimmen. Wenn es um die Sprache geht waren einige Patzer drin (und ja, die sind mir aufgefallen obwohl ich weit davon entfernt bin gut japanisch zu sprechen). Die Nutzung von "hai" und "sama" war seltsam. Vor allem "sama", das ist ein Suffix, es kommt nach einem Namen oder Titel um die Person sehr respektvoll anzusprechen. Ja, soviel hab ich schon gelernt, das ist quasi das erste das man lernt. Und hier steht "sama" teilweise allein, als Titel. Sehr seltsam. Lustigerweise wird es im Glossar richtig erklärt aber im Buch falsch umgesetzt.
Und dann gibt es Stellen, da bekommt Yukiko einen japanischen Titel, und dann muss sie erklären was das bedeutet?! Ich dachte die sprechen da alles japanisch? Ich war verwirrt.

Und noch mehr Details die mir aufgefallen sind und die mich gestört haben. Pandas dienen als Beispiel für die schreckliche Umweltzertörung die duch den Blutlotus entsteht. Sie wurden in Shima ausgerottet. Seit wann sind Pandas in Japan überhaupt heimisch? Wie kann man denn eine nicht heimische Tierart im Land ausrotten? Wenn mir glaubhaft eine Fantasywelt vorgestellt worden wäre in der es Pandas mal gab dann wäre das nicht so schlimm gewesen. Aber so, so ganz ohne sinnige Erklärung? Auch Tiger kommen als Beispiel vor. Die letzten wohnen im Garten des Palastes. Warum kann man da nicht andere Tiere nehmen? Und dann taucht noch eine mythische Figur namens Nagaraja auf. Das ist eine Figur aus der indischen Mythologie! (Ich hab Google gefragt weil mir der Name absolut unbekannt war...). Warum? Nur weil es etwas in Asien gibt ist es nicht sofort japanisch. Es gibt dasehr viele unterschiedliche Kulturen. Es scheint so als hätte Herr Kristoff sich Japan als Grundlage ausgesucht, weil es das nicht so oft gibt aber die Recherche war nicht wirklich tief.
Auch das Verhalten der Charaktere kam mir teilweise sehr verwestlicht vor (kann man das so sagen?). Irgendwie hat dieser japanische Touch gefehlt, diese kleinen Eigenheiten.
Trotzdem kann das Buch unterhalten.

Ich schwanke, zwischen 5 und 2 Sternen. 5 sagt der Bauch weil die Geschichte so gut war, das Buch hat Spaß gemacht, ich habe mitgefiebert. 2 sagt der Kopf wegen der vielen kleinen Details die nicht gepasst haben.
Wer sich für dieses Buch interessiert soll sich bitte sein eigenes Bild machen. Die Geschichte macht Spaß und kann gut unterhalten! Nur die Welt ist in meinen Augen nicht perfekt.

Ich will auf jeden Fall wissen wie es weiter geht, Teil 2&3 stehen schon im Regal bereit!

Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die UK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

16 September 2017

Jeffrey Ford - The Twilight Pariah




Klappentext

Three friends go looking for treasure and find horror in Jeffrey Ford's The Twilight Pariah.
All Maggie, Russell, and Henry wanted out of their last college vacation was to get drunk and play archaeologist in an old house in the woods outside of town. When they excavate the mansion's outhouse they find way more than they bargained for: a sealed bottle filled with a red liquid, along with the bizarre skeleton of a horned child Disturbing the skeleton throws each of their lives into a living hell. They feel followed wherever they go, their homes are ransacked by unknown intruders, and people they care about are brutally, horribly dismembered. The three friends awakened something, a creature that will stop at nothing to retrieve its child.


Tor Books | eBook EAN: 9780765397331 + Taschenbuch 176 Seiten | Einzelband | 12. September 2017 | keine deutsche Übersetzung


Meinung
Ok, der Klappentext und das Cover haben mich sofort überzeugt. Drei Personen die nach einem Schatz suchen und zwar in einem alten zerfallenen Haus. Dabei entdecken sie vor dem Haus etwas, graben es aus und finden ein sehr guseliges Skelett. Dann werden sie von etwas unheimlichen verfolgt. Genau mein Buch!

Leider klang das Buch viel gruseliger als es war. Man hätte ein bisschen mehr aus der Geschichte machen können. Es gibt gruselige Momente aber mir waren es zu wenig.
Die Charaktere bleiben alle ein bisschen blass. Ihr Handeln ist aber meist nachvollziehbar. Teilweise kopflos aber wer wäre das nicht wenn plötzlich ein Geist vor einem auftaucht? Leider nehmen sie aber auch vieles sehr gelassen hin. Was aber auch daran liegen könnte das ständig getrunken und gekifft wird. Man hat das Gefühl alles durch einen Drogennebel wahrzunehmen.
Leider ist es teilweise aber auch unlogisch. Da findet die Clique ein 100 Jahre altes Skelett und trägt es mit sich herum wie eine Puppe? Als ob die Knochen verbunden wären, wie bei einem Modell.

Die Geschichte an sich war interessant. Es hat Spaß gemacht das Geheimnis des Skelettes nach und nach zu lüften. Was dieses Wesen ist und wo es herkommt war auch spannend erklärt, ich wäre da nicht drauf gekommen.
Nochmal auf den Horror-Aspekt des Buches zurück zu kommen: Für ein wirklich gutes Horrorbuch war es leider zu ungruselig für mich. Es plätschert alles so vor sich hin, nur ab und an passiert dann was seltsames.

Eine nette und teilweise gruselige Geschichte für zwischendurch. Leider nicht so gruselig wie erhofft aber die Geschichte weiß trotzdem zu unterhalten.

Danke an Netgalley und Tor und für das zur Verfügung gestellte Rezensionexemplar

07 Juli 2017

Anne Bishop - Written in Red




Inhalt
Meg Corbyn ist eine Cassandra Sangue – eine Blutprophetin – und kann in die Zukunft sehen, wenn ihre Haut geritzt wird. Eine Gabe, die sich eher wie ein Fluch anfühlt. Meg wird von ihrem Aufseher wie eine Sklavin gehalten, damit er unbegrenzten Zugang zu ihren Visionen hat. Doch als sie entkommt, ist der einzig sichere Platz, an dem sie sich verstecken kann, der Lakeside Courtyard – ein Geschäftsviertel, das von den Anderen geführt wird.

Gestaltwandler Simon Wolfgard zögert, die Fremde einzustellen, die sich als menschliche Kontaktperson bewirbt. Er spürt, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Und warum riecht sie nicht nach menschlicher Beute? Doch sein Instinkt drängt ihn, Meg den Job zu geben. Als er die Wahrheit über sie erfährt und dass Meg von der Regierung gesucht wird, liegt es an ihm zu entscheiden, ob sie den unausweichlichen Kampf zwischen Menschen und den Anderen wert ist.
(Quelle: Drachenmond Verlag)


Roc ein Imprint von Penguin | eBook + Taschenbuch 512 Seiten | The Others #1  | 05. März 2013 | Sprachschwierigkeit 2 |
Deutsche Ausgabe beim Drachenmond Verlag erschienen

Meinung
Das Buch habe ich bei Tina entdeckt, sie war so begeistert davon und der Klappentext war sehr vielversprechend, also wanderte das Buch zu mir. Und lag dann hier. In der Zwischenzeit gibt es auch die deutsche Übersetzung ;)
Es hat sich sehr gelohnt das Buch zu lesen!

Die Welt die Anne Bishop entworfen hat ist mal wirklich anders. Was wäre wenn die Menschen nicht am Ende der Nahrungskette stehen würden? Es noch stärkere Wesen gibt die Menschen als Beute ansehen? Genau das findet sich in diesem Buch. Die Welt ist ähnlich unserer, auch mit den technologischen Entwicklungen. Doch es gibt eben noch Die Anderen, Gestaltwandler, Vampire, Elementare und noch mehr. Stärker als Menschen und Herrscher über die Erde. Menschen werden als Beute gesehen und nur geduldet. Es gibt menschliche Siedlungen, diese werden aber alle von den Anderen regiert. Wenn Menschen zu nervig werden oder gar versuchen die Anderen anzugreifen wird kurzer Prozess gemacht und sie landen auf der Speisekarte. Klingt sehr befremdlich erstmals Aber die Umsetzung ist wirklich so gut.

Im Buch begleitet man unterschiedliche Charaktere. Meg Corbyn die zu keiner der beiden Gruppen wirklich gehört. Und Simon Wolfgard, einen Gestaltwandler der sich in einen Wolf verwandeln kann. Eigentlich ist er ein Wolf der nur ab und an menschlich aussieht.
Beide haben kaum bis gar keine Ahnung wie Menschen so ticken und wie man mit ihnen umgeht, Meg weil sie isoliert und eingesperrt war, Simon weil Menschen seine Beute sind. Und das führt zu der ein oder anderen lustig Situation. Und man denkt auch sehr über das menschliche Verhalten nach.
Auch andere Charaktere tauchen auf, Menschen die mit den Anderen zusammenarbeiten wollen.

Simon und einige "Anderen" haben Kontakt mit Menschen weil sie ein paar wenige Geschäfte auch für Menschen zugänglich gemacht haben. Um sie vielleicht besser zu verstehen und ein bisschen die Konflikte zu entschärfen.
Die Geschichte startet langsam. Anne Bishop lässt sich Zeit die Welt zu erklären. Nach und nach entdeckt man als Leser immer mehr, zusammen mit Meg. Es passiert auch nicht viel, erst gegen Ende geht es dann rund und die Ereignisse überschlagen sich fast.
Es gibt eine kleine Liebesgeschichte, dieses ist aber sehr zart und entwickelt sich langsam und ohne zu sehr in den Fokus gerückt zu werden.

Ich mochte Meg total. Sie ist so nett und ganz ohne Vorurteile. Teilweise auch etwas naiv, weil sie einfach so lange isoliert war. Und sie macht eine tolle Entwicklung durch. Langsam aber sicher wird sie selbständiger und stärker.
Auch die anderen Charaktere waren toll, alle wirklich glaubwürdig beschrieben!

5 Sterne. Ein wirklich gelungenes Buch. Tolle Welt, tolle Charaktere und eine interessante und durchdachte Geschichte! Ich will mehr.
Empfehlen kann ich das Buch jedem der gerne Fantasy mit einem etwas anderen Weltenentwurf lesen mag.


Die Reihe
The Others
1: Written in Red, In Blut geschrieben
2: Murder of Crows, Krähenjagd
3: Vision in Silver
 4: Marked in Flesh
5: Etched in Bone
6: Lake Silence

04 September 2016

Nicky Peacock - Lost in Wonderland





Inhalt
Kayla und ihr Bruder Shilo haben schon schlimmes durchgemacht. Ihre Mutter ist einfach so verschwunden und Shilo ist seit dem der festen Überzeugung das sie vom Monster Kushtaka getötet wurde. Auf der Suche nach der Mutter hat Kayla sich im Wald verirrt. Nun hat sie eine neue Familie im Wonderland gefunden. Das Wonderland ist eine Organisation die von Ex-Regierungsmitarbeitern geleitet wird. Ein gut trainierte und ausgerüstete Truppe, die auf eigene Faust Serienmörder jagt. Kayla nennt sich nun Mouse und arbeitet zusammen mit Cheshire und Rabitt daran die Welt vor Serientätern zu befreien. Shilo versucht seine Schwester zu schützen, vor Woderland und vor dem Monster das auf ihrer Spur ist, doch niemand glaubt ihm. Wer hat recht? Gibt es echte Monster oder sind es doch die Menschen?

Evernight Teen | eBook 124 Seiten | keine deutsche Ausgabe bekannt | 14. April 2016 | ab 14 | Sprachschwierigkeit: 2-3

Meinung
Ich mag ja Geschichten aus dem Wunderland, meist findet man aber Neuerzählungen. In diesem Buch wurde das Wunderland mal in die aktuelle Welt übertragen, zumindest die Namen. Und dann noch eine Art Polizei die Serienmörder zur Strecke bringt daraus gemacht, klingt spannend will ich lesen!

Als Leser begleitet man überwiegend abwechselnd Mouse und ihren Bruder Shilo, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen. Ab und an erzählt auch ein anderer Charakter ein kurzes Kapitel.

Los geht es mit einem wirklich spannenden Prolog, der erklärt was genau passiert ist. Dann geht es Jahre später weiter. Mouse hat ihr Training abgeschlossen und macht Jagd auf Serienmörder gegen die die Polizei noch nichts unternehmen kann. Und Shilo lebt in der Psychiatrie da er der festen Überzeugung ist vom Kusthaka gejagt zu werden. Ich fand es toll das die Psychatrie hier nicht als schlimmer und schrecklicher Ort vorgestellt wird. Eher wie ein Krankenhaus mit nettem Personal und freundlichen Ärzten!
Shilo hat hilfe von Mr. Custard, seinem imaginären Freund. Er möchte zu seiner Schwester und sie beschützen auch wenn er sich dann seinen Ängsten.

Ich mochte die Art das Wunderland in eine moderne Organisation zu verwandeln. Jeder hat seine Aufgaben bei der Jagd und trotzdem haben die Charaktere Züge der zugehörigen Charaktere des Originals. Viel Kreativität und einige neue Ideen erwarten den Leser in diesem Buch!

Die Kapitel sind alle recht kurz und hören meist an der spannenden Stelle auf, dadurch war es teilweise für mich echt anstrengend weiter zu lesen, weil ich sowas gar nicht mag. Die Geschichte ist spannend, wäre sie auch ohne die ständigen Wechsel. Ich mochte es wie sich alles entwickelt hat.
Am Ende gibt es einen kleinen Abschluss, aber auch die Aussicht auf einen zweiten Band den ich sehr gerne lesen würde!

Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen, passend für die Zielgruppe. Die Umgebung wird sehr knapp aber ausreichend beschrieben.

4,2 Sterne. Eine spannende und originelle Geschichte.

Danke an Netgalley und Evernight Teen für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

01 Juni 2016

Kiersten White - And I Darken




Inhalt
Lada Dragwyla ist Prinzessin der Walachei. Doch sie ist keine typische Prinzissen. Sie ist weder hübsch noch freundlich. Sie kann kämpfen, da dies keiner Erwartet nutzt sie alles zu ihrem Vorteil. Bald schon werden sie und ihr Bruder an der Hof des Sultans gebracht und bleiben dort als Geiseln damit ihr Vater sich an seine Abmachungen hält. Lada hasst den Ort ihrer Verbannung und kämpft für ihre Rückkehr nach Hause. Dafür geht sie ungewohnte Wege. Als sie und ihr Bruder dann auf Mehmet, den Sohn des Sultans treffen, ändert sich einiges. Nicht nur ihre Situation am Hof verbessert sich. Es entwickeln sich auch ungeahnte Gefühle die Ladas Vorhaben wieder in die Walachei zurück zu kehren erschweren.


Corgi Childrens | eBook + Taschenbuch 327 Seiten | The Conquerors Saga #1 | 07. Juli 2016 | Sprachschwierigkeit: 2 - 3 

Meinung
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht und deshalb habe ich mich für ein Leseexemplar beworben.

Die Geschichte beginnt mit Ladas Geburt. Sie ist schon von klein an anders als andere Prinzessinnen, rauft sich gerne und ist nicht sehr hübsch. Ihr kleiner Bruder ist das Gegenteil, nett und sehr sanftmütig. Das perfekte Duo also und endlich mal muss die Prinzessin nicht dauernd gerettet werden.

Auch wenn Lada es nicht zugibt liebt sie ihren Bruder Radu auf ihre Art und sie will ihn um jeden Preis beschützen. Das ist immer so, auch am Hof des Sultans. Lada kann sich nicht damit abfinden im Land des Feindes zu sein und dort nichts anstellen zu können! Ihr Herz schlägt für die Walachei und sie will um jeden Preis zurück, dabei aber ihren Bruder nicht in Gefahr bringen.
Ladas Art und ihr Verhalten waren teilweise schon etwas übertrieben dargestellt, sie ist immer extrem in ihrem Verhalten. Bei Radu war das ebenfalls so. Irgendwann weiß man als Leser dann das Lada alle anderen Menschen egal sind, man muss das nicht dauernd nochmal lesen. (Und was daran stark oder femisitisch sein soll ist mir noch schleierhaft). Und das Radu nett und freundlich ist und bei allen beliebt ist irgendwann auch klar, aber es wird noch gefühlte tausendmal erwähnt. Das hat mich leider sehr gestört.

Die Geschichte war spannend, leider kam bei etwa der Hälfte ein fetter Dämpfer als dann Mehment so richtig involviert wird und das Liebesdreieck losgeht. Es ist nicht typisch und hätte wirklich gut werden können aber leider wird alles so oft wiederholt das es echt nervig wurde!
Es gibt leider auch viele Wiederholungen und teilweise geht es nicht wirklich voran. Trotzdem bleibt ein bisschen Spannung und Motivation zum weiterlesen, da man unbedingt wissen will was nun als nächstes geschehen wird und wie Lada an den Thron kommen will.
Es gibt viele Intrigen und teilweise auch unerwartete Wendungen. Trotzdem halten sich Morde und Blut sehr in Grenzen und es wird es geht auch nicht allzu gewalttätig zu.

Die Geschichte wird Großteils aus Ladas Sicht erzählt, ab und an auch aus Radus Sicht. Selten kommt Mehmed mal zu Wort.

Die Idee aus dem historischen Charaktere einfach mal eine Frau zu machen. Lada ist die Tochter von Vlad II und bei uns besser als Vlad III, also Vlad dem Pfähler bekannt. Allein schon die Idee war sowas von gut finde ich. Die Umsetzung ist gelungen, wenn man den aspekt eines historischen Romanes ignoriert. Als Fantasy in einem Parallel-Universum funktioniert es durchaus.

Die Charaktere waren alle gut dargestellt, teilweise jedoch völlig übertrieben. Kein Charakter ist nur gut oder böse, alles entwickelt sich und man kann die Entscheidungen nachvollziehen, auch wenn man sie nicht gut findet. Es ist Kiersten White gelungen die inneren Konflikte darzustellen und aufzuzeigen wie sich so ein Tyrann entwickelt. Ich bin gespannt was in den beiden Folgebänden passiert.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, teilweise wirkt er altertümlich, was wohl den hisotischen Charakter unterstreichen soll,

3,5 Sterne. Für Fans von historisch angehauchter Fantasy empfehlenswert. Untypische Charaktere machen das Buch auch für andere Leser interessant.

Danke an Netgalley für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!
Die Reihe
The Conquerors Saga 
1: And I Darken
2: Now I Rise
3: Bright we Burn

Weitere Meinungen
Teesalon 

22 November 2015

Lara Adrian - A Touch of Midnight





Inhalt
Savannah Dupree ist Studentin und arbeitet neben her bei einem Professor der Archäologie um alte Kunstgegenstände zu katalogisieren. Sie hat die Gabe dass sie die Vergangenheit sehen kann wenn sie Gegenstände berührt, das hilft ihr bei der Alterszuordnung der Gegenstände sehr. Dann berührt sie ein altes Schwert und sieht Ausschnitte aus einer schrecklichen Schlacht vor sich. Kurz darauf wird nachts der Professor überfallen, er wird schwer verwundet und eine Freundin von Savannah stirbt bei dem Überfall, gestohlen wird nur das alte Schwert.
Als Savannah kurz darauf von einer unmenschlichen Kreatur angegriffen wird, rettet ihr der geheimnisvolle Gideon,der ihr seltsam bekannt vorkommt, das Leben.


eBook 182 Seiten | Deutsche Ausgabe: Versprechen der Nacht (erschienen bei Lyx) | Midnight Breed #0.5 | 5. Juli 2013 | ab 16 | Sprachschwierigkeit: 2
 
Meinung

Das Buch ist die Vorgeschichte zum ersten Teil der "Midnight Breed" Reihe. Da ich von der Reihe schon viel gehört habe wollte ich auch mal rein lesen. Und da es das eBook umsonst gibt hab ich die Gelegenheit genutzt.

Leider konnte mich die Geschichte nicht so recht überzeugen. Zuerst geht alles sehr langsam und leider weiß man auch schon einiges dank des englischen Klappentextes. Die anderen Wendungen sind leider auch sehr vorhersehbar, erst am Ende wurde ich überrascht.
Die Geschichte spielt in den 1970ger Jahren, was ich ganz interessant fand. Die Zeit in der noch nicht jeder ein Smartphone hatte und ein 256bit Rechner noch ein Highlight war.
Leider plätschert alles so vor sich hin, es gibt kaum Spannung und die Liebesgeschichte ging einfach zu schnell. Die Erotikszenen waren teilweise einfach zum Augenverdrehen und wirkten auf mich etwas plump.
Die Geschichte ist offensichtlich für Fans der Serie, es wird recht wenig über die Vampire und ihren Kodex erklärt, was ich wirklich schade fand.

Savannah war eigentlich sehr sympathisch und auch selbständig, nur am Ende war sie plötzlich sehr weinerlich. Gideon ist ein Technikgeek und der typische stahlende Held der seine große Liebe vor allem beschützen will.

Der flüssige Schreibstil hat mir zugesagt, man kann die kurze Geschichte schnell lesen und wenn man durchhält wird es auch spannend und überraschend.

Ich werde allgemein einfach nicht war mit diesen Vampir-Romanzen und kann bis jetzt noch nicht so ganz nachvollziehen warum die Reihe so erfolgreich ist. Vielleicht kann mich Band 1 dann ja mal überzeugen!

• Charaktere 4
• Idee 3
• Umsetzung 3
• Spannung  3
• Stil 4
• Unterhaltung 3

3,3 Sterne. Für mich eine nette Geschichte für zwischendurch, es gibt aber noch viel Luft nach oben. Sicherlich eher was für Fans der Reihe die schon das eine oder andere Midnight Breed Buch gelesen haben.

Die Reihe
Midnight Breed
Band 0.5:  Versprechen der Nacht, A Touch of Midnight
Band 1: Geliebte der Nacht, Kiss of Midnight
Band 2. Gefangene des Blutes, Kiss of Crimson
Band 3. Geschöpf der Finsternis, Midnight Awakening
Band 4. Gebieterin der Dunkelheit, Midnight Rising
Band 5. Gefährtin der Schatten, Veil of Midnight
Band 6. Gesandte des Zwielichts, Ashes of Midnight
Band 7. Gezeichnete des Schicksals, Shades of Midnight
Band 8. Geweihte des Todes, Taken by Midnight
Band 9. Gejagte der Dämmerung, Deeper Than Midnight
Band 9.5: Das Sehnen der Nacht, A Taste of Midnight
Band 10. Erwählte der Ewigkeit, Darker After Midnight
Band 11. Vertraute der Sehnsucht, Edge of Dawn
Band 11.5: Berührung der Nacht, Marked by Midnight
Band 12. Kriegerin der Schatten, Crave The Night
Band 12.5: Verlockung der Dunkelheit, Tempted by Midnight
Band 13. Bound to Darkness

21 Oktober 2015

L.M. Merrington - Greythorne





Inhalt

Nell Featherstone wird als Gouvernante für die 8 jährige Sophie eingestellt. Sophie wohnt zusammen mit ihrem Vater Professor Nathaniel Greythorne und dem Hausangestellten Jonas in Greythorne Manor, einem alten respekteinflößenden Anwesen. Sophies Mutter starb vor fünf Jahren bei einem tragischen Unfall. Von Anfang an hat das Anwesen eine bedrückende Wirkung auf Nell. Zudem scheinen weder sie noch Sophie das Haus verlassen zu dürfen. Nach und nach entdeckt Nell das schreckliche Geheimnis das sich tief in den Mauern von Greythorne Manor verbirgt! Wie hängt das alles mit dem Tod von Lucy Greythorne zusammen und war es wirklich ein tragischer Unfall?

Momentum | eBook + Taschenbuch 140 Seiten | Einzelband | 12. November 2015 | Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen und dann hatte ich noch das Glück das Buch bei Netgalley als ARC zu bekommen.

Die Geschichte ist recht kurz, dafür bietet sie aber einiges. Die Autorin schafft es eine sehr authentische und auch leicht bedrückende Atmosphäre zu erschaffen. Obwohl man bei lesen oft das Gefühl hat zu wissen was vor sich geht will man unbedingt weiterlesen. Einige unerwartete Wendungen runden die Geschichte ab, ich liebe sowas. Es passiert einfach nicht dass was man erwartet!

Nell ist ein sehr sympathischer Charakter. Sie ist ein Waisenmädchen das sehr gut ausgebildet wurde um als Hauslehrerin oder Gouvernante für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, eine andere Möglichkeit hat sie auch nicht um ihr Leben zu finanzieren. Die Chance in Greythorne Manor zu arbeiten nutzt sie gleich und freut sich auf ihre Arbeit. obwohl alle sie vor dem Anwesen und dem exzentrischen Professor warnen lässt sie sich nicht beirren und geht hin, allein schon um dem kleinen Mädchen ein schöneres Leben zu ermöglichen.
Sophie ist ebenfalls ein toller Charakter, ein lebhaftes achtjähriges Mädchen das gerne liest und sich mit seinem Schicksal abgefunden hat. Die anderen Charaktere bleiben recht blass, was wohl auch an der kürze des Buches liegt.

Die erste Hälfte der Geschichte dreht sich sehr um Nells Tätigkeit und wie sie eine Beziehung zu Sophie aufbaut. Viel grusel und Spannung bietet dieser Teil nicht, trotzdem ist er interessant gestaltet und bevor es zu eintönig wird gibt es immer wieder kleine Erkundungstouren durch das Haus und seltsame Situationen. Erst nach und nach lüftet Nell das Geheimnis und in der zweiten Hälfte geht es dann Schlag auf Schlag.

Der Schreibstil ist wirklich toll, atmosphärisch und einlullend. Man kann gar nicht aufhören zu lesen wenn man einmal in das Buch rein gefunden hat. Da hier alles sehr altmodisch gehalten ist, auch die Sprache, ist es nicht einfach in das Buch zu finden wenn man nicht sehr gut englisch kann.

Ich hoffe ja wirklich auf eine deutsche Übersetzung, das Buch würde auch hier sicher einige Leser für sich gewinnen können!

4,3 Sterne. Ein gelungenes Debüt und sehr empfehlenswert für Leser von klassischen Schauergeschichten!

Danke an Momentum und Netgalley für das Leseexemplar!

30 September 2015

Josephine Angelini - Trial by Fire





Inhalt
Lily Proctor, 17 und Schülerin einer Highschool, wäre gerne ein ganz normales Mädchen. Doch leider ist sie so gegen ziemlich alles allergisch und kann deshalb nicht das machen was ein normaler Teenager so unternimmt. Und dann ist sie noch unglücklich verliebt. Lily wünscht sich nichts mehr als zu verschwinden und findet sich plötzlich in einer Parallelwelt wieder. Hier scheint alles anders zu sein und vor allem furchterregender. Nur die Menschen scheinen dieselben zu sein. Die grausem Herrscherin der Stadt ist Lily zu allem Überfluss, wie aus dem Gesicht geschnitten! Und langsam stellt Lily fest das ihre Allergien eher etwas mit Magie zu tun haben. Ist sie eine Hexe?


Macmillan | Taschenbuch 379 Seiten | Deutsche Ausgabe Feuerprobe erschienen bei Dressler | The Worldwalker Trilogy #1 | 28. August 2014 | Sprachschwierigkeit 2 | ab 14 

Meinung
Das Buch hat mich gleich sehr angesprochen, ich liebe Parallelwelten und wenn dann auch noch Hexen im Spiel sind will ich die Geschichte lesen.

Leider bin ich jetzt nach dem Lesen dann doch sehr zweigespalten, vieles war gut aber vieles konnte mich auch nicht so ganz überzeugen.

Der Einstieg in die Geschichte war gut, Lily wird sympathisch vor allem dadurch das sie mit ihrer Krankheit wirklich gut umgeht und nicht ständig am rumjammern ist. Als sich dann diese Liebesgeschichte mit Tristan Entwickelt hatte ich schon kurz Angst wieder eine typisches Teeniedrama zu erleben, doch dann wurde ich eines bessern belehrt. Lily lernt ziemlich schnell was los ist und auch dass Tristan ziemlich mies ist.
Dann geht es auch schon in die Parallelwelt. Die Idee dahinter fand ich klasse, auch die Umsetzung fand ich nach und nach gut. Doch zuerst ist man als Leser genauso planlos wie Lily, plötzlich in einer anderen Welt in der die Menschen wohl ähnlich sind, es gibt sogar Doppelgänger, aber trotzdem ist irgendwie alles anders. Erst gegen Ende wird so wirklich deutlich warum Lily überhaupt in die Parallelwelt geholt wurde.
Der Mittelteil war leider ziemlich langatmig und sehr unspannend. Man erlebt Ausbildungsszenen aber Lily macht einfach alles mit, da ihr irgendwie alles gleichgültig ist so lange sie nur irgendwie wieder nach Hause kommt.

Im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse dann wirklich, dann war es fast schon wieder zu schell und dann ist das Buch auch schon um. Einfach so. Das Ende ist wirklich sehr offen und es fühlte sich ein bisschen so an als ob man gegen eine Wand rennt. Irgendwie hat  der runde Abschluss für mich gefehlt. Gegen Cliffhanger habe ich nichts, aber hier hatte ich das Gefühl man hat das Buch einfach beendet um dann mehrere Teile aus der Geschichte machen zu können.

Die Charaktere waren ein ständiges auf und ab. Angelini versucht alle sehr vielschichtig zu machen und irgendwie auch jedem eine Hintergrundgeschichte zu geben die das Verhalten vielleicht ein bisschen nachvollziehbarer macht. Lily fand ich am Anfang toll, vor allem weil sie nicht die rosarote Brille aufhat und weil sie Chemie und Physik nicht für unlösbar hält. Tatsächlich hat sie sogar wirklich Ahnung von Naturwissenschaften, das hat ihr bei mir sehr viele Pluspunkte gebracht! Leider war sie dann im Mittelteil nicht mehr ganz so super, weil sie eben sehr passiv war.
Das ganze Buch war ein auf und ab. Die Ideen sind wirklich klasse, die Parallelwelt finde ich gelungen aber alles wirkte irgendwie auch nicht immer ganz zu Ende gedacht.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  3
• Spannung  3
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,6 Sterne, wobei ich wirklich mehr zu den 3 Sternen tendiere. Das Buch war gut, hat aber noch Luft nach oben.
Empfehlen kann ich das Buch allen die gerne mal einen Ausflug in Parallelwelten machen wollen und Spaß an Hexengeschichten haben!


Die Reihe
The Worldwalker Trilogy
1: Feuerprobe, Trial by Fire
1.5: Rowan
2: Tränenpfad, Firewalker
3: Traitor's Pyre (Englisch im September 2016)

02 September 2015

George R.R. Martin - A Game of Thrones





Inhalt
Lord Eddard Stark, der Wächter des Nordens, wird von seinem König an den Hof beordert um dort als seine Hand - als Berater und Stellvertreter- zu dienen. Lord Stark ist von der Aufgabe nicht begeistert, aber seine Ehre gebührt ihm nicht abzusagen.
Am Hof des Königs sieht Eddard sich von mächtigen Feinden umzingelt die alle den Thron für sich wollen, zudem muss er zusehen wie seine Familie in alle Winde verstreut wird.
Und nicht nur hier droht Gefahr: Im Norden taucht eine uralte Macht auf und der in den Freien Städten im Exil lebende Erbe des alten, abgesetzten Königs beansprucht den Thron nun ebenfalls für sich.
Die Zukunft des gesamten Reiches steht auf dem Spiel.

Bantam Spectra | eBook + Taschenbuch 835 Seiten | Deutsche Ausgabe aktuelle Auflage erschienen bei Blanvalet | A Song of Ice and Fire #1 | September 1997 | Sprachschwierigkeit 3 | ab 16

Meinung
An dieser Reihe kann man momentan einfach nicht vorbeigehen, von allen Seiten kommen die Empfehlungen und nachdem ich die Serie auch schon gesehen habe wollte ich nun auch mal die Bücher lesen.

Die Geschichte startet mit einem sehr gruseligen und düsteren Prolog in dem auch gleich ein paar Charaktere sterben. Der Prolog verspricht dann auch eine sehr gruselige Geschichte mit einer Art Untoter, doch dann kommt erstmal alles anders. Man lernt nach und nach die Protagonisten und ihre Familien kennen. Und da es wirklich viele Protagonisten und Familien gibt ist die erste Hälfte des Buches auch Großteils mit Beschreibungen ausgefüllt. Man muss sich viele Charaktere merken, was am Anfang vielleicht etwas verwirrend sein kann, aber am Ende des Buches gibt es einen Anhang in dem alle Familien nochmal aufgezählt werden. Es ist gut wenn man das vorher weiß ;)
Da die deutsche Version in 2 Bücher aufgeteilt ist rate ich euch einfach mal auch gleich Band 2 zu lesen, denn wenn Band 1 nur ungefähr bis zur Hälfte geht dann passiert nicht allzu viel sehr spannendes.

Die Geschichte spielt in einer erfundenen Welt die auf dem Mittelalter basiert. Westeros ist aber sehr viel dunkler. Es gibt unglaublich viele Intrigen, viel Mord, viel Krieg, Rassismus, Sexismus und so weiter. Wer so etwas nicht lesen mag sollte die Reihe nicht lesen, egal ob Hype oder nicht!
Die Geschichte wird von vielen Charakteren abwechselnd erzählt. Ich mag Perspektivwechsel einfach nicht und soviele finde ich unheimlich anstrengend.
Die Charaktervorstellungen waren recht unkonventionell, die Kapitelüberschrift sagt aus welcher Charakter gerade erzählt, wer genau dieser Charakter jetzt ist wird aber erst nach und nach klar oder auch nicht. Ich bin ganz froh, dass ich die Serie schon kenne und deshalb schon wusste wer wer ist, sonst könnte es schwer werden einen Überblick zu bekommen.

Bei den Charakteren findet sich alles, von naiv bis intrigant, von heldenhaft und ehrenvoll bis gewissenlos. Alle gemeinsam haben die Charaktere das sie unsagbar Dickköpfig wirken. Jeder hat natürlich Recht und will das auch durchsetzen. Manche weil sie sich an die Ehre und vor allem an Gesetze halten (was an sich nicht schlecht ist) und manche weil sie an die Macht wollen und Menschen ihnen egal sind. Da sind riesige Konflikte vorprogrammiert. Leider konnten mich einige der Charaktere nicht so wirklich überzeugen, dafür habe ich aber auch Lieblinge gefunden.
Was in diesem Buch auch wirklich anders ist als in vielen anderen Büchern ist Georg R.R. Martins Umgang mit seinen Hauptcharakteren. Er ist nicht zimperlich und alle Entscheidungen haben sehr weitreichende Konsequenzen, die auch zum Tod des Hauptcharakters führen können! Selten lässt ein Autor so viele Hauptcharaktere und auch Sympathieträger sterben!

Die Welt ist riesig und wirklich gut durchdacht, zu jedem noch so kleinen Ort scheint es eine Geschichte zu geben und auch die ganzen Häuser und ihre Familiengeschichten sind bis zu den Urahnen durchdacht, hier hat sich der Autor wirklich viel Mühe gegeben. Allerdings ist es irgendwie auch nichts Neues, die Gesellschaft basiert auf dem Mittelalter mit einer kleinen Prise Untoter und der Erwähnung von Magie. Alle reden aber nur davon, so wirklich da ist sie noch nicht.

Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Die Welt und die Charaktere sind bildhaft beschrieben und trotz der vielen Längen am Anfang war es nicht langweilig.

Alles in allem eine sehr detailierte Fantasywelt, mit vielen Intrigen und wirklich gut durchdachten Handlungen. Leider bietet diese Handlung aber auch nichts wirklich Neues. Auch wenn ich durch die Serie schon weiß wie es weitergehen wird werde ich Band 2 trotzdem lesen. Man erfährt doch einige Details mehr und auch die Handlungsweisen der Charaktere wurden sehr viel nachvollziehbarere dargestellt.

• Charaktere 4
• Idee 3
• Umsetzung  4
• Spannung  3
• Stil 5
• Unterhaltung 4

3,8 Sterne. Wer Intrigen mag und vor viel Gewalt nicht zurückschreckt für den ist die Reihe auf jeden Fall etwas. Wer gerne Fanatsy mit sehr wenig Übernatürlichem liest wird hier auch auf seine Kosten kommen.

Die Reihe

Das Lied von Eis und Feuer / A Song of Ice and Fire
Bei der deutschen Übersetzung wurde ein Buch immer in zwei Bücher geteilt!
1: Die Herren von Winterfell (A Game Of Thrones, Part 1)
2: Das Erbe von Winterfell (A Game Of Thrones, Part 2)
3: Der Thron der Sieben Königreiche (A Clash Of Kings, Part 1)
4: Die Saat des goldenen Löwen (A Clash Of Kings, Part 2)
5: Sturm der Schwerter (A Storm Of Swords, Part 1)
6: Die Königin der Drachen (A Storm Of Swords, Part 2)
7: Zeit der Krähen (A Feast Of Crows, Part 1)
8: Die dunkle Königin (A Feast Of Crows, Part 2)
9: Der Sohn des Greifen (A Dance With Dragons, Part 1)
10: Ein Tanz mit Drachen (A Dance With Dragons, Part 2

19 Juni 2015

Megan Chance - The Visitant. A Venetian Ghost Story




Inhalt

Elena Spira lebt und arbeitet in einer psychiatrischen Anstalt, ihr Vater ist der Leiter dieser Anstalt. Doch eines Tages passiert Elena ein schrecklicher Fehler und er Ruf ihrer Familie ist in Gefahr. Um den Ruf zu retten wird Elena als Krankenpflegerin für Samuel Farber nach Venedig geschickt. Samuel ist ein Sohn aus reichem Haus, der bei einer Reise nach Italien überfallen wurde und nun verletzt und krank in Venedig, im Haus seines Freundes Nero Basilio untergekommen ist. Elena soll sich um ihn kümmern und ihr gesund zurück nach Amerika bringen, damit er seine Verlobte heiratet und sie den Ruf ihrer Familie retten kann.
Doch das Haus Basilio ist nicht so schön wie erwartet, alles ist marode und die Bewohner scheinen ein dunkles Geheimnis zu hüten. Eine dunkle Macht scheint in dem Haus zu wohnen und auch langsam auf Samuel überzugehen.


Lake Union Publishing | eBook + Taschenbuch + Hörbuch| Einzelband | 22. September 2015 | Sprachschwierigkeit: 2 


Meinung
Eine Geschichte mit Geistern im historischen Venedig. Klingt spannend und ich hatte sogar Glück und habe bei Netgalley ein Vorabexemplar bekommen! Danke dafür!

Die Geschichte spielt im Jahr 1884 und startet mit Elenas Ankunft in Venedig. Alles ist düster und sie freut sich auf die schöne Umgebung. Leider muss sie schnell feststellen dass das Palazzo Basilio nicht so prunkvoll ist und eher einer Bruchbude ist als ein wunderschöner Palazzo. Auch die Bewohner sind alles andere als freundlich zu Elena und sie scheint unerwünscht zu sein.

Ich mochte die Idee mit dem Geist, auch wenn relativ schnell klar war was eigentlich los ist. Nur Elena scheint das nicht zu verstehen, oder verstehen zu wollen. Sie ist sehr rational erzogen worden und sucht lange nach einer wissenschaftlichen Erklärung für all die seltsamen Vorkommnisse im Haus.
Auch ihre nachfragen führen zu nichts, da jeder seine eigene Version der Dinge die passiert sind erzählt und alle Lügen was das Zeug hält, was Elena aber nicht bemerkt. Auch als Leser weiß man manchmal nicht so recht was man glauben soll und macht sich dann sein eigenes Bild. Gut umgesetzt war die Geschichte, allerdings mit einigen Längen.

Elena fand ich am Anfang noch interessant, Tochter eines Psychologen der Leiter einer Psychiatrie ist und neue, menschenfreundlichere Behandlungsmethoden praktiziert. Sie kommt nach Venedig um Samuel gesund zu pflegen, der nicht nur Wunden von dem Überfall trägt sondern auch Epileptiker ist. Eine Krankheit die seiner Familie peinlich ist. Da er aber der Einzige Erbe ist wollen seine Eltern ihn möglichst schnell verheiraten, dazu muss er gesund nach Amerika zurück.
Elena hält sich strikt an den Plan den ihr Vater ihr gegeben hat und versucht alles um Samuel gesund zu pflegen. Sie kann sich durchsetzen, zumindest am Anfang. Dann taucht Nero auf und sie ist total neben der Spur.
Leider ist sie auch unsagbar naiv, leichtgläubig und manchmal einfach nur doof. Zudem glaubt sie einfach erstmal jedem und stellt erst Fragen, als es schon fast zu spät ist. Sie wird anfänglich als die wohlerzogene und prüde Tochter aus gutem Hause dargestellt, ändert ihr Verhalten aber schlagartig. Das fand ich nicht sehr überzeugend.

Sehr gut recherchiert und erklärt fand ich die damaligen Behandlungsmethoden. Samuels Krankheit wirkte real und es wurde deutlich wie die Gesellschaft damals mit Epileptiker umgegangen ist. Elena ist eine der wenigen die keine Vorurteile hat und daran glaubt, dass sie Samuel helfen kann. Ob die andren die Vorurteile haben die ihnen nachgesagt werden wird aber nicht klar, da die Krankheit geheim gehalten wird.
Auch Venedig wirkt authentisch, wenn man denn mal was von der Stadt "sehen" darf. Der Großteil der Geschichte spielt im Haus.

Der Schreibstil ist gut zu lesen und sehr bildhaft. Die Autorin hat es immer wieder geschafft, dass ich mit Elena und den anderen im Haus war und alles um mich herum vergessen habe.

• Charaktere 3
• Idee 3
• Umsetzung 4
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 4


3,6 Sterne. Eine gute Geistergeschichte in einer tollen Umgebung zusammen mit einer teilweise dramatischen und auch verzwickten Liebesgeschichte. Nicht nur für Fans von historischen Romanen!

Weitere Rezensionen:
Mad Books


14 Juni 2015

Michael Phillip Cash - Stillwell. A Haunting on Long Island



Autor: Michael Phillip Cash
Titel: Stillwell: A Haunting on Long Island
Deutsche Ausgabe: Nichts bekannt
 eBook 137 Seiten
Verlag: Selfpublishing
Erschienen: 21. Juni 2013
Reihe: Einzelband
Sprachschwierigkeit: 2
Empfohlenes Lesealter: ab 15


Inhalt
Paul Russo ist erfolgreicher Makler und hat ein perfektes Leben, ein Haus, eine wunderbare Frau und eine tolle Familie. Doch dann stirbt seine Frau an Krebs und alles bricht zusammen. Paul versucht Ordnung in sein Leben zu bringen und seinen Kindern wieder ein normales leben zu ermöglichen. Doch seine Frau lässt ihn nicht los, ihr Geist scheint noch da zu sein. Noch schlimmer: Ein Dämon schein den Geist seiner Frau gefangen zu halten! Alles hängt auch mit einem alten Haus zusammen, Stillwell Manor. Dieses Haus soll Paul im Auftrag eines alten Freundes verkaufen. Ob es Paul gelingt das Rätsel um das Haus zu lösen und die Seele seiner Frau zu befreien?

Meinung
Der Inhalt klingt nach einer echt guten Geistergeschichte und deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen. Ich hatte Glück und hab sogar eine ARC bei Netgalley bekommen!

Der Einstieg in die Geschichte ist schon mal recht traurig, Pauls Frau wurde beerdigt und nun sitzt er alleine in seinem Haus und wartet bis die Kinder, die bei der Tante waren, zurückkommen. Er ist fertig mit der Welt und kommt mit dem Verlust seiner Frau nur sehr schwer klar. Auch die Kinder haben so ihre Probleme, kommen aber schneller wieder zurück in einen geregelten Alltag.

Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen weil ich völlig falsche Erwartungen hatte, ich habe mit einer gruseligen Geistergeschichte gerechnet. Aber es war eher eine Mischung aus Liebesgeschichte, Drama, Schnitzeljagd und noch ein bisschen Geistergeschichte. Die Geistergeschichte war auch nichts neues, alles war irgendwie so Standartmäßig. Eine Villa mit Wunschbrunnen im Garten in der es spukt. Das kleine Mädchen, das den Geist seiner Mutter sieht und niemand glaubt ihm. Paul wird von Alpträumen geplagt, ebenfalls sein Sohn, aber keiner nimmt es ernst. Und dann gibt es noch die alte Villa in der etwas Schreckliches passiert ist und seitdem spukt es dort. Spannung kommt erst gegen Ende richtig auf, dreiviertel der Geschichte werden benötigt um auf die Spur des Geistes zu kommen!
Das Ende war allerdings sehr unerwartet und gut.

Mit was der Autor punkten konnte waren die Charaktere, vor allem Paul. Seine Trauer und Hilflosigkeit kommt sehr gut rüber. Er kann einem fast etwas leidtun und sein Verhalten ist immer nachvollziehbar. Auch das Verhalten der anderen Charaktere ist schlüssig, wenn diese auch etwas blass bleiben.

Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen, ab und an gab es aber kleinere Rechtschreibfehler die den Lesefluss gestört haben (und das waren nur die Offensichtlichen, die sogar ich erkenne!). Trotzdem ist das Buch gut zu lesen. Die Atmosphäre stimmt und es ist schnell gelesen.

• Charaktere 4
• Idee 3
• Umsetzung  3
• Spannung  3
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,5 Sterne. Eine tolle Geschichte für zwischendurch, allerdings eher etwas für Leser die gerne Geschichten über Familiengeheimnisse, gespickt mit einer kleinen Prise Gruselfaktor lesen.

13 Mai 2015

Lauren Oliver - Panic



Autorin: Lauren Oliver
Titel: Panic
Deutsche Ausgabe: Panic: Wer Angst hat, ist raus! (erschienen bei Carlsen)
eBook 408 Seiten
Verlag: HarperCollins
Erschienen: 4. März 2014
Reihe: Einzelband
Sprachschwierigkeit: 2
Empfohlenes Lesealter: ab 13


Inhalt
Jedes Jahr nach Ende des Schuljahrs findet Panic statt. Ein geheimes Spiel für alle aus den Abschlussklassen. Der Gewinn ist hoch, dafür müssen die Teilnehmer auch alles geben. Heather hatte nie vor bei diesem Spiel mitzumachen, doch schnell hat sie einen wichtigen Grund alles zu geben.
Auch Dodge ist Teilnehmer, er wollte von Anfang an dabei sein und hat ein größeres Ziel als den Sieg.
Überwenden die Teilnehmer ihre Ängste und halten durch um Panic als Sieger zu verlassen?

Meinung
Also erstmal hatte ich völlig falsche Erwartungen an das Buch. Erwartet habe ich eine spannende Geschichte über ein geheimes Spiel bei dem die Teilnehmer an ihre Grenzen gehen und einem Hauch Mystery. Bekommen hab ich einen Contemporary Roman mit einer fast schon psychologischen Studie über Wut und Verzweiflung. Auch nicht so schlecht.

Die Geschichte startet gleich mit der ersten Aufgabe und einer kurzen einführung der Charaktere. Das Spiel Panic hat sich aus der Langeweile in einer kleinen amerikanischen Stadt entwickelt, in der es scheinbar nichts gibt als Armut und Verzweiflung. Jeder Charakter hat so seinen eigenen Grund am Spiel teilzunehmen, die Gründe werden auch nach und nach klar. Leider hat sich die erste Hälfte recht schleppend Entwickelt, der Einstieg war noch interessant aber dann gerät das Spiel in den Hintergrund und der Leser begleitet das Leben der Teenager und wie sie mit ihren Problemen zurechtkommen. Der Tiefgang hat mir gefehlt, bis ungefähr zur Hälfte. Die Geschichte handelt dann von Freundschaft, Liebe, gebrochenen Herzen und der Angst vor einer ungewissen Zukunft.

Der Leser erlebt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Heather und Dodge. Dadurch lernt man die Charaktere sehr gut kennen und wird sehr viel mit ihren Gedanken konfrontiert.
Heather entwickelt sich von der grauen Maus zur Kämpferin. Sie setzt sich für ihre Schwester ein und will ihr ein besseres Leben bieten.
Dodge kämpft ebenfalls für seine Schwester, die seit einem Unfall der mit Panic zu tun hat im Rollstuhl sitzt. Er nimmt am Spiel Teil um Rache zu üben. Ihn fand ich in Ordnung, sein unbedingter Wille auf Rache allerdings etwas übertrieben.
Die anderen Hauptcharaktere waren ebenfalls gut beschrieben. Nat, Heathers beste Freundin und teilweise eine falsche Schlange, und Bishop der beste Kumpel für den Heather doch mehr empfindet.
Alle Charaktere haben große familiäre Probleme und haben auch sonst kein leichtes Leben. Leider war mir das alles oft viel zu übertrieben negativ dargestellt und ich konnte mich mit keinem Charakter so richtig identifizieren!

Toll fand ich wie hier die Freundschaft thematisiert wird. Sehr realistisch, Leute die immer füreinander da sind sich aber ab und an auch mal streiten.
Was mich sehr gestört hat war die Tatsache, dass Panic wohl geheim und verboten ist, aber wirklich jeder davon weiß. Die Polizei scheint aber zu unfähig zu sein etwas dagegen zu unternehmen und allen Eltern scheint es egal zu sein wenn die Kinder sich in gefährliche Situationen begeben. Die Aufgaben fand ich teilweise echt dämlich und war oft am Kopfschütteln.

Der Schreibstil passt zur Geschichte. Er ist sehr gut zu lesen, teilweise recht sachlich und trotzdem fühlt man beim Lesen teilweise was die Charaktere fühlen.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung 2
• Spannung 3
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,5 Sterne. Eher mit der Tendenz zu 3 Sternen wegen der sehr durchwachsenen ersten Hälfte. Auf jeden Fall ein gutes Buch über Freundschaft und Liebe, verwebt mit einem Spiel bei dem die Teilnehmer an ihre Grenzen gehen müssen. Macht euch am besten selbst ein Bild vom Buch wenn euch der Klappentext angesprochen hat! :)

02 Mai 2015

Cassandra Clare - Clockwork Prince



Autorin: Cassandra Clare
Titel: Clockwork Prince
Deutsche Ausgabe: Clockwork Prince (erschienen bei Arena Verlag)
Taschenbuch 502 Seiten
Verlag: Simon & Schuster
Erschienen: 6. Dezember 2011
Reihe: Chroniken der Schattenjäger#2 (The Infernal Devices # 2)
Sprachschwierigkeit: 2
Empfohlenes Lesealter: ab 14



Inhalt
Tessa darf bei den Schattenjägern bleiben. Doch in Sicherheit ist sie noch nicht. Der Magister versucht immernoch Tessa zu fangen und auch Charlotte kämpft um ihre Stelle als Leiterin des Instituts. Zusammen mit Will und Jem versucht Tessa nun den Magister zu finden und seinen geplanten Krieg gegen die Schattenjäger zu verhindern. Das alles ist nicht so einfach, denn alle scheinen gegen sie zu arbeiten. Und dann gibt es noch einen Verräter in den eigenen Reihen...

Meinung
Nachdem ich von Band 1 so positiv überrascht war hab ich mich auch gleich auf Band 2 gestürzt. Leider ein ziemlich durchwachsenen Leseerlebnis für mich.

Die Geschichte entwickelt sich dieses mal recht langsam und zäh. Viele kleine Nebenhandlungen und Details werden beschrieben, die auch toll sind aber die Geschichte nicht wirklich voranbringen. Und am Ende geht dann alles sehr schnell. Für Band 3 gibt es immer noch genug Fragen zu klären, aber einiges wurde in diesem Band auch geklärt was ich gut finde. Ich mag es nicht wenn immer mehr Fragen auftauchen aber die Erklärungen auf sich warten lassen.
Leider war die Geschichte oft doch ziemlich vorhersehbar und hat nich unbedingt viel neues geboten. Auch die Sache mit dem Verräter war sehr schnell klar, nur die Charaktere waren sehr blind um zu verstehen was denn los ist.

Mir hat es auch so gar nicht gefallen, dass das Hauptaugenmerk nun auf der Dreiecksgeschichte liegt. Irgendwie wirkte alles so gewollt aber nicht spannend. Und schon gar nicht nachvollziehbar. Vor allem Tessa.
Schön war wieder die Welt und die interessanten Details, wenn von diesen Details auch weniger zu finden waren als in Teil 1. Spannende Kämpfe gab es auch wieder, die die Geschichte für mich aufgepeppt haben. Ich mag es mehr wenn nicht alles so glatt läuft und die Charaktere nicht nur damit beschäftigt sind sich gegenseitig anzuschmachten.

Die Charaktere fand ich nichtmehr ganz so gut. Will konnte in Band 1 noch durch seine Sprüche punkten, in diesem Teil hat er mir deutlich zu viel gejammert und sich in Selbstmitleid gebadet. Aber immerhin ist nun sein rätselhaftes Verhalten geklärt.
Tessa konnte in diesem Band auch nicht punkten. Sie ist plötzlich zu unentschlossen und irgendwie zu blass. Und sie trifft eine sehr fragwürdige Entscheidung die ich so gar nicht nachvollziehen kann. Ich hatte das Gefühl sie macht das nur aus Mitleid oder Trotz. Ob das einfach nur gemacht wurde um später dann einen großen Konflikt daraus zu machen?
Einige andere Charaktere konnten dafür mehr Punkten, Magnus Bane zum Beispiel. Er hat, mit einigen anderen Nebencharakteren, sehr viel mehr zur Geschichte beigetragen und er bleibt sich selbst treu.

Der Schreibstil ist wieder flüssig zu lesen. Die Welt und die vielen Details sind gut ausgearbeitet, man ist wirklich in London das Cassandra Clare entwirft.

• Charaktere 3
• Idee 4
• Umsetzung 3
• Spannung 3
• Stil 5
• Unterhaltung 3

3,5 Sterne. Eine tolle Welt mit einer sich sehr langsam Entwickelnden Geschichte. Jetzt bin ich auf Band 3 gespannt.

Infos zur Reihe
Vorgeschichte: Chroniken der Unterwelt/The Mortal Instuments
Chroniken der Schattenjäger/Infernal Devices
Band 1: Clockwork Angel
Band 2: Clockwork Prince
Band 3: Clockwork Princess

10 März 2015

Cassandra Clare - Clockwork Angel


Autorin: Cassandra Clare
Titel: Clockwork Angel
Deutsche Ausgabe: Clockwork Angel (erschienen bei Arena Verlag)
Taschenbuch 482 Seiten
Verlag: Simon & Schuster
Erschienen: 31. August 2010
Reihe: The Infernal Devices #1
Sprachschwierigkeit: 1-2
Empfohlenes Lesealter: ab 14

Inhalt
Im Jahr 1878 macht sich Tessa Gray auf den Weg von New York nach London. Ihr Bruder wartet dort auf sie und nachdem ihre Tante gestorben ist gibt es auch nichts mehr was Tessa in New York hält. Doch in London angekommen erwartet sie nicht ihr Bruder, sondern zwei seltsame Schwestern. Tessa wird entführt!
Dann wird sie zufällig von Will, einem Schattenjäger gerettet und gerät mitten in den Kampf zweischen Schattenjägern und Schattenwesen.

Meinung
Eine ältere Reihe, die wohl vielen bekannt sein dürfte. Der Klappentext klingt ganz gut und ich hab mich irgendwie in das Cover verliebt ;)
Die Geschichte spielt in einer alternativen Vergangenheit, man kann das Buch also zu historische Fantasy zählen und sowas finde ich immer ganz spannend.

Das Geschehen startet sehr schnell, Tessa ist in London und wird dort von einem seltsamen Geschwisterpaar abgeholt, ihr Bruder ist verschwunden. Sie lässt alles über sich ergehen in der Hoffnung irgendwie ihrern Bruder zu retten. Dabei lernt Tessa auch dass sie kein normaler Mensch ist, sie hat übernatürliche Fähigkeiten. Sie lernt damit irgendwie klar zu kommen und taucht nach und nach in die Welt der Schattenjäger ein.
Die Dreiecksgeschichte ist irgendwie typisch, ein Mädchen verliebt sich in einen Typen der absolut anwehrend ist und sie nicht beachtet. Dann taucht der beste Kumpel dieses Typen auf und ist lieb und freundlich und das Mädchen muss sich dann irgendwie entscheiden. Ein Glück macht diese Geschichte nicht den Hauptteil der Handlung aus und ist soagr ganz geschickt in die übrige Geschichte eingebaut!
Was mich begeistert hat war die Welt der Schattenjäger und auch die Geschichte an sich. Wer hat nun was vor und wieso?
Leider war nicht alles so überraschend und machen Stellen waren vorhersehbar!

Bei dem Titel und der Zeit in der das Buch spielt habe ich irgendwie mehr Steampunkelemente erwartet. Es gibt zwar die eine oder andere tolle Erfindung die mit Uhrwerken angetrieben wird und damit mit zum Clockpunk zählt, für meinen Geschmack hätte es aber viel mehr davon sein dürfen. Wer einen reinen Steampukroman erwartet wird hier sehr enttäuscht sein!

Die Charaktere sind gut gemalt, jeder hat seinen eigenen Kopf und man kann ihre Handlungen fast immer nachvollziehen. Nur Will bleibt mir ein Rätsel, vielleicht ändert sich das in den Folgebänden. Obwohl es sich um absolute Standart Charaktere, und auch Konstellationen, handelt hat es die Autorin doch geschafft das man als Leser mitfiebern kann.
Tessa ist super, sie hat zwar keine Kampferfahrung macht das aber durch ihre genialen Einfälle wett. Sie ist nicht hilflos und weiß sich durchzusetzen.

Der Schreibstil ist wirklich flüssig zu lesen und teilweise gibt es wirklich lustige Stellen. Gerade Wills Sprüche heitern manche Stellen wirklich auf!

• Charaktere 3
• Idee 4
• Umsetzung 4
• Spannung 4
• Stil 5
• Unterhaltung 4

4 Sterne für diesen soliden Auftakt.

Die Reihe ist die Vorgeschichte zu Mortal Instuments/Chroniken der Unterwelt und danach erschienen. Wer die Bücher lieber in der richtigen Reihenfolge liest sollte deshalb mit City of Bones beginnen. Auch wenn man dieses Buch gut ohne Vorkentnisse lesen kann!

Infos zur Reihe
Vorgeschichte: Chroniken der Unterwelt/The Mortal Instuments
Chroniken der Schattenjäger/Infernal Devices
Band 1: Clockwork Angel
Band 2: Clockwork Prince
Band 3: Clockwork Princess