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13 Januar 2018

Jens Lubbadeh - Das Neanderthal-Projekt




Klappentext
Das Prequel zum Roman „Neanderthal“
Zwölf junge Frauen werden auf ein Luxusresort eingeladen. Der Grund: sie wurden für ein geheimes Forschungsprojekt gecastet. Noch glauben alle, es gehe lediglich um eine normale Studie für einen Pharmakonzern. Doch als sie unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen eingesperrt werden, bekommen die Zwölf es mit der Angst zu tun. Denn das Projekt dauert neun Monate, und noch weiß keine von ihnen, was dabei herauskommen wird …

Heyne | eBook ISBN: 978-3-641-22357-1 60 Seiten | Prequel zu Neanderthal | 16. Oktober 2017

 Kurzmeinung
Ein sehr kurzer aber spannender Teaser zum Buch "Nenaderthal". Die kurze Geschichte macht neugierig was aus den Personen wurde. Es wird gerade soviel verraten dass man selbst noch miträtseln kann aber nicht zu viel weiß. Man begleitet eine der Teilnehmerinnen durch die Geschichte, Laura. Leider wurde sie sehr dumm und naiv dargestellt, ebenso die anderen Teilnehmerinen.

Der Stil ist flüssig zu lesen. Aber alles wird nur kurz angerissen, ein Teaser eben. Am Ende gibt es noch eine Leseprobe zum eigentlichen Buch und ich muss zugeben diese hat mich neugieriger gemacht als das Prequel selbst.

21 Mai 2017

Monika Grasl - Moskau und seine Familien




Klappentext

In Moskaus Unterwelt geht alles seinen gewohnten Gang. Die großen Familien haben die Stadt unter sich aufgeteilt und bestimmen das Tagesgeschäft. Kleine Familien müssen sich mit dem zufriedengeben, was die großen für sie übrig lassen. Es scheint unmöglich, das Machtgefüge in der Hauptstadt zu erschüttern. Bis ein Mitglied der angesehensten und mächtigsten Familie entführt und kurz darauf ermordet wird. Versucht eine der kleinen Familien einen Krieg zwischen den großen anzuzetteln, um selbst in der Hierarchie aufzusteigen? Oder will eine der etablierten Familien die aufstrebenden neuen Kriminellen nützen, um mit deren Hilfe die alleinige Macht über Moskau zu erlangen? Es entwickelt sich ein gefährlicher Machtpoker, und Moskau droht in den totalen Krieg der Unterwelt zu schlittern …


Mondschein Corona Verlag | eBook ISBN: 978-3-96068-091-8 + Taschenbuch 978-3-96068-092-5, 224 Seiten | Mafia #1 | 24. Februar 2017 | ab 16 

Meinung
Das Buch hatte ich schon mal entdeckt, es ist dann aber in der Masse der Neuerscheinungen auch schnell wieder von meinem Schirm verschwunden. Der Klappentext klang sehr interessant, ein Buch das mal von der Mafia erzählt und nicht von den Ermittlern gegen die Mafia.

Nun konnte ich das Buch doch lesen, Monika Grasl hat mir freundlicherweise ein Exemplar zu Verfügung gestellt.

Los geht es mit einem sehr spannenden aber auch brutalem Prolog, ein Mädchen wurde entführt und es sieht nicht gut für sie aus.
Dann geht es los mit den Mafiafamilien. Nach und nach lernt man die unterschiedlichen Familien  und die Machtstrukturen kennen, und es klärt sich auch um wen es sich bei dem Mädchen aus dem Prolog handelt.

Die Geschichte ist sehr spannend und gut durchdacht. Es gibt ein spannendes Komplott das man nicht sofort durchschaut. Auch die Verflechtungen und Geschichten innerhalb und unter den Familien sind sehr interessant und nicht gleich zu durchschauen. Zum Start hatte ich ein paar Schwierigkeiten den Überblick über die Protagonisten zu behalten, das wird aber schnell besser.
Bei der Geschichte begleitet man immer wieder unterschiedliche Mitglieder der "Familien", diese bilden die Mafia, würden sich aber nie so nennen. Auch den ein oder anderen korrupten Ermittler trifft man.

Das Buch ist sehr schnell und gut zu lesen und durch die konstante Spannung will man auch gar nicht aufhören zu lesen.
Warnen möchte ich trotzdem, die Mafia geht brutal vor, es gibt Schießereien und es wird nichts beschönigt. Könnte für zartbesaitete Leser etwas zu viel sein.

4 Sterne. Ein sehr spannender und actionreicher Mafiathriller. Kann ich nur weiterempfehlen, vor allem für Fans von Mafiageschichten und Thrillerfans die mal etwas anderes lesen wollen als normale Ermittlungsarbeiten.


Die Reihe 
Mafia
1: Moskau und seine Familien
2: Finstere Ölgeschäfte
3: Letze Entscheidung: Sankt Petersburg

10 Mai 2017

M. M. Vogltanz - Opferreigen




Klappentext
Wien. Ein scheiternder Schriftsteller und seine lebensverdrossene Tochter, gesichtslose Tänzerinnen und ein skrupelloser Puppenspieler – Zutaten, die für weit mehr als einen einzigen Albtraum ausreichen. Gabriel Seihndorfs erfolgreiche Zeiten sind vorbei. Seit seine Frau nicht mehr am Leben ist, sind seine Tage erfüllt von Selbstmitleid, der Unfähigkeit zu schreiben und den Streitigkeiten mit seiner pubertierenden Tochter Melissa. Erst als ein geheimnisvoller Puppenspieler die Bühne betritt, bemerkt Gabriel, dass ihn mehr mit seinem Kind verbindet als ewige Zwistigkeiten. Während Melissa in einem verlassenen Theater in der Innenstadt die Wärme sucht, die sie in ihrem Zuhause vermisst, findet Gabriel sich in einer Welt zwischen Wahn und Realität wieder.

Buchdetails
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Ohneohren | ebook ISBN:978-3-903006-84-3 + Taschenbuch (erschein im September 2017) 521 Seiten | (noch) Einzelband | 06. März 2017

Meinung
Der Klappentext verspricht eine sehr spannende Geschichte, wenn er auch nicht viel verrät. Mehr kann man aber zu dem Inhalt des Buches auch nicht sagen ohne zu sehr zu spoilern finde ich.

Die Geschichte ist wunderbar bildhaft erzählt, beim lesen war ich total versunken. Alles ist aber auch recht düster gehalten. Zudem ist allles durchweg spannend und teilweise sehr gruselig. Ab und an hatte ich beim Lesen eine Gänsehaut.
Es gibt auch Passagen da wird dem Leser eine kleine Verschnaufpause gegönnt, aber es wird dabei nicht langweilig.

Erst scheint die Geschichte recht klar zu sein und Melissas verbleib, doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen immer mehr. Bald weiß man nicht mehr was Real ist, ist überhaupt etwas real? Gibt es diesen Puppenspieler nun oder nicht? Was ist mit Melissa und Gabriel denn nun wirklich los? Erklärungsmöglichkeiten zur Geschichte gibt es einige und es bleibt dem Leser überlassen was man nun glauben möchte und was nicht.

Die Geschichte dreht sich großteils um Gabriel aber auch von Melissa wird erzählt. Die beiden sind sehr vielschichtig gezeichnet und vor allem Gabriel ist ein klasse Protagonist. Er wirkt so normal und man fühlt mit ihm mit. Doch irgendwann weiß man nicht mehr ob man ihn nun mag oder einfach nur den Kopf über sein Verhalten schütteln soll. Man muss ihn auch nicht mögen, die Geschichte funktioniert trotzdem.

Ein sehr gelungener Thriller mit ein bisschen mytischen Einschlag. Spannend, rasant, gruselig und viel Stoff zum mitfiebern!

Vielen Dank an den Verlag Ohneohren und an Melanie Vogltanz für das Rezensionsexemplar und die tolle Leserunde!

27 Dezember 2016

Royce Scott Buckingham - Kaltgestellt





Inhalt
Stu Stark ist ein sehr erfolgreicher Staatsanwalt. Doch dann übernimmt er sich und verliert den wichtigsten Fall seiner Karriere. Die daraufhin beendet ist. Mit einem alten Bekannten gründet er nun einen kleine eigene Kanzlei und versucht sich damit wieder zu rehabilitieren. Doch sein Partner ist der Meinung Stu müsste mal raus aus seinem Leben und schlägt eine Woche Urlaub in Alaska vor. Stu geht hin, doch der Urlaub entpuppt sich als Albtraum.


Blanvalet | eBook + Taschenbuch 448 Seiten | Impasse, übersetzt von Wulf Bergner | Einzelband | 19. September 2016 

Meinung
Der Klappentext klang sehr vielversprechend, also wollte ich das Buch lesen.

Der Start ist etwas gewöhnungsbedürftig, Royce Buckingham hat einen sehr nüchternen Stil. Und seine Charaktere sind wirklich seltsam. Teilweise auch sehr kaputt. Durch diesen Stil und die Art wie die Geschichte erzählt wird ist man mehr stiller Beobachter. Wirklich mit fiebern mit den Charakteren konnte ich nicht.

Die Geschichte startet spannend. Leider wird sehr schnell klar was los ist. Also dem Leser wird es klar. Stu braucht sehr lange um zu verstehen was eigentlich passiert ist und erst gegen Ende des Buches wird er dann auch mal aktiv und deckt dann auf was passiert ist. Eigentlich habe ich nur weiter gelesen um zu wissen ob Stu überhaupt mal was macht und wie er das alles lösen würde. Seine Lösung war etwas seltsam aber passte sehr zum Buch.

Leider war auch seine Frau Kathrine ein seltsamer Charakter. Sie ist verwöhnt, zickig und leider auch teilweise sehr manipulierbar und dumm.

Das Buch wird als Thriller kategorisiert, durch den nüchternen Stil wirkt das Buch aber oft wie ein Sachbuch und teilweise liest es sich wie ein schlechter Porno. Ich hatte ja gehofft, dass in den verschneiten Wäldern Alaskas ein bisschen spannende Stimmung entsteht. Aber auch das gab es nicht. Royce Buckingham verzichtet auf sehr viele Beschreibungen und schildert nur das wichtigste. Dadurch entsteht auch keine wirkliche Atmosphäre. Alles dümpelt so ein bisschen vor sich hin. Selbst eine Begegnung mit einem Grizzlybär ist so sachlich geschildert, das die ganze Situation fast harmlos wirkte. Schade.

2,5 Sterne. Ein guter Ansatz der mich leider nicht überzeugen konnte. Wer Geschichten mag die sachlich und distanziert erzählt sind wird mit diesem Thriller sicher mehr Freude haben als ich.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den blanvalet Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

10 Dezember 2016

Martin Krist - Kalte Haut





Klappentext
Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor: Babicz hatte in den USA bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der „Knochenmann“ nun zurück?



Midnight by Ullstein | eBook 560 Seiten | Einzelband | Januar 2015

Meinung
Mein erstes Buch von Martin Krist, nachdem ich schon sehr viel Gutes über den Autor und seine Bücher gehört habe waren die Erwartungen natürlich sehr hoch.

In diesem Buch erwartet den Leser eine neue Ermittlerin. Bekannt sind wohl die Paul Kalkbrenner Thriller, ich weiß aber nicht wann Sera Muth in dieser Reihe dann auftaucht.

Der Start ins Buch war sehr gelungen, es gibt einen Zeitungsartikel und dann ist bei Herrn Babicz und begleitet ihn bei der Gefangennahme eines Serienkillers. Dann geht es zurück nach Deutschland. Man lernt man nach und nach viele Charaktere kennen. Das irgendwie eine Verbindung zwischen den Charakteren besteht kann man sich absolut nicht vorstellen und es war sehr gelungen wie Martin Krist alles aufgelöst hat. Bei diesem Thriller liegt aber der Fokus auch mehr auf den Charakteren und weniger auf den Ermittlungsarbeiten. Man erfährt viel persönliches über Ermittler, Opfer und andere Beteiligten. Vor allem von Ermittlerin Sera Muth erfährt man recht viel auch über ihre Familie. Der Zwiespalt in dem sie steckt ist authentisch beschrieben Bis die Geschichte dann wirklich ins Rollen kommt dauert es etwas. Spannend und auch sehr erschütternd war der Bezug zu immer noch aktuellen Themen.

Der Fall ist spannend und es werden viele falsche Fährten gelegt. Leider hatte ich recht schnell eine Ahnung wer der Mörder ist. Oft kam die Theorie ins wackeln aber am Schluss hatte ich doch recht. Das stört mich aber nicht, der Weg zur Lösung war sehr gut gemacht.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Man fliegt durch die Seiten und kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Man ist als Leser plötzlich mitten in Berlin und unterwegs mit den Ermittlern.

4,4 Sterne. Ein wirklich gelungener und komplexer Thriller. Ich kann dieses Buch jedem Thrillerfan empfehlen.

12 Oktober 2016

Arthur Gordon Wolf - Kalliope




Inhalt
Markus Reuther ist Krimi-Autor aus Wuppertal. Sein erstes Buch ist veröffentlicht doch mit seinem aktuellen Roma hat er zu kämpfen. Nichts geht voran und seine Protagonistin weigert sich plötzlich, mit ihm zu 'sprechen'. Wie er dieses Problem in den Griff bekommen soll weiß er nicht. Vielleicht fehlt einfach nur der Druck? Bei einer Party erzählt er einer Zufallsbekanntschaft von seinen Problemen. Und ab da erhält sein Leben eine radikale Wendung. Zunächst wirkt alles völlig harmlos, doch schon bald hat Reuther nicht nur Probleme mit seiner Geschichte, er wird auch von seiner Muse verfolgt die nicht locker lässt! "Schreibe immer! Tag und Nacht. Und fürchte den Zorn der Götter!"
KALLIOPE ist ein Thriller über die geheimnisvollen Mechanismen des Schreibens, über fiktive Menschen, die plötzlich zum Leben erwachen, über den schmalen Grat zwischen Wirklichkeit und Imagination.(Zitat Klappentext)

Buchdetails
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Luzifer Verlag | eBook ISBN, 978-3-95835-177-6 + Taschenbuch ISBN: 978-3-95835-176-9 385 Seiten | Eizelband | 06. September 2016

Meinung
Was für ein Buch! Der Klappentext macht schon recht neugierig, verspricht aber sehr viel weniger als man dann bekommt. Das passiert ja selten.

Los geht es schon recht spannend, dem einen oder anderen Leser dürfte das erste Kapitel vielleicht auch ein bisschen bekannt vor kommen. Man begleitet Nora, die Protagonistin die in der Geschichte von Krimi-Autor Markus Reuther die Hauptrolle spielt. Ein Krimi im Krimi sozusagen. Dann lernt man auch schon Herrn Reuther kennen, der Krimi-Autor um den sich dieses Buch dreht. Er hat das Glück finanziell unabhängig zu sein und widmet sich nun dem Schreiben von Geschichten. Leider klappt das nicht immer so, vor allem das Nora nicht so recht das machen will was er sich vorgestellt hat und die Noras Geschichte somit auch nicht vom Fleck kommt. Es war interessant Reuther auf seinem Weg zum Buch zu begleiten und auch in seinem Leben, denn nicht nur das Buch und Nora spielen eine Rolle. Er sieht seltsame Gestalten und schon bald wird er von seiner Muse verfolgt. Wo sie herkommt? Was eigentlich genau los ist? Wer steckt den eigentlich hinter dieser Muse? Alles Fragen die sich während dem Lesen stellen und es macht wirklich Spaß die einzelnen Puzzleteile zusammen zu setzen und mitzurätseln. Es ist spannend wie sehr die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt.

Der Start ist noch recht ruhig, dann wird das Buch aber immer rasanter und teilweise auch blutig.
Das Ende der Geschichte ist sehr gut und bietet viel Raum zum nachdenken und für Interpretationen. Das Buch erlebt man ausschließlich aus der Sicht von Markus Reuther. Entweder erzählt er selbst, oder ein auktorialer Erzähler ist an der Reihe. Ich mochte die Mischung sehr, das trägt viel zur Atmosphäre bei und dadurch wirkt Reuther auch realer.

Markus Reuther als Charakter war mir nicht immer sympathisch. Grade am Anfang jammert er mir ein bisschen zu viel. Seine Einstellung und Meinung zu manchen Themen teile ich nicht immmer, aber ein Charakter muss nicht perfekt sein. Ich liebe es wenn es Ecken und Kanten gibt und man nicht immer mit allem einverstanden ist als Leser. Und in die Geschichte passt Reuther perfekt.
Es gibt auch noch seinen Kumpel Schotti, er hat einige Auftritte und war ein interessanter Begleiter.

Ein toller Thriller den ich allen Fans von komplexen und gut durchdachten Geschichten empfehlen kann. Der Miträtselfaktor ist ein zusätzlicher Pluspunkt.

Weitere Bücher des Autors auf meinem Blog

10 September 2016

Nika S. Daveron - Trinity. Prelude





Inhalt
Zur Zeit des kalten Krieges. Der KGB und die CIA arbeiten im geheimen und vor allem gegeneinander. Zinaida wächst in dieser Zeit in einem Waisenhaus auf, bis sie von Alexej adoptiert wird und zur KGB Agentin ausgebildet wird. Sie gehört zu den Top-Agentinen. Doch als sie dann auf dem CIA-Agenten Gene Turner trifft ändert sich vieles. Er hat Informationen über Zinaida Mutter und über eine geheimes Projekt in das Zinaida unwissentlich verwickelt ist. Bald kann Zinaida niemandem mehr trauen, wer weiß etwas? Wer ist Freund und wer Feind? Und vor allem: Wer ist Zinaida?

Luzifer Verlag | eBook 120 Seiten |Trinity #1 | 04. Juli 201

Meinung
Agententhriller sind immer so eine Sache, entweder sind sie wirklich gut oder voller Klischees und vorhersehbar. Auf jeden Fall erwartet man als Leser irgendwie bekannte leichte Kost mit einer Portion Action.
Trinity - Prelude gehört zur Sorte der wirklich guten Agententhriller und überrascht vor allem dadurch, das sehr wenige Klischees aufgegriffen werden!

Im Prolog lernt man Roza kennen, die in Kuba einen wichtigen Auftrag hat. Kurz lernt mal also Zinaidas Mutter kennen bevor man ein paar Jahre weiter springt. Zinaida ist eine Waise und wird von Alexej adoptiert, der sie zum KGB bringt und sie zu einer Agentin macht. Ich mochte Zinaida, sie kann auf sich aufpassen. Ab und an handelt sie etwas unüberlegt und impulsiv, fängt aber auch an das System zu hinterfragen. Sie wirkt einfach echt, sie macht Fehler und ist nicht perfekt.
Die Geschichte ist durchweg spannend und sehr rasant. Man versucht Geheimnisse zu lüften und ist immer wieder erstaune wer denn alles irgendwie in dieses Projekt Trinity verwickelt ist. Auch wenn noch nicht klar ist was es mit diesem Projekt auf sich hat. Es gibt sehr viele Fragen und kaum eine wird beantwortet. Viel Stoff also für die Fortsetzungen die hoffentlich bald erscheinen werden.

Trinity - Prelude ist recht kurz und lässt sich wirklich schnell und gut lesen. Nika S. Daveron hat einen tollen Schreibstil. Die Geschichte wird nicht nur einfach erzählt, man ist mitten drin und ab und an wird auch mit einigem Augenzwinkern erzählt.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Logik 5
• Atmosphäre  4
• Spannung  5
• Tiefe 3
• Originalität 4
• Schreibstil 4
• Unterhaltung 5

4,2 Sterne. Ein wirklich toller Einstieg. Ich hoffe auf mehr!

26 August 2016

Carmen Capiti - Maschinenwahn



Inhalt
Zürich der Zukunft. Sam führt eine illegale Arztpraxis. Er modifiziert Menschen auf Wunsch mit Cyberprothesen. Eines Tages landet eine betäubte Frau auf seinem Tisch, die einige Modifikationen vor sich hat. Doch während der OP erwacht die Frau und schafft es zu fliehen! Nicht gut für Sam, den sein Auftraggeber will die Entflohene um jeden Preis wieder zurück. Und Sam hat nicht viel Zeit sie zu finden, sonst wird auch er sterben. Eine nervenaufreibende Suche beginnt.
Buchdetails
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books2read (Ein Imprint von HarperCollins) | eBook ISBN: 9783733785734 + Taschenbuch 168 Seiten | Maschinentrilogie #1| 15. Juni 2016 
Meinung
Ich muss eigentlich nur den Carmen Capiti lesen und will das Buch auch schon lesen, bis jetzt hat mich die Autorin immer überzeugt. Und auch Maschinenwahn klang spannend und interessant. Es spielt in der Zukunft und wird unter Cyberpunk und Thriller eingeordnet, da bin ich sofort am Start!

Man steigt schnell ein, Sam bekommt gleich am Anfang seinen Auftrag und es geht los. Man merkt beim Lesen das Carmen Capiti sich viele Gedanken für das Buch gemacht und und einiges recherchiert hat. Die medizinischen Eingriffe sind wirklich gut beschrieben und wirken echt. Alles passt und es gibt keine Logikfehler.
Das man sich in der Zukunft befindet ist sofort klar, auch wenn es nirgends explizit erwähnt wird. Ich mochte diese Version der Zukunft sehr und auch die Art der Cyborgs und  Androiden. Gut gefallen hat mir auch das hier Modifikationen an Menschen illegal sind. Cyberprothesen ja, aber nur wenn es nötig ist. Einfach so modifizieren ist verboten. Auch bei den Medikamenten gibt es noch Gesetzte die versuchen die Menschen zu schützen.

Sam als Charakter war toll. Er ist immer so pragmatisch und versucht einfach das Beste aus der Situation zu machen. Er wird nicht über nach zum Superhelden, sondern bleibt ganz normal. Er entwickelt sich im Laufe der Geschichte aber und macht sich einige Gedanken. Die anderen Charaktere blieben leider etwas unnahbar und auch blass.

Das Ende geht dann recht schnell. Ein bisschen mehr Details hätte ich mir hier gewünscht. Aber das letzte Kapitel lässt die Möglichkeit einer Fortsetzung offen und ich hoffe sehr das es diese geben wird. Sam würde ich gerne noch weiter begleiten. Und leider bleibt offen was mit einer Androidin passiert ist und ich würde so gerne wissen was aus ihr wurde!

Die Geschichte ist sehr gut zu lesen und so spannend, dass sich das Buch in einem Rutsch lesen lässt. Leider ist das Buch recht kurz, aber gute Bücher sind irgendwie immer zu kurz bei mir! ;)

4,6 Sterne. Ein toller Cyberpunk-Thriller mit einem sympathischen Protagonisten! Ich kann das Buch guten Gewissens weiter empfehlen.

Vielen Dank an Carmen Capiti für das Leseexemplar und die Leserunde!

Die Reihe
Maschinen-Trilogie
1: Maschinenwahn
2: Maschinenschmerz
3:

22 Juli 2016

Mike Pace - One to go.Auf Leben und Tod





Inhalt
Tom Booker arbeitet als Anwalt bei einer sehr großen und erfolgreichen Kanzlei. Als er an einem Tag seine Tochter abholen will reicht ein Moment der Unachtsamkeit und er baut einen tödlichen Unfall. Die Opfer: Seine Tochter und deren Freundinnen! Doch er bekommt einen Deal angeboten, er kann den Unfall ungeschehen machen und seine Tochter retten. Muss dafür aber alle zwei Wochen einen Menschen töten! Wie weit wird Tom gehen für das Leben seiner Tochter?


Luzifer Verlag | eBook + Taschenbuch 400 Seiten | One to go, übersetzt von Christian Siege | Einzelband | 30. Juni 2016 | ab 16 

Meinung
An Büchern aus dem Luzifer Verlag kann ich einfach nicht vorbei gehen. Eines klingt interessanter als das andere. Und als ich den Klappentext zu "One to go" gelesen habe wollte ich das Buch gleich lesen. Zeitmangel hin oder her, hierfür hab ich mir einfach Zeit genommen. Und es hat sich gelohnt.

Der Start ist gelungen, man ist schnell in der Geschichte und der Unfall passiert recht schnell. Dann begleitet man Tom auf seinem langen Weg. Die Geschichte ist spannend und man weiß sehr lange nicht wo es überhaupt hingehen soll. Ständig passiert etwas unerwartetes und man ist nur am rätseln was denn eigentlich los ist. Warum Tom? Was ist den Real? Ich fand es wunderbar das man die ganze Zeit so im Dunkeln tappt und sehr viel mit rätseln kann! Am Ende läuft dann alles zu einem überraschenden Ende zusammen. Dieses Ende fand ich in Ordnung, ich hatte nur etwas völlig anderes erwartet.
Wer die Geschichte liest sollte Übernatürliche und teilweise einfach unerklärliche Ereignisse mögen, grade gegen Ende hin wird das wichtig. Einige Stellen waren für mich auch nicht unbedingt logisch und ein paar mehr Erklärungen hier und da hätte ich mir gewünscht.

Tom als Charakter war mir nicht sympathisch. Er ist ein A**** und hat ein Alkoholproblem. Das will er aber nicht einsehen und das macht ihn noch unsympathischer. Die Geschichte funktioniert aber trotzdem wunderbar, man muss Tom nicht mögen und fiebert trotzdem mit.
Die anderen Charaktere sind ganz gut gezeichnet, obwohl man über viele nicht allzu viel erfährt.

Das Buch liest sich wirklich schnell, viele kurze und rasante Kapitel und ein guter Schreibstil sorgen dafür das man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Teilweise sind die Formulierungen und Bezeichnungen die Tom für einige Gegenstände hat recht witzig.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung 3
• Spannung  5
• Stil 4
• Unterhaltung 5

4,1 Sterne. Ein rasanter und spannender Thriller den ich weiterempfehlen kann.

Danke an den Luzifer Verlag für das Leseexemplar und die Leserunde!

19 Juli 2016

Will Hill - Department 19. Die Mission





Inhalt
Jamie verliert sehr früh seinen Vater, der angeblich ein Staatsverräter war. Nach dem Tod des Vaters ziehen er und seine Mutter oft um und beide streiten sich oft. Doch dann wird Jamies Mutter von seltsamen Kreaturen entführt und er selbst angegriffen. Im letzten Moment wird Jamie von einem Monster gerettet, es nennt sich Frankenstein und bringt Jamie zu einer streng geheimen Regierungseinrichtung, dem Department 19. Gegründet von Abraham Van Helsing und verantwortlich für die Bekämpfung des Übernatürlichen. Und mit Hilfe des Departments will Jamie nun seine Mutter aus den Fängen der Vampire retten.


Bastei Lübbe | eBook + Tachenbuch 493 Seiten | Department Nineteen, übersetzt von Wulf Bergner | Department 19 #1 | 14. November 2014 

Meinung
Die Bücher interessieren mich schon länger. Ich mag Vampire und hier klingen sie recht gemein, was ich gut finde! Momentan gibt es 3 Teile der Reihe auf deutsch, ich hoffe die weiteren Teile werden auch übersetzt.

Die Geschichte startet mit einem Prolog, als Leser weiß man erstmal nicht viel, genauso wie Jamie. Dann geht es Jahre später weiter. Man begleitet die meiste Zeit Jamie und lernt ihn dadurch gut kennen. Am Anfang kann er einem fast ein bisschen leid tun, immer nur umziehen, keine Freunde und immer das Prügelopfer der Klasse. Schmächtig, schüchtern und neu in der Klasse macht ihn leider zum Opfer. Doch diese Rolle hat er nicht lange, als er zum Department 19 kommt ändert er sich schnell und bekommt viel Selbstvertrauen. Mir ging diese Wandlung zu schnell, vom absoluten Noob zum Ultraklasse Vampirjäger in 24 Stunden. Er nimmt alles einfach so hin und ist nicht sehr lange überrascht von seiner Situation. Ein bisschen schade. Teilweise war Jamies verhalten auch recht kindisch und er ist ein kleiner Dickkopf der nicht unbedingt viel nachdenkt.
Dann gibt es noch Frankenstein, das Monster. Es hat den Namen seines Schöpfers angenommen. Und die Vampirin Larissa. Es entwickelt sich auch eine kleine Liebesgeschichte, die irgendwie nicht so wirklich angekommen ist. Mal sehen was noch wird.

Die Geschichte ist durchweg spannend, leider teilweise auch etwas vorhersehbar. Die große Wendung am Schluss war nicht unbedingt überraschend. Allerdings weiß man wirklich lange nicht was vor sich geht und das Spekulieren hat mir Spaß gemacht. Man ist während der Geschichte nicht nur in der Gegenwart, es gibt immer wieder Rückblenden in verschiedene Jahre und man erfährt was die Gründer des Departments gemacht haben. Am Ende ergibt sich dann ein Gesamtbild. Es gibt einen spannend Showdown, der teilweise auch etwas über dramatisch war, und man bekommt Lust schnell Band 2 zu lesen.
Wie Will Hill die bekannten Geschichten mit Dracula und Frankenstein vermischt hat ist wirklich gut und interessant und bis jetzt noch schlüssig.

Gefallen haben mir die Vampire. Blutrünstig und böse und kein bisschen freundlich. So wie Vampire eben sein müssen, es gibt nur einige wenige Ausnahmen!

Die Welt und wie das Department funktioniert ist schlüssig und gefällt mir sehr gut.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Die Sätze sind auf den Punkt gebracht und trotzdem ist alles sehr bildhaft dargestellt. Nur die blutigen Szenen nicht zu sehr.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  3
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,8 Sterne. Eine gelungener Auftakt mit viel Spannung, Action,Verschwörungen und bösen Vampiren. Nur der Protagonist ist teilweise sehr kindich.
Wer gerne Bücher mit wirklich bösen Vampiren liest sollte sich die Reihe anschauen!

Die Reihe
Department 19
1: Die Mission, Department Nineteen
2: Die Wiederkerhr, The Rising
3: Das Gefecht, Battle Lines
4: Zero Hour
5: Darkest Night

06 April 2016

Russell Blake - Drake Ramsey. Das Gold der Inka




Inhalt
Durch eine unerwartete Erbschaft erfährt Drake Ramsey einiges über seinen Vater. Dieser war auf der Suche nach einem verlorenen Inka Schatz, der in den Ruinen der sagenumwobenen Stadt Paitit liegen soll. Doch leider hat sein Vater die Suche nicht überlebt, da nicht nur er auf der Suche war. Drake erhält die alten Aufzeichnungen seines Vaters und seine Neugier ist geweckt. Zusammen mit einem alten Gefährten seines Vaters und dessen Tochter macht er sich auf in den Dschungel um die verlorene Stadt zu finden. Doch auch die CIA und der russische Geheimdienst sind hinter ihm her. Ein spannender Wettlauf durch den Dschungel beginnt.


Luzifer Verlag | eBook ISBN: ISBN: 978-3-95835-119-6 + Taschenbuch ISBN: 978-3-95835-118-9 364 Seiten | Ramsey's Gold, übersetzt von Kalle Max Hofmann | Drake Ramsey #1 | 29. Februar 2016

Meinung
Das Buch verspricht eine Abenteuerroman a la Indiana Jones und der Autor steht für Action, klingt also vielversprechend.

Die Geschichte startet gleich mit einem spannenden Prolog. Dann ist man auch schon mit Drake mitten drin und begleitet ihn erstmal bei seinem aktuellen Job, Kautionsflüchtlinge zu fangen. Schnell kommt dann auch schon das unerwartete Erbe und Drake macht sich auf die Suche nach alten Gefährten seines Vaters. Ich fand es toll das Drake nicht gleich losrennt und Hals über Kopf ein Abenteuer startet. Er braucht Bedenkzeit und muss die neue Situation auch erstmal verarbeiten. Und bevor es in den Dschungel geht lernt Drake erstmal grundlegende Überlebenstechniken und den Umgang mit Waffen. Die Geschichte ist hier mehr auf eine realistische Darstellung bedacht und auf Action ausgelegt. Weniger Abenteuer und verzwickte Rätsel. Wer also einen zweiten Indiana Jones erwartet wird eher enttäuscht sein.
Wer gerne actionreiche Geschichten liest die auch realistisch wirken ist mit diesem Buch gut beraten.

Die Charaktere sind interessant und Drake ist vielschichtig. Auch seine Begleiter lernt man ein bisschen kennen, wobei ich mir hier ein bisschen mehr tiefe gewünscht hätte. Jacke und Allie bleiben recht Oberflächlich obwohl sie fast die ganze Zeit dabei sind.
Was genau die CIA und die beiden vom russischen Geheimdienst Vorhaben ist nie so ganz klar. Es ist auch nicht unbedingt wichtig, wichtig ist nur das sie Drake und seinem Team dicht auf den Fersen sind.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, teilweise sehr bildhaft. Vor allem mochte ich die Darstellung des Dschungels.

• Charaktere 4
• Idee 3
• Umsetzung  4
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,8 Sterne. Eine Leseempfehlung von Fans von actionreichen und realistischen Schatzsuchen.



Die Reihe
Drake Ramsey
Band 1: Das Gold der Inka, Ramsey's Gold
Band 2: Der Smaragd-Buddha, Emerald Buddha
Band 3: The Goddess Legacy

25 März 2016

Angela Planert - Fragwürdige Identität Teil 3





Klappentext
Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit seinem Vater gelingt es Nicolás endlich Santa Marta zu verlassen. In Cartagena findet er einen Job als Türsteher in einer Bar. Auf der Suche nach einer anspruchsvollen Arbeit in der Chemiebranche trifft er auf einen Unbekannten, der ihn zu kennen glaubt, nur spricht er ihn mit falschen Namen an, was bei Nicolás zu großer Verwirrung führt. Genau zu diesem Zeitpunkt taucht sein Onkel Diego bei ihm auf und bittet ihn zurückzukommen, um die Geschäfte seines ermordeten Vaters zu übernehmen. Erst nach einem Besuch in Barranquilla scheint Nicolás endlich dem Geheimnis seiner echten Vergangenheit auf die Spur zu kommen…


Selbstverlag | eBook 131 Seiten | Fragwürdige Identiät #3 | 26. Juni 2015
Meinung
Fast nahtlos geht die Geschichte in Band 3 weiter. Die Ereignisse am Ende von Band 2 werden scheinbar geklärt, auch wenn keiner dieser Erklärung glaubt und man vom schlimmsten ausgeht.
Leider war die Geschichte nach dem spannenden Start dann etwas zäh, ich hatte das Gefühl ständig das gleiche zu lesen und es ging nicht vorran. Das wurde aber zum Glück besser und die Handlung ging flott weiter und die Spannung war wieder da. Die Spannung hält sich auch bis zum Ende, und immer wenn man denkt dass es nun vorbei ist und endlich Ruhe einkehren kann passiert der nächste Knaller!
Alles wurde am Ende sinnvoll aufgelöst und trotz ein paar trauriger Momente ist man am Schluss doch glücklich und zufrieden.

Die Charaktere entwickeln sich noch, vor allem Nicolás. Auch sein ganzes Verhalten fand ich sehr realistisch und nachvollziehbar, er entdeckt das seine Identität eine Lüge ist, hat aber keine Ahnung wer er nun wirklich ist. Das man da nicht unbedingt ruhig bleiben kann ist völlig klar. Auch die anderen Charaktere verhalten sich sehr nachvollziehbar.

Auch dieses Buch ist sehr flüssig und schnell zu lesen.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  3
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,8 Sterne. Ein spannender Thriller mit viel Action und Spannung.
Ich würde empfehlen "Identität?" vor dieser Reihe zu lesen, da vor allem in Band 3 doch einige Rückblicke kommen.

19 März 2016

Jeanne C. Stein - Dunkle Küsse





Inhalt
Anna Strong ist erfolgreiche Kopfgeldjägerin, hat aber ein großes Geheimnis. Sie ist auch ein Vampir. Und sie fängt nicht nur Kautionsflüchtlinge ein, sie kämpft auch gegen Vampire und andere Wesen die die Menschheit bedrohen. Doch so ganz kommt sie mit ihrem neuen Leben noch nicht klar und immer wieder hat sie auch mit sich selbst zu kämpfen.


Knaur | eBook 400 Seiten | The Watcher, übersetzt von Katharina Volk | Anna Strong Chronicles #3 | 1. April 2009

Meinung
Das Buch habe ich bei skoobe entdeckt und sofort mit dem lesen begonnen. Ich hab erst dann festgestellt dass es sich um Band 3 einer Reihe handelt. Der Einstieg war dementsprechend etwas seltsam, da vieles einfach schon erklärt wurde. Es tauchen viele Namen auf von denen nur die Hälfte sofort erklärt wird. Trotzdem kann man das Buch auch lesen ohne die Vorgänger zu kennen.

Die Story ist sehr rasant und voller Action. Anna kommt vom Regen in die Traufe und hat es nicht nur mit einem Drogenboss und einem Auftragskiller zu tun, auch ein mächtiger und böser Hexenzirkel macht ihr das Leben schwer. Und nicht nur sie hat es nicht leicht, ihr Freund Max steckt ebenfalls bis zum Hals in Problemen und auch ihr Kumpel Culebra, ein Gestaltwandler.
Es gibt viele Figuren und die Spannung bleibt konstant aufrecht. Die Story fand ich gut und, trotzdem ich die ersten beiden Bände nicht kenne, nachvollziehbar.
Das tolle ist, dass diese Geschichte in sich abgeschlossen ist und auch als Einzelband gelesen werden kann.
Viel zur Welt der Vampire erfährt man nicht unbedingt, es scheint aber auch noch vieles zu geben das Anna lernen muss, immerhin ist sei ein Neuling als Vampir und hat selbst noch nicht so den klaren Überblick was los ist.

Anna ist eine taffe Frau, die schon einiges durchgemacht hat und nun immer wieder gegen den Blutdurst und das Tier in ihr zu kämpfen hat. Ab und an war sie mir aber auch einfach zu Dickköpfig und Impulsiv. Sie handelt erst und denkt dann ein bisschen nach, oder auch nicht und macht einfach weiter.
Die anderen Charaktere bleiben ziemlich blass.

Die Geschichte spielt in Kalifornien und Mexico. Die Umgebung ist wirklich gut beschrieben und ich war mittendrin.

• Charaktere 4
• Idee 3
• Umsetzung 4
• Spannung 4
• Stil 4
• Unterhaltung 4

3,8 Sterne. Ein Actionbuch mit Vampiren. Für Fans zu empfehlen.

Die Reihe
Anna Strong Chronicles
Die Reihe wurde bisher nur bis Band 6 übersetzt
Band 1: Verführung der Nacht, The Becoming
Band 2: Lockruf des Blutes, Blood Drive
Band 3: Dunkle Küsse, The Watcher
Band 4: Der Kuss der Vampirin, Legacy
Band 5: Blutrotes Verlangen, Retribution
Band 6: Gesetzt der Nacht, Chosen
Band 7: Crossroads
Band 8: Hunted 
Band 9: Blood Bond

06 Januar 2016

Felix A. Münter - Lincoln County Lockdown





Inhalt
Ein Konvoy des Rüstungskonzern "Leal Industries" ist auf einer geheimen Mission unterwegs durch das Land. Aus Zeitgründen fahren sie einfach weiter, auch als ein großen Unwetter aufzieht. Es kommt zum Unfall durch einen Erdrutsch und die gefährliche Fracht bricht aus. Im sonst so beschaulichen Lincoln County ist von jetzt auf gleich die Hölle los, Regierungstruppen tauchen auf und riegeln alles ab. Doch niemand ahnt wie gefährlich die Fracht des LKWs wirklich war


Mantikore Verlag | eBook + Taschenbuch 360 Seiten | Einzelband | 30. Juli 2015 | ab 16 

Meinung
Die Geschichte beginnt gleich spannend mit einem Zug von Sattelschleppern der im strömenden Regen einen Unfall hat. Dabei gehen die Container kaputt und irgendetwas bricht aus diesen Containern aus. Was genau es ist bleibt lange offen und bis fast zum Schluss kann man als Leser zusammen mit den Protagonisten spekulieren was da denn nun sein Unwesen treibt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, in jedem Kapitel begleitet man jemand anderen und springt von Ereignis zu Ereignis. Durch die relativ kurzen Kapitel steigt die Spannung und das Tempo des Buches ist wirklich rasant, fast wie in einem Actionfilm. An sich ist die Geschichte eine Mischung aus bekannten Komponenten, bietet aber gute Unterhaltung und viel Spannung. Am Ende ergibt sich dann ein Gesamtbild und auch die Charaktere verstehen dann endlich was denn los ist. Zu viel will ich gar nicht verraten, lest einfach selbst! Einzig das Ende ging mir etwas zu schnell und war auch recht offen. Ich mag es mehr wenn es am Ende noch ein paar Infos mehr gibt.

Die Charaktere waren mir lange fremd, erst mit der Hälfte des Buches habe ich einen Zugang zu ihnen bekommen, besonders gefallen hat mir Cassy. Sie ist Sheriff im County und sorgt für Recht und Ordnung. Dabei werden ihr aber immer wieder Steine in den Weg gelegt, und als das Chaos nach dem Unfall ausbricht schlägt sie sich wacker, auch wenn sie kaum eine Ahnung hat von dem was vor sich geht. Ihr Deputy Moses steht ihr zur Seite und vertraut ihr.
Auch die anderen Charaktere waren interessant, jeder hat so seine Ecken und Kanten aber leider wurde ich mit keinem so wirklich warm.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  4
• Spannung  5
• Stil 4
• Unterhaltung 4

4,1 Sterne. Wer gerne actiongeladene Thriller liest ist mit diesem Buch richtig beraten.

Vielen Dank an den Mantikore Verlag und an Felx A. Münter für das Leseexemplar und die tolle Leserunde!

30 Dezember 2015

Reinhard Kleindl - Du siehst ihn nicht





Inhalt
Ein Gruppe von Schauspielern mietet sich eine einsame Hütte im griechischen Hinterland mitten im Nirgendwo. Dort will die Gruppe in aller Ruhe ein Theaterstück proben. Doch die Hütte entpuppt sich als Baracke und nicht als Ferienhütte. Verschimmelte Matratzen und ein allgemein sehr heruntergekommene Hütte drücken die Stimmung ziemlich. Auch die Proben verlaufen nicht gut, Thomas der sich das Projekt ausgedacht hat bringt alle mit seinem Perfektionismus zur Weißglut. Und dann verschwindet noch ein Mitglied der Truppe spurlos! Dann versetzt eine geheimnisvolle Botschaft die Freunde ganz in Panik. 'Einer von euch wird überleben.', ein einfacher Zettel und der Horror beginnt. Werden sie beobachtet? Und kann die Truppe der Hütte entkommen?


Haymon Verlag | eBook 88 Seiten | Einzelband | 10. Dezember 2015 | ab 16 

Meinung
Das Buch habe ich beim stöbern bei skoobe entdeckt. Es klang spannend und schon war es auch auf meinem Tablet.

Die Geschichte ist mit ihren 88 Seiten wirklich kurz, eigentlich mag ich Kurzgeschichten sehr gerne aber diese hier konnte mich leider nicht ganz überzeugen.

Die Charaktere waren einfach nur Namen für mich, es gab kaum Erklärungen zu ihnen. Klar kann man bei einer Kurzgeschichte nicht erwarten das Seitenweise von jedem die Vergangenheit geschildert wird, braucht es auch gar nicht. Aber eine grobe Vorstellung der Charaktere wünsche ich mir trotzdem, ich hatte kein Bild von ihnen vor Augen nur die Namen. Es hätte auch einfach Person A, Person B und Person C heißen können. Mir blieben alle echt fremd und es war mir auch sehr egal was mit ihnen passiert.
Das Verhalten der Gruppe war teilweise nachvollziehbar, man ist in einer baufälligen Hütte und scheinbar schleicht ein Mörder ums Haus der alle töten will. Wer könnte da einen klaren Kopf bewahren?

Die Geschichte war für mich auch eher verwirrend. Teilweise wird zwischen den Protagonisten wild hin und her gesprungen ohne einen guten Übergang. Wie schon gesagt waren mir die Charaktere herzlich egal, aber ich wollte einfach wissen was denn los ist. In der Hütte passieren seltsame Dinge, nachts schleicht irgendwas durchs Haus und es riecht immer mal wieder nach Lösemitteln. Einer der Gruppe verschwindet spurlos und dann findet ein anderer ein totes Pferd. Wo kommt es her? Was geht vor sich? Nur um das rauszufinden habe ich die Geschichte zu Ende gelesen, was die Geschichte an sich ja wieder gut macht. Leider habe ich zwischendurch dann gar nichts mehr verstanden und es wurde sehr verstörend. Auch das Ende hat mich sehr verwirrt zurück gelassen. Ich denke immer noch darüber nach was der Mörder eigentlich war und was er wollte. Für einen Psychothriller ist das wirklich gelungen.

Mit dem Schreibstil wurde ich auch nicht warm. Reinhard Kleindl schreibt sehr kurze Sätze und verzichtet auf viele Beschreibungen. Teilweise wirkte die Geschichte mehr wie kurze Notizen auf mich oder auch ein Drehbuch. Keine wirklich fließend zu lesende Geschichte.

• Charaktere 2
• Idee 3
• Umsetzung  3
• Spannung  4
• Stil 3
• Unterhaltung 4

3,2 Sterne. Wer Kurzgeschichten mag die spannend und teilweise verstörend sind aber keinen wirklichen Bezug zu den Protagonisten aufbauen sollte sich "Du siehst ihn nicht" anschauen.

09 Dezember 2015

Nadine Erdmann - Evil Intentions




Inhalt
Die spannenden Sommerferien sind vorbei und Jemma, Jamie, Zack und Will gehen wieder in die Schule, zusammen mit Ned. Auch wenn er noch Angst hat das sein Geheimnis irgendwie gelüftet wird traut er sich doch endlich in die Öffentlichkeit. Er trifft Charlie, Jemmas beste Freundin, die seltsame Gefühle in ihm weckt. Nicht nur Ned hat zu kämpfen, auch Zack. Seine Eltern sind zurück aus New York aber wirklich freuen darüber kann sich keiner.
Als wäre nicht schon genug los in der Truppe tauchen auch noch finstere Typen auf und plötzlich schweben alle in großer Gefahr!


Selbstverlag | eBook 245 Seiten | Fateful Future/Cyberworld #3 | 31. Oktober 2015 

Meinung
Das dritte Abenteuer von Jemma und ihren Freunden und glücklicherweise nicht das letzte :)

Nadine Erdmann liefert hier wieder einen typischen Fateful Future Teil ab, es geht um Freundschaft, das Erwachsenwerden und es wird wieder ein Kriminalfall gelöst. Was fehlt ist das CyberGame, was dem Buch aber keinen Abbruch tut, die Geschichte ist auch so spannend genug!

Wie schon in den beiden ersten Bänden finde ich es einfach klasse wie die Autorin hier die Freundschaft der Jugendlichen hervorhebt. Trotz Streitereien, die es wohl bei jedem Mal gibt, halten die Freunde zueinander und sind füreinander da. Die Charaktere reden miteinander und helfen sich, das ist toll.
Die Geschichte startet ganz gemächlich mit dem Alltag der Truppe. Ned entdeckt Gefühle und versucht mit seinem neuen Leben klar zu kommen und seine Freunde versuchen ihm zu helfen. Doch bevor das Buch sich zu sehr um die Gefühlswelt und das verliebt sein der Charaktere dreht kommt eine spannende Wendung und das Buch lässt einen kaum zu Atem kommen. Ich hatte wirklich Herzklopfen und leichte Angstzustände beim lesen. Ich konnte mit den Charakteren mit fiebern. Nicht nur wegen der tollen und authentischen Charaktere liebe ich diese Reihe.
Die Autorin verarbeitet auch eine Menge Themen, die für ein Jugendbuch nicht alltäglich sind. Es gibt viele Punkte die zum nachdenken anregen und trotzdem ist man gut unterhalten.

Charlie, die "Neue" in der Truppe ist wunderbar und passt einfach sehr in die Clique. Sie ist nett, cool und schert sich so gar nicht darum was andere sagen oder was gerade Mode ist. Ich mochte sie sehr. Auch die anderen Charaktere sind wieder sehr authentisch und liebenswert. Mit jedem Band entwickeln sich die Charaktere und bekommen mehr Tiefgang und wachsen mir mehr und mehr ans Herz.
Auf Band 4 freue ich mich sehr, auch wenn es wohl der letzte Band der Reihe sein wird.

• Charaktere 5
• Idee 4
• Umsetzung  5
• Spannung  5
• Stil 5
• Unterhaltung 5

4,8 Sterne. Eine sehr spannende und gelungene Fortsetzung. Jeder der gerne Thriller und Jugendbücher liest sollte diese Reihe wirklich anschauen!

Die Reihe
Fateful Future
Cyberworld

13 November 2015

Daphne Niko - Der zehnte Heilige





Inhalt
Die Archäologin Sarah Weston stößt in den Bergen des alten äthiopischen Königreiches von Aksum auf eine geheimnisvolle versigelte Höhle. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine Grabkammer des bis dahin unbekannten Zehnten Heiligen handelt. In der Grabkammer befinden sich Inschriften in einem seltsamen Dialekt. Als Sarah und ihr Kollege sich an eine Übersetzung machen stoßen sie auf eine tödliche Prophezeiung. Um das Rätsel zu lösen reist Sarah um die halbe Welt, von Äthiopien und unterirdischen Bibliotheken nach Paris und sogar Texas. Nicht nur sie will die Prophezeiung entschlüsseln, ein mächtiger Gegner setzt alles daran um das Bekanntwerden der Prophezeiung zu verhindern und Sarah und Daniel schweben in großer Gefahr.


Luzifer Verlag | eBook + Taschenbuch 400 Seiten | The Tenth Saint übersetzt von Madeleine Seither | Sarah Weston #1 | 30. November 2015 
Meinung
Der Klappentext klang sehr vielversprechend, irgendwie nach einer Mischung aus Indiana Jones und Tomb Raider und ich musste einfach lesen.

Der Start ist sehr gelungen, ein tolles erstes Kapitel macht neugierig wie es weitergeht. Dann lernt man Sarah Weston kennen, eine taffe Archäologin die endlich wegen ihrer Erfolge bekannt sein will und nicht wegen ihres Vaters. Daniel Madigan, der Kollege der an Sarahs Seite gestellt wird, ist zu Beginn recht undurchschaubar und on die beiden ein Team werden oder nicht ist oft fraglich.

Die Geschichte war durchweg spannend und sehr gut geschrieben. Ich hatte allerdings mit etwas anderem gerechnet, alten Geheimorden und vielen antiken Gräbern. Das gibt es auch, Daphne Niko vermischt die alten Gräber aber geschickt mit der Gegenwart und Zukunft und aus einem archäologischen Thriller wird bald ein sehr rasanter Wissenschaftsthriller. Die Ideen der Geschichte fand ich super, leider war die Geschichte aber auch ab und an vorhersehbar.

Erzählt wird aus zwei Perspektiven, man folgt einem Mann durch die Wüste und Sarah bei ihren Nachforschungen. Die beiden Erzählstränge verknüpfen sich dann zu einem schlüssigen Bild und nach und nach wird dem Leser klar auf was Sarah sich da nun eingelassen hat.

Die beiden Hauptcharaktere sind sehr gelungen. Sarah ist eine taffe Frau die weiß wie sie sich durchsetzen kann und ihren Prinzipien treu bleibt. Gegen Ende war ihr können dann aber fast schon übertrieben, sie konnte einfach alles. Trotzdem war sie durchweg sympathisch.
Daniel ist zuerst undurchschaubar und, wie auch Sarah, muss der Leser sich erstmal ein Bild von ihm bilden. Ich mochte Beide dann doch sehr, sie ergänzen sich super.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  4
• Spannung  5
• Stil 5
• Unterhaltung 5

4,5 Sterne, aufgrund der Vorhersehbarkeit an manchen Stellen mit der Tendenz zu 4 Sternen. 
Eine spannende und rasante Mischung aus Archäologie und Wissenschafts-Thriller der die Protagonisten quer durch die Welt führt.

Die Reihe
Sarah Weston Chronicles 
Band 1: Der Zehnte Heilige, The Tenth Saint 
Band 2: Das Rätsel des Salomon, The Riddle of Solomon 
Band 3: The Oracle

08 November 2015

Vincent Voss - Du dafst mich nicht finden





Inhalt
Lloyd, ein begeisterter Geocacher, findet eine geheimnisvolle Internetseite auf der ganz besondere Caches angeboten werden. Er erfährt das bis jetzt niemand einen Cache bergen konnte und einige auf der Suche danach verschwunden sind. Die Neugier siegt und Lloyd hinterlässt seine Telefonnummer auf der Seite.
Kurz darauf erhält er einen Anruf mit genaueren Angaben und macht sich gemeinsam mit seinen Freunden macht er sich an die Aufgabe einen ganz ungewöhnlichen Cache zu suchen, das Ziel ist eine vermisste Geocacherin! Eigentlich ein einfaches Unterfangen für die geübte Truppe, eine Suche quer durch einen Wald. Doch der Wald ist dichter als erwartet und bald stellt die Truppe fest, dass sie die gejagten sind.

Bastei Lübbe | eBook + 111 Seiten | Einzelband | 16. Juli 2015 | ab 16
Meinung
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Ich mag Geschichten die in Wäldern spielen und es klang auch danach als könnte es unheimlich werden.
Ich wurde nicht enttäuscht!

Der Einstieg war spannend und interessant, allerdings hatte ich so meine Probleme bei den Figuren durchzublicken, das hat sich aber schnell gelegt.
Die Geschichte startet sehr schnell und sobald die Truppe im Wald ist wird es unheimlich und sehr spannend. Ich musste die Geschichte an einem Stück lesen weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Leider war das letzte Drittel dann etwas vorhersehbar und das Ende konnte mich nicht zu hundert Prozent überzeugen.

Die Atmosphäre im Wald war sehr packend und düster. Die Truppe merkt recht schnell das sie eigentlich die gejagten sind, allerdings ist nicht so klar wer oder was sie eigentlich jagt und ob alles doch Einbildung ist die von der Erschöpfung herrührt? Das Verhalten der einzelnen war wirklich sehr realistisch und nachvollziehbar und hat die Spannung noch mehr aufgebaut.

Mit den Charakteren hatte ich am Start so meinen Probleme, ich hatte kein wirkliches Bild vor Augen und auch die Verbindung zu ihnen war nicht wirklich da. Das hat sich aber schnell gelegt und ich konnte mit allen mitfiebern. Ein paar mehr Beschreibungen zu Beginn hätte ich mir trotzdem gewünscht.

Der Thriller überzeugt durch die Atmosphäre und die wirklich guten Psychospielchen die die Truppe durchlebt. Das Geocachen spielt im Mittelteil keine sehr große Rolle mehr, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gut zu lesen und rasant.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung 5
• Spannung  5
• Stil 4
• Unterhaltung 5

4,5 Sterne. Eine Leseempfehlung für alle Fans von atmosphärischen Psychothrillern.

01 November 2015

Michael Dissieux - Der Schuppen





Inhalt
Jackson lebt ein tristes und trauriges Familienleben. Seine Frau und sein Sohn meiden ihn, da er vor Jahren eine Affäre hatte die alles zerstört hat. Er erinnert sich dafür sehr gerne an seine Kindheit und einen Tag im Jahr 1986 der alles verändert hat. Und seit diesem Tag ahnt niemand welches dunkle Geheimnis er verbirgt und was er im alten Schuppen so alles anstellt.


Luzifer Verlag | eBook + Taschenbuch 280 Seiten | Einzelband | 15. Oktober 2015 | ab 16
Meinung
Es handelt sich um keinen gewöhnlichen Thriller, es gibt keine Ermittlungsarbeiten und auch keine Polizei die wirklich eine Rolle spielt. Dieser Thriller erzählt die Geschichte eines Serienmörders, wie er zu dem wurde was er ist und auch die Geschichte der Familie des Mörders.

Die Morde werden nicht ganz detailiert beschrieben, vieles wird nur angedeutet und bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Protagonisten Jackson, seiner Gefühlswelt und seinem beginnenden Niedergang. Die Geschichte erzählt Jackson und man wechselt immer von der Gegenwart zum Jahr 1968, als Jackson noch ein Unschuldiger zwölfjähriger war.

Das Buch habe ich sehr schnell verschlungen, es ist düster und faszinierend. Trotz der teilweise grausamen Ereignisse ist die Geschichte trotzdem so faszinierend das man einfach weiterlesen muss, auch wenn man eigentlich gar nicht unbedingt wissen will was als nächstes passiert. Dann vermischen sich auch noch die Realität mit der Gedankenwelt und irgendwann weiß man nichtmehr so genau was real ist und was in Jacksons Kopf passiert, auch hier bleibt wieder sehr viel Spielraum für Interpretationen und eigene Gedanken. Das Ende ist sehr gelungen und stimmig.

Dadurch dass die Geschichte von Jackson erzählt wird erhält man tiefe Einblicke in seine Gedankenwelt und kann sein Verhalten, sei es manchmal noch so unfassbar, irgendwie nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere wirken authentisch, obwohl man nur das erfährt was Jackson mit ihnen erlebt.

Ich hätte mir ab und an vielleicht ein paar Details mehr gewünscht vor allem wie Jackson es anstellt nicht erwischt zu werden, aber das ist ein wirklich kleiner Kritikpunkt der einfach meiner Neugier geschuldet ist.

Der Schreibstil von Michael Dissieux ist sehr atmosphärisch und beinhaltet viele Metaphern. Ich liebe die düstere Atmosphäre die der Autor erzeugen kann, beim Lesen hat man Gänsehaut und hält auch ab und an die Luft an um nicht gehört zu werden.

• Charaktere 5
• Idee 3
• Umsetzung 5
• Spannung  5
• Stil 5
• Unterhaltung 5

4,6 Sterne. Auf jeden Fall lesenswert für alle Fans von Thrillern die Einblicke in die Gedanken eines Mörders geben. Wer nicht gerne klassische Ermittlungsarbeit verfolgt ist mit diesem Buch auch gut beraten!

09 Oktober 2015

Vera Buck - Runa



Inhalt
Paris, 1884. Die neurologische Abteilung der Salpêtrière gehört zu den bekanntesten in ganz Frankreich. Dort führ der berühmt Arzt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch und hält auch eine viel besuchte Vorlesung darüber. Der junge Arzt Johann Hell, genannt Jori, ist extra aus der Schweiz nach Paris gekommen um seinen Doktor in der Salpêtrière zu machen, mit Charcot als Doktorvater. Nur fehlt ihm ein Thema für seine Arbeit. Als dann das geheimnisvolles Mädchen Runa in die Klinik eingeliefert wird, mit deren Verhalten keiner so wirklich zurecht kommt, wittert Jori seine Chance, er möchte als erster Mediziner den Wahnsinn aus dem Gehirn eines Patienten schneiden, bei Runa. Was aber keiner ahnt ist das Runa mehr ist als nur eine Patientin. Gleichzeitig wird Paris von seltsamen Morden erschüttert und der der ehemalige Polizeiinspektor Lecoq Versucht die Fälle auf seine ganz eigene Art zu lösen.

Limes | eBook + Hardcover 608 Seiten | Einzelband | 24. August 2015

Meinung
Der Klappentext des Buches klang nach einem spannenden Medizin-Thriller und deshalb wollte ich das Buch gerne lesen. 
Zugegeben fand ich auch das Cover einfach nur genial, ein Quecksilbertropfen in dem sich ein Mädchen spiegelt! Mal was anderes und es hat mich unheimlich neugierig gemacht!

Der Einstieg in das Buch ist nicht unbedingt einfach. Der erste Teil des Buches besteht aus vielen Beschreibungen, Fachbegriffen und Charaktervorstellung. Wer sich für Medizingeschichte interssiert und schon ein paar Vorkenntnisse hat,hat mit diesem ersten Teil sicher mehr Freude als Leser die gar keinen Vorkenntnisse haben. Viele der Fachbegriffe werden nicht erklärt und ich könnte mir vorstellen dass es ermüdend wirkt wenn man oft nachschlagen muss.
Leider blieb die Spannung für mich oftmals auf der Strecke, dafür fand ich das Buch durchweg interessant. Diese geheimnisvollen Mordfällen waren für mich leider auch nicht wirklich geheimnisvoll und ich hatte recht schnell eine Idee was den Los ist, ein bisschen schade.

Man merkt das sich die Autorin sehr mit dem Thema auseinandergesetzt hat und auch viel recherchiert hat. Sie schafft es Einblicke in die Vergangenheit zu geben und "Runa" könnte man fast als Horrorgeschichte bezeichnen. Wie mit den Patienten umgangen wird ist wirklich schrecklich und nichts für schwache Nerven. Auch die kalten, sachlichen Gespräche der Ärzte über Wasserbäder, Elektroschocks und andere sogenannte Behandlungsmethoden lassen das ein oder andere mal wirklich Gänsehaut entstehen und bleiben einfach unfassbar. Passen aber sehr zur Geschichte und ich finde die Überheblichkeit der Ärzte wirklich sehr gut dargestellt.

Die Charaktere wurden mir erst nach einiger Zeit vertrauter, vor allem weil es einige davon gab die man als Leser begleitet, aber so wirklich sympathisch war mir irgendwie nur der Chorjunge. Ich mag viele Perspektivwechsel eigentlich nicht, aber bei "Runa" sind diese fast nötig, ich war wirklich froh ab und an aus der wirklich beklemmend wirkenden Salpêtrière zu entkommen und ein bisschen durchatmen zu können während ich die anderen Charaktere begleite.

Jori wirkt sehr naiv und betet Charcot förmlich an, wie alle anderen auch. Und zudem war er doch sehr arrogant aber auch unsicher und einer der wenigen der wirklich anfängt die Behandlungsmethoden immerhin ein bisschen zu hinterfragen.
Lecoq war mal Ermittler, bis er die Wissenschaft der Physiognomie entdeckt, nach der er ein Verbrechergesicht hat und damit nicht als Inspektor geeignet ist. Mit seiner Verbrecherkarriere will es allerdings nicht so recht klappen.
Dann gibt es noch einen Chorjungen, der ein mit geheimnisvollen Zeichen vollgekritzeltes Liederbuch findet. Und ein Geschwisterpaar welches einer seltsamen Kutsche folgt.
Gut gelöst war wie sich die Charaktere alle nach und nach begegnen und Lecoq in diesen Mordfällen ermittelt. Er hat so seine ganz eigene Art die teilweise sogar für Humorvolle Szenen gesorgt hat.
Leider blieb Runa als Charakter wenig erwähnt, aufgrund des Titels hätte ich erwartet das es mehr um sie geht, das war leider nicht so. Wer also erwartet die Lebensgeschichte eines mysteriösen Mädchens zu lesen ist in diesem Buch falsch.

Die Autorin schreibt sehr sachlich und eindringlich und schafft es damit eine wirklich düstere Stimmung zu erzeugen.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  3
• Spannung  3
• Stil 5
• Unterhaltung 4

3,8 Sterne. "Runa" ist ein sehr interessantes und düsteres Buch, dem es ab und an Spannung fehlt. Die Autorin spinnt eine unglaubliche und unheimliche Geschichte mit einem wirklich schwierigen Thema. Sicher kein Buch für jeden und auch nichts für schwache Nerven.

Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

Weitere Rezensionen
Epilogues