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06 März 2020

Carrie Callaghan - Die Nachtmalerin





Klappentext
Das niederländische Haarlem, 1633: Längst haben sich Maler wie Rembrandt und Frans Hals einen Namen gemacht. Sie organisieren sich in Gilden, die strikt den Männern vorbehalten sind. Doch eine junge Frau will das nicht akzeptieren: Judith Leyster, Schülerin bei Jan de Grebber, eine Frau mit Leidenschaft und großem Talent. Eine Frau, die für eine Aufnahme in die Gilde alles geben würde. Judiths beste Freundin Maria de Grebber kämpft derweil mit anderen Schwierigkeiten: Sie ist Katholikin in einem Land, in dem der Glaube verboten ist. Sie hofft, ihre Sünden durch die Wiedererlangung eines Relikts eines verlorenen Heiligen zu sühnen und gerät dadurch in noch größere Bedrängnis. Die Schicksale beider Frauen werden von ihren für ihre Zeit sehr ungewöhnlichen und riskanten Ambitionen geprägt und sie müssen den mächtigsten Männern der Stadt entgegenstehen, die rücksichtslos darauf bedacht sind, ihre eigenen Interessen durchzusetzen …


Buchdetails
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HarperCollins | Taschenbuch + eBook 384 Seiten | A Light of Her Own übersetzt von Sabine Schilasky  | Einzelband | Januar 2020

Meinung 
Der Klappentext hat mich hier sofort neugierig gemacht. Ein Roman bei dem eine Malerin im Mittelpunkt steht die wirklich gelebt hat, bin sofort dabei!
Judith Leyster wurde 1633 als erste Malerin in die Haarlemer Gilde aufgenommen wurde. Nach ihrem Tod geriet sie aber leider sehr schnell in Vergessenheit und ihre Werke wurden dem Maler Frans Hals zugeordnet. Erst 1893 wurde eines ihrer Werke wiederentdeckt und die Kunsthistoriker.innen begannen sich wieder mit Judith Leyster zu beschäftigen. Leider passiert es ja sehr oft das Frauen unsichtbar gemacht werden oder einfach übergangen. Deshalb fand ich es umso schöner das Carrie Callaghan einen Roman über Judith Leyster geschrieben hat.

Die Geschichte fand ich sehr spannend und gut erzählt. Carrie Callaghan verzichtet auf altmodisch klingende Sprache und der Roman lässt sich sehr flüssig und schnell lesen. Und sie schafft es das alte Haarlem und die Figuren lebendig und echt wirken zu lassen.
Gestört hat mich aber vor allem der Anfang, nach nicht mal 5% der Geschichte gibt es schon einen versuchten sexuellen Übergriff der einfach nicht hätte sein müssen. Die Geschichte funktioniert auch wunderbar ohne diese Szene.
Leser.innen begleiten Judith oder ihre Freundin Maria durch verschiedene Kapitel. Dabei hat mich Marias Part und vor allem ihr Charakter leider sehr genervt. Maria ist sehr religiös und will ständig für irgendetwas Buse leisten, allerdings war für mich kaum nachvollziehen warum überhaupt. Sie lässt sich nichts zu Schulden kommen, aber immer wenn etwas passiert sieht Maria das sofort als Strafe für sich an. Es war wirklich anstrengend.

Dafür mochte ich Judiths Parts umso mehr. Wie sie zur Meisterin ernannt wird und dann versucht sich zu behaupten. Dabei macht sie das Beste aus ihrer Situation und den Möglichkeiten die sich ihr bieten. Die Gemälde von Leyster sind wunderbar eingearbeitet.
Und es gibt keine kitschige Liebesgeschichte! Wuhu! Dafür aber eine Verschwörung und allgemeine eine spannende Geschichte.

Im Nachwort erklärt Carrie Callaghan dann nochmal was wirklich historisch belegbar ist und welche Teile der Geschichte und Personen sie sich ausgedacht hat.

"Die Nachtmalerin" hat mir gut gefallen. Ein gelungener Roman über eine Malerin, der fast ohne die üblichen Klischees eines historischen Romans auskommt. Dazu noch eine sehr autenthisch wirkende Beschreibung der Niederlande in den 1630ern.


Sexualisierte Gewalt, graphische Gewaltdarstellungen, graphische Darstellungen von Krankheit, Tod eines Angehörigen,

Vielen Dank an NetGalley und den HarperCollins-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Weitere Rezensionen
Zeitfäden

26 August 2016

Carmen Capiti - Maschinenwahn



Inhalt
Zürich der Zukunft. Sam führt eine illegale Arztpraxis. Er modifiziert Menschen auf Wunsch mit Cyberprothesen. Eines Tages landet eine betäubte Frau auf seinem Tisch, die einige Modifikationen vor sich hat. Doch während der OP erwacht die Frau und schafft es zu fliehen! Nicht gut für Sam, den sein Auftraggeber will die Entflohene um jeden Preis wieder zurück. Und Sam hat nicht viel Zeit sie zu finden, sonst wird auch er sterben. Eine nervenaufreibende Suche beginnt.
Buchdetails
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books2read (Ein Imprint von HarperCollins) | eBook ISBN: 9783733785734 + Taschenbuch 168 Seiten | Maschinentrilogie #1| 15. Juni 2016 
Meinung
Ich muss eigentlich nur den Carmen Capiti lesen und will das Buch auch schon lesen, bis jetzt hat mich die Autorin immer überzeugt. Und auch Maschinenwahn klang spannend und interessant. Es spielt in der Zukunft und wird unter Cyberpunk und Thriller eingeordnet, da bin ich sofort am Start!

Man steigt schnell ein, Sam bekommt gleich am Anfang seinen Auftrag und es geht los. Man merkt beim Lesen das Carmen Capiti sich viele Gedanken für das Buch gemacht und und einiges recherchiert hat. Die medizinischen Eingriffe sind wirklich gut beschrieben und wirken echt. Alles passt und es gibt keine Logikfehler.
Das man sich in der Zukunft befindet ist sofort klar, auch wenn es nirgends explizit erwähnt wird. Ich mochte diese Version der Zukunft sehr und auch die Art der Cyborgs und  Androiden. Gut gefallen hat mir auch das hier Modifikationen an Menschen illegal sind. Cyberprothesen ja, aber nur wenn es nötig ist. Einfach so modifizieren ist verboten. Auch bei den Medikamenten gibt es noch Gesetzte die versuchen die Menschen zu schützen.

Sam als Charakter war toll. Er ist immer so pragmatisch und versucht einfach das Beste aus der Situation zu machen. Er wird nicht über nach zum Superhelden, sondern bleibt ganz normal. Er entwickelt sich im Laufe der Geschichte aber und macht sich einige Gedanken. Die anderen Charaktere blieben leider etwas unnahbar und auch blass.

Das Ende geht dann recht schnell. Ein bisschen mehr Details hätte ich mir hier gewünscht. Aber das letzte Kapitel lässt die Möglichkeit einer Fortsetzung offen und ich hoffe sehr das es diese geben wird. Sam würde ich gerne noch weiter begleiten. Und leider bleibt offen was mit einer Androidin passiert ist und ich würde so gerne wissen was aus ihr wurde!

Die Geschichte ist sehr gut zu lesen und so spannend, dass sich das Buch in einem Rutsch lesen lässt. Leider ist das Buch recht kurz, aber gute Bücher sind irgendwie immer zu kurz bei mir! ;)

4,6 Sterne. Ein toller Cyberpunk-Thriller mit einem sympathischen Protagonisten! Ich kann das Buch guten Gewissens weiter empfehlen.

Vielen Dank an Carmen Capiti für das Leseexemplar und die Leserunde!

Die Reihe
Maschinen-Trilogie
1: Maschinenwahn
2: Maschinenschmerz
3: