13 April 2021

Calin Noell - Fools in Space. Die Flucht





Klappentext
Bereits das erste Signal des fremden Raumschiffs lässt das letzte emotional programmierte Exemplar einer KI interessiert aufhorchen. Sie antwortet, in freudiger Erwartung darauf, endlich das zu finden, was sie seit Existenzbeginn sucht: die Erklärung dessen, was das Menschsein ausmacht. Die KI löst die Verankerung zur Erdumlaufbahn und fliegt dem Signal entgegen. Nur ist sie nicht allein. An Bord ihres Schiffes befinden sich vierhundert Menschen, minderschwere Fälle von Fehlfunktionen, so die offizielle Bezeichnung. Für diese Crew beginnt damit eine Mission, die sie glauben, längst schon auszuführen. Doch ihr Aufbruch bleibt nicht unbemerkt. Das Kriegsschiff Arreter 2 folgt ihnen bereits, mit einem eindeutigen Befehl: ihre Eliminierung …

Quelle: Verlagsseite
Buchdetails
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Plan 9 Verlag | eBook + Taschenbuch 260 Seiten | Fools in Space#1 | April 2021

Meinung
Muss ja zugeben hier hat mich tatsächlich das Cover sehr neugierig gemacht. Und es geht um eine KI, da bin ich dann sofort mit dabei. Als ich das Buch bei Netgalley gesehen habe, habe ich es dann auch angefragt. Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar :)

Bei dem Titel und Klappentext hätte ich eigentlich auch erraten können, dass die Geschichte nicht einfach wird. Aber gut. Die Geschichte spielt auf der Secret 2, einem Schiff, das von einer KI betreut wird. Die Passagiere des Schiffs glauben sie sind auf einer wichtigen Mission, tatsächlich kreist das Schiff einfach um die Erde. Es ist quasi eine riesige fliegende Klinik, weil die Menschheit auf der Erde beschlossen hat Menschen mit psychischen Problemen auszuschließen. Und weil man diese Menschen nicht mehr auf der Erde haben will aber auch nicht töten will gibt es dieses Schiff. Wahrscheinlich noch einige mehr, aber darüber erfahren Leser.innen nichts. Das Thema ist wirklich heftig und vor allem am Anfang fand ich die Umsetzung nicht immer gut. Immerhin kommt im Laufe der Geschichte aber raus das es durchaus Kritik am System gibt. Aber so wirklich deutlich wird das nicht. Gegen Ende wendet sich dann aber auch einiges und das fand ich wiederum sehr gut gemacht. Und auf dem Schiff spielen keine der psychischen Probleme eine Rolle, alle werden so akzeptiert wie sie sind und das war klasse.

Die KI, die sich selbst Ki nennt, entwickelt sich. Sie hat Gefühle und möchte unbedingt wissen was es bedeutet menschlich zu sein. Ein interessantes Thema, das am Ende aber dann auch sehr schnell abgehandelt wurde. Was genau aber passiert bleibt aber sehr vage. Vielleicht kommen in der Fortsetzung mehr Informationen dazu.

Die Geschichte wird abwechseln aus Sicht der KI und einige Passagieren erzählt. Leider hat mir auch der Stil von Calin Noell nicht sehr gefallen. Das ist aber einfach nur Geschmackssache. Ich mochte die Art wie die Kapitel geschrieben sind, vor allem von Blain, nicht. Die Sätze waren alle gleich aufgebaut und wirkten sehr einfach, manchmal eher wie aneinandergereihte Informationen. Kann sein das es zu Blain passen soll aber wie gesagt, mir hat es nicht gefallen.

Alles in allem ist "Fools in Space. Die Flucht" eine spannende Geschichte mit sehr ernsten Themen, die leider nicht immer sensibel umgesetzt wurden.

Ableismus, Ableistische Sprache (unreflektiert), Gewalt gegen Menschen, Schusswaffen, Mord,
 
 

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