14 Mai 2026

Anthologie June Is - Schw̶einwerfer in der M̶Nacht





Klappentext
Manchmal verändern Kleinigkeiten die Welt. Ein Buchstabe entscheidet zwischen Schweinwerfer und Scheinwerfer. Ob etwas leuchtet oder grunzt bestimmt den Verlauf von Geschichte(n). 

Die Macht der Buchstaben führt auf unerwartete Wege, auf unbekanntes Terrain und manchmal in unfassbares Chaos. Was passiert also, wenn Fehler nicht korrigiert werden, weil sie erst das Salz in der Puppe ausmachen?

Quelle: Verlagsseite
 
Buchdetails
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ohneohren Verlag | 260 Seiten | Einzelband | März 2026

Meinung
Eine Anthologie die sich mit Tippfehlern befasst? Und dann noch mit so einem lustigen Titel? Wer kann da bitte vorbei gehen?

Allgemein eine sehr gelungene und abwechslungsreiche Anthologie. Die Mischung und Reihenfolge der Geschichten finde ich gut gelungen. Die Bandbreite der Themen und Ideen ist so spannend. Es ist von abgefahren bis zuckersüß alles dabei. Bis auf eine der Geschichten konnten mich alle überzeugen.

Bonus ist das Vorwort, welches abgefahren ist und Fans von Sanguen Daemonis gleich noch mehr abholt (anderes Thema: Hab ich dir schon davon vorgeschwärmt wie gut Sanguen Daemonis von Anna Zabini ist? Das Buch muss man gelesen haben)

Das Buch ist auch wunderschön gestaltet. Zu Kapitelbeginn erfährt man etwas über die jeweiligen Autor*innen mit lustigen Details. Und vor jeder Geschichte gibt es eine CN Liste.

Ein bisschen mehr zu den einzelnen Geschichten:

Sina Lienemann: Das defekte Urwerk: Guter Einstieg, sehr fantasievoll. Hätte aber irgendwie jetzt gerne mehr aus der Welt.

Thomas Heidemann: Erro ergo sum - Willkommen bei der Stadtverwalzung!: Also die Geschichte ist sehr abgedreht, verwirrend aber auch unterhaltsam. Bisschen wie ein abgedrehter Traum. Gutes Ende

T. S. Orgel: Angriff der Clownkrieger: Interessant mit sehr vielen Anspielungen. Sehr kreativ mit allem. Wortspiele, Namensabänderungen und wie gruselig fies sind bitte die Clownkrieger? Würde jetzt gerne mehr über diese Chaostruppe lesen 

Kiàn KoWananga: Die Kunst des Feuerspukens: Sehr schönes Abenteuer. Mag auch die Auflösung sehr.

Frederik Elting: L‘ arte di vivere - Die Kuhnst des Lebens: Schön und wohlesome. Hat was von einem Märchen ohne Bösewichte.

Anke Höhl-Kayser: Die Feenstaubfilter-Bestellung: Erst freundlich dann bittersüß. Eine Mischung aus niedlich und sehr heftigen Themen.

Lorenzo Maxwell: Teleskopf: Mit Abstand die abgefahrenste Geschichte der Sammlung. Kann gar nicht viel zu sagen, muss man selbst lesen und interpretieren

Carolin Lüders: Bewertungen zu Café Louise: Mag das Format sehr. Die Handlung auch. Den Schluss musste ich mehrmals lesen weil man einfach automatisch viel überliest. Sehr cooler Twist

Paul Liedvogel: Pech und Schwafel: Die Geschichte hat mich unerwartet getroffen. Sehr traurig aber auch schön.

Ivan Ertlov: Schutzengel: Sehr witzig. Sehr unerwartet und ich hab beim Titel erst Schmutzengel gelesen, was irgendwie auch gepasst hätte.

Michael Feldhofer: Geschichten aus Groß Pistazien - Die Schraubritter: Wieder sehr kreative Geschichte. Die Namen der Schraubritter sind so gut! Mag alles an der Geschichte, vor allem die Entwicklung.

R.F. Krammer: Wohnwort: Mit eine meier liebsten Geschichten der Sammlung. Konnte mir die Welt sehr gut vorstellen und mag den Gedanken dahinter sehr. Wäre hier auch spannend das Abenteuer zu den vergessenen Worten zu lesen 😃

Susanne Bonn: Überleben im Duschgel: Sehr gelungene Metapher. Und unerwartet tiefgründig.

Katharina Kanzan: Suche Miezhaus!: Ruhige und schöne Geschichte. Bekommt dann einen sehr unerwarteten Fantasy Twist.

Charline Winter: Ein Gerücht für zwei: Gelungene Geschichte am Ende. Fängt hier auch wieder harmlos an und wird dann sehr durcheinander. Aber auf eine gute Art.


Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 
 
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