31 Januar 2020

Nochmal gelesen Nevernight. Die Prüfung

Für 2020 hatte ich mir vorgenommen eine paar Bücher nochmal zu lesen. Ich werde darüber ab und an unter "nochmal gelesen" Berichten. Los geht es mit Nevernight - Die Prüfung von Jay Kristoff.

Als Mia Covere noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus und Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen.
Doch Mercurio, der sich als Antiquitätenhändler ausgibt, ist kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden, der den Namen »Rote Kirche« trägt, aus. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet …


Als ich 2017 Band 1 gelesen hatte war ich hellauf begeistert und das Buch hat es zu meinen Lieblingen geschafft. Auch Band 2 mochte ich sehr. Nun erscheint endlich Band 3 auf deutsch, die Gelegenheit die Nevernight Reihe nochmal zu lesen. Viele kleine Details hatte ich schlicht weg vergessen. Und viel wichtiger: Finde ich die Geschichte immernoch so genial wie 2017?

Die Spannung war auf jeden Fall da, ich wusste diese mal ja schon was auf mich zukommt, wer Verräter ist und wer verschwindet oder stirb. Trotzdem haben mich einige Szenen wieder sehr mitgenommen. Die Art wie die Geschichte erzählt wird finde ich immernoch klasse, trotz Fußnoten und unbekanntem Erzähler. Die vielen kleinen, scheinbar unwichtigen, Details die dann später wieder aufgegriffen werden. Es gibt sogar kleine Hinweise auf große Überraschungen aus Teil 2.

Aber diese mal hatte ich auch ein paar Kritikpunkte die mir seltsam vorkamen oder teilweise auch negativ aufgefallen sind. Einige Formulierungen fand ich auch sehr daneben. Und an manchen Stellen merkt man einfach auch sehr das ein Mann das Buch geschrieben hat.

Sonst mochte ich Mia sehr, sie ist zielorientiert, lässt sich nicht viel sagen, teilweise eiskalt aber auch ab und an nett und menschlich. Aber keine Heldin. Mich stört ihre Zielstrebigkeit aber schon fast, sie hinterfragt einfach nichts und ist nur auf Rache aus. Es werden soviele Details erwähnt die mich etwas stutzig machen und es regt mich so auf das Mia da nicht nachhakt! Auch im Raum der Totenklagen, wo alle Opfer der Kirche auf den Boden geschrieben werden liest sie kein einziges mal auch nur einen Namen der Opfer. Argh.
Ungeschlagener Star ist und bleibt aber Herr Freundlich, die Nichtkatze aus Schatten. Und der Chronist Aelius ist auch ein heimlicher Favorit, kann er sein eigenes Buch haben?

Die rote Kirche und Mias erstes Abenteur lässt sich mit den Worten des Autors auch gut beschreiben "Hogwarts für Assassinen". Manchmal fühlte ich mich beim Lesen auch wirklich an Hogwarts erinnert, die sich verändernden Treppen sind da das beste Beispiel.

Es gibt auch Punkte über die man sich streiten kann, die drei Sonnen zum Beispiel. Oder die doch sehr klischeehaften Völker und der damit verbundene Aufbau der Länder.

Aber alles in allem liebe ich die Reihe immernoch und werde sie wahrscheinlich nochmal lesen. Sollte Band 3 dann nicht noch alles verbocken.


Gewalt gegen Menschen und Tiere, expliziete Beschreibungen von Mord an Menschen und Tieren, Gefangenschaft/Geiselnahme, Folter, explizite Schilderung von Sex, Mord, Tod von relevanten Charakteren, Erwähnung von Sklaverei, Erwähnung von sexuellem Missbrauch

Buchdetails
Fischer Tor | Hardcover ISBN: 9783596297573 + eBook + Hörbuch; 704 Seiten | Nevernight, aus dem Englischen von Kirsten Borchardt | The Nevernight Chronicle #1 | 24. August 2017

0 Antworten:

Kommentar veröffentlichen

Über Feedback freue ich mich immer, ich antworte meist hier.

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.